1. #231
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    Die Mannschaft ist gelangweilt, den ganzen Tag Flaute und sie sind kaum weitergekommen.

    Nun wird sich die Reise doch noch 1 - 2 Tage länger hinziehen, bevor sie ihr Ziel erreicht haben.

    Die Zeit wird indessen genutzt, auf Deck und in den Kajüten wieder einmal ordentlich alles zu säubern und zu schrubben, was nicht gerade zu den Lieblingsarbeiten der Matrosen gehört.
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  2. #232
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    Der Kapitän des Kurierschiffs meldet "Land in Sicht" - Befehle schallen über das Schiff und die Crew bereitet alles zum Einlaufen in den Hafen von Annoport vor.
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  3. #233
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    Goldene Segel werden am Horizont sichtbar. Wenig später läuft die Navis Nobilis im Hafen von Abu Dhabi ein und legt an einer freien Stelle am Hafenkai an.

    Während die Mannschaft das Schiff festmacht und kleinere Unordnungen an Deck wieder aufräumt setzt sich Siegfried vor das Schiff und betrachtet den Hafen und die umliegende Stadt.

    "Beeindruckend" sagt er sich. "Es fällt mir schwer, zu glauben, dass dieser Ort einmal nicht so prächtig war..."
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  4. #234
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    Siegfried hat sich einige Tage lang in der Stadt umgesehen.

    "Wenn Abu Dhabi einmal an Pracht verloren hat, dann ist das aber inzwischen nirgendwo mehr zu sehen" denkt er sich während er abermals zu seinem Schiff zurückkehrt. Doch diesmal steht eine Gruppe von prunkvoll gekleideten Männern an der Navis Nobilis.

    "Seid Ihr der Kapitän dieses Schiffes?" fragt einer der Männer.

    "Ja das bin ich. Mein Name ist Siegfried und ich bin im Namen von Annoport hier um die Lage eures Landes zu überprüfen und die alten Kontakte wieder aufblühen zu lassen."

    "Oh, Ihr könnt gar nicht wissen, wie sehr mich das freut. Verzeiht meine Unhöflichkeit ich bin Merhad Farumand, der Scheich von Abu Dhabi, und ich begrüße euch in unserer schönen Stadt, Kapitän."

    "Seid gegrüßt, Scheich" erwidert Siegfried mit einer Verbeugung.

    "Verzeiht, dass ich euch einige Tage habe warten lassen. Ich hatte im Süden den Aufbau einiger Höfe und Brunnen zu inspizieren. Wir haben zwar einen Großteil der Schäden der vergangenen Jahre reparieren können, doch Arbeit gibt es noch immer. Sagt mir, bedeutet eure Ankunft, dass unsere Kuriere Annoport erreicht haben?"

    "Von Kurieren weiß ich nichts, Scheich. Es ist gut möglich, dass wir uns verpasst haben. Zumindest hatten wir eine ruhige Überfahrt und konnten keine Spuren von gesunkenen Schiffen oder Kämpfen auf dem Meer ausmachen."

    "Das beruhigt mich ein wenig. Aber ich vergesse erneut die Grundsätze der Gastfreundschaft. Bitte, ich lade euch in den Palast ein, Kapitän Siegfried. Dort redet es sich bestimmt viel angenehmer."

    "Ich danke euch, Scheich."

    Der Scheich, sein Gefolge und Siegfried begeben sich in Richtung des Palastes.
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  5. #235
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    "Ihr wurdet gesandt, um die Lage im Orient zu begutachten, Kapitän Siegfried. Ihr seid nun gut eine Woche in Abu Dhabi. Wie würdet ihr die Lage nun beurteilen?" fragt der Farumad Siegfried abends auf dem Balkon des Palastes, von welchem man ganz Abu Dhabi überblicken kann.

    "Die Lage ist weitaus besser als erwartet. Die Wirtschaft floriert wieder, die Menschen wirken zufrieden und von den Schäden an der Stadt ist nicht mehr viel zu sehen." antwortet Siegfried. "Da hätte ich nur noch eine Frage: Wie ist der Stand der Dinge in Bezug auf die Korsaren?"

    "Unter Kontrolle. Die Korsarenflotten haben sich zerstreut nachdem die Korsaren Abu Dhabi so sehr in die Knie gezwungen hatten, dass sie glaubten, hier gäbe es nichts mehr zu holen. Der Bau der Kriegsflotte hat uns fast in den Ruin getrieben, aber davon konnten wir uns erholen. Und nun haben wir eine wahrlich beachtliche Flotte zu unserer Verfügung. Die Korsaren, die sich noch in die Nähe unserer Schiffe wagen, werden schnell von einem Geschosshagel begrüßt. Wir konnten auch ihre Nester ausräuchern."

    "Das hört sich gut an. Das heißt der Handel mit Annoport wird zumindest von Abu Dhabis Seite aus keine Probleme ergeben."

    "Wie meint ihr das?" fragt Scheich Farumad etwas überrascht.

    "Annoport hat momentan einige Probleme mit Kriminellen Elementen. Mein Sohn arbeitet dort mit aller Kraft dagegen an. Vielleicht hat er die Lage auch schon in den Griff bekommen. Seid versichert, Scheich, dass wir alles tun, um den Handel reibungslos wieder aufnehmen zu können." erklärt Siegfried.

    "Das glaube ich euch. Ich vertraue darauf, dass ihr die Lage in den Griff bekommen werdet. Wenn ihr sie benötigt, kann ich euch auch Hilfe zukommen lassen."

    "Ich hoffe mal, dass wir keine Hilfe mehr benötigen werden, wenn ich wieder in Annoport ankomme." murmelt Siegfried und wendet sich dann wieder an den Scheich. "Verzeiht, aber ich werde mich wohl zurückziehen müssen. Ich werde morgen mit der Navis Nobilis wieder aufbrechen um Frau Synola und Annoport Bericht zu erstatten. Ich wünsche euch alles gute, Scheich."

    "Das verstehe ich. Ich hoffe, eure Überfahrt verläuft so reibungslos wie unsere künftigen Handelsbeziehungen!"

    "Das hoffe ich auch, Scheich!" erwider Siegfried mit einer Verbeugung.

    Siegfried verabschiedet sich von Scheich Merhad Farumad und begibt sich wieder zu seinem Schiff, welches er für das morgige Auslaufen vorbereitet.
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  6. #236
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    Die Lorelei hat noch nicht ganz angelegt am Hafen, als bereits eine größere Schar von Menschen sich am Hafen versammelt.

    Ein Mann tritt hervor und begrüßt Kapitän Asmussen freundlich und fragt, wessen Ankunft er vermelden darf.

    Kurze Zeit später kommt eine Gruppe von Abgesandten auf sie zu, ein Mann heißt sie herzlich Willkommen und sagt ihnen, dass er sie nun zu dem Palast des Scheichs führen wird. Dort könnten sie sich frisch machen, danach freue sich Scheich Merhad auf ein ausgedehntes Mahl mit dem Kapitän und auch für den Rest der Crew würde natürlich in einem anderen Teil des Palastes gesorgt werden. Um das Schiff müssen sie sich auch nicht sorgen, es werde selbstverständlich gut bewacht.

    Asmussen bedankt sich bei dem Mann, nickt seiner Crew zu und sie folgen den Abgesandten ins Landesinnere, während um sie herum ein Stimmengewirr herrscht, von dem sie kein Wort verstehen. Da aber Gestik und Mimik der Bewohner überaus freundlich sind, haben sie sicher nur Gutes zu erwarten.
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  7. #237
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    Kapitän Asmussen und seine Mannschaft verleben herrliche Tage in Abu Dhabi und genießen die Gastfreundschaft des Scheichs in vollen Zügen.

    Gestern Abend hatte es ihnen zu Ehren ein großes Fest gegeben, ganz besonders die Tänzerinnen hatten es der Crew angetan und sie haben bis in den frühen Morgen gefeiert.

    Im Palast und den umliegenden Gästehäusern sind nun fleißige Hände dabei, die Spuren des Festes zu beseitigen, während Asmussen und seine Mannschaft noch in den schönsten Träumen liegen.

    Für heute Nachmittag haben sich Asmussen, sein erster Offizier und Scheich Farumand verabredet, sie werden einen Großteil der gesamten Insel besichtigen, danach will der Scheich mit dem Kapitän die Lieferungen besprechen, die sie in der nächsten Zeit in Abu Dabi benötigen.

    Vor ihrer Rückreise werden sie eine Liste mit allen verfügbaren Waren erhalten, die sie nach Annoport liefern können. Da der Handel mit den Chinesen mittlerweile sehr gut funktioniert, werden sie auch in der Lage sein, feinstes chinesisches Porzellan anzubieten.
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  8. #238
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    Der Aufenthalt in Abu Dhabi war für Kapitän Asmussen und seine Crew sehr angenehm, sie haben viele neue Dinge gesehen und viele Einheimische kennenlernen dürfen.

    Nun ist die Lorelei seit einigen Tagen wieder auf hoher See und auf der Rückreise in die Heimat.

    Schwer beladen mit kupfernen Töpfen und Pfannen, Teppichen, Seide und Datteln wird die Reise länger dauern, doch die anhaltende, steife Brise sorgt dafür, dass sie trotzdem noch einigermaßen schnell vorankommen.

    Auch hat der Scheich dem Kapitän eine Bestellung übergeben und Asmussen hat ihm versichert, dass man sich in Annoport um eine möglichst schnelle Lieferung sicher bemühen würde.

    Nun begibt sich Asmussen in seine Kapitänskajüte um einige Stunden Schlaf zu finden, vorher genehmigt er sich aber noch einen Schlummertrunk aus der Pulle.
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  9. #239
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    Längst ist die Lorelei in kühleren Gefilden unterwegs, doch das Wetter ist annehmbar, weder Sturm noch starken Regen hat die Crew ertragen müssen und so sind alle bester Laune.

    Mit warmer Kleidung ausgerüstet geht die Mannschaft den gewohnten Tätigkeiten nach und viele der Männer freuen sich darauf, schon bald ihre Familien wiederzusehen.

    Wenn das Wetter mitspielt und auch sonst nichts Unvorhergesehenes geschieht, sollten sie morgen im Laufe des Tages den Heimathafen erreicht haben.
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  10. #240
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    Die Fahrt hatte doch ein wenig länger gedauert als geplant, durch die Flaute der letzten beiden Tage, um diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich.....nun endlich ist der Hafen von Annoport zu sehen und bald darauf fährt die Lorelei langsam durch die Hafeneinfahrt zur Anlegestelle.

    Nachdem das Schiff verankert und festgemacht ist kommen die ersten Fuhrwerke an und die Hafenarbeiter beginnen mit der Entladung.

    Kapitän Asmussen tätigt die letzten Einträge ins Logbuch und macht sich auf den Weg zum Hafenmeister, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbindet.

    "Der brennt sicher schon darauf, das Neueste von der Reise zu hören," denkt er sich schmunzelnd, entzündet seine Pfeife und pafft genüsslich die ersten Züge, bevor er das Gebäude des Hafenmeisters erreicht hat.
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