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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Hochtäler von Annoport



Tangorina
03-06-09, 03:02
Nach einer ganzen Weile,erreicht sie ein Hochplateau,sie traut ihren Augen nicht.Riesige,grüne Wiesen,die von Blumen nur so übersät sind,sie steigt aus,bindet die Pferde an einen Baum und läuft jetzt weiter.
Hier ist genau der richtige Platz,für das Heizhaus,denn im Hintergrund türmt sich das Gebirge von Annoport auf und ein großer Wasserfall ergießt sich nach unten.Besser hätte sie es gar nicht treffen können.Hier wird es nie an Wasser mangeln,denkt sie.Tangorina setzt sich erstmal ins Gras und läßt das alles auf sich wirken.

Tangorina
03-06-09, 03:37
Hier könnte sie den ganzen Tag verweilen,leider hat sie heute nicht die Zeit dafür,denn es sind noch viele Vorbereitungen zu treffen,aber sie wird wieder kommen,ganz bestimmt sogar.Jetzt läuft sie zurück,zu den Pferden.Tangorina wird sogleich zur Schmiede fahren und den großen Heizkessel in Aufgrag geben,danach fährt sie nach hause und wird einen Material und Kostenplan aufstellen,den sie morgen Thamia vorlegen wird.
Sie bindet die Pferde los,steigt ein und ab geht es zur Schmiede.

Tangorina
07-06-09, 23:44
Die Wagenkolonne erreicht das Hochplatteau.
Sie fahren bis an den großen Wasserfall heran,dort halten sie,auch Tangorina.Die Mannen steigen von den Wagen und laden das Werkzeug ab.Das Hochtal liegt in einem gleißenden Sonnenlicht,es ist ganz still hier.Nur das Wasser hört man rauschen und die Vögel zwitschern.
Tangorina läßt ein großes Stück Wiese abstecken,dicht am Wasserfall,aber nicht zu dicht,sonst könnte später alles zusammen stürzen.

Tangorina
07-06-09, 23:48
Als die Vorbereitungen soweit beendet sind,gibt sie den Vorarbeiter letzte Anweisungen,dann beginnen die Männer,mit den Schachtarbeiten,die werden einige Zeit in Anspruch nehmen.Tangorina wird jetzt zur Schmiede fahren und schauen,ob der Heizkessel vielleicht schon früher fertig werden kann.

Tangorina
09-06-09, 00:05
Tangorina erreicht,nach mühevoller Fahrt,das Hochplatteau,hier nieselt es nur ganz leicht,sodass die Arbeiten fortgesetzt werden können.
Sie sucht den Vorarbeiter und wird auch schnell fündig.Er erklärt ihr,dass die Ausschachtungsarbeiten,heute Abend abgeschlossen sein werden und morgen kann das Heizhaus hoch gezogen werden.

Tangorina teilt ihm noch mit,dass heute schon das Material angeliefert wird und morgenfrüh kann es dann gleich los gehen.

Sie fährt jetzt weiter ins Markthaus,es hat zwar noch geschlossen,aber Thamia wird sicher schon dort sein,denn sie muß noch was mit ihr besprechen.

Tangorina
09-06-09, 01:57
Die Wagen mit dem Holz sind schon eingetroffen,denn das Sägewerk,liegt am Nächsten dran am Hochtal.Die Arbeiter laden das Holz ab und decken es auch gleich mit großen Planen ab,damit es nicht allzu naß wird.

Tangorina
09-06-09, 02:15
Gerade treffen die Ziegel ein.Sogleich werden die Wagen entladen und die Ziegel werden ebendfalls abgedeckt.Von dem großen Rechteck,welches für das Heizhaus,ausgeschachtet wird,wird gleichzeitig ein Graben gezogen,der in Richtung,der Stadt verlaufen wird,denn dort kommen die Rohre rein.Der Graben muß recht tief sein,mindestens 5 m.Es sieht zwar nicht schön aus und die Natur wurde teilweise auch zerstört,aber es wird alles wieder hergestellt,so wie es einmal war.Es wird nur eine ganze Zeit dauern.

Tangorina
09-06-09, 03:05
Die Männer müssen sich ran halten,denn wenn der Beton kommt,müssen die Auschachtungsarbeiten abgeschlossen sein,denn der muß sofort gegossen werden.Es liegen riesige Planen bereit,falls es wieder anfangen sollte zu regnen,damit alles abgedeckt werden kann.

Tangorina
09-06-09, 04:05
Die Wagen mit dem Beton treffen bei der Baustelle ein und gerade zu diesem Zeitpunkt,sind die Arbeiter mit den Ausschachtungsarbeiten fertig geworden,sodass der Beton sofort gegossen werden kann,dann braucht er Zeit zum Aushärten.Die Arbeiter graben jetzt weiter an den Graben,der hinunter in die Stadt führen soll.

Tangorina
09-06-09, 06:48
Die Rohre,die für das Heizhaus benötigt werden,sowie die Rohre,die hinaus führen an den Wasserfall sind jetzt auch eingetroffen,sie werden abgeladen und vorsorglich abgedeckt.Jetzt scheint zwar die Sonne,aber man kann ja nie wissen.Vorsicht ist nun mal die Mutter der Porzelankiste.

Tangorina
09-06-09, 07:18
Als Tangorina zum Hochtal kommt,strahlen ihre Augen,der Beton wurde schon gegossen,der jetzt aushärten kann und es wird weiter an den Graben gearbeitet.Alles Material wurde angeliefert.Besser kann es eigentlich gar nicht laufen.Sie fährt wieder nach hause,denn hier kann sie heute nichts mehr tun und daheim wartet noch einiges an Arbeit auf sie.Tangorina muß noch den Vertrag aufsetzen,der Morgen dem Bischof zugestellt werden muß.

Chemiker
09-06-09, 11:56
Bei seiner Wanderung kam er auch an den Hochtälern vorbei und bestaunt wie schnell der Bau vonstatten geht.

Tangorina
10-06-09, 01:05
Der schwere Heizkessel ist jetzt auch endlich angekommen und die ersten Holzwände stehen schon.Jetzt wuchten die Männer den Kessen hinein,denn er muß gleich mit eingebaut werden,ansonsten bekommen sie ihn nicht mehr in das Gebäude.Der Graben,hinunter,in die Stadt,macht auch große Fortschritte.Die Rohre,zum Wasserfall,wurden auch schon verlegt.Angeschlossen werden sie erst ganz zum Schluß,sonst würde das Wasser die Baustelle überfluten.Die Außenhaut des Heizhauses wird heute fertig werden.

Tangorina
10-06-09, 01:08
Ein Trupp Männer gräbt den tiefen Graben,ein Anderer verlegt gleich hinterher die Wasserrohre.So wird Hand in Hand gearbeitet.Wenn es so weiter geht,könnten sie heute den Waldrand erreichen.
Tangorina muß jetzt ins Markthaus,denn sie muß das Holz,für Frau Synola bestellen.Hier wird sie morgen wieder her kommen.

Inasha
10-06-09, 06:03
Sie kommt mit Dancer bei den Hochtälern an und zügelt ihn ein wenig, denn sie sieht die Arbeiter die Rohre verlegen und will vorsichtig hinreiten.

Inasha
10-06-09, 06:15
Langsam reitet sie um das Heizhaus herum, es ist noch nicht ganz fertiggestellt, aber man kann erkennen, was es werden soll.
Fast tun ihr die Männer leid, die den riesigen Kessel ins Haus wuchten und an den geeigneten Standpunkt schieben.

Überall tun sich tiefe Gräben auf, die mit den Wasserrohren gefüllt werden. Es macht alles einen durchdachten Eindruck und sie beschließt, weiterzureiten, da Dancer durch den Lärm der Bauarbeiten ein wenig aufgeschreckt ist.

Tangorina
12-06-09, 00:48
Hier hat sich Einiges getan,seit sie das letzte Mal hier war.Das Heizhaus steht.Die Innenwände bestehen aus Ziegelsteine,dann wurde außen eine Holzverkleidung angebracht und wieder eine Schicht Ziegelsteine,zum Schluß noch einmal eine Holzverkleidung,die mit Wetterfester Farbe angestrichen wurde.So sieht das Heizhaus zwar gewaltig aus,aber es geht auch nur ein Minimum an Wärme verloren,denn es ist sehr gut isoliert.
Der Heizkessel ist eingebaut und auch schon an die Rohre angeschlossen.Hier oben ist alles fertig,bis auf den Anschuß,am Wasserfall,aber das kommt erst ganz zum Schluß.
Sie fährt wieder zurück,zum Waldrand.

Tangorina
01-07-09, 01:34
Tangorina hat alles noch einmal überprüft und für in Ordnung befunden.Hier oben ist alles bereit,dass dicke Rohr wurde an den Wasserfall angebracht,aber noch mit einen schweren Eisenpropfen verschlossen,sodass noch kein Wasser hindurch fließen kann.

Jetzt gibt sie den Heizkessel frei und es wird kräftig eingeheizt,genügend Holz und Kohle ist vorhanden,da ganz in der Nähe auch eine Kohlemine ist.

Tangorina
01-07-09, 01:38
Es wird eine Weile dauern,bis der Kessel völlig aufgeheizt ist,dann wird das Wasser frei gegeben und so Gott will,als warmes Wasser,in den einzelnen Häusern ankommen.
Sie hofft,dass auch alle Einwohner, um die Mittagszeit,ihre Warmwasserhähne ein wenig aufdrehen und sie eine Nachricht bekommt,ob es bei alles funktioniert,denn erst dann werden die Gräben zugeschüttet.

Tangorina
01-07-09, 01:39
Tangorina wird den ganzen Vormittag hier bleiben und alles genau im Auge behalten.

Tangorina
01-07-09, 04:39
Jetzt steht der Kessel unter Volldampf,auch der Zweite wurde angeheizt.Ganz langsam wird der Eisenpropfen entfernt,der noch verhindert hat,dass das Wasser fließen kann.Zuerst kommt nur ein kleiner Rinnsal und ganz allmählich fließt das Wasser in die Rohre.Schon dort wird es erhitzt,da die Rohre,im Heizhaus,ja auch heiß sind.Danach durchfließt es den riesigen Kessel,um dann in die Leitungen,der Stadt eingespeist zu werden.

Tangorina
01-07-09, 04:41
Es ist vollbracht,lacht Tangorina und hofft,dass jetzt alle warmes Wasser haben.

Sie wird jetzt noch zum Anschlagbrett fahren und dort eine Nachricht für alle anbringen,danach wird sie heim fahren und ihre eigne Abrechnung machen.

Tangorina
07-07-09, 03:58
Hier oben sprießt schon wieder das erste Grün,nichts erinnert mehr daran,dass vor ein paar Wochen hier noch tiefe Gräben waren.Alles was sie bis jetzt gesehen hat,war wieder zu geschüttet,die Straßen,die aufgerissen werden mußten,sind auch wieder gepflastert worden.
Sie kann sehr zufrieden sein,auch wenn sie mal nicht anwesend ist,so läuft die Arbeit doch weiter,dafür hat sie sehr gute Bauleiter eingestellt.Mit Jamal und Bogumil hat sie zwei sehr fähige Leute,auf die sie sich immer verlassen kann.Jetzt fährt sie heim,denn sie will sich weiter mit einem Projekt befassen.

Tangorina
17-08-09, 01:08
Die Pferde schnauben,als sie die Hochtäler erreichen.Tangorina steigt aus und bindet sie,unter einer riesigen Eiche,an.Dort ist es angenehm kühl.Sie geht gleich erstmal zum Wasserfall und holt Wasser für die Tiere.Noch hat sie keinen Blick,für all das,was hier gebaut wurde,erst muß sie sich um ihre Pferde kümmern.

Tangorina
17-08-09, 01:15
Als Diese versorgt sind,geht sie zu den kleinen Marktplatz,der inzwischen fertig gestellt wurde.Auch eine kleine Kapelle wurde gebaut.Sie konnte sich,wie immer,auf Jamal verlassen,denn ihm hat sie die Bauaufsicht übertragen.

Heute wurde mit dem großen Armenhaus begonnen.
Es muß sich wohl rumgesprochen haben,denn es sind schon etliche Bettler hier.Sie treiben sich rund um den Marktplatz rum und stören jetzt nur,denn der Bau soll doch zügig voran gehen,aber immer wieder kommen die Leute dazwischen und fragen,wie lange es noch dauert.
Ein wenig unverschämt sind einige von ihnen schon.Da bekommen sie alles umsonst und nun geht es ihnen noch nicht mal schnell genug.

Ein paar Tage werden sie sich aber noch gedulden müssen.Mehr als Arbeiten können die Leute auch nicht und die Bettler denken nicht daran,mit Hand anzulegen.Die meckern nur rum.

Tangorina
17-08-09, 01:18
Tangorina spricht noch mit Jamal,der sagt ihr,dass genügend Material angeliefert wurde.Er fragt auch,wann die Betten kommen.

Tangorina wird sich gleich darum kümmern.Thamia wird sicher schon im Markthaus sein und da wird sie jetzt auch hin fahren.
Sie wird morgen wieder her kommen,sagt sie zu Jamal und geht zu ihren Pferde,die sich gut erholt haben,jetzt kannt die Fahrt weiter gehen.

Tangorina
18-08-09, 02:05
Tangorina ist schon lange hier oben,sie hat die frische Morgenluft genossen,es war noch recht kühl und damit sehr angenehm.Jetzt schickt die Sonne wieder ihre heißen Strahlen zur Erde und sie hat die Pferde in den Schatten gebracht..

Der Plausch mit Jamal ist auch zu Ende,denn er muß sich wieder um seine Arbeit kümmern.Er weiß jetzt,dass die Betten im Lagerhaus sind und auch alles Andere,was die Menschen so benötigen.Bald wird das Armenhaus fertig sein.Der Rohbau steht schon.Heute wird das Dach drauf gesetzt,dann beginnen die Innenarbeiten.

Tangorina hat was von einem neuen Schmied gehört,also wird sie jetzt mal zur Schmiede fahren und schauen,ob er seine Arbeit schon aufgenommen hat.Sie verabschiedet sich von Jamal und fährt los.

Tangorina
20-08-09, 01:43
Es haben sich immer mehr arme Menschen hier angesammelt,die warten,dass sie endlich einziehen können,nur die Arbeiter können auch nicht hexen.So ein Bau dauert nun schon mal eine Weile.
Tangorina redet mit den Menschen und versucht ihnen klar zu machen,das sie hier jetzt nur stören,leider interessiert das niemanden,sie wollen nur endlich einziehen.
Resigniert läßt Tangorina die Schultern sinken und geht zu Jamal,der sagt ihr,dass sie hier wohl morgen fertig werden.

*Das ist gut,dann wird hier endlich Ruhe und Frieden einkehr halten*,sagt sie.

Gerade kommt ein Fuhrwerk und bringt Kannenweise kalten Früchtetee für die Arbeiter,natürlich bekommen auch die Bettler davon ab.Sonst wäre ja hier die Hölle los,das mag sie sich gar nicht ausmalen.

Tangorina setzt nun ihren Weg fort und fährt zum Lagerhaus.

Prunklord
23-08-09, 11:21
Bei den Hochtälern angekommen, verteilt er das Bier und geht dann sofort wieder.Er will heute noch ein paar DInge erledigen.

Tangorina
26-08-09, 01:05
Es herrscht eine himmlichse Ruhe,hier oben.

Tangorina sieht nur Jamal,der alles abschreitet und genau in Augenschein nimmt.

*Guten Morgen Jamal* sagt Tangorina,* es scheint ja alles fertig zu sein.Die Leute haben wohl schon ihre Unterkunft bezogen.*

**Auch euch einen guten Morgen,ja gestern ist alles fertig geworden,das spärlische Mobiliar wurde aus dem Lagerhaus geholt.Der Marktplatz wird mit Waren versorgt,so das es den Menschen an nichts fehlt,was sie zu leben brauchen.Es ist zwar nur das Nötigste,aber dafür bekommen sie es umsonst.**

*Gut,dann können wir ja die nächste Baustelle in Angriff nehmen,das werden wir morgen machen,heute habe ich noch einiges zu tun,auch sind die Bauarbeiten bei der Schmiede noch nicht abgeschlossen.Dort ist Bogomil beschäftigt,ich bitte sie also morgen gegen die 10.Stunde,des Vormittags,ins Markthaus zu kommen,damit wir das weitere Vorgehen besprechen können.*

Sie verabschiedet sich und fährt ins Markthaus.

Tangorina
30-09-09, 09:40
Tangorina hält an und steigt aus.Sie schaut sich um und was sie sieht gefällt ihr gar nicht.
Hier muß mal gründlich aufgeräumt werden.Es kann nicht angehen,dass der ganze Unrat auf den Wiesen rum liegt.Die Schönheit der Hochtäler ist dahin.Das wird sie ändern.

Gleich morgen wird sie einen Brief an die Bürgermeisterin schreiben und darum bitten,dass hier Gendarmen immer mal wieder nach dem Rechten sehen.

Sicher sind hier nicht alle Menschen Schmutzfinken,aber es scheint wohl eine ganze Menge davon unter den Bettlern zu geben.Da bekommen sie schon alles umsonst,so kann man auch erwarten,das sie Ordnung und Sauberkeit halten.Sonst dauert es nicht mehr lange und wir werden hier von der Pest heim gesucht.

Sichtlich verärgert fährt Tangorina jetzt heim.

calypso1960
07-10-09, 04:34
Schon von weitem sieht sie das große Heizhaus und die Unterkünfte für die Bedürftigen, also das Armenhaus. Einige Siedler haben sich ebenfalls hier niedergelassen und eine bunte Mischung der Bevölkerung wird hier mit der Zeit entstehen.

Langsam reitet sie durch die Gegend und schaut sich um. Die Gärtner sind unterwegs und räumen auf, nirgendwo ist mehr Abfall oder zerbrochene Flaschen zu sehen.
Einige Soldaten der Garnison drehen ihre Runden und verbreiten ein Gefühl der Sicherheit. Hier wird sich bestimmt niemand mehr trauen, einfach seinen Müll in die Gegend zu werfen. Macht doch einen guten Eindruck, denkt sie und reitet weiter hinüber zum Armenhaus.

Sie steigt ab und geht hinein, um sich ein wenig dort umzuschauen und mit den Menschen zu reden.

calypso1960
07-10-09, 04:49
Lautes Stimmengewirr und Gelächter schallt ihr entgegen. Zu ihrer großen Überraschung sieht alles sauber und ordentlich aus und auch hier scheinen die Putzkräfte ein kleines Wunder bewirkt zu haben.

Sie wird freundliche empfangen und sogleich auf ein Glas Tee eingeladen von einer der diensthabenden Damen und schnell entsteht ein Gespräch über die Zustände im Armenhaus und der Umgebung und sie erfährt viel über das schwere Los derer, die hier ihr Leben verbringen müssen.

calypso1960
07-10-09, 05:07
Einige Geschichten gehen ihr so sehr zu Herzen, und sie verspricht, sich darum zu kümmern, dass für jeden Bedürftigen eine angemessene Unterkunft vorhanden ist und auch regelmäßig Lebensmittel in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Putztrupps werden Sorge tragen, dass das Gelände nicht wieder vermüllt. Außerdem wird sie sich mit der Medica in Verbindung setzten, denn einige der Bettler sehen aus, als würden sie eine gründliche Untersuchung benötigen.

Calypso trinkt ihren Tee aus und verspricht, wieder einmal vorbeizuschauen. Sehr herzlich wird sie verabschiedet und setzt ihren Weg fort, jetzt geht es zur Garnison.

calypso1960
20-11-09, 04:52
Das Fuhrwerk kommt leicht rumpelnd bei den Hochtälern an und sofort werden James, der Kutscher und die 2 Köche, die auf dem Fuhrwerk saßen, um Acht zu geben, dass die Speisen nicht herunterfallen, von den Bettlern mit großem Gejohle umringt.

Alle helfen mit, zuerst die unzähligen Platten mit Fleisch, Gemüse, Torten, Kuchen und Früchten abzuladen. Danach werden die Brotkörbe heruntergeschleppt und ganz zum Schluß die Fässer mit Most und Bier und die Kisten mit Wein.

Mit vereinten Kräften tragen sie alles zum Armenhaus, wo es auf die Speisetische verteilt wird.

calypso1960
21-11-09, 07:36
James hat den ganzen Tag und auch den Abend mit den Bedürftigen verbracht und sogar über Nacht durfte er bleiben und man hat ihm ein frisches Bett bezogen in einem separaten Raum.

Er freut sich, dass er den Kontakt hergestellt hat, denn er ist jetzt im Nachhinein von der Herzensgüte und Freundlichkeit dieser Menschen noch ganz angetan.

Viele von ihnen sind durch widrige Umstände in diese Notlage geraten und es fällt ihnen sehr schwer, sich daraus zu befreien. Einige der Schicksale haben ihn sehr berührt und er nimmt sich vor, öfter herzukommen.

Er wird freundlich verabschiedet und mit den leeren Platten und Fässern beladen, rumpelt die Kutsche wieder ins Stadtzentrum von Annoport zurück.

calypso1960
15-12-09, 08:24
Calypso erreicht mit Dancer die Hochtäler und an dem kleinen Marktplatz sitzt sie ab und bindet das Pferd an der Vorrichtung fest. Sie legt ihm eine Raufe Heu zum Fressen vor die Hufe und stellt einen Eimer Wasser daneben, damit er sich ein wenig ausruhen kann.

Sofort ist sie von Menschen umgeben und wird hier ganz herzlich Willkommen geheißen. Wie es aussieht, hat auch hier der Geist der Weihnacht Einzug gehalten.

Dank der wöchentlichen Belieferung mit Nahrung und Getänken brauchen die Bedürftigen keine Not mehr leiden und auch die Anzahl an Kranken ist merklich zurückgegangen.

Als sie zu einem heißen gewürzten Wein eingeladen wird, nimmt sie dankend an und bald sind sie im Gespräch versunken.

calypso1960
15-12-09, 08:48
Es hat ihr viel Freude gemacht, die zum Teil auch anrührenden Geschichten der Hochland-Bewohner zu erfahren, aber es ist schon spät und sie möchte vor Einbruch der Dunkelheit zuhause sein.

Sie verspricht, bald einmal wiederzukommen und nimmt sich vor, in den nächsten Tage im Markthaus einige Fuhrwerke mit Geschenken zusammenstellen zu lassen, damit die Bettler auch ein fröhliches Weihnachtsfest feiern können.

Nach einem herzlichen Abschied bindet sie Dancer los, steigt wieder auf und reitet nach Hause zurück.

calypso1960
23-02-10, 06:13
Der Weg zu den Hochtälern war beschwerlich, zumal Velvet sehr vergnügt war, da er wegen der Glätte tagelang im Stall stehen musste.

Endlich, nach gefühlten Stunden erreichen sie das Hochplateau und sie kann die Umrisse der Armenhäuser erkennen. Jetzt ist es einfacher zu reiten, da hier die Wege schon frei von Schnee sind. Nur matschig ist es, aber das stört sie nicht weiter.

Ihr Kommen wird schon erfreut zur Kenntnis genommen, denn einige der Bettler kreuzen ihren Weg, da sie Feuerholz sammeln.

Sie reitet bis hin zum Markplatz, steigt ab und wird sofort von den Frauen Willkommen geheißen und eingeladen, denn durch den schweren und langen Winter kamen nicht viele Einwohner zu den Hochtälern. Bei einem heißen Tee erkundigt sie sich dem Wohlergehen der Bettler und schnell schweifen die Themen ab.

calypso1960
23-02-10, 06:30
Nachdem sie einige Zeit miteinander verbracht haben, muss sich Calypso wieder verabschieden, denn sie hat noch so einiges auf dem Zettel stehen.

Mit den Ergebnissen der Gespräche ist sie mehr als zufrieden, denn durch die gute ärztliche Versorgung auch im Winter gab es nur wenige Schwerstkranke. Die meisten hatten mit Erkältungen und Knochenbrüchen zu kämpfen, aber das hat die Medica mit ihren Helferinnen gut im Griff gehabt. Auch die Lieferung der Lebensmittel und Getränke hat bis auf einige Tage, an denen es zu glatt war, gut geklappt.

Sie verabschiedet sich von den Bettlern und geht hinüber zu Velvet, der zwischen den Maultieren steht und großzügig mit Heu und Wasser versorgt wurde. Candy hatte draußen Wache gehalten, denn es verbindet sie eine innige Freundschaft mit dem Friesenwallach.

Calypso winkt noch einmal zurück und reitet weiter zu den Plantagen.

Carmina_Lara
26-06-10, 13:29
Nach etwa einer Stunde hat sie das Hochtal mit der Armensiedlung erreicht.

An einer Gabelung des Weges wusste sie nicht weiter und hat die Richtung letztendlich dem Pferd überlassen und siehe da, der rechte Weg war auch richtig.

Sie hält kurz an und blickt vom Hügel aus auf die kleine Siedlung hinunter. Zwischen den Häusern kann sie Blumenbeete erkennen und in einigen schlicht angelegen Gärten flattert die Wäsche auf der Leine. Kinder laufen lachend über die Wege, manche üben sich im Seilhüpfen - insgesamt ist der Anblick sehr idyllisch.

Sie schnalzt mit der Zunge und das Pferd setzt sich wieder in Bewegung.

Als sie in das Blickfeld der Bewohner kommt, begegnen ihr doch einige misstrauische Blicke, aber sie lächelt freundlich und sieht nach einiger Zeit ein Gebäude, ein paar Männer sitzen auf einer Bank davor, hier wird sie wohl richtig sein. Noch während sie von dem Fuhrwerk klettert, öffnet sich die Tür und eine Frau erscheint.

"Guten Abend, mein Name ist Frau Carmina, ich bin die neue Markthausleiterin," begrüßt sie die Frau.
<span class="ev_code_BLUE">"Guten Abend, ich bin Schwester Hildegard, die Leiterin des Armenhauses hier, was führt Sie zu uns?" </span>

"Einen Moment bitte, das werde ich Ihnen gleich erzählen, kann ich hier irgendwo Wasser holen für das Pferd?"

Einer der Männer steht gleich auf.

<span class="ev_code_PURPLE">"Lassen Sie mal sein, das kann ich machen,"</span>und macht sich schon auf den Weg.

Carmina ruft ihm einen Dank hinterher, bindet die Zügel an einen Pfosten, streicht über den Kopf des Pferdes und folgt der Frau in das Haus.

Carmina_Lara
26-06-10, 14:02
Im Haus bekommt sie eine Tasse Tee und unterhält sich angeregt mit Schwester Hildegard.

Diese ist sehr angetan von ihrem Vorschlag mit der Abgabe der Lebenmittel in diesen warmen Monaten.

<span class="ev_code_BLUE">"Wissen Sie, die Menschen hier sind sehr dankbar doch muss man auch vorsichtig sein, damit sie sich nicht zu sehr als Bittsteller fühlen,"</span> erzählt sie ihr.

"Ich werde in der Speicherstadt ein Fuhrwerk zur Verfügung stellen und keine Sorge, die Waren werden schon im Markthaus in eine Kiste gepackt," lächelt Carmina.
"Natürlich wissen die Mägde Bescheid, aber sie werden gewiss keine dummen Bemerkungen machen, dafür werde ich schon sorgen," beruhigt Carmina sie.

Die Tür steht noch offen und Carmina kann beobachten, wie einige Männer die Kiste bereits vom Fuhrwerk hieven.

<span class="ev_code_BLUE">"Es wird sicherlich hier und da heute Abend noch ein kleines Festmahl geben, ich werde alles gerecht verteilen,"</span> lächelt Schwester Hildegard.

"Gut, dann bleibt es dabei, Sie schicken einen der Männer kurz vor der 6. Stunde abends zum Markthaus, er kann dann mit dem Fuhrwerk hierherfahren. Die einzige Bedingung ist die, dass Sie sich um die Versorgung des Pferdes kümmern müssen."

<span class="ev_code_BLUE">"Keine Sorge, das machen wir und danke für alles," antwortet Schwester Hildegard.</span>

Carmina verabschiedet sich nun, denn vor Einbruch der Dunkelheit möchte sie dann doch wieder in der Stadt sein.

Sie bindet das Pferd los, steigt wieder auf den Bock und verlässt langsam die kleine Siedlung.

Inasha
26-07-10, 08:04
Der Aufstieg zu den Armenhäusern ist immer ein heikles Unterfangen, denn er nimmt mehr Zeit in Anspruch, als sie denkt.

Außer Atem und leise vor sich hin schnaufend kommt sie oben an und freut sich auf ein Glas Wasser.

Kaum wird man ihrer ansichtig, ist sie auch sogleich von den Kindern umzingelt, die lauthals lachend und schreiend um sie herumspringen, denn wie immer, wenn sie hier herkommt, hat sie eine große Tasche mit selbstgemachten Fruchtbonbons bei sich, die sie großzügig unter den Kleinen verteilt.

Nachdem sie sich befreit hat, geht sie hinüber zu den Frauen, die schon auf sie warten und ihr auch gleich etwas zu trinken reichen. Zuerst lässt sie sich die Neuigkeiten erzählen, bevor sie mit den Untersuchungen beginnt.

Heute wird sie sich etwas intensiver mit den Alten beschäftigen müssen, wahrscheinlich wird sie sogar hier übernachten, denn im Dunkeln möchte sie auf keinen Fall den Abstieg in die Stadt wagen.

Inasha
30-07-10, 08:27
Nun hat sie sich doch länger hier oben aufgehalten, als sie eigentlich wollte, aber viele der Menschen benötigten dringend Impfungen und besonders die kleinen Kinder und Neugeborenen mussten eine gründliche Untersuchung über sich ergehen lassen.

Mit ihrem Arztköfferchen in der Hand verabschiedet sie sich von allen just in dem Moment, wo die Waren vom Markthaus herangerollt kommen. Dies ist immer ein großer Moment für die Armen, denn jede Lieferung birgt Überraschungen. In dem Getümmel, das jetzt entsteht, kann sie sich schnell entschuldigen und tritt zu Fuß den Heimweg an, denn es dauert noch etwas, bis es dunkel wird.

Sie freut sich schon auf ihr Bett, denn nach einigen Nächten hier im Bettlerviertel vermisst sie ihre weiche Matratze doch schmerzlich.

calypso1960
30-08-15, 13:25
Der Weg zum Armenviertel ist beschwerlicher, als sie dachte. Vor vielen Jahren war sie das letzte Mal hier, mittlerweile ist das Unkraut über die Wege gewuchert und verdeckt sie fast, so dass sie mit Velvet vorsichtig jeden Schritt setzten muss, damit das Pferd nicht in eines der vielen Kaninchenlöcher tritt.
Velvet schnaubt, als wüsste er genau worum es geht und konzentriert sich, den geeigneten Weg zwischen Sträuchern, Büschen und Geröll zu finden. Für Candy hingegen ist der gesamte Ausritt eine einzige Wonne. Mit der Schnauze voran immer auf der Grasnarbe längs, läuft sie voraus und nutzt jedes kleine Bächlein, um sich die Pfoten zu kühlen und Wasser zu trinken.

Hier müsste unser Bautrupp auch wieder durchforsten, denkt sie sich. Gleich morgen werde ich Synola Bescheid geben, damit sie im Markthaus alles Nötige veranlassen kann.

calypso1960
30-08-15, 14:11
In weiter Ferne sieht sie den kleinen Fluss, hinter dem das Armenviertel beginnt. Sie kann sogar die Brücke schon erkennen, die über den Fluss führt, sie scheint nicht beschädigt zu sein. Nicht mehr lange und sie werden ihr Ziel erreicht haben.

"Zum Glück" murmelt sie etwas außer Atem und wischt sich eine Strähne aus der Stirn. Es ist warm, die Fliegen summen um sie herum und der Ritt bisher beschwerlicher als gedacht.

Ich werde alt ... denkt sie, als sie sieht, wie fröhlich Candy noch umher springt und auch Velvet scheint der Ritt bislang nicht sonderlich angestrengt zu haben. Im Gegenteil .. auf freiem Feld und gutem Untergrund hat er vor lauter Freude über die Bewegung sogar öfter gebuckelt, so dass Calypso manchmal Mühe hatte, im Sattel zu bleiben.

calypso1960
30-08-15, 14:52
Sie erreicht den Fluss, traut aber der Brücke nicht so ganz und steigt vom Pferd ab, um sie zu prüfen.

Nachdem sie sich vergewissert hat, dass die Brücke trotz der letzten Unwetter noch solide ist, führt sie Velvet vorsichtig hinüber. Candy dauert das viel zu lange, die Hündin springt ins Wasser und schwimmt die kurze Strecke. Drüben angekommen schüttelt sie sich ausgiebig und scheint noch genauso fit wie früh am Morgen.

"Wie macht Ihr das bloß", stöhnt sie leicht verzweifelt und geht mit dem Pferd am Zügel auf die Siedlung zu.

Sie wurde wohl schon vor längerer Zeit entdeckt, denn zuerst werden sie von den Hunden freudig begrüßt, dann folgen die neugierigen Kinder und schließlich etwas verhaltener die Erwachsenen. Erst als sie erkannt wird, löst sich die Starre ein wenig und sie sieht, wie Schwester Hildegard freudestrahlen auf sie zueilt.

"Grüß Sie Gott, Frau Bürgermeisterin", wird sie von ihr begrüßt, wobei sie Calypsos Hände in ihre nimmt und kräftig durchschüttelt.

"Gott zum Gruße Schwester Hildegard", lacht Calypso und lässt das Durchschütteln gerne über sich ergehen.

Einer der Bewohner nimmt ihr Velvet ab. "Ich bringe das Pferd zu den anderen auf die Koppel neben dem Fluss, dort kann es grasen und hat genügend zu trinken", sagt er und trottet mit Velvet davon.

"Dankeschön", ruft sie ihm hinterher, während die Kinder kein Interesse an ihr zeigen, sondern sich Candy zuwenden und die Hündin mit auf den Spielplatz locken.

"So, alle wären gut untergebracht, dann können wir ja ungestört miteinander reden. Ich würde mich gerne ein wenig umschauen und Ihnen danach einige Pläne zeigen", sagt Calypso zu Schwester Hildegard.
Sie begrüßt einige Menschen, die sie schon bei ihren letzten Besuchen getroffen hat und freut sich, so viele bekannte Gesichter gesund und munter zu sehen.

"Gerne, lassen Sie uns einen kurzen Rundgang machen, es hat sich viel verändert hier, aber nicht unbedingt zum Besseren", klagt Schwester Hildegard wehmütig.

"Ich weiß", entgegnet Calypso.
"Die Arbeiter der Speicherstadt, die regelmäßig die Lebensmittel hierherbringen, haben uns schon mitgeteilt, dass die letzten Unwetter hier viel beschädigt haben. Dächer sind undicht, und auch vieles andere müsste repariert werden", entgegnet Calypso, während sie sich auf dem Rundgang befinden.

Sie notiert sich die Missstände und nach dem Rundgang setzen sich alle zusammen. Calypso breitet die Skizze aus, während eine junge Frau ihr ein Glas kühles Wasser bringt, was sie dankend annimmt.

"Dann lassen Sie uns mal anfangen. Hier sehen Sie, welche Umbaumaßnahmen wir geplant haben. Bitte lassen Sie uns jetzt darüber sprechen, ob das auch so in Ihrem Sinne ist und was wir noch beachten müssen."
Sie beugen sich zusammen über die Karten und nach der ersten Betrachtung beginnen sie, Vorschläge zu machen und über die Ausführung und Priorität der zu erledigenden Arbeiten zu diskutieren.

calypso1960
30-08-15, 20:13
Nun haben sie doch länger gebraucht als gedacht, aber Calypso konnte einen guten Einblick in die aktuellen Probleme der Armen bekommen und ihre Notizen füllen mehrere Seiten.

Da sich die Stunden hinzogen, wurde sie gebeten, zum Essen zu bleiben. Selten hat sie sich so wohl gefühlt, wie an diesen Abend. Die Stimmung ist ausgelassen und trotz ihrer Nöte schauen die Menschen positiv in die Zukunft.
Einer der älteren Männer zog ein kleines Instrument hervor und begann darauf zu spielen, was die Anwesenden dazu veranlasste, kräftig mitzusingen. Mancher schiefe Ton kam dabei heraus, worüber alle herzhaft lachen mussten.

Als die Sonne verschwand, stand Calypso auf und reckte sich. Ihre Knochen taten vom langen Ritt etwas weh und voller Sorge dachte sie an den Rückweg, den es zu bewältigen galt. Aber morgen beginnt eine neue Woche und sie will rechtzeitig im Senat sein, um die Pläne für die Bauarbeiten anzuschieben. Es wird Zeit, denn bevor der Winter kommt und mit seinen Schneemassen das Gelände bedeckt, möchte sie, dass das Armenviertel komfortabler hergerichtet ist.

"Danke für Eure Zeit und die Gastfreundschaft, die ich bei Euch erfahren durfte", verabschiedet sie sich von Schwester Hildegard und den Bewohnern, bevor in den Sattel steigt. "Ich werde dafür Sorge tragen, dass die Bauarbeiten bis zum Beginn des Winters beendet sind", verspricht sie und drückt dem Friesen die Hacken ein wenig an, um ihn zum Vorwärts gehen zu animieren. Candy läuft wie immer fröhlich zum Aufbruch bellend neben ihr her.

Als sie sich nach einigen Schritten noch einmal umdreht, sieht sie die Menschen noch immer am gleichen Fleck stehen und ihr nachwinken. Eine kleine Träne der Rührung tropft auf ihre Wange, die sie energisch wegwischt und sich räuspert.

Dann mal los, spornt sie Velvet an und fällt in einen schnellen Trab, um noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder in Annoport zu sein.

Synola
09-09-15, 11:29
Agmal hat mit seinem Trupp an Arbeitern die Stelle erreicht, an der sie den weiteren Anschluss für die Rohre geplant haben und bald sind die Arbeiter mit dem Graben beschäftigt. Da der riesige Heizkessel hier ganz in der Nähe steht, müssen sie für die Verlegung der neue Rohre nicht einmal einen sehr langen Graben erstellen.
So können sie bereits morgen mit den Ausschachtungen für die neuen Häuser beginnen.

Das Areal für das neue Armenviertel hatte er bereits gestern abgesteckt, da die alten Gebäude nur nach und nach abgerissen werden sollen, wird das neue Armenviertel in einiger Entfernung von dem alten aufgebaut.

Weitestgehend wird er sich an die Pläne des Senats halten, nur hier und da einige Abweichungen vornehmen, wo es nötig sein wird. Erstmal muss aber nun gegraben werden, zuerst für die Rohre, dann noch die Ausschachtungen für die Häuser, da müssen seine Arbeiter tüchtig in die Hände spucken, wenn vor Einsetzen des Winters die Häuser und der Marktplatz fertig sein sollen.
Ob sie die kleine Kirche dann auch noch schaffen, wird sich zeigen. Die Pferche für die Tiere müssen jedenfalls vorher auch noch fertig werden, dazu hat er noch zwei Ställe eingeplant, wenn es allzu kalt wird, können die Tiere nicht draußen bleiben.

Er hofft insgeheim auf einen milden Winter, der das Vorankommen deutlich erleichtern würde, aber darauf verlassen kann er sich natürlich nicht. Übermorgen stehen ihm dann noch 20 Leute mehr zur Verfügung, zumindest die Grabungsarbeiten werden dann hier schnell vonstatten gehen können.

Synola
10-09-15, 10:50
Entlang des riesigen Areals hat Agmal die Baustelle mit Leinen sichern lassen, da das alte Armenviertel nicht weit entfernt ist und er möchte so verhindern, dass womöglich die Kinder hier auf der Baustelle herumklettern. Wie er aber hörte, sollen hier auch noch Wachleute eingeteilt werden, dann sollte an dieser Baustelle alles sicher sein.

Die Ausschachtungen an den Häusern sind in vollem Gang, die Verstärkung von 20 Mann ist auch heute Morgen angerückt und so wird hier nun gebuddelt und gegraben, was das Zeug hält.

Bei diesem Tempo können sie wahrscheinlich schon morgen die Betondecke aufbringen, auch die Fuhrwerke sind den ganzen Tag im Einsatz und schaffen das Baumaterial heran.

Bei dem Gewusel von Menschen könnte man meinen, dass die Arbeiten kaum koordiniert sind, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Jeder einzelne weiß, was er zu tun hat und Agmal denkt mal wieder an einen Ameisenhaufen, bei dem es oft genauso aussieht.

Für die Verlegung der Rohre hat er 50 Leute eingeteilt, so wird auch diese Arbeit zügig voran schreiten.

neven869
14-09-15, 14:10
Neven und Marie sitzen bei einigen Kisten mit Baumaterial und betrachten die Baustelle. Die Verlegung der Rohre geht gut voran und bislang gab es keinerlei Zwischenfälle.

"Es ist so friedlich." sagt Neven. Marie blickt ihn an. In seinen Augen erkennt sie das stetig lodernde Feuer seines Tatendranges. "Ist damit etwa nicht alles in Ordnung?" fragt Marie.

"Ganz und gar nicht. Es ist wundervoll! Aber es fühlt sich so unwirklich an. Es ist schwierig, sich nach all den Jahren und Abenteuern an einen Ort zu binden", erklärt Neven.

"Aber darin besteht doch die Herausforderung, vor der wir stehen. Wir müssen unseren Drang nach dem Kampf zurückhalten. Sonst beginnen wir, den Kampf zu suchen. Und das würde den Frieden zerstören können, den wir aufrecht erhalten sollen." erwidert Marie.

"Du weißt, wovon ich rede." antwortet Neven. "In dir brennt das gleiche Feuer. Es ist wie eine Sucht, von der wir uns lösen müssen. Und das ist schwierig. Aber wir werden das durchstehen."

"Aber das heißt nicht, dass wir untätig werden und einrosten müssen. Fürs erste ist es vielleicht gut, wenn wir uns die Zeit mit weiterem Training und Ausbau unseres Wissens verbringen. Früher oder später wird Annoport wieder den Feldherrn brauchen. Und dann wird er stärker sein, als je zuvor." erwidert Marie.

"Na, da wirst du wohl recht haben. Ich denke ohnehin, dass es mich ohne dich schon längst zerfressen hätte." gibt Neven zu. Dann winkt er einem der Soldaten zu. "Gustav, bring uns mal bitte unsere Übungswaffen. Sie liegen dort hinten bei den Taschen."

neven869
16-09-15, 15:54
Während der Mittagspause genießen die Arbeiter ihr Essen bei einem kleineren Spektakel. Sie sitzen in großem Kreis um Neven und Marie herum.
Diese stehen sich mit den Übungswaffen gegenüber und gehen im Kreis herum. Neven mit einem Zweihandschwert, Marie mit einem Langschwert und einem Rundschild. So gehen sie weiter im Kreis herum. Beide ihre Deckung aufrecht erhaltend.

Dann springen sie aufeinander zu. Nevens Schlag von oben wird von Maries Schild geblockt. Maries Gegenangriff von unten rechts auf weicht Neven aus, indem er sich leicht nach hinten beugt. Ihren Rückhandhieb pariert er mit dem Schwert und setzt zum Stoß an. Marie weicht aus und schlägt mit dem Rand ihres Schildes Nevens Klinge nach unten. Sie setzt mit einem Stoß nach vorne nach. Neven zieht den Zweihänder schnell wieder nach oben und pariert den Angriff. Sein Gegenangriff wird wiederum von Marie mit dem Schild geblockt.

So dreht sich ihr Kampf eine ganze Weile hin und her - sehr zur Unterhaltung der anwesenden Bauarbeiter.

Marie holt zu einem Hieb aus und schlägt zu. Doch mitten auf dem Weg fängt Neven ihre Schwerthand mit seiner rechtne Hand auf und hält Marie am Handgelenk fest. Mit der Parierstange seines Zweihänders drückt er Maries Schild zur Seite. Dann zieht er sie mit einem heftigen Ruck zu sich heran und presst seine Lippen umgehend auf die der überraschten Marie. Nach der ersten Sekunde ihrer Überraschung umschlingt sie Neven auch schon mit ihren Armen. Der Kuss dauert einen ganzen Moment an. Als er endet, lächelt Neven. "Du hast verloren."
Marie blickt überrascht an sich hinab und sieht Nevens Schwert mit der Schneide an ihrer Brust.
"Ach verdammt, schon wieder!" lächelt Marie.
Während der Baumeister die Arbeiter wieder an die Arbeit treibt, legen Marie und Neven die Übungswaffen beiseite und setzen sich ein wenig.

Synola
19-10-15, 10:28
Am neuen Armenviertel herrscht heute geschäftiges Treiben, die noch fehlenden neuen Öfen für die Küchen sind angekommen und die Arbeiter schleppen die Öfen von den Fuhrwerken in die Häuser.

Die letzten Einwohner des alten Viertels kommen mit ihren Habseligkeiten an und beziehen die neuen Wohnungen, nun können auch die letzten baufälligen Häuser des alten Viertels abgerissen werden, was Jamal für den morgigen Tag geplant hat.

Schwester Hildegard und ihre Helferinnen nehmen die Neuankömmlinge in Empfang und weisen ihnen die neuen Wohnungen zu.....eines der vier Armenhäuser steht noch leer und somit könnten bei Bedarf noch genügend Zimmer vergeben werden.

Die noch im Bau befindlichen Gebäude, das Wachhaus und das Wirtshaus werden bis zum Beginn des nächsten Monats fertiggestellt sein, schätzt Jamal.....den Bau des kleinen Markthauses plant er für das kommende Frühjahr. Über den Winter werden die Marktstände am Marktplatz ausreichend sein, außerdem kann bei Bedarf nun auch wieder aus der Stadt angeliefert werden, da die Brücke wieder gefahrlos befahren werden kann.

Auch die Hochbeete, die Imkereien und kleineren Handwerksbetriebe sind für das kommende Frühjahr geplant.

Immer wieder ertönen von den Häusern her Jubelschreie.....die Einwohner können kaum fassen, dass nun auch aus ihren Wasserhähnen frisches Wasser fließt. Die männlichen Einwohner sind schon dabei, fleißig Holz zu hacken....es wird jede Menge gebraucht für die Kamine und Herde in den neuen Häusern.

„Bald werden dann wohl auch die anderen noch fehlenden Möbel kommen,“ denkt Jamal zufrieden und wendet sich wieder dem Bau des Wachhauses zu.

Sir_Tom_1
20-10-15, 13:37
nachdem Jorge das Boot am Steg festgezurrt hat, helfe ich Synola zuerst hinaus .... während Kira hinterher springt, erhebt sich Suzanna und das Boot wankt .... mehr als draussen auf dem Meer ... sie bewegt sich zur Stegseite und ich muss mich wieder am Mast festhalten ... ebenso wie Jorge ... der mit den Achseln zuckt, als meine Schwester von Bord ist ... als letztes verlasse ich das Boot und bin mehr als froh, dass sich der Boden nun nicht mehr bewegt ... kurz durchgeatmet drückt mir Jorge den Korb und Koffer nacheinander in die Hand ...

Danke Hchorche ... bis morgen früh ... hier ...

Suzanna nimmt den den Korb ab und gönnt sich einen Apfel aus diesem ... ich nehme den Koffer in die Hand und mit der freien nehme ich Synola an der Hand ...

So mein Herzblatt ... nun bist Du am Zug ... ich kenne mich hier ja gar nicht aus, dann führe uns doch mal ein wenig rum

gebe ihr zur Aufmunterung eine lieblichen Kuss auf die Lippen, die sie kurz darauf wieder öffnet und spricht

"Gerne mein Schatz ... dann lass uns mal mit den bereits fertiggestellten Gebäuden anfangen ..."

sie zwinkert mir zu und wir ziehen los als Suzanna gespielt genvert und extra laut fragt

Ist es noch weit ...

und wieder müssen wir alle drei lachen

Sir_Tom_1
20-10-15, 13:44
wir sind noch nicht weit gekommen, als wir einen bekannten Treffen, der zuerst Synola grüßt sich dann bei Suzanna vorstellt und zu mir sagt

Na ... werter Herr Sir Tom ... heute keine Blumen für mich

er beginnt dabei zu lachen und ich lache ein wenig verlegen mit - Suzanna schaut fragend zu mir während sich Synola um die Abrissarbeiten bei Jamal erkundigt, welche hier gerade stattfinden

Wie meint er das mit den Blumen

fragt Suzanna dann Synola als Jamal sich wieder zur Baustelle bewegt hat und Synola erzählt die Geschichte und Suzanna's Ellbogen findet am Ende den Weg zu meinen Rippen ... danach erläutert Synola das die alten Häuser nun abgerissen werden können, da nun schon vier neue errichtet sind ... eines davon steht noch leer ... "Ach und da werden wir wahrscheinlich übernachten" ... denke ich so bei mir ...

Sir_Tom_1
20-10-15, 14:15
als wir auf einer Brücke stehe hält Synola an und sagt

Die Brücke ist ebenfalls neu und da drüber das kleine Markthaus ebenso ... es sind zwar nicht so viele Stände, aber das wichtigste kann man hier erwerben

sie dreht sich ein wenig und zeigt mit dem Finger zur Kirche ...

die wurde auch neu erbaut ..

Oh ... eine Kirche ... könnenn wir die mal von innen ansehen

fragt Suzanna und Synola lächelt und sagt

Aber sicher doch .... kommt ...

sie nimmt mich wieder an der Hand und wir ziehen weiter ... langsam wird mir der Arm vom Koffer schwer, lass mir aber nichts anmerken

Sir_Tom_1
20-10-15, 14:26
vor der Kirche angekommen, stelle ich den Koffer ab und auch Suzanna legt den Korb nieder ... wir betreten andächtig die Kirche und während Synola und ich in einer Bank Platz nehmen und ich meine Hand auf die ihre lege, geht Suzanna in der Kirche umher und begutachtet die Einrichtung der Kirche ... die zwar nicht sehr prunkvoll aber völlig ausreichend ist ... ein angemessener Altar mit allem drumherum was so dazu gehört .... in der einen Seitenwand befindet sich ein Beichtstuhl ... und hier und dort sind christliche Figuren und Bilder zu finden ...

Synola
20-10-15, 17:29
"Die Kirche ist doch sehr schön geworden, oder? flüstert Synola leise, wirft drei Silberlinge in eine kleine Kiste und entzündet drei Kerzen unter einem Marienbild.

"Das finde ich auch.....einfach und schlicht, aber trotzdem schön," flüstert Suzanna zurück, bekreuzigt sich und kniet sich mit einem leisen Seufzer in die Bank, in der Tom und Synola bereits zum Gebet niederknien.
Nach dem Gebet setzen sie sich noch einmal auf die Bank und lassen die Stille des Gotteshauses auf sich einwirken, bevor sie die Kirche dann wieder verlassen.

"Nun habe ich aber wirklich Hunger," posaunt Suzanna draußen und beginnt damit, in dem Korb zu kramen....

"Da scheine ich ja gerade zur rechten Zeit zu kommen," ruft eine fremde Frauenstimme.....und Synola sieht Schwester Hildegard auf sie zukommen, als sie sich umschaut. Sie macht Suzanna und Tom mit ihr bekannt und Schwester Hildegard begrüßt sie alle erfreut....

"Wie schön, dass Sie uns besuchen, ich hatte eigentlich schon früher mit Ihnen gerechnet," sagt sie mit einem Augenzwinkern. "Und Sir Tom und seine Schwester, es freut mich sehr, Euch kennenzulernen.....wie ich hörte, sind Sie sesshaft geworden, Sir Tom....möge Annoport Ihnen zu einer glücklichen Heimat werden.
Aber nun kommt erst einmal mit mir....wie ich sehe, haben Sie einen Koffer dabei, dann möchten Sie sicher bei uns übernachten?"

Tom bedankt sich zunächst freundlich für den Willkommensgruß und bestätigt dann die Frage der Ordensfrau, diese nickt daraufhin und deutet dann hinüber zu den Häusern, an denen sich viele der Einwohner versammelt haben.

"Dann wollen wir mal sehen, dass wir Platz schaffen in einem der Häuser....ich glaube, in Haus Nr. 3 waren sogar noch zwei Zimmer frei.....im Haus Nr. 4 fehlen noch einige Möbel und es ist auch noch unbeheizt und nicht sehr einladend," erklärt die Schwester, während sie auf die Wohnhäuser zugehen.

"Suzanna und ich können in einem Zimmer übernachten Schwester Hildegard und Tom in dem zweiten Zimmer, das würde dann doch schon passen," lächelt Synola....."lassen Sie sich Zeit, wir stellen dann nur schonmal den Koffer ins Haus und schauen uns draußen noch ein wenig um."

Synola
20-10-15, 18:02
Suzanna, Tom und Synola grüßen freundlich in die Runde der Bewohner, die sich zunächst noch ein wenig zurückhaltend verhalten.....Synola fragt dann nach, ob sie denn zufrieden sind mit ihrem neuen Zuhause, daraufhin sieht sie in lächelnde Gesichter und nach und nach ergreifen immer mehr Bewohner das Wort und erzählen von den Vorzügen der neuen Häuser.....die Dankbarkeit der Menschen ist spürbar und bald reden alle durcheinander......

„Mir müsst Ihr nicht danken, alles hier wurde von der Bürgermeisterin gemeinsam mit den Senatoren so entschieden und geplant, die Bauleiter und ich haben die Arbeiten nur koordiniert und ausgeführt.
Und im Sommer wird es hier noch hübscher aussehen, wenn die anderen Bauarbeiten erledigt sind, mit denen im Frühjahr begonnen wird,“ sagt Synola lachend und bemerkt dann die Kinder, die sich langsam nach vorn gewagt haben und die drei Besucher neugierig mustern.

„Duuuuuu“.....hört sie eine leise Mädchenstimme und spürt, wie an ihrem Kleid gezuppelt wird.....“wie heißt denn der Hund.....und beißt der?“

Sie schaut hinunter und lacht das kleine Mädchen mit den dunklen Locken an, geht dann in die Hocke und sieht dem Kind in die Augen....“nein, der Hund beißt nicht....und es ist ein Mädel und heißt Kira.....Ihr dürft sie nur nicht ärgern....spielen dürft Ihr gern mit ihr.“

„Guckt mal....die spielt mit dem Vogel fangen,“ ruft ein Junge aus und zeigt mit ausgestrecktem Arm auf Kira und dem Beo.....der Vogel hüpft vor Kira hin und her und wenn die Hündin hinspringt, flattert er schnell hoch und lässt sie ins Leere hüpfen......

Die Kinder kreischen vor Vergnügen und laufen auf die Wiese...auch die Erwachsenen recken die Köpfe und amüsieren sich.....und damit ist das Eis gebrochen, Tom muss nun erstmal erklären, wie es zu dieser seltenen Freundschaft gekommen ist.

Synola
20-10-15, 19:05
Während die Kinder draußen herumtoben, zerstreut sich langsam die Menge der Bewohner und Schwester Hildegard führt sie durch eines der Wohnhäuser.

Jedes Haus verfügt über vier große Gemeinschaftsküchen, an der Fensterreihe im Hintergrund sind Esstische- und Stühle in U-Form aufgestellt, an denen die gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen werden. Für die Kinder sind Spiel- Arbeits- und Schlafräume vorhanden und an den Elternschlafzimmern grenzt ein weiteres Zimmer als Rückzugsmöglichkeit, hier ist auch ein Kamin vorhanden und zu jedem Schlafzimmer gehört ein Badezimmer mit Badewanne und Toilette.

Die Frauen haben sich abgesprochen und farblich zueinander passende Vorhänge, Tischdecken und Stuhlkissen genäht und die Wände sind in hellen Farben gestrichen. So wurde mit einfachen Mitteln insgesamt eine freundliche Atmosphäre geschaffen und es ist Schwester Hildegard wieder deutlich anzumerken, wie froh sie über all diese Neuerungen ist.

„Es waren wirklich noch zwei Schlafräume frei, Sie können dann gern auch Ihren Koffer hierherholen“ sagt die Ordensfrau und führt sie nun dorthin.
„Um 19.00 Uhr wird das Abendessen eingenommen, ich habe für Sie im Haus Nr. 1 die Plätze eingeplant und würde mich über Ihr Erscheinen sehr freuen.“

„Wir kommen gern, Schwester Hildegard, vielen Dank,“ antwortet Synola.....hat sie doch schon öfter Suzannas Magen knurren hören.....auch sie selbst kann aber nun eine Mahlzeit brauchen und auch Tom ist ein wenig blass um die Nase......er hat wohl von ihnen am wenigsten gegessen heute.

Nachdem Tom den Koffer und den Korb ins Zimmer geholt hat, folgen sie Schwester Hildegard zum Haus Nr.1 und sitzen wenig später auf ihren Plätzen an den langen Tischen.

„Danke Schatz, fürs Schleppen.....und vorher die Bootsfahrt....du warst aber sehr tapfer,“ zwinkert Synola Tom zu, gibt ihm schnell einen Kuss auf die Wange und drückt seine Hand unter dem Tisch.

Nach dem Tischgebet werden zunächst Terrinen mit heißer Hühnersuppe und frisches Brot gereicht, danach soll es gebackene Kartoffeln mit einer Quark-Schnittlauch-Creme geben und zum Abschluss einen frischen Obstsalat.

Die Leute schauen immer wieder zu den Gästen hinüber und lächeln ihnen zu.....sie freuen sich über den regen Appetit der Gäste, es wird viel geredet und gelacht.....es ist ersichtlich, dass die ärmere Bevölkerung von Annoport nun sehr froh und glücklich ist.

Sir_Tom_1
20-10-15, 22:08
geniesse die Gastfreundschaft und beuge mich zu Synola und flüstere in ihr Ohr

die Geschichte vom Beo habe ich vorher verkürzt erzählt ... ich erzähle Dir bald die ganze Sache

dippe ein Stück Kartoffel in die leckere Creme und esse es

Synola
20-10-15, 22:12
Nach dem Abendessen werden zunächst die Kinder ins Bett gebracht, Kira liegt mittlerweile zu Synolas Füßen und der Beo sitzt am Fenster.

Für die Damen gibt es selbst hergestellten Eierlikör und für die Männer selbst gebrannten Schnaps....Synola sieht, wie Tom das Gesicht verzieht, diese Art von Alkohol schmeckt ihm nicht besonders, aber aus Höflichkeit gegenüber den Gastgebern mag er wohl nicht ablehnen.

Suzanna aber....kippt einige Likörchen und - wenn keiner guckt - auch noch den Schnaps von Tom....bis Tom nach einer Weile sagt

"So Schwesterherz....das reicht nun aber.....wir gehen jetzt schlafen....."

Was Synola nur recht ist, ihr fallen die Augen zu nach dem langen Tag und so verabschieden sie sich von den wenigen noch verbliebenen Bewohnern und wünschen ihnen eine gute Nacht.

Suzanna....nicht mehr ganz sicher auf den Beinen....liegt schon im Bett und Synola wünscht Tom mit einem länger andauernden Kuss eine Gute Nacht, in einer nicht einsehbaren Ecke des Flurs, dann huscht sie ins Schlafzimmer und schlummert schnell ein......auch Tom sucht sein Zimmer auf und ist bald eingeschlafen.

Synola
21-10-15, 09:41
Es hat sie einiges an Zeit gekostet, Suzanna wach zu bekommen, aber schließlich war es geschafft und so sitzen sie nun beim Frühstück, wieder im Haus Nr. 1 wie gestern beim Abendessen.

Synola stellt auch an diesem Morgen wieder fest, wie herzlich die Leute hier miteinander umgehen, auch die Kinder wissen sich zu benehmen und werden in die Gemeinschaft einbezogen, indem sie kleinere Aufgaben zu erledigen haben und diese auch gewissenhaft und gerne ausüben.

Schwester Hildegard hatte nur noch einen kleinen Wunsch an sie herangetragen......sie bat um den Bau von 2 - 3 Ställen für die Tiere, damit diese auch einen harten Winter gut überstehen können, was Synola direkt bei Jamal in Auftrag gegeben hat.......er wird noch heute einige Bauarbeiter zum Bau der Ställe abstellen.

"Ihr könnt nicht ermessen, wie froh ich bin, dass ich mir in diesem Winter keine Sorgen machen muss um unsere kleine Gemeinschaft hier," sagt die Ordensfrau und schenkt ihnen noch einmal Kaffee nach. "Sollten wir Euch in irgendeiner Art und Weise einmal behilflich sein können, scheut Euch nicht, zu uns zu kommen oder einen Boten zu schicken.....jeder hier wird Euch nach Kräften gerne helfen."

"Vielen Dank Schwester Hildegard, ich werde das in meinem Bericht an den Senat gern erwähnen", antwortet Synola herzlich und nimmt sich jetzt schon vor, im Frühjahr das Armenviertel erneut zu besuchen.

Synola
21-10-15, 10:18
Tom hat keinen rechten Appetit heute, er denkt an die anstehende Bootsfahrt und es dauert nicht lange, bis er die Damen ein wenig zum Aufbruch drängt......

„Ja, ich denke auch, es wird nun Zeit für uns,“ pflichtet Synola ihm bei, sie weiß genau, warum ihm so mulmig zumute ist und er froh sein wird, wenn sie wieder daheim angekommen sind.

So verabschieden sie sich nun herzlich von Schwester Hildegard und Synola dankt der kleinen Gemeinde für ihre Gastfreundschaft und betont dabei, wie gut ihnen der Aufenthalt hier gefallen hat.

Die Kinder mögen sich kaum von Kira und dem Beo trennen, etliche von ihnen werden sich nun bald sicher ein Haustier wünschen und es sollte niemanden wundern, wenn hier im nächsten Jahr einige Hunde mehr zu sehen sein werden.

Tom greift zu dem Koffer, Suzanna wieder den Korb, in dem sich noch ein wenig Verpflegung für unterwegs befindet, Synola nimmt Kira an die Leine.....Tom ruft den Beo, der daraufhin von einem Baum sich in die Lüfte erhebt......und so machen die Drei sich nun auf den Weg, Richtung Bootsanlegeplatz, wo sie hoffentlich Jorge mit seinem Boot erwartet.

Synola
21-10-15, 11:02
Sie haben nun die Brücke erreicht, die über den Fluss führt.....der Weg ist nicht sehr beschwerlich, denn der Bautrupp hat das Gelände hier von Gestrüpp, Unkraut und Geröll befreit und so kommen sie ohne Probleme vorwärts.....

Nachdem sie die Brücke überschritten haben, können sie den Anlegeplatz bereits erkennen und sehen auch das Boot von Jorge, der schon auf sie wartet.....

Synola drückt die Hand von Tom, der an ihrer Seite läuft und dem ein kleiner Seufzer entfährt, als er das Boot sieht......

"Du schaffst das schon, Schatz.......schau mal, das Wasser ist ganz ruhig"......tröstet sie ihn.