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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Info über Deckgeschütze/Geschützmunition



Geleitzug
07-06-05, 05:52
Wo finde ich detailliertere Angaben über die Deckgeschütze und vor allem über die verwendete Munition (techn. Details, Fotos, etc.) - hat jemand links zu diesem Thema ?! Habe schon bei u-boat.net und u-boote-online geschaut, ist mir aber zu "oberflächlich"...

Gibor357
07-06-05, 05:54
Vor allem würde es mich interessieren, wozu es PB (Panzerbrechende Munition) und HE (Explosive Munition) gibt. Wie soll man diese beiden Arten im Spiel richtig umsetzen? http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_confused.gif

Geleitzug
07-06-05, 05:57
...und was mich noch interessiert: warum wird rechts unten per Symbol zwar die Flak-Munition für die 8,8 angezeigt, aber man erhält keine Fla-Munition und kann sie demnach auch nicht verschiessen ?!

Capitaen
07-06-05, 06:08
Die 8,8 ist ja auch kein Flak-Geschütz... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif

PB ist wohl für harte Ziele wie Schiffsaußenwände und allgemein Kriegsschiffe, so denn man wagt, diese anzugreifen. Explosiv könnte gegen Aufbauten(Waffen), leicht gepanzerte Ziele und Tanker recht wirksam sein.

...und Flak ist halt für die Flak...die Geschütze sind alle eine Klasse, deswegen auch die gleiche Limitierung bezüglich Seegang. Sehr unglückliche Implementierung.

Weitere Links habe ich auch nicht. Würde mal pauschal einen Gang in die Bibliothek empfehlen, dazu gibt es bestimmt Literatur. Insgesamt gab es aber nur die 8,8er und die 10,5er, welche wohl ziemlich einfache Kurzrohrgeschütze waren, ohne Drall(entgegen der Land-Flak-88er, zB).

Rohrpost
07-06-05, 06:56
Originally posted by Capitaen:
Die 8,8 ist ja auch kein Flak-Geschütz... http://forums.ubi.com/infopop/emoticons/icon_wink.gif Das die 88 keine Flak war halte ich für ein Gerücht. Damit wurde sogar der einzige Zeppelin des 2. WK abgeschossen. Ob dabei allerdings Flakgranaten verwendet wurden geht aus dem Artikel leider nicht hervor, denke aber eher Sprenggranaten. Sicherlich war auch die Seezielbekämpfung die angedachte Verwendung.

http://www.goldcoast-railroad.org/blimpsub.htm

Zur Flak gibts noch diese interessante Seite, bei den 88 und 105 muß ich aber leider auch passen.

http://uboat.net/technical/flak.htm

phantom1n8
07-06-05, 08:01
Das 8,8 cm Deckgeschütz auf den Typ VII-Booten war definitiv kein Flakgeschütz. Dieses Geschütz hat überhaupt nichts mit der 8,8 cm Flak von der Wehrmacht zu tun.

Der Grund ist übrigens auch ganz einleuchtend, der maximale Schußwinkel nach oben (Elevation) war 30 Grad.

Daß während des Krieges mit dem Deckgeschütz auch Lufteinheiten abgeschoßen wurden stimmt zwar, ist aber wirklich eine ganz seltene Ausnahme.

Rohrpost
07-06-05, 08:27
Das sich die U-Boot 88 wesentlich von der Wehrmachtflak unterscheidet ist unbestritten, mit dem Austausch des Aufschlag- gegen einen Zeitzünder lassen sich Sprenggranaten modifizieren. Offensichtlich hatten sie die Zünder dabei und wenn man mit einem Geschütz auf Flugzeuge schießen kann ist es auch eine Flugabwehrkanone, auch wenn es technische Einschränkungen gibt.

ssobgib
07-06-05, 11:40
Ich glaub nicht, dass die für die Bordkanone Zeitzünder dabei hatten. Die 8,8 auf den U-Booten konnte nämlich nicht einmal die selbe Munition wie die der Wehrmacht verschießen. Und tausch mal bei einer scharfen Granate auf hoher See in einem U-Boot den Zünder aus. http://forums.ubi.com/images/smilies/784.gif

Ich glaub die Anzeige der Flak-Granaten kommt daher dass UBI zu Faul war für das Deckgeschütz und die Flak andere Munitionsbilder zu programmieren. Die 37mm Flak hat nämlich FL-Geschosse, dafür aber keine HE-Geschosse obwohl die da angezeigt werden.

Powerage1968
07-06-05, 12:07
Interesanter Bericht(der mit dem Zeppelin...) allerdings wird nur erwähnt das sich die 8,8 am Abwehrfeuer beteiligte (neben der 2cm), was bei der angegeben angriffshöhe von 250fuss in nem gewissen Winkel durch direktes Anrichten auch möglich ist! Fakgranaten mit Zeitzünder gabs an Bord garantiert nicht, die Flakgranaten konnten damals mit nem Spezialschlüssel grob voreingestellt werden bevor die finale Einstellung durch aufsetzen auf den "Zünderbecher" erfolgte! Dieses Gerät sowie ein annähernd der Flak 18/36/37 oder gar 41 ähnliches Höhenrichtgerät sowie die Ensprechenden Zielerfassungsmittel fehlen beim Deckgeschütz bzw. auf dem Turm völlig! Um nochmals auf den zeppelin zu kommen, das ist na logo auch ein dankbares Ziel, selbst nicht detonierende 8,8 Granaten dürften (wenn sie treffen) dafür sorgen das dem ziemlich die Luft ausgeht, Gruß...Foxi

theRealAntEater
07-06-05, 15:02
Die 8,8er der Uboote hatte ihre Wurzeln eher in Torpedobootsgeschützen des 1. Weltkrieges.
Teilweise mögen es dieselben Waffen gewesen sein, Geschütze haben ein langes Leben (die Seelenrohre kann man ja wechseln), so mag es durchaus sein das manches Geschütz auf nem Uboot auch schon auf einem Boot im 1. Wk montiert war.
Kurzum, Ubootsgeschütze sind nicht gerade Spitzenprodukte der Artillerie. Müssen sie ja auch nicht, da ihre einzige Aufgabe ist, auf kurze Entfernung auf stehende oder langsame Ziele zu schießen. Bei jedem anderen Marineschiff wären schon damals solche geringen Gefechtsentfernungen undenkbar gewesen. übrigens sollte irgendwer (Beery bei RUB oder so) mal den Schaden der Geschütze überarbeiten. Laut "Feindfahrten" brauchte U 109 in einem Fall seine sämtlichen 10,5er Granaten und noch 100 3,7er für einen Frachter von 3000 BRT.
Ein Schiff mit Artillerie zu versenken war eine zeitraubende und nicht sehr elegante Notlösung.
Bei den Hilfskreuzern z.B. waren die Geschütze (15 cm) teilweise aus der Mittelartillerie von Großkampfschiffen des 1. Weltkrieges, so war z.B. ein Geschütz der "Kormoran" nachweislich auf SMS Seydlitz (ein Schlachtkreuzer) während der Skagerrakschlacht 1916 montiert.
Die Marine schmeißt nix fort, auch heute noch (in Parow stehen auch noch die alten "Kurbel" Bofors, obwohl die keiner mehr braucht)

Atrax666
07-06-05, 16:21
So....hab mal in meinen Büchern gewälzt und zitiere mal ne kurze Textpassage
"Ab November 1942 waren die Seezielgeschütze der deutschen Uboote auch zur Luftabwehr im Zonenschießen-Verfahren einsetzbar. Allerdings machten nur wenige Boote davon gebrauch und nur U242 erzielte damit am 10.Oktober 1944 den Abschuss eines russischen Flugzeugs."

Also es ging wohl aber es war einfach Schwachsinn. Nur über die verwendete Muni hab ich keine Angaben, würde mich auch interessieren. Kann mir vorstellen, daß die ne kleinstmenge an Fla-Granaten dabei hatten.