1. #1
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    Neven hat Annoport schon seit einigen Stunden verlassen. Er schaut sich nach allen Seiten um. Nirgends ist auch nur ein Anzeichen der gesuchten Flotte zu finden. Also geht Neven unter Deck. In seiner Kajüte greift er zuerst nach den Seekarten. Er sucht die Lage der Stelle an der gestern die zwei fremden Flotten gekämpft hatten. Danach schätzt er den feindlichen Kurs.
    "Sie werden sich wohl nicht gen Norden aufmachen. Dort ist die See so stürmig, dass fast unmöglich ist die Gegend zu passieren." Neven erinnert sich wieder an einen früheren Feldzug. Da hatte er diese Stellen tatsächlich bei dem übelstem Wetter mit seiner ganzen Flotte durchquert. Seine Männer mussten zwar das grausige Schaukeln ertragen, aber es führte zum Sieg.
    "Richtung Westen!" schießt es aus ihm heraus. Dort kam häufig Nebel auf und es war übersät von Riffen und Sandbänken. Ideal um ganze Flotten einfach verschwinden zu lassen. Und schon kommt ihn der Einfall, wie er den Kampf führen sollte. Schnell steigt er an Deck und wirft einen Blick auf sein Hauptversorgungsschiff, die "Mercator".
    "Ja, dieses Schiff ist perfekt für meinen Plan," denkt sich Neven.
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  2. #2
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    Neven hat Annoport schon seit einigen Stunden verlassen. Er schaut sich nach allen Seiten um. Nirgends ist auch nur ein Anzeichen der gesuchten Flotte zu finden. Also geht Neven unter Deck. In seiner Kajüte greift er zuerst nach den Seekarten. Er sucht die Lage der Stelle an der gestern die zwei fremden Flotten gekämpft hatten. Danach schätzt er den feindlichen Kurs.
    "Sie werden sich wohl nicht gen Norden aufmachen. Dort ist die See so stürmig, dass fast unmöglich ist die Gegend zu passieren." Neven erinnert sich wieder an einen früheren Feldzug. Da hatte er diese Stellen tatsächlich bei dem übelstem Wetter mit seiner ganzen Flotte durchquert. Seine Männer mussten zwar das grausige Schaukeln ertragen, aber es führte zum Sieg.
    "Richtung Westen!" schießt es aus ihm heraus. Dort kam häufig Nebel auf und es war übersät von Riffen und Sandbänken. Ideal um ganze Flotten einfach verschwinden zu lassen. Und schon kommt ihn der Einfall, wie er den Kampf führen sollte. Schnell steigt er an Deck und wirft einen Blick auf sein Hauptversorgungsschiff, die "Mercator".
    "Ja, dieses Schiff ist perfekt für meinen Plan," denkt sich Neven.
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  3. #3
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    Nevens Flotte bewegt sich also gen Westen.




    Neven selber steht auf dem Achterdeck der Python Regius und beobachtet genau jede Aktion der einzelnen Schiffe. Er geht seinen Plan nochmals im Kopf durch. Er blickt auf den Horizont. "Es wird bald dunkel. Dort hinten ist eine Klippe, die uns guten Schutz für die Nacht bietet. Gebt Signal an die Flotte: Auf mein Signal wenden nach Backbord. An der Klippe ankern."
    Die Nachricht erreicht die anderen Schiffe in hoher Geschwindigkeit. "Rudergänger, hart backbord!"

    Nach einer Weile liegt die Flotte ruhig vor der Klippe.




    Zur bloßen Übersicht:



    Das große Kriegsschiff: "Python Regius": Flaggschiff, mittlere Geschwindigkeit, wendig, enorme Feuerkraft, fast undurchdringlicher Rumpf
    linkes mitl. Kriegsschiff: "Python Molurus": mäßige Geschwindigkeit, wendig, hohe Feuerkraft, stabiler Rumpf
    rechtes mitl. Kriegsschiff: "France": ehemaliges Kaperschiff, mittlere Geschwindigkeit, wendig, hohe Feuerkraft, starker Rumpf
    linkes kl. Kriegsschiff: "Amica": hohe Geschwindigkeit, sehr wendig, mäßige Feuerkraft, guter Rumpf
    rechtes kl. Kriegsschiff: "Comites": hohe Geschwindigkeit, sehr wendig, mäßige Feuerkraft, guter Rumpf
    linkes äußeres kl. Kriegsschiff: "Polaria": Schwesterschiff der Gladiator, sehr hohe Geschwindigkeit, enorm wendig, mäßige Feuerkraft, guter Rumpf
    rechtes äußeres kl. Kriegsschiff: "Gladiator: Schwesterschiff der Polaria, unglaubliche Geschwindigkeit, extrem wendig, mäßige Feuerkraft, guter Rumpf
    Transportschiffe: Bewaffnete Schiffe zum Transport von Truppen
    Mittlere Handelsschiffe: "Flora" und "Ornamentum": Versorgungsschiffe, große Ladekammern, mäßige Geschwindigkeit, bedingt wendig, stabiler Rumpf
    große Kaufmannskogge: "Mercator": Hauptversorgungsschiff, riesige Ladekammern, mäßige Geschwindigkeit, wendig, stabiler Rumpf,


    "Leutnant Manius, nehmen Sie ein Ruderboot und fahren Sie zu den anderen Schiffen. Ihre Kommandanten mögen heute Abend bei mir speisen," ´befiehlt Neven einem seiner Offiziere, welcher den Befehl sofort ausführt. Dann geht Neven in aller Ruhe zurück in seine Kajüte.
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  4. #4
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    Als die abendlichen Stunden beginnen, kommen die Kommandanten aller Schiffe in ihren Booten zur Python Regius. Neven empfängt sie alle in seiner Kajüte.
    "Guten Abend, meine Herren. Wie sie sich sicher denken, habe ich Sie zu mir geholt, um den Schlachtplan zu klären, der morgen beim Angriff auf die Flotte der Piraten verwendet wird. Also...
    ... noch irgendwelche Fragen?" schließt Neven anschließend ab. Einem Offizier rutscht ein begeistertes "GENIAL!!!" raus aber dann bringt ihn seine Verlegenheit wieder zum schweigen. Er ist ein junger Mann, ungefähr so alt wie Neven. Den anderen Offizieren scheint der Plan ganz geläufig zu sein.
    "Gut, dann wird jetzt das Essen aufgetischt," sagt Neven völlig zufrieden. Der Schiffskoch bringt das selbe Essen rein, welches die Mannschaft und die Offiziere gewöhnlich essen. Nur zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel nach einem Sieg oder vor einem Kampf, lässt Neven das Pökelfleisch, und die restliche Nahrung mit den kostbaren Gewürzen veredeln. In Nevens Armee lebt keiner auf gewaltigem Luxus, während der Rest die Decks schrubbt. Der einzige richtige Unterschied, zwischen Mannschaft und Offizieren ist die Befehlsgewalt. Über die Jahre sind seine Leute zu höchst diziplinierten Soldaten geworden, die alle auch noch einen zweiten Beruf erlernt haben, um im Frieden auch überleben zu können.
    "Nun denn, auf das Gelingen unseres Vorhabens!" sagt Neven und alle anderen fallen mit ein.
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  5. #5
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    "Schiffskoch! Schiffskoch Smee! Verdammt noch mal, komm hinter den Töpfen hervor!" ruft Neven als er in die Kombüse tritt. Der etwas beleibte Schiffskoch kommt zögerlich hervor. "Entschuldigung falls das Essen," will er beginnen doch Neven schneidet ihm das Wort ab. "Keine Sorge, das Essen war ausgezeichnet. Ich wollt dir nur sagen, dass du das Essen für die Besatzung heute gut gewürzt zubereiten sollst."
    Smees Miene erhellt sich. Er kann kochen wie nur wenige, fürchtet aber immer, jemand könne mit seinem Essen unzufrieden sein. Es machte ihm schon immer besonderen Spaß mit Gewürzen zu werkeln, da er so immer die besten Speisen mit den einfachsten Zutaten bereiten kann. Doch er weiß auch, was es heißt, die Nahrung zu veredeln: ein Kamp steht bevor. "Sehr gerne Herr," sagt Smee und verschwindet gleich wieder hinter den Töpfen.
    Neven geht an Deck und sieht, wie auf den anderen Schiffen die Köche in die Kombüsen eilen.
    "Setzt die Segel!" hallt es von allen Schiffen an Nevens Ohr.
    Während die Flotte weiter gen Westen segelt, kommen die Schiffsköche und bringen das Essen, zu den Männern. Diese genießen das gute Essen. Danach gehen sie alle nach einander unter Deck und kommen mit ihren Waffen zurück. Während sie diese anlegen, überprüfen die Geschützbedienungen, ob die Kanonen alle geladen und feuerbereit sind.
    Neven macht am Horizont bereits die Nebelriffe aus.
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  6. #6
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    Nach einer weiteren Stunde sind sie da. Auf allen Schiffen herrscht eisige Stille, während sie in einer Nebelbank versteckt liegen.
    Einzig die Mercator liegt nicht bei ihnen, sondern außerhalb des Nebels. Auf ihr herrscht auch großer Lärm. Neven hat der Besatzung eingeschärft, sie sollen laut schwatzen, sodass man sie meilenweit hören könne. Er ließ auch einige Seile lose an den Masten und Segeln befestigen, sodass es aussieht, als habe das Schiff Havarie erlitten. Die Geschützpforten sind geschlossen kaum zu erkennen. So etwas wünscht sich doch jeder Pirat: ein großes, schwer beladenes, havariertes und unbewaffnetes Schiff mit untauglicher Besatzung. Und schon tauchen sie aus dem Nebel auf. Ihr Kommandant, hat zur Sicherheit die gesamte Piratenflotte geschickt. Diese Freibeuter erblicken, wie dieses Beutestück, panisch versucht zu fliehen und nehmen die Verfolgung auf. "Jetzt!!" schreit Neven und die Python Regius verlässt mit der France, der Python Molurus, der Amica und der Comites den Nebel. Die Piraten sind derartig überrascht, dass sie bei der ersten Breitseite der Python Regius noch zu ihren Geschützen eilen, bei der zweiten noch am Laden sind und bei der dritten am Sinken. Während die Python Regius das feindliche Flaggschiff unter kräftigem Beschuss eindeckt, sind die übrigen Schiffe dabei das selbe mit dem Restlichen Teil der Flotte zu tun. Doch zwei Schiffe sind nicht im Gefecht: Gladiator und Polaria. Neven hat die beiden schnellsten Schiffe seiner Flotte dazu abgestellt, die vom Kanonendonner angelockte Kriegsflotte von Herzog Ubrecht zu beschäftigen, da sie durch ihre Geschwindigkeit und bei dem Nebel nicht zu treffen sind.
    Neven steht am Heck seines Flaggschiffes, der Python Regius, und wirft Feuerbefehl um Feuerbefehl über das Deck seines Schiffes. Endlich erwidert der Anführer der Piraten das Feuer. Doch sein Schiffe sind derartig angeschlagen, dass auf allen seiner 12 Schiffe insgesamt noch 14 Geschütze verwendbar sind und zwei Schiffe gesunken sind. Nun hört Neven Kanonendonner auf der anderen Seite des Riffs. "Ubrecht ist da!" sagt er ruhig. Doch in diesem Augenblick konzentrieren die Piraten ihre 14 Kanonen auf Nevens Flaggschiff. Als sie jedoch sehen, dass ihre Kugeln an dem harten Rumpf abprallen, streichen sie fluchend die Flagge und ergeben sich. "De ham nok net gehöt, dat Ubrecht da is." Diese Bemerkung kam von Leutnant Mauwer. Er hat einen etwas anderen Sprachgebrauch, welcher jedoch noch im Bereich des Verständlichen liegt.
    "In der Tat," erwidert Neven als die Gefangenen an Bord kommen. "De hätn so schon opgejeben. Sonst wärn se abjesoffen," sagt Mauwer wieder.
    "Nun denn," sagt Neven, "dann mal auf zu Ubrecht!"
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  7. #7
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    Als Nevens Flotte Ubrechts Flotte erreicht bietet sich Neven ein wahres Schauspiel: Er sieht, wie im Nebel Lichter aufflammen, - die Geschütze von Gladiator und Polaria - flakernde Lichter durch die Luft schwirren und in den Rümpfen der feindlichen Schiffe einschlagen. Wie die Flotte verzweifelt ins Nichts schießt und hofft die beiden zu treffen. Kurz darauf flammen die Lichter ein ganzes Stück weiter auf und erneut schlagen die Lichter ein. Tatsächlich, diese beiden kleinen Schiffe waren unter diesen Umständen mit ihrer Geschwindigkeit besonders im Vorteil. Man kann sie nicht treffen. Nun fällt Nevens Blick auf drei brennende Schiffe. Die Kommandanten von Gladiator und Polaria haben das Kunststück vollbracht, mit glühenden Kugeln zu schießen. "Bemerkenswert," sagt Neven von Stolz erfüllt, solche Leute in seiner Flotte zu wissen.
    "Herr, zwei Kriegsschiffe voraus!"
    Neven blickt sich schnell um. Auf ihn steuern zwei große Kriegsschiffe zu. Sie schicken sich an, ihn von zwei Seiten anzugreifen während seiner anderen Schiffe noch im Kampf sind. "Na wartet, ihr Würstchen!" ruft Neven den feindlichen Schiffen höhnisch herüber. "Explosivgeschosse!" befiehlt Neven seinen Kanonieren. Diese Geschosse sind eine von Neven selbst entwickelte Waffe: Kleinere mit hochexplosivem Pulver gefüllte und an der Außenseite mit Stacheln versehene Kugeln. Diese waren in der Lage, sich in dem Rumpf eines anderen Schiffes festzunageln. Sobald die Kugel auf das Schiff stößt und sie steckenbleibt, werden durch die beim Aufprall entstehende Druckkraft zwei Zündsteine einmal aneinander gerieben und entzünden das Pulver. Nun sind diese kleinen Dinger in der Lage, einem großen Kriegsschiff einfach den ganzen Rumpf zu zerfetzen. Er hat diese Waffe aus gutem Grund nie vorgestellt, da er solche Adelskriege immer befürchtete und nicht selber damit zu tun haben will. Da diese Kugeln herzustellen, sehr schwierig und zeitaufwendig ist, verwendet Neven sie nicht oft.

    Die beiden Kriegsschiffe sind nun an beiden Seiten der Python Regius. "Feuer!" Die Python Regius speit nach beiden Seiten gefährliche kleine Kugeln. Im nächst Augenblick hört man ein lautes Knallen. Und dann ein zweites. Eines der Schiffe wurde völlig zerrissen. Das andere legt sich quer un ist kampfunfähig. Erst jetzt erkennt Neven, dass es das feindliche Flaggschiff ist. "Entert es! Und bringt mir den Kommandanten. währen seine Leute das Schiff entern sieht Neven, wie der ganze Rest der feindlichen Flotte sinkt.
    Neven entert selber auf das andere Schiff. Er sieht, dass seine Leute die Besatzung gefangen genommen haben. "Herr wir haben eine Menge Munition und Schießpulver gefunden. Die Kugeln passen auch bei unseren Rohren." Neven sieht den berichtenden Matrosen an. "Gute Arbeit. Lass das Zeug an Bord bringen!"
    Neven begibt sich zum Kommandanten des Schiffes. Er packt ihn am Kragen und sagt:"Wo ist Ubrecht? Wo sind die Transportschiffe? Sprich!" Der Kommandant fängt sofort an zu reden wie ein Wasserfall:"Herzog Ubrecht ist mit seinem Flaggschiff und seiner Armee gen Süden gezogen. Er hat mir nicht an vertraut wohin er will. Bitte GNADE!!!"
    Neven lässt ihn los. Er fragt sich wohin Ubrecht wollen könnte. Dann sieht er mitten in den Trümmern der feindlichen Flotte ein einziges Schiff. Es ist das feindliche Versorgungsschiff. "Nun Kommandant," sagt Neven ruhig, "nehmt eure Leute und die Piraten auf dieses Schiff und verschwindet." Neven hat keinen Platz für Gefangene. Es ist ihm im Moment zu riskant welche zu haben.

    Nachdem die Munition und das Pulver verladen sind und die Gefangenen in ihrem Schiff nach Westen gesegelt sind, hat Neven guten Grund zufrieden zu sein. Er hat zwei Flotten vernichtet und bis auf jenes ist kein Schiff übrig geblieben. Auch das feindliche Flaggschiff ist nachher wegen den gewaltigen Schäden gesunken.
    "Schiffskoch!" ruft Neven. Smees Kopf schaut vorsichtig aus der Luke. "Entschuld..." "
    "Nein das Essen ist in Ordnung gewesen. Zur Feier des Tages darfst du das Essen würzen. Sofort verschwindet Smee und man hört ihn unten singend an die Töpfe und Pfannen rennen.
    "Herr, die Liste der Verluste:
    Auf der Mercator hat sich einer an einem Seil in die Hand geschnitten,
    Auf der France hat einer einen Splitter in den Fuß gekriegt
    Auf der Gladiator hat sich einer mit einer Kugel die Finger verbrannt
    Leutnant Mauwe hat sich beim Indeckunggehen in die Zunge gebissen

    das war alles," sagt der Fähnrich und tritt ab. Als Neven das hört, weiß er nicht ob er lachen oder heulen sollte: Bisher ist ihm dank der guten Disziplin seiner Männer in keiner Schlacht auch nur ein Mann gestorben. Aber nach jeder Seeschlacht muss er sich anhören, dass seine Männer sich irgendwie selbst verletzt haben. Bei Landgefechten ist es schon mal ein stich ins Bein oder eine Prellung am Knie, weil jemand gestolpert ist. "Wenn das der Preis für ihr Leben ist, höre ich mir das gerne an," denkt Neven halb lachend.
    Dann geht er in die Kajüte und denkt nach, wohin Ubrecht wollen könnte.
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  8. #8
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    "Abu Dhabi!" schießt es aus Neven heraus. Er hatte in Annoports Bibliothek etwas über diese Kolonie von Annoport gelesen. Sie sei reich an Schätzen, wie kaum eine andere Insel. Dies erscheint Neven als guten Grund für Ubrecht um dort anzugreifen. Doch etwas anderes macht Neven noch mehr Sorgen: Wenn Herzog Ubrecht Abu Dhabi angreift ist dies eine Kriegserklärung an Annoport. Das könnte als Aggression von seiten Herberts des I gewertet werden. In diesem Fall musste Neven Annoport angreifen. Doch er würde es nicht übers Herz bringen, diese schöne Stadt zu attackieren. Wie könnte er Herrn Prunklord oder Frau Calypso unter die Augen treten? Wie könnte er dann seinen Frieden finden? Niemals! Er muss Ubrecht aufhalten.
    Er eilt an Deck. "Rudergänger! Kurs West zu Süd! Männer! Holt alles aus der Flotte raus was geht! Setzt alles an Segeln, was wir haben! Und wenn wir unsere Taschentücher setzen müssen, dann werden wir es tun!" Von diesen Worten angespornt, bricht auf allen Schiffen lauter Jubel aus und die Seeleute zeigen einen Eifer, der alles bis dahin Gewesene übertrifft. Auf den Transportschiffen setzen sich Soldaten in die freien Ecken und beginnen ihre Waffen zu schärfen und Übungskämpfe auszufechten.
    Nevens Flotte bewegt sich in höchster Geschwindigkeit gen Süden.
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  9. #9
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    Zwei Tage sind seit jenem Befehl vergangen. Doch der Eifer von Neven und seinen Männern liegt noch immer über der Flotte. Neven steht mit dem Kieker am Auge am Bug seines Schiffes. Ein Zucken ist an seinem Mund zu sehen. "Alles klar machen zu Gefecht!" in Windeseile verbreitet sich der Befehl über die ganze Flotte. Neven hatte zwei Geleitschiffe Ubrechts entdeckt. Auf ihnen scheint große Unordnung zu herrschen. Neven beobachtet, wie zwei Männer über Bord geworfen werden. Kurz darauf fallen die Flaggen von Ubrecht und die beiden Schiffe fliehen panisch. "Macht ein Boot klar und holt diese Leute aus dem Wasser raus!"
    Als die beiden Männer an Bord der Python Regius kommen entpuppen sie sich als die Kapitäne der Geleitschiffe. Neven wirft dem stärkeren der beiden einen scharfen Blick zu, der alles verrät, was Neven wissen will. Der Mann versucht zuerst dem Blick stand zu halten doch nach einer kurzen Weile bricht er zusammen und erklärt sich bereit alles zu erzählen, Neven solle nur nicht noch einmal so eine Machtdemonstration an ihn richten. Als der andere dagegen Einspruch erheben will, muss er sich dem Blick ebenfalls beugen. "Also," beginnt der stärkere, "Herzog Ubrecht will mit seinen 5000 Mann an der Küste von Abu Dhabi landen. Derzeit befindet er sich auf einer nahe gelegenen Insel, von der aus er jederzeit losschlagen kann. Wir sollten ihm den Rücken freihalten doch unsere Mannschaft hat gemeutert, als sie Euch kommen sah."
    Leutnant Mauwer hat eine Karte gebracht und fragt: "Und wo is det Eland?"
    "Da," der Kapitän deutet auf eine kleine Insel.
    Mauwer erbittet mit einem Blick bei Neven um die Erlaubnis und befiehlt:"Bringt se under Dech!"

    Neven denkt bereits nach, wie er die feindliche Armee besiegen will. 5000 Mann sind immerhin eine große Herausforderung für Nevens 880 Mann. Doch nun muss es schnell gehen. Neven muss die Armee zerschlagen bevor sie sich nach Abu Dhabi aufmacht. Dann komt ihm eine Idee. Schnell eilt er in die Kajüte. Er kramt die Karte der kleinen Insel heraus. `Ja, das funktioniert´ denkt er sich und eilt wieder an Deck. "Wir wollen den Ubrecht mal nicht warten lassen! Wir gehen ihn mal besuchen!" Der alte Eifer wacht von Neuem in ihnen auf, ja, er wird sogar noch übertroffen. Doch diesmal ohne Jubel. Neven verordnet Ruhe.
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  10. #10
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    Es ist Abend geworden. Neven ist mit seiner Armee gelandet. Er hat seine Truppen und Geschütze auf einem kleinem Hügel positioniert. Von hier aus können seine Trebuchets die gesamte Insel unter Beschuss nehmen. Neven geht die Reihen seine Soldaten entlang. Er ruft:
    "Soldaten! Männer! Freunde! Seit ich 18 bin, seit acht Jahren folgt ihr mir. Seit acht Jahren kämpfen wir gemeinsam! Wir haben sehr viele Siege errungen. Doch heute stehen wir vor einem Kampf, welcher über unsere Zukunft entscheidet. Ihr alle habt das schöne Annoport gesehen. Ihr alle habt Gefallen daran gefunden. Ihr alle wollt in ihm leben?" *Soldaten jubeln* "Nun, denn! Darum geht es heute. Wenn wir heute siegen, werden wir aufhören umher zu ziehen. Wir werden uns niederlassen - in Annoport. Der Feind hat nur 5000 Männer aufzubieten. Wir dagegen sind 881 Kämpfer! Beweißt euch der zahllosen Siege für würdig! Kämpft! Kämpft für Annoport!!!" Die Soldaten beginnen darauf in wildes jubeln auszubrechen. "Feuer!" befiehlt Neven. Die Trebuchets beginnen zu schießen.
    Im feindlichen Lager ist man sich über Nevens Anwesenheit nicht bewusst. In einem großen Zelt in der Mitte des Lagers sitzt Herzog Ubrecht.
    "Wir sind bereit morgen Abu Dhabi anzugreifen," meldet ihm sein General.
    "Gut, dann..." Dem Herzog schneidet ein lautes Rattern das Wort ab.
    "Herr! Herr! Oben auf dem Hügel ist eine Armee. Sie nehmen uns unter Beschuss," meldet ein Offizier.
    "Das kann nur Feldherr Neven sein. Jetzt bringe ich ihm bei was, es heißt mich zu stören. Worauf wartet ihr? Tötet sie alle!" brüllt Ubrecht. "Neven hat jetzt zum letzten Mal die Übermacht herausgefordert. Dieses Mal werde ich ihn vernichten."

    In Ubrechts Lager herrscht Chaos. Die Offiziere versuchen vergeblich die Soldaten in Formation zu bringen und immer wenn es gelingt zerschmettert ein Felsbrocken sie wieder. Als die Armee endlich zum Angriff bereit steht ist bereits ein Viertel tot. Um der Hügel zu erreichen müssen sie zudem an der breiten Küste entlanglaufen. Dort sterben noch einmal ein Viertel der Soldaten durch den Beschuss der Schiffe. Kurz vor dem Zusammenstoß sterben noch einmal 500 Mann durch Pfeile. Gegen Nevens 880 Mann stehen also nur noch 2000 Feinde.
    Dann stürmen Neven und seine Soldaten vom Hügel herab auf die unvorbereiteten Angreifer los.





    Der blutige Nahkampf beginnt.



    Neven steht in der vordersten Linie. Er kämpft verbissener als jemals zuvor. Er steht so nah vor dem, was er sich immer wünschte. Er wird nicht zulassen, dass es jemand verhindert.
    Hieb um Hieb, Stich um Stich fallen Gegner zu Boden. Seine Kämpfer lassen sich von seinem Kampfgeist anstecken, sie kämpfen wie Löwen. Ubrecht steht hinter der Front. Sein General sagt:"Das sieht schlecht aus. Dürfte ich den Rückzug vorschlagen?"
    "Nein! Wir sind noch in der Überzahl. Wir werden sie in die Knie zwingen."
    Die Überzahl schrumpft unter den Hieben von Nevens Männern rapide zusammen. Nach einer weitern kurzen Zeit, ist sie zu Unterzahl geworden.
    "Verdammt!" brüllt Ubrecht und gibt seinem Pferd die Sporen um zu seinen Schiffen zu fliehen. Als seine Soldaten sehen, wie feige ihr Herr flieht, lassen sie die Waffen fallen und ergeben sich. Von Überall her hört man den Siegesruf der Soldaten Nevens. Als er das verlassene Heerlager des Feindes betritt hört er einen Hilferuf:"Hilfe! Lasst uns raus! Was haben wir den getan?"
    Neven schaut sich um und erblickt ein großes Fischerboot. Direkt daneben steht ein großer Käfig in dem einige Männer ausharren. Neven hört wie sich jemand von hinten nähert. Er dreht sich um und sieht Leutnant Mauwer vor sich stehen. "Hab de Flette in hier vor Anker gehn laten. Wies Befehl war." Er wirft einen Blick auf den Käfig. "Ja, de kenn ik dok. Dat sin dok Peters und sene Fischer. Kennt er mik nok? Nikt?"
    In den Augen der Fischers leuchtet so etwas wie Erkennen auf:"Mauwer? Bist du es?"
    "Ok, ik decht es hieß de "unnützliche Mauwer". Sieh ihn an de unnütlike Mauwer! Leutnant is er jeworden! Aber ejal! Ik mek eut op."
    "Kaum zu fassen, Mauwer. Du hast es tatsächlich zu etwas gebracht," sagt Peters als Mauwer den Käfig öffnet.
    Neven hat das Geschehen ruhig beobachtet und ergreift nun das Wort:
    "Leutnant Mauwer, da Sie diese Leute scheinbar gut kennen, habe ich ein Problem weniger. Hier ist ihr erstes selbstständiges Kommando: Bringen Sie die 150 Gefangenen mit dem Schiff "Jadih" sicher nach Annoport! Die Fischer sollen ihnen als Besatzung dienen. Und bestellen Sie der Frau Bürgermeisterin die besten Grüße von mir! Ich muss Kaiser Herbert aufsuchen. Ubrecht wird dorthin geflohen sein."
    "Ik danke ehnen Herr," sagt Mauwer voller Dankbarkeit.
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