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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weiterverkauf von UbiSoft Software...



IBeregronI
27-03-10, 03:01
Hallo an alle UbiSoft Spiele Spieler...

da ich jetzt die ganze Sache mit dem neuen DRM schon lange mitbeobachte möchte ich doch gerne eine Frage in den Raum werfen.

UbiSoft verkauft Physische Datenträger mit dem DRM, der wiederum an meinen Account gebunden wird. Was ist nun, wenn ich mein Spiel verkaufen will? Nach deutschem Recht MUSS UbiSoft eine Funktion anbieten, die mir den Weiterverkauf gestattet.

Hier mal das Urteil des OLG München:
Software-Handel ist legitim
Grundsätzlich versteht man unter einer 'Software-Lizenz' die Einräumung von Nutzungsrechten an Schutzrechten, konkret gesagt: Das legale Recht zur Nutzung einer einzigen Kopie eines Software- Produkts.
Die Software-Hersteller haben nach dem deutschen Urheberrecht zwar das Recht zu entscheiden, wer das Programm nutzen darf und zu welchem Preis es verkauft werden soll (§§ 69c, 31 Abs. 1 UrhG). Nach dem Wortlaut der Sonderregelung des § 69c Nr. 3 S.2 UrhG, der speziell für Computer- Programme eingerichtet wurde, verlieren sie dieses Recht in Bezug auf den veräußerten Datenträger und die darauf in Verkehr gebrachte Software aber mit dem Verkauf: Durch den Verkauf seiner Produkte verzichtet der Hersteller - zugunsten der Veräußerung - darauf, die Weitergabe der jeweils verkauften Programmkopie zu kontrollieren oder zu beschränken, er hat keine Möglichkeit, die weitere Verbreitung der einmal veräußerten Programmkopie zu verbieten. Das Urheberrecht spricht vom sogenannten "Erschöpfungsgrundsatz". Die Hersteller können folglich nicht darüber entscheiden, an wen die Software weiterverkauft werden darf, und haben alsdann auch keine Möglichkeit mehr, auf den Preis einzuwirken. OLG München, Urteil v. 12.02.1998 - 29 U 5911/97 (rechtskräftig); CR 1998, 265.
Durch diese Entscheidung werden auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Softwarehersteller unwirksam, soweit sie eine Weiterveräußerung generell verbieten wollen. Eine solche Regelung wäre mit wesentlichen Grundgedanken des Eigentumsrechts sowie des Urheberrechts (siehe Erschöpfungsgrundsatz") nicht vereinbar.



So wie es aussieht, verstößt UbiSoft "eindeutig" gegen geltendes Recht, und somit könnte ich UbiSoft verklagen. Nach dem Gerichtsurteil muss mir der Weiterverkauf gestattet sein.

Somit stellt sich für mich nur die eine Frage:
WARUM sollte ich Software von ubisoft kaufen. Ja liebe Ubis. Ich kaufe die Software sonst nichts.

Nach deutschem Recht sind nämlich eure Nutzungsbedingungen rechtlich unwirksam. Ich kann mir nicht vorstellten, dass ihr so doof seid, gegen ein Gesetz und gegen ein Gerichtsurteil zu verstoßen.

Natürlich lasse ich mich gerne eines besseren belehren und würde doch gerne eine Offizielle Antwort von euch dazu hören.

Denn seit mal ehrlich. Euch geht es doch gar nicht um Raubkopierer. Sondern einzig und allein um den Gebrauchtmarkt, weil davon eure Manager keinen Cent sehen. So schauts aus.

Was meint die Community dazu?

Ricardo-Diaz
27-03-10, 03:33
Dein Urteil ist von 1997 - im Zivilrecht ist bei der Rechtsfindung eine Zeitspanne von 13 Jahren in etwa geschichtlich mit der Zeitspanne zwischen zweitem Weltkrieg und Mauerfall vergleichbar. Das Recht befindet sich ständig im Fluß und das, was vor ein paar Jahren noch der Rechtspraxis entsprach, ist ein paar Jahre (manchmal sogar Monate) später längst überholt.

Der Inhalt der Entscheidung wurde durch ein Urteil des BGH Anfang Februar 2010 wieder ausgeknockt. Zu Grunde lag ein Rechtsstreit zwischen Valve gegen eine überörtliche Verbraucherschutzzentrale. Es ging darum, ob die Kontenbindung u. die Untersagung des Weiterverkaufs von Spielen, die per Steam aktiviert bzw. erworben wurden, rechtens ist.

Der BGH hat festgestellt, dass eine solche Geschäftspraxis nicht gegen geltendes Verbraucherrecht verstößt (Stichwort: "unangemessene Benachteiligung, § 307 Abs. 1 BGB). Letztlich läuft das Urteil damit also auf eine Verstärkung des Urheberrechts raus.

Mir persönlich macht die fehlende Weiterverkaufsmöglichkeit nichts aus, ich behalte sowieso alle meine Spiele, da ich sie später gerne noch mal durchspiele. Und selbst wenn: Bei amazon gibt es mittlerweile genug gebrauchte Spiele, die aus Sicht des Publishers nicht weiterverkauft werden sollten - die kann man dann aber gleich mit dem betreffenden Account erwerben. Die Spieler sind ja auch nicht dumm.

Da zeigt die Praxis mal wieder, das theoretische Rechtshindernisse, mögen sie im Vorfeld noch so gewaltig erscheinen, eigentlich immer umgangen werden können... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

RaNe1968
27-03-10, 04:18
Zitat von Ricardo-Diaz:

Der Inhalt der Entscheidung wurde durch ein Urteil des BGH Anfang Februar 2010 wieder ausgeknockt. Zu Grunde lag ein Rechtsstreit zwischen Valve gegen eine überörtliche Verbraucherschutzzentrale. Es ging darum, ob die Kontenbindung u. die Untersagung des Weiterverkaufs von Spielen, die per Steam aktiviert bzw. erworben wurden, rechtens ist.


Da muss man mal den kompletten Urteilstext abwarten. Hier ging es um Steam, d.h. das Spiel wurde per download erstanden, bzw. nur die Nutzungsrechte. Wenn aber eine CD gekauft wird, d.h du hast etwas materielles sieht die sache wieder ganz anderes aus, weil du damit Eigentum hast. Darin ging es ja auch in erster Linie, das Käufer einer CD gegenüber denen die das per download
erhalten "unangemessen bevorteilt" werden.

Unser Recht ist noch lange nicht auf die digitalen Möglichkeiten und Alltäglichkeiten ausgerichtet. da kann noch viel passieren.

Ähnlich als Vergleich das Kuriosum mit den Schweizer Kontodaten. Einige haben gemeint es wäre Hehlerei von einem Dieb Daten zu kaufen. Ist aber nicht, weil Hehlerei nur Sachgegenstände berücksichtigt. Also wenn die daten ausgedruckt wären= Hehlerei, wenn digital= gar nix....

Aber davon ab, bin ich mir sicher, dass die ein oder andere Klage noch kommen wird http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Maureen_Kelly
27-03-10, 05:33
Nebenbei darf man nicht vergessen, das Valve/Steam hier eh schon Zwischenhändler ist, der lediglich von den Publishern die Lizenz erhalten hat, deren Spiele zum Download anzubieten. Ist in sofern sowieso eine ganz andere Schiene, auf der dieser Zug fährt. Steam verkauft keine Spiele, sie geben Nutzungsrechte an den Endverbraucher weiter. Dass sie dabei die Spiele-Daten weitergeben müssen, ist eine unumgehbare Sache.

funkiller2002
27-03-10, 06:46
Man könnte doch pro Spiel ein Account anlegen, und wenn man das weiterverkaufen will, verkauft man hat den Account mit. Wie wollen die das feststellen, dank der neuen Service, die Ubisoft anbietet, kann man ja überall spielen, also nix mit IP-Adresse und Co. wie wollen die das feststellen?? Zweites Spiel -> Zweiter Account (dann halt ne andrer Email-Adresse)

ShadowXx1972
27-03-10, 07:21
Oder man macht es wie bei BIOWARE. Account erstellen wenn man das Game installiert und spielt und wenn man es verkauft einfach die Lizenz und den Account wieder löschen. Gleiches gilt auch für den DLC. Wenn die Lizenz gelöst wird ist der DLC wieder frei und der nächste der das Spiel von mir ersteht kann es in vollem Umfang nutzen.

Übrigens kann man Valve nicht mit UBI vergleichen. Bei Downloadsoftware ist man eben nicht berechtigt diese weiterzuveräussern es sei denn der Hersteller gibt ausdrücklich die Erlaubnis.
Bei Softwaremedien, also CD, DVD oder ähnlichem muss ein Weiterverkauf zwingend möglich sein. So sagt es die Rechtsprechung.


§ 17 UrhG regelt diesbezüglich im Rahmen des sogenannten „Erschöpfungsgrundsatzes“, dass eine Weiterverbreitung (wie z. B. einem Weiterverkauf) eines Werkes (der CD oder DVD) dann zulässig ist, wenn das Werk mit der Zustimmung des Urhebers ursprünglich auf den Markt gekommen ist. Der Urheber partizipiert somit lediglich im Rahmen des ersten Verkaufs des Werkes.

IBeregronI
27-03-10, 07:25
Es ist doch so einfach.

Einfach eine Funktion einfügen, in der man den registrierten Code wieder löst und dann das Spiel weiterverkauft. Der neue Besitzer registriert den Code auf sich und gut. Somit kann nur einer den Code nutzen, da er sonst zweimal vorhanden wäre.

Und das IST machbar. Schließlich läuft hier alles nur über eine Datenbank.

Aber da würde sich UbiSoft weigern. Egal was die sagen.

Raubkopierer kaufen die Spiele eh nicht. Ergo geht kein Geld verloren und es entsteht auch kein Schaden (ohne auf das Recht jetzt zu schauen). Kopiert wurde schon, als ich noch mit dem Commodore 64 (oder C64) spielte. Auch zu Amigas Zeiten usw. usf. Und wer ist pleite gegangen? Niemand. Naja ok. Ein paar, aber wenn ich für ein Spiel wie Duke Nukem Forever über ein Jahrzehnt brauche, dann wunderts mich nicht.

Bei den Gebrauchtverkäufen sehen die keinen Cent und das ist der Wahre Grund.

In dem Gerichtsurteil geht es ja auch um einen Datenträger, den ich im Laden kaufe. Das ist mein Eigentum. Egal was jetzt 2010 entschieden wurde. Darin ging es nur um die Downloadsoftware. Ein Physischer Datenträger ist nicht davon ausgenommen. Nach wie vor muss mir der Weiterverkauf gestattet sein.

Was würdet ihr sagen, wenn euch euerer Autohersteller verbieten würde, euren Gebrauchten zu verkaufen. Denn nichts anderes ist das. Mir schreibt kein Hersteller vor, was ich mit meinem Eigentum (also ein Produkt bei dem ich Eigentümer und Besitzer bin) zu machen habe. UbiSoft erst recht nicht.

Und solange der DRM und das alles nicht entfernt wurde, sehe ich keinen Grund warum ich deren Spiel kaufen sollte.

Bioware hats mit Mass Effect 2 vorgemacht. Unlimitierte Installs (was übrigrens kein Service ist, sondern Standard) sowie keine Aktivierung. Darüberhinaus nur eine einfache DVD Abfrage. Der Clou. Nur wenn man die DLC's nutzen will, muss man sich das Spiel an den Account binden. Wenn man das nicht will, kann man es auch weiterverkaufen. Das finde ich ist eine sehr gute Lösung.

Und ME2 hat sich in der ersten Woche über 2 Millionen mal verkauft. (Wo sind nur die Raubmordverbrechererpresserekelkopierer geblieben?)

ShadowXx1972
27-03-10, 07:35
In dem Gerichtsurteil geht es ja auch um einen Datenträger, den ich im Laden kaufe. Das ist mein Eigentum.

Der Datenträger ja aber nicht die darauf enthaltene Software. Diese ist nicht dein Eigentum sondern du erwirbst lediglich die Nutzungsrechte. Wäre sie dein Eigentum könntest du den Source Code und die Grafikengine ja einfach verkaufen oder verändern. Das eben kannst du nicht!

Bei einem Auto ist das anders. Das ist dein Eigentum welches du auch verändern (z.B. tunen) darfst. Ein Auto ist halt ein technisches Gerät und keine Software. Lässt sich also nicht vergleichen

CaesarIII
27-03-10, 07:35
Der "Kauf" von Spielen ist schon immer eher mit einem Leasing-Vertrag beim Auto zu vergleichen und da kann dir der Händler, bei dem du das Auto least sehr wohl verbieten dieses weiter zu verkaufen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

NichtVerfuegbar
27-03-10, 07:44
Zitat von IBeregronI:

Und ME2 hat sich in der ersten Woche über 2 Millionen mal verkauft. (Wo sind nur die Raubmordverbrechererpresserekelkopierer geblieben?)

Nach einer gewissen Aussage wären dies dann 10%. Somit müssten weitere 18 Millionen Spieler das Spiel raubmordkopiert haben http://forums.ubi.com/images/smilies/blink.gif

Sydney_L
27-03-10, 07:53
18Millionen
jetzt verstehe ich den KS endlich
das würde ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen

Thoddy1964
30-03-10, 04:06
Zum Unterschied zwischen Download-Versionen und Datenträger-gebundenen Versionen ist ja bereits alles gesagt. Hier gibt es ein höchstrichtliches Urteil und keine Diskussionen mehr.

Ich glaube aber, dass es im Bereich DVD/CD auch so kommen wird. Zumindest hat das LG München bei kommerzieller Software bereits so gegen den Second-Hand-Markt (hier bei Oracle-Software) entschieden und festgelegt, dass nicht weiterveräußert werden darf. Warum sollte das im Prinzip bei Software für den normalen Kunden anders sein. Es handelt sich in JEDEM Fall nur um eine Lizenz, etwas zu nutzen. Das haben viele noch nicht begriffen. Das war aber schon immer so. Vergleiche Lizenz mit Mitgliedschaft. Eine Mitgliedschaft ist nicht übertragbar, siehe auch Fahrten (Lizenz für eine oder mehrere Fahrten für einen oder mehrere Lizenznehmer ;-)) oder das berühmte Bespiel Fitnessclub oder das erwähnte geleaste Auto oder die gemietete Wohnung. Da hat niemand ein Problem zu verstehen, das man etwas nicht einfach verkaufen, untervermieten, übertragen oder mehrfach nutzen darf. Nur bei Software scheint das Hirn da auszusetzen. Der Datenträger ist aus meiner Sicht nicht mehr als eine Hülle für eine digitale Lieferung, wie auch bei Steam (dort ist der Weg die Hülle, das Internet). Ich erwarte hier bald eine einheitliche Rechtsprechung. Der Erschöpfungsgrundsatz kann hier nicht anders geregelt sein, als bei anderen Dingen, die auch lizenziert werden zur Nutzung, oder es eben eine vertragliche Vereinbarung gibt, die nicht Lizenz sondern anders heisst, aber inhaltlich einer gleichen oder ähnlichen Nutzung entspricht.

Dabei muss eben klar sein: Man kauft eben nicht das Spiel, nicht den Code, sondern eine persönliche oder rechnerbasierte Nutzungserlaubnis. Man erwirbt kein Eigentum an irgendwas, außer dem physischen Datenträger. Das kann aber aus meiner Sicht nicht zur Folge haben, dass einem das was drauf ist "gehört".

Wie dem auch sei, der Zug fährt in die Richtung wie bei Steam und damit wird sich das Thema irgendwann erledigt haben.

mic-86
03-04-10, 18:28
Zitat von Todian:
Dabei muss eben klar sein: Man kauft eben nicht das Spiel, nicht den Code, sondern eine persönliche oder rechnerbasierte Nutzungserlaubnis. Man erwirbt kein Eigentum an irgendwas, außer dem physischen Datenträger. Das kann aber aus meiner Sicht nicht zur Folge haben, dass einem das was drauf ist "gehört".

mag ja sein das man nur eine lizenz kauft, aber das ist in meinen augen haarspalterei. ich kauf mir die lizenz zur nutzung eines spiels, will es verkaufen, was spricht dagegen das ich das darf? nichts außer der geldgier des herstellers der nicht will das ich das spiel jemandem verkaufe der dann logischerweise nicht mehr neu kauft.
vergleichen wir das mal mit dem autokauf, ich kauf mir ein auto um es zu benutzen, will es verkaufen, ich darf es! auch hier wird der hersteller es lieber sehen wenn ich das nicht dürfte, damit ein potentieller käufer einen neuwagen kaufen müsste.
in beiden fällen kaufe ich mir ein produkt, einmal ein physisch vorhandenes ein anderes mal eine lizenz, aber in beiden fällen KAUFE ich es und LEIHE es nicht aus, also da kann mir solange wie will einer kommen und sagen das das ein unterschied ist, ich seh da zumindest keinen vernünftigen.
da wird erwähnt das ich bei einem auto ja das recht habe es zu verändern, also tunen, das kann ich beim spiel auch, ich kann es modden. dann vielleicht noch das argument das ich ja den quellcode einer software nicht verändern oder verkaufen darf? darf ich denn beim auto die ganzen technischen ideen der entwickler verkaufen auf die sie die patente haben? darf ich diese patente ohne zustimmung der entwickler verändern und verkaufen? nein darf ich alles nicht.
tut mir leid aber ich sehe da einfach keinen unterschied der das rechtfertigen würde. bei dem vergleich sehe ich in beiden dingen technische leistungen der entwickler die viel arbeit und entwicklung gekostet haben, ich sehe in beidem ein produkt das ich mir für geld kaufen kann, der einzige unterschied ist das ich das eine mit meiner hand anfassen kann und das andere nur auf dem bildschirm meines pcs sehen kann, und das soll ernsthaft ein vernünftiger grund sein warum ich das eine verkaufen darf und das andere nicht??? also tut mir echt leid aber die logik versteh ich da einfach nicht, ich find das einfach nur vollkommen bescheuert. und einen unterschied zwischen download und nicht download software zu machen ist nicht nur bescheuert es ist geradezu absurd, ebenso könnte ich sagen ein grünes auto darf man weiterverkaufen, aber ein rotes nicht.

neewo
03-04-10, 19:29
Also es gibt jede menge Steam-Spiele die auf Datenträgern vertrieben werden. Nachdem man das Spiel aber registriert hat, ist die Scheiben wertlos und man kann sie weg schmeißen. Neuinstallation ist dann über den Download möglich.

Und nur weil Steam nicht massiv gegen den Account verkauf vorgeht, heißt das nicht das man ein Recht dazu hätte. Man kann dort jederzeit den Hahn zu drehen. Und es ist meines Erachtens nur eine Frage der Zeit. Abhängig davon wie UBI und EA nun weiter machen.

So ist es wenn man aus Bequemlichkeit andere für sich entscheiden läßt. Die tun das dann auch, aber dann ist es zu spät!

http://www.img8.88n.eu/images/1268323471.jpg

FriedI9te
03-04-10, 19:34
Zitat von Todian:
Dabei muss eben klar sein: Man kauft eben nicht das Spiel, nicht den Code, sondern eine persönliche oder rechnerbasierte Nutzungserlaubnis.

Ja man kauft eine Nutzungserlaubnis, eine Lizenz.
Wenn ich eine DVD(Bluray) kaufe, habe ich auch nicht den Film gekauft sondern die DVD, also ein Stück Plastik und die Erlaubnis den Film anzusehen. Wenn ich den Film oft genug gesehen habe oder er mir nicht gefällt, etc. kann ich die DVD verkaufen an wen ich will.
Genau das selbe Recht habe ich, wenn ich eine Spiele CD/DVD kaufe. Es verstößt gegen geltendes europäisches Recht den Weiterverkauf zu verhindern. Die "unlösbare" Bindung an den Account ist absolutv rechtswidrig, egal was auch immer der Spielehersteller behauptet.

§ 69c Nr. 3 Satz 2 UrhG: Wenn ein Spiel in der EU verkauft wird, dann können Sie dieses Exemplar (jedoch keine Kopien) ohne Erlaubnis des Rechtsinhabers weiterverkaufen (verbreiten).
Entgegenstehende Vereinbarungen in vorformulierten Vertragsbedingungen (AGB) sind unwirksam, da sie "mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung [s. o.], von der abgewichen wird, nicht zu vereinbaren" sind § 307 BGB

Maureen_Kelly
05-04-10, 04:20
Eine Möglichkeit zum Weiterverkauf mindestens nach einiger Zeit, also wenn die Spiele dann eh Budget, in die Pyramide gehen, oder gar als Vollversion gratis auf Zeitschriften kommen, wäre an sich ja eigentlich sogar im Interesse des Herstellers. Wenn der Kunde es nicht mehr spielen will, wären somit Datenleichen vom Server runter. Mit dem Verkauf aus der Pyramide, oder wenn es die Vollversionen dann auf Gamemags gibt, kommen nur zusätzliche Kosten, kaum Einnahmen mehr rein (Lizenzgebühren bekommen sie immer), weil der Besitzer dieser Version für (quasi) lau sich ebenfalls für den Service anmelden muss und dessen Daten dann auch noch auf dem Server verwaltet werden wollen.

KptLtGHOSTMD
05-04-10, 04:38
Hm... übersiehste da nicht etwas Maureen Kelly??
Bis es dazu kommt hatt der Publisher ja neue Games
Released und dadurch würden ja dann die Kosten für
Server und Wartung gedeckt werden.....

Maureen_Kelly
05-04-10, 04:57
Nicht zwingend. Kommt eben ganz darauf an, wie viele denken wie wir und eben nicht mehr bei den neuen Titeln (sofort) zugreifen http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Telekom z. B. wegen ein paar Spielern unter Druck setzen lässt, das Breitbandnetz in D-land schneller auszubauen und stabiler zu machen. All diese flatratelosen Kunden werden erst mal noch eine ganze Zeit lang wegfallen. Plus dann die, die zwar zu Hause eine Flat haben, aber viel unterwegs sind und dadurch Extrakosten für die Inetverbindung entstehen. Plus denen, die vielleicht unter der Woche über die Firma/das Wohnheim/das Internat/usw Breitband für lau haben, aber die Router/Firewalls die Launcherverbindung nicht zulassen. Plus die Kinder/Jugendlichen, denen von den Eltern ein eigener Internetzugang verwehrt wird, bzw nur stark eingeschränkt zugestanden. Da kommen eine Menge potenzielle Kunden zusammen, die erst einmal einen Bogen um diese Spiele machen MÜSSEN, die alle keine Neuversion kaufen KÖNNEN. Da bleibt dann nämlich nur der Rest übrig, der alternativ eine Konsole hat, wenn denn die Spiele nicht - wie S7 - nur für den PC raus kommen.

Und selbst wenn das neue System noch genug Vollversionen zum Neupreis bringt, auf Dauer werden alle Spiele alt und somit nimmt die Zahl der nicht mehr gespielten Spiele zwangsläufig zu, deren Daten dann den Server zustopfen. Klar bringt Ubi dieses Jahr eine vergleichsweise große Zahl neuer Spiele für den PC raus, das bringen die aber auch nicht dauerhaft und jedes Jahr zustande.

Die einzige Sache, mit der noch die Kosten getragen werden könnten, sind die immensen Gewinne auf dem Konsolenmarkt.
Argh - vergiss es, hast recht. Sind genug andere Einnahmen da, mit denen man diese Kosten wieder rein holt. Dazu reicht im Prinzip der Konsolenmarkt derzeit schon aus.

KptLtGHOSTMD
05-04-10, 05:40
Ja genau das ist ja das Problem bei so großen Publsihern....
echt FINSTER die ganze Sache hier und echt FINSTER wie UBI
mit uns als Kunden / potenzielle Kunden umspringt.

http://www.ubisoft.de/smileys/26.gif http://www.ubisoft.de/smileys/26.gif http://www.ubisoft.de/smileys/26.gif

muf
05-04-10, 05:52
Zitat von Maureen_Kelly:
Und selbst wenn das neue System noch genug Vollversionen zum Neupreis bringt, auf Dauer werden alle Spiele alt und somit nimmt die Zahl der nicht mehr gespielten Spiele zwangsläufig zu, deren Daten dann den Server zustopfen. Klar bringt Ubi dieses Jahr eine vergleichsweise große Zahl neuer Spiele für den PC raus, das bringen die aber auch nicht dauerhaft und jedes Jahr zustande.

Ich glaub die paar Bytes die die Zuordnung speichern sind vernachlässigbar - überleg m,al wieviel spieler du mit einer 1TB Festplatte da unter bringen kannst - und was die dich auf die Spieler gerechnet noch kostet. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

Kritischer sind da eher die Spieler die Ihre alten Games noch zocken, weil die nämlich nach wie vor Netzwerklast verursachen und das werden - schleichend - wohl dann wirklich immer mehr.

Aber wie schon gesagt, ich bezweifel dass der Kopierschutz für Altspiele noch vorhanden sein wird, wenn die mal auf Heft-CDs landen. Ich denk mal spätestens wenn nach 1-2 Jahren der Support für ein Game eingestellt wird, wird man wohl auch einen letzten Patch bringen, der die OSP entfernt - weil man ja sonst nur noch Kosten aber praktisch keine Einnahmen mehr damit generiert.
Außerdem liefe man Gefahr, die Games immer weiter lauffähig halten zu müssen ...

RaNe1968
05-04-10, 12:25
Zitat von muf:

Kritischer sind da eher die Spieler die Ihre alten Games noch zocken, weil die nämlich nach wie vor Netzwerklast verursachen und das werden - schleichend - wohl dann wirklich immer mehr.


http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif schleichend http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

die kriegen es doch jetzt mit 3 Spielen nicht hin. wie soll das in zwanzig Spielen aussehen, alle noch mit dem Schutz? http://forums.ubi.com/images/smilies/88.gif

Tharod79
05-04-10, 12:32
ich geh mal ganz stark davon aus das der KS nach 1-2 Jahren weggepatcht wird allein um die Server zu entlassten (ist halt nur das es nicht gleich kopiert werden kann)

und was das weiterverkaufen angeht
mach ich nie, selbst bei den schlechtesten
die sind dann mahnendes bsp. ^^

ShadowXx1972
07-04-10, 23:07
und was das weiterverkaufen angeht
mach ich nie, selbst bei den schlechtesten
die sind dann mahnendes bsp. ^^

Es geht auch nicht darum ob du es machst (Spiele wieder verkaufen) sondern darum, dass es in der EU geltendes Recht gibt was dies erlaubt und Ubi sich herausnimmt dem User dieses Recht zu verwehren.


ch geh mal ganz stark davon aus das der KS nach 1-2 Jahren weggepatcht wird allein um die Server zu entlassten (ist halt nur das es nicht gleich kopiert werden kann)


Wo wäre dann der Sinn des Kopierschutz? Laut Ubi bleibt dieser Kopierschutz und der wird sogar noch ausgebaut.

agkfm
08-04-10, 11:20
Zitat von ShadowXx1972:
<BLOCKQUOTE class="ip-ubbcode-quote"><div class="ip-ubbcode-quote-title">quote:</div><div class="ip-ubbcode-quote-content"> ch geh mal ganz stark davon aus das der KS nach 1-2 Jahren weggepatcht wird allein um die Server zu entlassten (ist halt nur das es nicht gleich kopiert werden kann)


Wo wäre dann der Sinn des Kopierschutz? Laut Ubi bleibt dieser Kopierschutz und der wird sogar noch ausgebaut. </div></BLOCKQUOTE>
Natürlich nicht allgemein weggepatched, aber ein 2 Jahre altes AC2 kann man eh nicht mehr soo gut verkaufe. Also kann man den Schutz entfernen, um die Server zu entlasten, falls es noch jemand spielt.

muf
08-04-10, 13:43
eben, zumal ja angedeutet wurde das bei einem Spiel am Ende des Support Zyklus ein Patch kommt, der das DRM entfernt - da tun sie sich ja selbst keinen Gefallen mit, wenn sie die alten Games immer noch weiter supoorten müssen. Ich denk mal die haben jetzt schon die Faxen dicke von den Siedler3 und Siedler4 Zockern, die auch beide immernoch Ihre eigen Lobbysoftware benötigen. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif

mic-86
08-04-10, 15:11
Zitat von muf:
eben, zumal ja angedeutet wurde das bei einem Spiel am Ende des Support Zyklus ein Patch kommt, der das DRM entfernt - da tun sie sich ja selbst keinen Gefallen mit, wenn sie die alten Games immer noch weiter supoorten müssen. Ich denk mal die haben jetzt schon die Faxen dicke von den Siedler3 und Siedler4 Zockern, die auch beide immernoch Ihre eigen Lobbysoftware benötigen. http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_biggrin.gif
ja der offline patch im falle einer serverabschaltung wurde angedeutet, aber was ich immer noch schwer vermisse ist ne ankündigung das in dem fall auch ein lan-modus eingebaut wird damit man auch weiterhin im MP spielen kann. das der fehlt ist für mich allein schon grund genug so ein spiel nicht zu kaufen, ich will auch mit meinen freunden spielen können wenn der server nicht erreichbar ist oder mal grad kein internet zur verfügung steht.