1. #1931
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    Dann erst, nachdem sie sich von Tom wieder gelöst hat, betrachtet sie den Buddha genauer. Sie stellt fest, dass man ihn öffnen und als Behältnis nutzen kann.

    "Er passt wunderbar auf meine Kommode....ich werde einige schöne Schmuckstücke darin aufbewahren."

    Sie krabbelt von ihm und dem Bett herunter und stellt die Figur auf die Kommode......

    "Schau mal.....hier passt er doch gut her, oder?" Im nächsten Moment kramt sie nach einigen ihrer schönsten Schmuckstücke, um sie in die Figur zu legen.

    Sie schaut noch einmal aus einigen Metern Entfernung hin und ist zufrieden.

    "Ja, du hast Recht.....wir sollten jetzt wirklich los, sonst wird es zu spät fürs Einkaufen. Und meine Kassenberichte kann ich dann auch für heute vergessen," lacht sie.
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  2. #1932
    Avatar von Sir_Tom_1 Kam, sah und tippte
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    verfolgte mit viel Vergnügen wie emsig Synola die neue Statue befüllt und an einen wirklich schöne Platz stellt, an dem sie gut zur Geltung kommt

    Ja, der Platz ist prächtig .. die Sonne spiegelt sich wunderbar an ihr ... sie strahlt fast so schön wie Du

    bie diesen Worten erhebe ich mich, rücke meine Hose und Hemd zurecht und als ich bei Synola ankomme, nehme ich sie bei der Hand


    und nun ab nach draussen ... und schnell zum Markthaus ... Lisa war gewiß fleissig .. ich denke den Großteil hat sie schon für Dich erledigt
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  3. #1933
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    Sie nickt zustimmend und ordnet am Spiegel noch kurz ihre Haare, die ein wenig zerzaust aussehen. Dann legt sie noch ein wenig Lippenstift auf und holt sich eine leichte Jacke. Vielleicht werden sie ja im Forsthaus übernachten und wie das Wetter morgen sein wird, weiß kein Mensch.

    Gemeinsam verlassen sie das Schlafzimmer, gehen die Treppe hinunter und treffen auf Bella, die ihnen eben Bescheid sagen wollte, dass die Kutsche zur Abfahrt bereit steht.

    So verabschieden sie sich nun noch schnell von Bella und verlassen dann das Haus.

    Nachdem sie Elfriede und Finja begrüßt haben, klettern sie auf den Kutschbock......Kira wartet bereits an der Straße und auch der Vogel äugt schon zu ihnen herüber.

    Kurze Zeit später sind sie auf dem Weg zum Markthaus.
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  4. #1934
    Avatar von Sir_Tom_1 Kam, sah und tippte
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    Eine unruhige Nacht liegt hinter mir, als ich mich nun am Frühstückstisch zu Synola geselle ... sie wirft mir einen wartenden, ungeduldigen und zugleich ängstlichen Blick zu ... ich gebe ihr einen Kuss auf die Stirn und setze mich dann neben sie. Bella hat den ernst der Lage erkannt und verabschiedet sich. Kaum ist sie aus dem Haus, hole ich den Brief meiner Schwester heraus und lege ihn vor Synola.

    Während Sie den Brief liest verfolge ich ihre Smaragdaugen, die sich hastig von Links nach Rechts bewegen und als sie sich dem Ende nähert wird sie blass und wir beide wissen ohne ein Wort zu wechseln, was diese Zeilen bedeuten. Wir erheben uns beide und nehmen uns in den Arm.

    Es dauert lange bis wir diese Umarmung lösen und ich flüstere ihr dabei ein paar Worte zu. Streiche ihr daraufhin die Locke aus der Stirn und küsse sie zum Abschied noch einmal inniglich.

    Mit unser beiden Tränen auf meiner Wange lasse ich von ihr ab und verlasse, ohne mich nochmals umzudrehen, mit meinem gepackten Seesack das Haus ... dort rufe ich kurz nach meinem Freund und deute ihm den Weg zum Hafen und er steigt in die Lüfte ...
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  5. #1935
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    So viele Tage sind bereits vergangen seit Toms Abreise und noch immer fühlt sie sich vollkommen leer und wie erstarrt.
    Bis zum Ende der Woche hat sie noch Urlaub genommen und auch Bella will sie nicht um sich haben, ihr hat sie auch Urlaub gegeben. So ist sie allein mit den Tieren, ihnen muss sie nichts erklären und diese stellen auch keine Fragen.

    Die Tiere zu versorgen schafft sie gerade noch, auch mit Kira läuft sie einige Runden....alles gezwungener Maßen, zu mehr kann sie sich immer noch nicht aufraffen.
    Den Weg in den Wald hinein meidet sie, das Forsthaus auch nur aus der Ferne zu sehen, könnte sie nicht ertragen.

    Immer wieder fragt sie sich, wie ihr Leben weitergehen soll......immer wieder stellt sie sich vor, dass Tom nicht mehr zurückkehren könnte......wie soll sie dann in Annoport weiter leben können?

    Vielleicht ist es noch zu früh für diese Gedanken, aber sie weiß mit Sicherheit, dass sie hier alles aufgeben müsste....ohne ihn hier zu leben, wäre ihr schlicht nicht mehr möglich.

    Allein schon der Anblick des Verlobungsrings an ihrem Finger treibt ihr die Tränen in die Augen und sie denkt verzweifelt über einen Ausweg nach. Aber ihr will einfach nichts einfallen......

    Immer wieder kehren ihre Gedanken zu dem Tag zurück, an dem sie ihm sagte, dass sie ihn niemals mehr allein gehen lassen würde. So lange ist das schon her......sie wollte immer an seiner Seite bleiben und nun ist alles anders gekommen.

    Gleichzeitig weiß sie aber auch, dass sie nicht mitkommen konnte, das war ihr schon direkt beim Lesen der Nachricht klar, ohne das es jemand aussprechen musste.

    Die große Sorge um ihn macht die Verzweiflung nur noch größer und wie so oft rückt sie den Sessel näher an das Kaminfeuer, doch ihre innere Kälte kann auch das Feuer nicht wärmen.
    So starrt sie in die Flammen, während Stunde um Stunde verrinnt.......
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  6. #1936
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    Etliche Wochen der Trostlosigkeit lagen hinter ihr bis ihr eines Tages bewusst wurde, dass es so nicht weitergehen konnte. Haus und Tiere mussten versorgt werden und letztendlich war es vor allem ihre Arbeit, die sie wieder am Leben teilhaben ließ.

    Niemand kannte den wahren Grund von Sir Toms plötzlicher Abreise aus Annoport und das sollte auch so bleiben. So streute sie hier und da in Gesprächen ein, dass er dringende Familienangelegenheiten zu klären hatte, was dann auch genau so die Runde machte in der Öffentlichkeit – das ersparte ihr mehrmalige Nachfragen und da sie nach außen hin nicht anders war als früher, hörten auch die vereinzelten Fragen bald auf. Selbst Bella ließ sie in diesem Glauben, so schien es ihr am besten.

    Ihre Spaziergänge mit Kira dehnte sie nun auch wieder auf den Wald aus, was sie unweigerlich manchmal bis ans Forsthaus führte. Hier machte sie öfter eine kleine Rast und dachte an die glücklichen Tage, die sie hier verlebt hatte......nur hinein ins Haus ging sie niemals mehr.
    In einigen Wochen würde sie einen Putztrupp damit beauftragen, noch einmal alles gründlich zu säubern und das Mobiliar abzudecken. Den Schlüssel würde sie dann bei James im Rathaus abgeben.

    Die meiste Zeit aber verbrachte sie im Markthaus bei der Arbeit, ganz so wie früher, als sie noch allein war. Es fanden wieder regelmäßige Besprechungen mit den Kapitänen der Schiffe statt und mindestens einmal wöchentlich besuchte sie die Speicherstadt, um mit Ronaldo die Listen der Warenbestände abzugleichen und die Bestellungen aufzunehmen, damit im Markthaus ein reibungsloser Ablauf gewährleistet war.

    Viel Zeit zum Grübeln blieb ihr somit nicht....abends aß sie noch eine Kleinigkeit und fiel kurz darauf todmüde ins Bett. Trotzdem gelang es ihr nicht immer in den Schlaf zu finden, für diese Momente hatte sie jedoch vorgesorgt und sich von der Medica ein Pulver geben lassen, dass sie relativ schnell einschlafen und Ruhe finden ließ.

    So neigte sich der lange Winter dem Ende zu und die ersten Vorboten des Frühjahrs zogen ins Land. Die Luft war schon spürbar wärmer, besonders an sonnigen Tagen konnte sie dann und wann einen Ausritt wagen.

    Heute war so ein schöner Tag und sie hatte sich das Wochenende frei genommen. Gleich nach dem Frühstück spannte sie Finja vor die Kutsche, legte den Strick von Elfriede um ihr Handgelenk und machte sich in langsamer Fahrt auf zum Wald.
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  7. #1937
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    Als sie an diesem sonnigen Morgen erwacht, liegt ein freies Wochenende vor ihr. Im Haus ist es ruhig, denn Bella hat frei und wird erst am Montag wieder hier sein. Sie steht auf und zieht nur ihren Morgenmantel über, dann begrüßt sie Kira mit einigen Streicheleinheiten und geht hinunter in die Küche.

    Die Sonne geht soeben auf und schickt ihre ersten Strahlen durch das Küchenfenster, als sie den Kaffee zubereitet und den Frühstückstisch deckt.
    Wenig später sitzt sie am Tisch und genießt ihren Morgenkaffee, während ihre Gedanken wieder einmal abschweifen zu den glücklichen Tagen, an denen sie hier nicht allein gesessen hat.
    Wie schön war es doch damals, als sie mit ihrem Verlobten hier saß und mit ihm geredet und gelacht hat. Doch diese Tage sind sehr lange vorbei und mittlerweile glaubt sie nicht mehr daran, dass er eines Tages zurückkehren wird......so viele Monate sind vergangen und sie hat nichts von ihm gehört. Mehr als ein ganzes halbes Jahr und kein Lebenszeichen von ihm......ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen ist nun fast vollends verschwunden.

    Sie denkt daran, dass der Sommer sich bald verabschieden wird und sie hat die schöne Zeit vor lauter Sorge kaum genießen können. Und noch immer wird ihr das Herz schwer bei dem Gedanken an ihn, doch wie lange soll sie noch warten?

    „Es ist an der Zeit, irgendetwas zu unternehmen“, flüstert sie leise vor sich hin und nimmt sich eine Scheibe Weißbrot, die sie mit Butter und Honig bestreicht.
    Vielleicht sollte sie Urlaub nehmen und eine Reise ins Auge fassen. Wie oft hat ihre Freundin Francesca ihr schon geschrieben, dass sie sich unbedingt einmal wieder sehen sollten, sie wäre ihr immer hoch willkommen. Und das kleine Dorf im Südosten Siziliens mit seiner herrlichen Strandbucht wäre der ideale Ort all ihren Kummer vielleicht endlich zu überwinden und sich auf ein Leben allein einzustellen.

    Je länger sie darüber nachdenkt, umso verlockender erscheint ihr dieser Plan. Schon morgen würde sie damit beginnen, ihn in die Tat umzusetzen und sich nach einem Schiff erkundigen, dass sie in den Süden bringen sollte.
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  8. #1938
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    Während sie im Arbeitszimmer an einer Liste arbeitet, die sämtliche Arbeiten beinhaltet, die sie vor ihrer Abreise noch erledigen muss, hört sie ganz tief in ihrem Inneren eine leise, mahnende Stimme. "Was ist, wenn eine Nachricht von ihm kommt und dann bist du nicht hier", wispert ihr die Stimme zu. Immer wieder schiebt sie diesen Gedanken beiseite.....sie wird ihre Adresse hinterlassen und innerhalb einiger Tage wäre die Nachricht per Kurierschiff bei ihr.

    "Lieber Himmel", sagt sie dann laut......"warum sollte dann ausgerechnet eine Nachricht ankommen, wo doch die ganzen Monate nichts gekommen ist?"

    Sie wirft die Feder auf den Tisch und lauter kleine Tintenspritzer verzieren jetzt den Schreibtisch.....sie bemerkt das nicht einmal und geht in die Küche, um sich einen Tee zu kochen.

    Während das Wasser langsam heiß wird, steht sie in Gedanken versunken am Fenster und dreht an ihrem Verlobungsring, schaut dann auf ihn herunter und fragt sich, ob die Verlobung überhaupt noch besteht. Warum hat sie bis heute keine Nachricht erhalten, nicht ein Wort, dass ihr wieder ein wenig Hoffnung gegeben hätte.

    "Autsch", nun hat sie sich an dem heißen Tee auch noch die Zunge verbrannt, das kommt davon, wenn man schon wieder über all diese Dinge nachdenkt, vor allem auch darüber, dass etwas ganz Schreckliches passiert sein könnte. Daran will sie erst gar nicht denken.

    Ein leiser Seufzer kommt über ihre Lippen, als sie die Teetasse nimmt und sich wieder auf den Weg ins Arbeitszimmer macht. Vorhin war sie noch so sicher.......und jetzt bekommt ihre Planung schon wieder die ersten Risse.
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  9. #1939
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    Am Morgen hat sie einige Zeit damit verbracht, die Schreibtischplatte zu säubern und sich über ihre Unbeherrschtheit geärgert. Aber so hatte sie auch Zeit zum Nachdenken und ist zu dem Schluss gekommen, dass ein Tapetenwechsel dringend nötig ist.

    Doch es sind noch einige Dinge zu erledigen......Bella muss sich vorrangig um ihre Garderobe kümmern und sie muss im Markthaus noch alle anliegenden Aufgaben an Lisa übergeben.
    Außerdem muss sie sich morgen nach einem Schiff erkundigen, das hoffentlich bald in Annoport anlegen und sie in die gewünschte Richtung bringen wird.

    Zufrieden betrachtet sie nun den Schreibtisch, es sind alle Sprenkel verschwunden......sie wird sich zur Belohnung nun erst einmal einen Kaffee gönnen und danach ihre Kleidung durchschauen und zum Waschen herauslegen, so das Bella gleich morgen damit beginnen kann.

    Während sie auf der Terrasse ihren Kaffee trinkt, schweifen ihre Gedanken ab zu dem Tag an dem sie hier mit Tom gesessen hat. Auch damals hatte er ihr mitgeteilt, dass er für einige Wochen verreisen würde und als sie traurig wurde, hatte er ihr vollkommen überraschend den ersten Kuss gegeben.

    Soviel Zeit ist seitdem vergangen und damals hatte sie auch gewusst, dass sie ihn schon bald wiedersehen würde. „Ach, es nützt ja alles nichts, ich werde jedenfalls nicht hier hocken und auf dich warten“, sagt sie laut, was Kira in ihrem Nickerchen stört und den Kopf heben lässt. So einen Ton ist sie nicht gewöhnt von ihr.

    Sie steht auf und zupft ihren Rock zurecht, nimmt die Kaffeetasse und geht zurück ins Haus, um sich nun endlich um ihre Kleider zu kümmern.
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  10. #1940
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    Synola ist emsig beschäftigt im Ankleidezimmer, sie wirft soeben einige Unterröcke und Nachthemden auf den kleineren Berg schmutziger Wäsche, als sie wieder dieses komische Gefühl beschleicht, welches sie nicht einzuordnen weiß. Ein leichter Druck in der Herzgegend und dazu ein Kribbeln in der Bauchgegend. Droht vielleicht ein Unwetter......oder treibt sich etwa Gesindel in der Stadt herum? Oder......ach nein, das ganz sicher nicht.

    Sie hält inne, geht zum Fenster, öffnet es und schaut hinaus. Soweit sie sehen kann, gibt es aber nichts Ungewöhnliches. Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel und die Stadt liegt friedlich und beschaulich wie immer. Sie greift zum Fernrohr auf der Fensterbank und späht damit zum Hafen hin, aber auch hier gibt es nichts zu sehen......nur ein paar Schiffe liegen im Hafen und werden be- oder entladen, also nichts Besonderes.

    Sie schüttelt den Kopf über sich selbst, lässt das Fenster aber nun geöffnet und widmet sich wieder ihrer Kleidung. Doch so sehr sie sich auch abzulenken versucht, das unbestimmte Gefühl in ihr bleibt....und diese Unruhe gefällt ihr gar nicht.
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