1. #1
    Avatar von Drake-1503 Kam, sah und tippte
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    Wann bekommen wir endlich mal eine Belohnung ?

    Anno 1800 hat mir mal großen Spaß gemacht.
    Als ich den Beta-Test mitmachen durfte, war ich sehr angetan von allem, was man da so sehen und spielen konnte.
    Das sah aus wie eine richtig gelungene Mischung aus altbekanntem Anno-Feeling und guten neuen Ideen.

    Dass da noch einige Fehler drin waren, gehört in der Beta dazu, da habe ich mir aber keine großen Sorgen drum gemacht,schließlich sind da ja Profis am Start und ein Test ist genau dafür da, diese Fehler aufzudecken.

    Dann kam das Release und ich habe voller Spannung das nun komplette Spiel in Angriff genommen.

    Nach mehreren 100 Stunden Spielzeit in ganz unterschiedlichen Szenarien muss ich nun aber feststellen, dass ich vom momentanen Zustand doch eher enttäuscht bin.

    Viele Fehler und Probleme, die wir in den Beta-Tests aufgezeigt haben, sind nicht beseitig worden.
    Stattdessen wurde am Einfluss herumgeschraubt, was mir persönlich überhaupt nicht gefällt.

    Das schönste Zierelement überhaupt, die Plaza, wurde ohne jede Erklärung einfach wieder rausgenommen.
    Die Krankheiten sind nicht korrigiert, obwohl das in der Beta mehr als deutlich zum Problem Nr. 1 erklärt wurde.

    Die KI wurde aufgebohrt und hält sich nun an gar keine Regeln mehr, scheinbar wurde hier auch nichts mehr verbessert.

    Die Kommunikation mit uns seitens BB ist mieserabel, es gibt keine verlässlichen Statements zum weiteren Vorgehen.

    Die Mechaniken der Itemvergabe sowohl in den Expeditionen als auch bei den Besuchern (Besondere Besucher) und den Questbelohnungen sind vollkommen intransparent, im Ergebnis meistens frustrierend und wirken zudem komplett unfertig.

    Die Mechanik des Spiels bricht mit den Investoren alle Regeln der Vernunft, die Warenverbräuche sind extrem hoch und ohne Einsatz von Items nicht sinnvoll zu erfüllen.
    Die Charakteristik der Items geht von blödsinnig über nutzlos zu erstaunlich bis grotesk. Die wirklich starken Items bekommt man dafür aber so selten, dass die Mühe, die man aufwendet, einem schnell als Zeitverschwendung erscheint.

    Ich finde es wirklich schade, wieviele der guten Ansätze warum auch immer letztlich bei mir nicht zu Spaß und Freude gereichen, sondern einfach nur Enttäuschung und Frust erzeugen.

    Über ganz viele der sonst immer noch vorhandenen Mängel kann ich großzügig hinwegsehen, weil man das irgendwie regeln kann oder weil es sich eben nicht lohnt, sich über jeden Kleinkram aufzuregen. Aber dass der Frust die Freude überwiegt finde ich wirklich enttäuschend.

    Trotz allem glaube ich daran, dass dieses Anno das Potential hat, es besser zu machen.

    Also - das ist ein Appell an die Macher dieses Spieles: achtet mehr auf die Spielfreude und gebt den Spielern mehr Belohnungen und weniger Frustration.
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  2. #2
    Avatar von Yandayn2802 Kam, sah und tippte
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    Auf den Punkt gebracht.

    +1


    Und wenn es zur ANNO Union kommt, werden wir ja in den nächsten Wochen und Monaten sehen, ob das wirklich ein sehr lobenswerter Ansatz für mehr Offenheit und Kommunikation ist, oder am Ende doch nur ein von PR Leuten erdachter Weg, die Gemüter nach dem ANNO 2205 Reinfall zu beruhigen. Weil, so schön die Idee auch ist. Was wirklich zählt ist, was BB aus dem Feedback macht, das sie aus der Union bekommen haben.

    Und das die ANNO Union auch ein Marketting Tool ist, wird wohl niemand bei BB oder UBI bestreiten können.

    Und da finde ich es besorgniserregend wenn ich immer wieder lese wie das Feedback aus Fokus Tests, dem TT und der Beta bis heute in wichtigen Punkten nicht zum tragen kommt.

    Und gerade jetzt, nach Release, wäre eine offene und intensive Kommunikation extrem wichtig. Aber es ist sehr ruhig geworden.
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  3. #3
    Avatar von Wuslwiz Neuzugang
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    Zitat von Drake-1503 Go to original post
    Anno 1800 hat mir mal großen Spaß gemacht.
    Viele Fehler und Probleme, die wir in den Beta-Tests aufgezeigt haben, sind nicht beseitig worden.
    Stattdessen wurde am Einfluss herumgeschraubt, was mir persönlich überhaupt nicht gefällt.
    In dem Punkt kann ich nur zustimmen. Es ist unbegreiflich warum trotz so viel Feedback und einschlägiger Meldungen es trotzdem so viele Bugs ins Spiel schaffen konnten. Noch unbegreiflicher ist es, warum man die meisten dieser Bugs, welche innerhalb 1 Tages fixbar wären, nicht schon längst mittels Patch gefixt hätte (die meisten Bugs könnten durch Behebung von Syntax-Fehlern in der assets.xml und in der propertiers.xml gefixt werden)

    Der Einfluss Patch ist viel zu weit über das Ziel hinausgeschossen (trotz der anscheinend langen Planungsphase - das sollte einem professionellem Entwickler nicht passieren); es hat auch hier wieder einschlägiges Feedback + Szenarienbeschreibung seitens der Community gegeben, auf welche BB anscheinend wieder nicht gehört hat. Jetzt in dieser Form ist das Einfluss-System ein Witz bzw. es macht keinen Unterschied ob es im Spiel ist oder nicht. Durch das Aushebeln dieses Systems wurde zugleich auch das komplette Balancing, welches daran gekoppelt war komplett ausgehebelt.

    Zitat von Drake-1503 Go to original post
    Das schönste Zierelement überhaupt, die Plaza, wurde ohne jede Erklärung einfach wieder rausgenommen.
    Die Krankheiten sind nicht korrigiert, obwohl das in der Beta mehr als deutlich zum Problem Nr. 1 erklärt wurde.
    Bluebyte hat meiner Meinung nach in der Entwicklungsphase die Schönbaufraktion komplett ignoriert - sowie deren Feedback. Hier ist eine Aktion von BB gefragt. Krankheiten und deren Mechanik wurden leider nicht ganz zu Ende gedacht und nicht ausreichend getestet wie es den Anschein hat - dies lässt sich aber leicht mittels Patch beheben.

    Zitat von Drake-1503 Go to original post
    Die KI wurde aufgebohrt und hält sich nun an gar keine Regeln mehr, scheinbar wurde hier auch nichts mehr verbessert.
    Die KI ist einfach nur miserabel, wie in allen Anno's ab 2070 (die von 1404 war auch schon ein Rückschritt von 1701 meiner Meinung nach) - hier wird sich aber wahrscheinlich nichts mehr ändern.

    Zitat von Drake-1503 Go to original post
    Die Kommunikation mit uns seitens BB ist mieserabel, es gibt keine verlässlichen Statements zum weiteren Vorgehen.
    Jeder der den Verein schon länger als ein paar Jahre kennt, weiß, dass dies eines der größten Probleme von Ubisoft und deren Entwicklern darstellt. Die Kommunikation klappt weder intern, noch nach außen. Ich für meinen Teil kann es nicht nachvollziehen, dass BB das seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt (nein, leider keine Übertreibung), nicht auf die Reihe kriegt.

    Zitat von Drake-1503 Go to original post
    Die Mechaniken der Itemvergabe sowohl in den Expeditionen als auch bei den Besuchern (Besondere Besucher) und den Questbelohnungen sind vollkommen intransparent, im Ergebnis meistens frustrierend und wirken zudem komplett unfertig.
    Tut mir leid, in dem Punkt muss ich widersprechen. Das System ist strukturiert, ist fertig. Es mag vielleicht für viele so wirken und sich schlecht anfühlen, wenn man nur so spielt wie man es seit Jahren in Anno gewohnt ist, aber es ist definitiv ein durchgeplantes, strukturiertes System. Das Problem: das System wurde wohl von jemanden entworfen, der vorher wohl noch nie wirklich lange was mit der Serie Anno zu tun gehabt hat - deswegen der negative Tenor der Community.

    Zitat von Drake-1503 Go to original post
    Die Mechanik des Spiels bricht mit den Investoren alle Regeln der Vernunft, die Warenverbräuche sind extrem hoch und ohne Einsatz von Items nicht sinnvoll zu erfüllen.
    Die Charakteristik der Items geht von blödsinnig über nutzlos zu erstaunlich bis grotesk. Die wirklich starken Items bekommt man dafür aber so selten, dass die Mühe, die man aufwendet, einem schnell als Zeitverschwendung erscheint.
    Ich kann die Entscheidung der Entwickler und die Grundlegende Designidee durchaus nachvollziehen und finde sie sehr gut gewählt für Anno 1800. Das Balancing baut komplett auf Items auf - mit Items ist das Balancing realistisch und einigermaßen ausgewogen (nicht perfekt, aber was ist schon auf Anhieb perfekt). Die Idee, welche dahinter steckt ist: Die Items sollen die industrielle Revolution abbilden - das ist, finde ich, sehr gut gelungen. Durch den Einsatz von Items werden ganze Produktionsketten 4-10mal so effizient wie vorher. Genau das zeichnet die industrielle Revolution aus. Fachkräfte, Erfindungen und Maschinen ermöglichten diese exorbitante Steigerung der Produktivität und Effizienz.
    Das "theme" von Anno 1800 wurde damit, meiner Meinung nach, perfekt eingefangen.

    Das soll nicht heißen, dass ich glaube, das alle Items im Spiel perfekt gebalanct sind (das sind sie nämlich nicht!) - es sind durchaus einige Ausreißer dabei, welche man evaluieren sollte, um das Spielerlebnis nicht zu trüben.

    Zitat von Drake-1503 Go to original post
    Aber dass der Frust die Freude überwiegt finde ich wirklich enttäuschend.
    Das ist eine starke Ansage...
    Wenn Anno 1800 bei dir momentan mehr Frust als Freude beim Spielen erzeugt, würde ich dir raten es ruhig mal ein paar Wochen auf die Seite zu legen, anstatt dich weiter darüber zu ärgern.


    Mir persönlich macht Anno 1800 nach wie vor sehr viel Spaß und Freude - ich kann trotz der Menge an Bugs und Unstimmigkeiten meinen Spaß damit haben.
    Ich denke sobald alle DLC's draußen sind und es eine KE gibt, kann man ja mal über einen "user-patch" (kein Mod, sondern wirklich nur fixes) nachdenken, der alle bis dahin nicht gefixten Unstimmigkeiten schnell begebt.
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  4. #4
    Avatar von Drake-1503 Kam, sah und tippte
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    Ok, danke für den ausführlichen Kommentar. Und schön, dass du offenbar besser als ich hinter manche Konzepte gestiegen bist.
    Die Begründung mir der "industriellen Revolution" ist gut, das wäre echt ein tolles Konzept geworden, wenn es auf Aufstieg, Entwicklung und evt. Forschung basieren würde und nicht auf Zufall.
    Vielleicht ist nicht alles so willkürlich, wie es erscheint, aber ohne irgendeine brauchbare Anleitung, ohne Hinweise oder eine sanfte Hinführung kann das doch niemand herausbekommen.

    Ich hatte mir da von den Investoren etwas erwartet. Aber die stehen da nur massenhaft herum und bleiben untätig.

    Leider weiß ich auch nach zig Weltausstellungen, Level > 50 und maximaler Attraktivität nicht, wie groß die Chance ist, doch noch mal die fehlenden Tiere, Museumartefakte und vor allem die begehrten legendären Items zu bekommen. Nirgends gibt es Hinweise, was man dafür tun soll und wie die Chancen stehen. Klar, dass das irgendwann den Spaß raubt, oder ? Ich bin eben kein Fan von Glücksspielautomaten, sonst hätte ich mir kein Aufbauspiel ausgesucht, sondern eines dieser Online-Casinos ...

    - edit - was mir noch eingefallen ist: wenn z.B. die Verwendung eines Items an einen Level gekoppelt wäre, dann wüsste ich, was ich tun muss, um dieses Item nutzen zu können. Wenn man es so machen würde, könnte der Händler mehr Items anbieten und der Spieler wüsste frühzeitig, welche Items er hat und wann er sie nutzen darf. So wäre es für mich ein Aufbauspiel -/ edit/ -.

    Die Freude wird schon wieder kommen, da bin ich zuversichtlich. Aber die nächsten Patches / DLCs sollten sich mehr an den Spielern und weniger an den Konzepten orientieren, oder endlich mal beides sinnvoll zusammenbringen. Vielleicht ist das meine Kritik am "unfertigen". Es findet halt nicht viel zusammen.
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  5. #5
    Avatar von RedJohnJunior Kam, sah und tippte
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    Sehr viele gute Punkte Drake!
    Die Kommunikation ist ein großes Problem. Und es ist erstaunlich, dass so viele Fehler aus den Betas noch immer vorhanden sind. Wenn man wenigstens wüsste warum!

    Tatsächlich finde ich auch einige der Items grotesk. Gerade diejenigen die Ausgangsmaterialien ersetzen können enorm stark sein und ergeben manchmal gar keinen Sinn. Doch es gibt davon auch nur eine gewisse Auswahl für ein paar Produktionsketten. Insgesamt wirkt auch das ein wenig willkürlich.

    Und die Itembeschaffung macht keinen Spaß. Fühlt sich an wie Lootboxen mit jeweils drei Items. Dann sinnloses Würfeln bei den Händlern, die Weltaustellung die auch nur grob andeutet was man bekommt und wo man nur mit kleinen Tricks an andere Itempools kommt.

    Ein Forschungssystem, das mit allen Servicegebäuden arbeitet wäre ideal. Man arbeitet mit Typ und Anzahl der Gebäude pro Insel, bzw. mit Zahl und Art der abgedeckten Häuser durch diese Gebäude um Exploits zu vermeiden. Je nachdem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Itemgruppen.
    Möchte man Items die Elektrizität bereitstellen, benötigt man Kraftwerke und Universität, man setzt Arbeitskraft ein, Waren, Geld und Zeit. Das engt dann den Pool ein. Zum Beispiel.

    Es sollte transparenter sein was man bekommen kann und wie. Ich möchte drauf hinarbeiten. Zufall ist natürlich dabei, aber jetzt ist der Zufall dominant und die Pools aus dem Spiel nicht wirklich ersichtlich.
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  6. #6
    Avatar von astracomposita Kam, sah und tippte
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    Schnallt euch mal alle ne frische Pampers um und schaut, was da in der nächsten Zeit kommen wird.

    Ich arbeite nicht bei BB und muß nicht deren Fürsprecher spielen, aber jeder hat das Release-Datum noch vor Augen? 16.04.2019? Einen Monat her? Zieht doch mal Ostern und alle Wochenenden ab, bleiben da noch mehr als 20 Tage bis heute, um den ganzen Wust hier und dort zu katalogisieren, zu analysieren? Prioritäten zu setzen, irgendwas zu planen und umzusetzen? Zu testen auch noch? Manche hier haben echt Vorstellungen. Ich will nicht sagen, daß so einiges nicht schon hätte umgesetzt werden können, was aus den Gruppentests bekannt oder vielleicht auch beklagt wurde. Aber wenn man sich mal die Zeiträume ansieht, in denen die stattgefunden haben... wir waren uns doch alle einig, daß das nur Demos für alle waren und nicht mehr so what?

    Das Gute ist, ich müßte hier gar nicht schreiben, weil 1800 sehr sehr gut geworden ist und der allergrößte Teil wahrscheinlich Spaß mit dem Spiel hat. Ja, viele davon bemerken viele Bugs auch gar nicht und für die ist alles tutti. Aber man sollte jetzt auch nicht nach Belohnungen schreien, wo es gar keine Notwendigkeit für gibt. Aus meiner Sicht ist BB keinem eine Belohnung schuldig und ich habe Vertrauen darin, daß das Spiel nach und nach in eine noch bessere Richtung gerade gezogen wird. Und ich möchte hierauf bitte keine Antwort haben, keine Lust mich mit Verärgerten rumzuschlagen, für die meine Aussagen verständlicherweise wie Hohn klingen müssen. Jeder darf sich äußern, aber den Blitzableiter spielen hier andere. Ich wollte nur mal einen Gegenpol hier hinkritzeln.

    @Yandayn2802: Die Union sollte man nicht als PR-Gag verstehen, sondern sie war eher lebensnotwendig, um die Marke Anno nicht dauerhaft an den Leuten vorbei zu entwickeln. Was willst du denn machen, für die Spieler war 1404 rundum gelungen. Will man denen jetzt 1405 vorsetzen, wo es einen Arsch voll neuer Produktionsketten gibt, aber die Ingamepixel letztlich trotzdem wieder an ihrem Brot knabbern? 2070 war schon gewagt und 2205 umso mehr. Aber man hat hier dennoch frischen Wind in die Serie gebracht, was ich besser finde, als den siebten 1602-Abklatsch. Letztens las ich, wie jemand enttäuscht schrieb, 1800 würde sich wie ein liebloses remake von 1404 anfühlen. Was willste dazu sagen? Lieblos brauchen wir nicht drüber zu diskutieren, 1800 ist alles andere als das. Aber remake? Nach den Zukunfts-Total-Ausreißern spricht man jetzt plötzlich von remake? Vielleicht erklärt sich so der Spagat, in dem man sich wohl immer wieder befindet und der irgendwann in der Union resultierte, weil wenn die Leute 2205 nicht mögen, dann reicht vielleicht noch ein nicht so gut verkaufter Serien-Teil und UBI zieht mal den Stecker? Freuen wir uns doch lieber, daß es mit Anno weiterhin eine Spieleserie gibt, die seit zwanzig Jahren Bestand hat und so manchem viele hundert Stunden ingame-Spaß (ja und auch Frust) beschert. Aber man wäre naiv zu glauben, daß nicht alles getan wird, um den Frust jetzt in Zukunft nicht auch zu minimieren. Nur halt nicht in 20 Tagen.
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  7. #7
    Avatar von FIuchur Kam, sah und tippte
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    WARNHINWEIS: Es folgt eine wall of text!
    Leser mit akuter Wortschwallergie springen bitte direkt zur letzten Zeile.
    Vielen Dank.



    Hallo zusammen,


    ich ärgere mich gerade ein wenig über mich selbst, denn eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich hier im Forum auf absehbare Zeit nicht mehr zu Wort zu melden.
    Die Sklaverei-Debatte, der Modding-Krieg und sonstige Fehden hatten mir die aktive Teilnahme eigentlich ziemlich verhagelt.

    Jetzt aber juckt mich dieser Thread hier dermaßen nachdrücklich in den Fingern, dass ich mich - flankiert von einer Tasse Kaffee - nun doch noch mal an meinen Schreibtisch verfrachtet habe und emsig in die Tasten haue.

    Der Grund?
    Wohl derselbe, der auch so manchen der obigen Foristen umtreibt: Anno 1800 ist mir schlichtweg zu wichtig, als dass ich es kurzerhand abschreiben und schulterzuckend auf unbestimmte Zeit ad acta legen wollte.

    AD ACTA LEGEN??

    Je nun - weil ich mich dabei ertappt habe, das Spiel seit gut zwei Wochen nur noch recht stiefmütterlich zu behandeln. Das finde ich deshalb bemerkenswert, weil ich mich ursprünglich geradezu irrsinnig darauf gefreut habe.

    Insofern ziehe (zumindest ich) mir auch jenen Schuh nicht an, der Kritikern hier im Forum gern um die Ohren geschlagen wird:
    Jede Form von Kritik sei bloß Miesmacherei von irgendwelchen universalgefrusteten Hatern und infantiles Genöle verwöhnter, denkfauler, inkompetenter K*ckbratzen.

    Von wegen.

    Viele, die sich die Mühe machen, hier ausführlich, in moderatem Ton und argumentbasiert ihre individuelle Sicht darzulegen, sind - bei objektiver Betrachtung deutlich erkennbar - alles andere als das.

    Vermutlich ging es nicht wenigen von ihnen sogar ähnlich wie mir:
    Der Release von 1800 wurde mit äußerstem Wohlwollen erwartet und begleitet; ich für meinen Teil habe mein soziales und sozialnetzwerkiges Umfeld gar derart massiv mit meiner vorfreudigen Euphorie drangsaliert, dass ich nicht wenige Freunde zu Annoholikern bekehren (und selbst bei absoluten Gaming-Abstinenzlern aufrichtiges Interesse an dem Spiel wecken) konnte.

    Voller Dankbarkeit habe ich, wie viele andere auch, an den Beta-Tests teilgenommen; habe in deren Verlauf akribisch notiert, was mir hie und da unrund, buggy, unklar oder fragwürdig erschien, habe massig detailliertes Feedback gegeben - und mich mit jeder Sekunde des Anspielens noch mehr auf die endgültige Veröffentlichung gefreut.
    Als Anno 1800 dann endlich gelauncht wurde, habe ich mich wie ein Kleinkind an Heilig Abend jauchzend vor meinem PC versammelt und voller Elan und Leidenschaft ins industrialrevolutionäre Gewusel gestürzt.

    Und hatte Spaß! Viel Spaß.

    Denn die ersten zwei, drei Dutzend Spielstunden fielen mindestens so fesselnd, spannend, vielfältig und abwechslungsreich aus, wie ich sie mir erhofft hatte; ja, mehr noch: Sie übertrafen meine Erwartungen bei Weitem.
    Gänzlich anders als beim unseligen 2205, wo ich bereits nach acht Stunden das Gefühl hatte, nahezu alles mal gesehen und ausprobiert zu haben, bot 1800 mir auf Anhieb wesentlich mehr Spielfreude, -tiefe und Faszination - kurz: Es begeisterte mich. Enorm sogar.

    Mir ging regelrecht das Herz auf.

    Umso bitterer finde ich, dass es dennoch soweit kommen konnte, dass ich das Spiel nun allenfalls ein-, zweimal die Woche für gut eine Stunde starte. Weil ich allzu rasch wieder die Lust daran verliere, mich darin zu verlieren.
    Auch meine geradezu frenetische Amazon-Bewertung habe ich schweren Herzens vorerst wieder offline genommen, weil ich derzeit inhaltlich - zu meinem eigenen Bedauern - nicht mehr vollumfänglich hinter meinen darin geäußerten Lobeshymnen stehe.

    Mir gibt all das zu denken.

    Zumal ich dies von mir nicht kenne; insbesondere dann nicht, wenn ein Spiel mich *eigentlich* in seinen Bann zieht.
    Es gibt Games, die habe ich weit über 2000 Stunden gespielt, und manche von ihnen zocke ich heute noch gern, obwohl sie vor fünf oder gar zehn Jahren erschienen sind.
    Will sagen: Wenn ich meine individuellen Spielercharakteristika so analysiere, mangelt es beim besten Willen nicht an Aufmerksamkeitsspanne, Begeisterungsfähigkeit oder Durchhaltevermögen.

    Dass Anno 1800 jedoch trotzdem das seltsame Kunststück zuwege bringt, trotz bester - ja idealer - Voraussetzungen in meiner persönlichen Beliebtheitsskala binnen relativ kurzer Zeit in die Kategorie *Seufz* abzurutschen, will etwas heißen - und stimmt mich eben nachdenklich.

    Also reflektiert man und kommt zu dem Schluss: Die Wende in meiner Wahrnehmung des Spiels trat - wie zahlreichen Forumseinträgen nach zu urteilen auch bei anderen - mit zunehmendem Fortschritt im Spielverlauf ein.

    Irgendwann meinte ich förmlich mit Händen greifen zu können, an welchen Stellen den Entwicklern die Zeit allzu knapp geworden oder schlicht komplett ausgegangen sein musste.
    Während die ersten drei Bevölkerungsstufen noch recht schlüssig konzipiert und weitestgehend final umgesetzt schienen, wurde die Luft ab Stufe vier dünner und dünner; immer mehr Komponenten wirkten sonderbar unausgegoren, unfertig, nicht zu ende durchdacht, provisorisch.

    Das veränderte sukzessive meine Gesamt-Wahrnehmung des Spiels - und rückte nach und nach auch jene problematischen Details in den Fokus, über die ich zwar schon zu Anfang gestolpert war, denen ich jedoch zunächst keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt oder Bedeutung beigemessen hatte:
    Umständliche Namenseingabe, vorschnelles Kampagnen-Ende, halbherzig anmutendes Tutorial, fehlende Einstellungsoptionen, unfertig wirkende Anzeigefenster, unintuitive und erschreckend impraktikable Routenübersicht, leidiges Warenmengen-Gefriemel an den Kontoren, schwerlich nachvollziehbare Prioritätensetzung bei Benachrichtigungen, überlappende und ausufernde Menüs, abstrus hakeliges Schiffs-Verhalten, unrunde Diplomatie, cheatende KI, fragwürdige Beschränkungen (etwa in Sachen Hafenbereich oder Zoomweite)...

    Besonders machte auch mir bei alldem die Erkenntnis zu schaffen, dass etliche dieser Probleme schon lange vor Release im Rahmen der Tests moniert worden waren - und zwar dutzendfach. Dann aber ungeachtet all der Bedenken, Einwände und fundierten Sachkritik nahezu unverändert (ergo unverändert schlecht) in die endgültige Spielversion übernommen worden sind.

    Da hier im Forum gern Autovergleiche bemüht werden, füge ich der bestehenden, hinkenden Sammlung gern noch einen weiteren hinzu:

    Spoiler:  Show
    Wenn ein neues Automodell auf den Markt kommt, das selbstbewusst als das beste der gesamten Produktreihe beworben wird, erzeugt dies beim Endverbraucher naturgemäß (und durchaus beabsichtigt) eine gewisse Erwartungshaltung.

    Muss der Kunde dann bei der Auslieferung feststellen, dass der Wagen zwar in ausgesprochen schnittigem Edeldesign daherkommt und so manch faszinierende neue Funktion bietet, gleichzeitig aber weder über Servolenkung, noch Klimaanlage oder elektrische Fensterheber verfügt, dann hat das nachvollziehbarerweise ein bestimmtes Maß an Ernüchterung zur Folge.

    Klar, der Wagen ist dennoch fahrtüchtig und damit seinem primären Zweck entsprechend nutzbar; niemand, der bei klarem Verstand ist, würde dies bestreiten.
    Trotzdem ist die Irritation über konzeptionelle Rückschritte in diesem Fall verständlich - insbesondere dann, wenn entsprechende Funktionen in vorherigen Modellen durchaus vorhanden bzw. schon deutlich besser, komfortabler oder einfach geschmeidiger gelöst waren.

    Gut möglich, dass es für derlei partielle Rückschritte aufseiten des Herstellers ganz simple Erklärungen gibt - aber eine Erklärung ist eben noch keine hinreichende Rechtfertigung.

    Deshalb liegt es nahe, dass ein Autohersteller schon zur Markteinführung eines neuen, vollmundig beworbenen Modells auch solche Features implementiert, die sich bei vorherigen Modellen bereits mehr als bewährt haben - und die daher seitens der Stammkundschaft inzwischen als Standard betrachtet werden.
    Zudem empfiehlt es sich, im Vorfeld eingeholtes Feedback von Testfahrern nicht nur beiläufig zur Kenntnis zu nehmen, sondern so weit in den Produktionsprozess einfließen zu lassen, dass zumindest allzu grobe Fehlfunktionen rechtzeitig zum Marktstart ausgemerzt sind.

    Bleibt dies hingegen aus - etwa weil die Markteinführung aufgrund handfester Sachzwänge verfrüht erfolgt -, dann ist der Hersteller gut beraten, in Sachen Qualität wenigstens unmittelbar danach sehr zeitnah nachzuliefern.
    Oder in dem Falle, dass sich die Tilgung von Fehlern oder die Nachreichung fehlender Funktionen aufwändiger gestaltet, zumindest einen transparenten Fahrplan darüber zu kommunizieren, welche Problempunkte man wann in Angriff nehmen und wie man weiter vorgehen werde.

    Es ist eher suboptimal, wenn stattdessen der Eindruck entsteht, es sei Aufgabe der Endverbraucher, durch Beharrlichkeit auf eine nachgelagerte Optimierung erst hinwirken zu müssen.
    Und mindestens genauso fragwürdig ist die Forderung, derart engagierte Kunden sollten sich einfach in Geduld üben und stillschweigend abwarten; vielleichtTM erhielten sie ja noch irgendwannTM die gewünschten Fensterheber, die idealerweise schon bei der Markteinführung hätten vorhanden sein müssen, und bräuchten sich dann nicht mehr mit kurbeln zu behelfen.

    Kommt es allerdings zu ersten Rückrufaktionen durch den Konzern, so ist es naheliegend, dass der Kunde sich von diesen keine vorrangig kosmetischen Maßnahmen, sondern eine umfangreiche, substantielle Verbesserung eventueller systemischer Missstände erhofft.

    Nehmen wir im Rahmen des hiesigen Vergleichs also an, der Autohersteller habe das nagelneue Modell serienmäßig mit einer Anhängerkupplung ausgestattet. Die Intention des Konzerns ist ohne Frage absolut lobenswert, denn er möchte dem Käufer auf diese Weise mehr Nutzungsmöglichkeiten gemäß dessen ganz individuellen Präferenzen eröffnen.

    Wenn besagte Anhängerkupplung dann jedoch im praktischen Betrieb nur ein einziges Anhängermodell eines einzigen Fabrikats zu ziehen vermag, wodurch der Nutzer sogar noch zusätzlich eingeschränkt wird, anstatt ihm mehr Freiheiten zu bieten - dann ist eine Rückrufaktion, bei der die Anhängerkupplung kurzerhand vergoldet wird, absolut fehl am Platze.

    Denn dadurch wird ja in keiner Weise das eigentliche Problem behoben, da der sytemisch zugrundeliegende funktionale Fehler unverändert bestehen bleibt.

    Doch zurück zum Spiel selbst:

    Als sich meine Spielzeit allmählich der 100-Stunden-Marke näherte, war irgendwann ein Punkt erreicht, an dem mir die multiplen Unausgewogen- und Unausgegorenheiten des Spiels schließlich deutlicher ins Auge stachen als seine vielen Vorzüge; ab dieser Zäsur überwog dann blanke Ernüchterung. Daher kann ich die obigen Eingangspostings sehr gut nachvollziehen, denn sie sprechen mir aus dem Herzen.

    Ist es nun ein Hater-Rant, solche Eindrücke und derlei Selbstbeobachtung zu schildern? Wohl kaum.

    Und es geht dabei auch nicht um bloßes "Gejammere" um des Lamentos willen, sondern um das ernsthafte Bestreben, dem Spiel seine - nach wie vor leider nicht unbedingt spärlich vorhandenen - Macken austreiben zu helfen. Um es schlussendlich zu jenem grandiosen Leuchtturm der Serie werden zu lassen, der es aufgrund seines gewaltigen Potentials sein kann. Und gemäß dem proklamierten Eigenanspruch der Entwickler auch sein sollte.

    Ein wenig erinnert mich die derzeitige Situation (CN: Nostalgie-Blabla!) an meinen Tutor aus der Oberstufe.

    Spoiler:  Show
    Unser gesamter Kurs hat ihn seinerzeit abgrundtief gehasst, weil ihm keine Leistung gut genug war. Es war nahezu unmöglich, wirklich gute Noten bei ihm zu bekommen; ständig fand er etwas zu bemängeln, zu mäkeln und zu tadeln.

    Erst Jahre nach dem Abi dämmerte uns ehemaligen Schülern dann, wie dankbar wir ihm im Grunde sein sollten - weil er uns unentwegt dazu angetrieben hatte, es nicht bei jenen Leistungen zu belassen, die sich bequem erbringen ließen - sondern uns stattdessen stets aufs Neue anzustrengen, um über uns hinauszuwachsen. Und dadurch jenes Potential abzurufen, von dem er sicher war, dass es in uns schlummerte.

    Weil er - wie man das so aus einschlägigen Filmen kennt - unverbrüchlich darauf vertraute, was wir wirklich konnten.

    Aus ähnlicher Motivation heraus daher auch mein eindringlicher Appell an die Entwickler:

    Was Ihr bereits geleistet habt, lässt ahnen, zu welch phantastischen Höchstleistungen Euer gesamtes Team imstande ist.
    Denn aller Kritik zum Trotz blitzt an unzähligen Stellen und Details in Anno 1800 ein beeindruckendes Maß an Professionalität und wahrer Kunstfertigkeit auf; dem Spiel dringt aus zahlreichen Fasern (oder besser: Programmzeilen) die überbordende Hingabe, mit der zu Werke gegangen wurde.

    Das steht auch für mich, wie ich nicht oft genug betonen kann, außer Frage.

    Zugleich jedoch bleibt 1800 in seiner jetzigen Form eben auch leider deutlich hinter seinen furiosen Möglichkeiten zurück.
    Und auch wenn ich mir, wie bei früheren Gelegenheiten erwähnt, durchaus der Tatsache bewusst bin, dass zweifellos alle im Team mit enormem Herzblut bei der Sache und für Deadlines nicht verantwortlich zu machen sind:
    Die Schritte von Patch 01 und 02 mögen zwar grob in die richtige Richtung weisen, wirken jedoch relativ zaghaft, um nicht zu sagen: hinsichtlich ihrer Wirkung - und gemessen am tatsächlichen Optimierungsbedarf - unnötig homöopathisch.

    Bitte bleibt daher unbedingt am Ball, um das beträchtliche, noch schlummernde Potential dieses Spiels tiefschürfender auszuschöpfen!

    Bitte nehmt das Versprechen transparenter Kommunikation und fruchtbaren Ideenaustauschs, welches Ihr mit der Einrichtung der Union gegeben habt, weiterhin ernst, um dem Fehleindruck entgegenzuwirken, dass diese letztlich doch bloß ein reines Marketing-Instrument darstellen könnte.

    Bitte beherzigt das Füllhorn an konstruktivem Feedback, das zahlreiche engagierte Fans hier bezüglich struktureller und konzeptioneller Fallstricke ausgebreitet haben, und belasst es in Sachen Patches nicht bei bloßer Kosmetik, bei behelfsmäßigen Zahlenschiebereien, auf Zeit spielenden Workarounds und beiläufigen Bonbons.

    Bitte kleistert Sachkritik am hochumstrittenen Einfluss-System und dem Feature der Schiffskrankheiten nicht kurzerhand mit einer spontanen Quasi-Verdopplung der EPs oder einer Drittelung des Infektionsrisikos zu, sondern stellt Euch einer grundlegenden, langfristig tragfähigen Revision dieser beiden Spielkomponenten, um sie dauerhaft zu echten Bereicherungen für das Spiel zu erheben.

    Bitte beschränkt die Optimierung der Weltausstellung nicht auf eine "Überarbeitung des Interface", sondern erhört die vielstimmigen Rufe nach einer erheblichen funktionalen Verbesserung ihrer Mechaniken und ihres (derzeit noch hanebüchenen) Belohnungssystems - einschließlich gewisser Plazas.

    Bitte setzt Euch ernsthaft mit der Tatsache auseinander, dass ein derart herausragender Fokus auf Items Eurem Konzept von deren weitgehend willkürlicher Verfügbarkeit diametral entgegensteht; dass die aktuelle RNG-Systematik insbesondere in Multiplayer-Partien zu beträchtlichen Ungleichgewichten führt und auch im Singleplayer den Wiederspielwert konterkariert; dass eine "Archen"-ähnliche Lösung und ein transparent kalkulierbares, zielgerichtet verlässliches Hinarbeiten auf fehlende Items (etwa mittels Forschung, Upcycling oder Crafting) unverzichtbar ist, wenn den Items eine solch enorme Bedeutung für sämtliche Spielaspekte beigemessen wird.

    Ich vertraue auch weiterhin darauf, dass Anno 1800 auf einem guten Weg ist, weil ich noch immer davon ausgehe, dass die hiesige entwicklerseitige Wortkargheit auf reges, hochkonzentriertes Treiben im Hintergrund hindeutet.

    Bleibt zu hoffen, dass dabei das Augenmerk nicht primär auf den DLCs liegt, sondern zunächst einmal die Optimierung des Grundspiels jenen Stellenwert erfährt, der notwendig scheint, um aus etwas Durchwachsen-Gutem etwas Einzigartiges zu machen.

    Ich weiß sehr wohl, dass meine subjektive Sicht beileibe kein verbindlicher Maßstab ist.
    Dennoch würde ich mich aufrichtig freuen, wenn das Spiel es auch mir in absehbarer Zeit wieder ermöglichen würde, es mit deutlich mehr Elan zu zocken. Und mir wieder das Herz aufgehen zu lassen.

    Potentiell hat es absolut das Zeug dazu.


    Liebe Grüße
    Fluchur


    Spoiler:  Show
    Dieses Posting ist diverse Male von Edith heimgesucht worden.

    In ihrem enthemmten linguistischen Wahn hat sie wie eine Furie daran herumformuliert und alles Mögliche ergänzt, was ihr gerade in den Sinn kam und/oder noch erwähnenswert erschien.
    Sie wurde dafür nachdrücklich von mir ermahnt und hat nun feierlich gelobt, sich fortan zurückzuhalten.


    (tl;dr: Eingangspostings = dito)
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  8. #8
    Avatar von Socccervedette Neuzugang
    Registriert seit
    Jun 2017
    Beiträge
    2
    Auch ein herzliches Hallo in die Runde,

    dies wird mein 1. Post in diesem Forum und aus welchem Grund ?

    Genau!
    Weil ich sehe wie meine Lieblings Spieleserie anfängt zu bluten.

    Mit meine zarten gerade mal 20 Jahren behaupte ich einer der "jüngeren" Fans dieser unglaublich Fesselnden Serie zu sein.
    Trotzdem habe ich alle Spiele bis auf 2205 wirklich viele, viele Stunden auch lange nach Release noch gespielt, wie auch sonst

    Ich liebe Anno und seine Detailverliebtheit, genau wie die Option es genau auf meine Bedürfnisse anzupassen, aber da fängt dieses mal schon meine erste persönliche Kritik an.

    Wo sind die Features und Funktionen aus den älteren Teilen hin ?
    Landeinheiten etc, ist ein anderes Thema, obwohl mir sie fehlen und ich sie gerne genutzt habe. Was mit den Szenarien passiert oder der Forschungsoption ?
    Es wurden meines Wissens nach und meiner eigenen Erfahrungen zu Grunde mit Anno 1503 und 1701 Meilensteine gelegt, warum wird auf dieser Basis nicht mit neuer Engine und Grafik ein neues Spiel gebastelt ? ( Ich finde sie mehr als solide und spiele sie immer wieder gerne.)

    Warum immer alles neu ?
    Die alten Teile bieten doch mehr als genügen Potenzial !

    Aber ich schreibe aus anderen Gründen, ich möchte das sich BB und die Devs die Zeit nehmen die Sie brauchen um die Fehler und Bugs anständig zu beheben, die "wahren" Fans werden euch den einen oder anderen Tag der Arbeit an einem Patch mit großer Wirkung sicher nicht übel nehmen !?

    Auch würde ich gerne Wissen was BB und Uplay davon halten würden die Modder vielleicht mehr in die Patches mit einzubinden !?
    Es gibt in jeder Community Leute die unglaublich Talentiert sind und wahrscheinlich gerne ihre Hilfe anbieten würden, aber es fragt ja keiner.
    Daher meine Frage an die Mods bzw. eigentlich ja an die Devs, warum lasst ihr euch nicht von den Moddern unter die Arme greifen?
    Sie sollen ja nicht das Rad neu erfinden oder das ganze Game umgestallten aber können gewiss dabei Helfen gewisse Probleme aus der "Welt" zu schaffen.
    Gegen ein paar glänzende Taler hat nie jemand was einzuwenden ( Kurzzeitaushilfe beim Amt für die Leute anmelden).

    Mit freundlichsten Grüßen
    Soccervedette
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  9. #9
    Avatar von Anno0815 Kam, sah und tippte
    Registriert seit
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    Zitat von Socccervedette Go to original post
    Auch ein herzliches Hallo in die Runde,

    dies wird mein 1. Post in diesem Forum und aus welchem Grund ?

    Genau!
    Weil ich sehe wie meine Lieblings Spieleserie anfängt zu bluten.

    Mit meine zarten gerade mal 20 Jahren behaupte ich einer der "jüngeren" Fans dieser unglaublich Fesselnden Serie zu sein.
    Trotzdem habe ich alle Spiele bis auf 2205 wirklich viele, viele Stunden auch lange nach Release noch gespielt, wie auch sonst

    Ich liebe Anno und seine Detailverliebtheit, genau wie die Option es genau auf meine Bedürfnisse anzupassen, aber da fängt dieses mal schon meine erste persönliche Kritik an.

    Wo sind die Features und Funktionen aus den älteren Teilen hin ?
    Na ja, das liegt daran das die meisten Features und Funktionen erst nach allen Ausbaustufen vorhanden waren. Vieles wird bei Anno 1800 auch noch ergänzt werden, da mache ich mir auch weniger Sorgen, Was mir mehr Sorge bereitet ist das immer mehr Funktionen dazukommen ohne das man sie mit Bordmitteln im Spiel auch kontrollieren kann. Dinge wie Attraktivität oder Zufriedenheit sind schwierig zu handhaben weil man da als Ottonormalspieler keine Ahnung hat wie sich diese Spielelemente auswirken und was noch schlimmer ist die GUI suggeriert immer noch als würde man vor einem Anno 1602 sitzen. Defacto kommt aber Anno 1800 schon mit dem Weltenwechsel eher schlecht als recht klar, speziell im Bezug auf Quests.

    Das Anno 1800 tolle neue Ideen beinhaltet wie z.B. die fließend zu bauenden Felder der landwirtschaftlichen Betriebe und in Kombination mit den Items/Handelskammern ganz neue Ansprüche bei der Planung stellt, überhaupt ist der Aufbaupart schlicht großartig, der Blueprintmodus die beste Neuerung in einem Anno seit bestimmt 10 Jahren... nur drumherum hapert es mächtig und selbst wenn das vielleicht nur 10% des Spiels sind fällt das irgendwann negativ ins Gewicht. Welche das sind muss ja nicht immer erwähnt werden, sollte ohnehin alles bekannt sein.
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  10. #10
    Avatar von HolyMacaroni74 Junior Mitglied
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    Was mir mehr Sorge bereitet ist das immer mehr Funktionen dazukommen ohne das man sie mit Bordmitteln im Spiel auch kontrollieren kann. Dinge wie Attraktivität oder Zufriedenheit sind schwierig zu handhaben weil man da als Ottonormalspieler keine Ahnung hat wie sich diese Spielelemente auswirken und was noch schlimmer ist die GUI suggeriert immer noch als würde man vor einem Anno 1602 sitzen.
    Ich spiel die Serie seit Anfang an, es gibt ein Grundkonzept das sich in keinem der Teile geändert hat (z. B. Produktionsketten, die Bedürfnisse etc.) Das wurde im Laufe der Jahre modifiziert aber mit jedem neuen Teil findest du dich (als alter Spieler) sofort wieder rein ins Spiel. Ein Kritikpunkt sowohl bei Spieler als auch bei den Entwicklern ist, das Vieles nicht sofort ersichtlich ist, erst wenn man es sich genauer ansieht (Beispielsweise Items) Das ist für mich einfach das Argument für ein gutes Handbuch, wie man es zuletzt in Anno 1702 fand. Vieles kann man nicht mit Tutorials erklären und mir ist auch bewusst, das ein (gutes) Handbuch zu erstellen auch Arbeit bedeutet. Dafür zahle ich dann auch gerne 65 EUR statt 60 (NUR EIN BEISPIEL!) Wenn jemand es dann immernoch nicht schnallt, hilft nur: RTFM.

    Die Pioneers-Edition ist toll geworden. Warum nicht dafür ein gedrucktes Handbuch? Wenn jemand die digitale Version kauft, hat er das Handbuch als PDF aber er hat ein Handbuch. Ubisoft, ich verstehe euch wenn man das abwägt, allerdings bin ich der Meinung das viele kleine Probleme auf die man durch Zufall stösst (bspw. das handeln mit einer Ware innerhalb der Handelsroute ohne eine Mindestmenge zu unterschreiten) so beseitigt werden können. Ich bin mit Spielen von Mircroprose aufgewachsen, die Handbücher mit 200 Seiten oder mehr hatten.
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