PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erste Gameplayinfos auf Gamestar.de



haep
16-06-15, 23:10
Auf Gamestar.de gibt es einen ersten Artikel mit vielen Infos zum Spielprinzip von Anno 2205:

http://www.gamestar.de/spiele/anno-2205/artikel/anno_2205,52423,3087091.html


Eines wird auf jeden Fall sofort klar. Das neue Anno spielt sich sehr viel anders als die Vorgänger.

In vielen Fällen habe ich aber das Gefühl, an Siedler Königreiche von Anteria erinnert zu werden:

Eine persistente Welt (aber offline), die Kampagne und Endlosspiel vereint. Keine "Gegner", Gefechte finden wenn dann nur außerhalb der eigentlichen Spielwelt statt.

Siedler KvA hat das Gleiche probiert... und ist dabei auf sehr große Kritik gestoßen.
Hoffen wir, dass es bei Anno besser ankommt.
Das Argument, dass Spieler nicht wollen, dass ihre Siedlung durch einen Gegner niedergewalzt wird zieht hier auf jeden Fall besser als bei Siedler.


Auch ansonsten gibt es viele Veränderungen.

Folgendes hat Heiko Klinge im Video erzählt:
Es gibt ein globales Lager statt Kontoren, was zu einem Wegfall der Warenwege führt.
Gebäude lassen sich umbauen um in der persistenten Welt Änderungen einfach rückgängig machen zu können ohne Gebäude abreißen zu müssen.
-> offenbar wurde Anno 2205 hier genauso von Siedler Online / Anno Online beeinflusst wie Siedler: KvA.

Daraus folgt ein deutlich temporeicheres Wirtschaftssystem, bei dem Herr Klinge innerhalb von 3 Stunden eine Insel besiedeln konnte. Trotzdem soll durch die riesige persistente Welt eine Spielzeit von mehreren 100 Stunden möglich sein.


Ein weiterer Artikel bei Gamestar geht näher auf den Offline Modus von Anno 2205 ein:
http://www.gamestar.de/spiele/anno-2205/news/anno_2205,52423,3087084.html

alex41018
17-06-15, 08:04
Mich würde ja noch brennend interessieren, ob man im neuen Anno eigentlich auch wieder wie in 2070 unter Wasser bauen kann, oder ob dieses "Feature" durch den Mond ersetzt wurde. Was auch noch interessant wäre, inwiefern sich BlueByte/Ubisoft das Gameplay überlegt hat und ob vielleicht auch ein paar Inspirationen aus diesem Forum aufgenommen wurden. :)

DerAnnoSiedler
17-06-15, 09:59
Vielen Dank für die Links, haep.

Als ich diese 5 Neuerungen im Gamestar-Artikel laß, war das ein Einziges: "Nein!, Wieso!, Bitte nicht!". Am Ende wusste ich nicht, was für ein Punkt mir am meisten stört.

Zuerst einmal: Nur ein einziges Spiel :(. Wieso? Ich habe das bei KvA genügend geschrieben, hier also noch einmal. Das einzige, was ihr damit erreicht ist, dass das Spiel wahnsinnig einfach sein muss. Ich möchte, wenn ich Schrott gebaut habe, ein neues Spiel beginnen können. Ein bisschen herum experimentieren dürfen. Wenn man nur ein einziges Spiel hat, muss alles so designt sein, dass selbst der größte Idiot, der den größten Müll gebaut hat, weiterkommen kann - weil einfach neu laden fällt flach. Und gerade die erfahreren Spieler werden den Preis zahlen, nämlich dass sie sich im Spiel langweilen werden - jede Wette.

Eine Folge seht ihr ja schon: Gebäude versetzen - also bitte.

Und natürlich keine direkten krigerischen Auseinandersetzungen.

"Konflikte und Kämpfe soll es zwar weiterhin geben, allerdings nur dann, wenn wir es auch wirklich wollen und abseits unserer liebevoll hochgezogenen Zukunftsmetropolen."

Aha, wiederspricht das nicht irgendwie den Sinn hinter einem Konflikt? Sorry, du kannst jetzt nicht in meine Stadt einmarschieren, weil ich gerade erst dabei bin meine Bomber zu bauen. Komm doch einfach später wieder.

Immerhin kein Always-Online und somit keine unverschämten Wartezeiten und Baupreise. Das Anno-Spielprinzip eignet sich auch viel besser für so etwas - immerhin hat man wenigstens einen Warenverbrauch!

Und wenigstens haben sie auf das gehört, was ich die ganze Zeit während der Siedler KvA Beta geschrieben habe: Mehrere von einander getrennte Welten! So hat man wenigstens nicht wie bei KvA eine einzige Map, sondern immerhin 8-12. Eine Steigerung um mehrere Hundert Prozent!

Der Preis dürfte auch jeden klar sein. Ein zentrales Warenlager. Oh man, wieso nennt ihr das Spiel überhaupt Anno? Diese ganzen Schiffe, die Logistik etc. das ist doch der Witz hinter der Anno-Reihe. Nur: 8-12 Maps gleichzeitig zu verwalten dürfte schwer werden. Und vor allem würde ich sagen, es geht aus Performance-Gründen nicht anders. Du musst immerhin sämtlichen Waren-Produktion/Verbrauch einer tendentiell noch größeren Welt in 1/12 der Zeit wie bisher berrechnen. Was macht man? Nicht 50 kleine Lager, sondern ein großes Lager und den Transport kann man sich auch sparren. Und vor allem könnte man berrechnen, wie viel jeder Ware global in einer Minute produziert wird und müsste nicht jedes Gebäude einzeln abfragen. Sollte deutlich weniger Rechenzeit kosten - ich arbeite nicht bei BB, aber zumindestens könnte ich mir vorstellen, dass dies einer der Gründe für ein zentrales Warenlager war.

Und letzendlich die neue Graphik-Engine. Ganz ehrlich: Für mich ist das ein Schritt zurück. Die alte Engine hat mir sehr gut gefallen; selten so ein stabiles Spiel erlebt. Ich finde Anno 2070 sieht sehr realistisch aus; zumindestens sieht die Landschaft klasse aus und auch das Gebäudedesign gefällt mir sehr.

Wenn ich mir dieses Screenshot (http://images.idgentertainment.de/images/idgwpgsgp/bdb/2642729/944x531.jpg) anschaue - natürlich ist das Spiel noch nicht fertig. Aber diese einzigartige Graphik von Anno 2070 und Anno 1404 ist Vergangenheit. Für mich sieht es mehr wie ein Durchschnittsspiel aus. Ist nicht schlecht, aber nicht mehr etwas Besonderes. Gebäude und Landschaft ist zwar immer noch sehr detailiert, aber dieses Anno-Flair kann mir dieses Screenshot nicht geben. Sieht eher wie irgend ein Stadt-Bau-Spiel mit guter Auflösung aus.

Um ein Fazit zu ziehen, ist es viel zu früh. Ein klassisches Anno, wie ich es mir gewünscht hätte, wird es auf jeden Fall nicht werden.

Mal sehen, ob BB aus den Fehlern von DSO-KvA gelernt hat. Immerhin klingt "kein Always-Online" und "mehrere Maps" nach einen Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht schafft es BB tatsächlich, das erste Singe-Savegame-Aufbauspiel zu entwickeln, dass mir gefällt. Träumen darf man ja.

Mit Vorbestellen warte ich trotzdem lieber noch ein bisschen :). Nach KvA kann man nie wissen...

LaHoFE
17-06-15, 10:34
Mein Skepsis habe ich bereits an anderer Stelle hier ausführlich dargestellt, aber eins will ich noch unterstreichen, "Häuser verschieben" - das geht nun wirklich nicht. Abreißen und neu bauen, das ist doch ein probates Mittel.

haep
17-06-15, 15:15
Der Preis dürfte auch jeden klar sein. Ein zentrales Warenlager. Oh man, wieso nennt ihr das Spiel überhaupt Anno? Diese ganzen Schiffe, die Logistik etc. das ist doch der Witz hinter der Anno-Reihe.
An den Punkt habe ich noch gar nicht gedacht. Da es nur ein zentrales Pseudo-Lager gibt fällt auch komplett die Notwendigkeit von Schiff-Handelswegen weg.

Dass man zu Beginn des Spiels seine Insel nicht mehr per Schiff auswählt stand ja schon im Artikel - das halte ich noch für verkraftbar - aber wenn jegliche Handelsrouten entfallen stellt sich die Frage, ob es in Anno 2205 überhaupt noch Schiffe gibt und wenn ja, wozu. Zum Transportieren von Ressourcen schon mal nicht, das gibt es nicht mehr. Zum Angreifen vom Gegner auch nicht, das gibt es auch nicht mehr.

Ohne Transport und ohne Krieg sind die Schiffe - und damit das Aushängeschild von Anno - komplett hinfällig. :eek:

Francis_DE
17-06-15, 18:45
... wenn man sich das GameStar-Video (http://www.gamestar.de/videos/e3-2015,106/anno-2205,83269.html) ansieht, sieht man doch die Strategiekarte lange eingeblendet (ab 7:32). Darauf befinden sich mehrere Inselkarten (klassisch in Rautenform), eine liegt in der Mitte, eine im Norden (im Schnee) und eine auf dem Mond. Dazwischen verlaufen Linien, die im Video sogar als Handelsrouten bezeichnet werden. Anders als früher tauschst du deine Waren also scheinbar nicht mehr mit einzelnen Inseln, sondern mit den verschiedenen Inselwelten. In der gezeigten Inselwelt sind etwa sechs kleine bis große Inseln eingezeichnet ... im Jahre 2205 kann man die Wege zwischen diesen Inseln wohl einfach schneller überbrücken, als 800 Jahre zuvor. Zumal man sie - siehe vorher im Video - sogar neuerdings mit Brücken verbinden kann!
Im Übrigen ist da noch viel Platz auf der Strategiekarte - und man sieht noch so einen wirbelnden Ring rechts oberhalb der Standard-Inselwelt: könnte vielleicht ein Handelsposten eines NPCs sein, den man nach Erfüllung bestimmter Quests kontaktieren kann, oder ein Territorium, in das ich meine Kampfeinheiten bugsieren muss, um dort - außerhalb befriedeter Gebiete wie meiner Inselwelt - Gefechte gegen andere auszutragen. Das ist nur Spekulation meinerseits, aber ich lehne mich nicht weiter aus dem Fenster, als du, wenn du vermutest, dass es keine Schiffe und Schlachten mehr gibt. Denn laut Heiko Klinge sollen diese Elemente ja nach wie vor drin sein. Da würde ich einfach mal ein bisschen Vertrauen an die Entwickler haben, die bisher bereits drei doch recht ordentliche Teile der Serie abgelegt haben, ohne deren Kern zu verraten.


Mein Skepsis habe ich bereits an anderer Stelle hier ausführlich dargestellt, aber eins will ich noch unterstreichen, "Häuser verschieben" - das geht nun wirklich nicht. Abreißen und neu bauen, das ist doch ein probates Mittel.

In den fünf Fakten steht's geschrieben: im niedrigsten der drei Schwierigkeitsgrade ist das Verschieben sogar kostenlos. Will heißen: wer's lieber kompliziert haben will, kann für das Verschieben auch bezahlen - und damit ist das ganze dann doch wohl eher als Komfort-Option zu verstehen und nicht als Veränderung des Spielprinzips ...

Azrael5111
17-06-15, 19:03
An den Punkt habe ich noch gar nicht gedacht. Da es nur ein zentrales Pseudo-Lager gibt fällt auch komplett die Notwendigkeit von Schiff-Handelswegen weg.
Dass man zu Beginn des Spiels seine Insel nicht mehr per Schiff auswählt stand ja schon im Artikel - das halte ich noch für verkraftbar - aber wenn jegliche Handelsrouten entfallen stellt sich die Frage, ob es in Anno 2205 überhaupt noch Schiffe gibt und wenn ja, wozu. Zum Transportieren von Ressourcen schon mal nicht, das gibt es nicht mehr. Zum Angreifen vom Gegner auch nicht, das gibt es auch nicht mehr. Ohne Transport und ohne Krieg sind die Schiffe - und damit das Aushängeschild von Anno - komplett hinfällig. :eek:

Bei der Neuigkeit musste ich auch heftig schlucken. Schiffe sind und bleiben nun mal das Aushängeschild von Anno. Jetzt gibt es nur noch einen globalen Handel zwischen den verschiedenen Regionen und das soll es gewesen sein? :confused: Innerhalb der Region bestimmen effiziente Transportwege das Geschehen ... keine Ahnung was ich davon halten soll.
Wenn man wenigstens mit Erkundungsschiffen und Einheiten die neuen Regionen erkunden und auch mögliche Gefahren und Gegner ausschalten könnte wäre es wenigstens etwas. Aber Anno ohne wirkliche Schiffe?

Dorimil
17-06-15, 20:22
- eine persistente Welt (wenn auch mit 8-x Karten)
- Zentrallager
- damit Schiffe unnötig
- kein Karten-Generator
- Kämpfe nur separat

Schade...ich hatte gedacht nach SKvA hättet ihr gelernt...das nächste Spiel von BB/Ubi, daß seinem Namen leider nicht mehr gerecht wird...
Aber trotzdem Danke! So macht ihr mir die Entscheidung leicht, ob ich das Spiel kaufe, oder meinen Kindern 10 große Eisbecher!

Meine Kinder wird es freuen...

und meine Freude, daß nach all der Zeit des Stillschweigens doch noch ein neues Anno erscheint, hat sich schlagartig in frustrierte Ernüchterung verwandelt. :(

BitteWenden
17-06-15, 20:40
Was ich ziemlich doof finde, sind die fehlenden Gegner. Erst werden mir in SKvA die Gegner weggenommen und jetzt auch in Anno? Schade.

dirkie71
19-06-15, 08:04
Es gibt ein globales Lager statt Kontoren, was zu einem Wegfall der Warenwege führt.
Gebäude lassen sich umbauen um in der persistenten Welt Änderungen einfach rückgängig machen zu können ohne Gebäude abreißen zu müssen.
-> offenbar wurde Anno 2205 hier genauso von Siedler Online / Anno Online beeinflusst wie Siedler: KvA.


Offensichtlich war der Gamedesigner Herr Schmitz.
Ein Warenlager muss nichts schlechtes sein aber ich befürchte, dass es wie bei den Siedlern (DSO2) ist.
Wurde schon irgendetwas über "Bezahlinhalte" gesagt bzw. über einen integrierten Shop?

Irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor. Bei DSO2 war es genau so!

Vielleicht schafft man ja mit Anno etwas besseres...

rasiloo
19-06-15, 09:03
Der große Unterschied zu DSO2 ist, dass bei Anno die Spielwelt nicht weiter läuft, wenn du nicht spielst. Nur während du wirklich spielst, werden Waren produziert. Das heißt natürlich auch, dass eine Ware nicht nur alle paar Minuten produziert wird und Vorgänge mehrere Stunden/Tage dauern. Macht meiner Meinung nach einen großen Unterschied.
Ich bin auch extrem skeptisch, aber mal abwarten. Es wird zwar kein Anno, aber vlt ja trotzdem ein nettes Spiel ;)

Meickel86
19-06-15, 09:41
Ich glaub es wird hier alles negativer gesehen als es ist.
- persistente Welt: Soweit ich das verstanden habe gibt es nicht nur eine Welt, eine Welt = eine Partie, man muss also die ganze Erde und den Mond mit seinen einzelnen Sektoren/Regionen als eine Endlosspielkarte sehen und die einzelnen Sektoren/Regionen als die Inseln.
- Zentrallager: Wenn man die ganze Welt als ein Endlospiel sieht und die Sektoren als Inseln dann ist es nicht anders als vorher, das Zentrallager gilt ja nur in eine Sektor, zwischen den Sektoren muss man ja weiterhin Handeln da es ja nicht im jeden Sektor jeden Rohstoff geben wird und da ja in einem Sektor jede Insel mit Brücken verbunden werden können ist es logisch das es ein Lager wird.
- Schiffe unnötig: Da ja weiterhin ein Warenaustausch zwischen den Sektoren stattfindet, besonders zwischen Erde und Mond wird man auch weiterhin Schiffe benötigen.
- kein Kartengenarator: Ja der wird wegfallen, aber jede Partie wird sich anders spielen, da es ja nicht nur 8-12 Sektoren geben wird (geh ich mal von aus) kann man ja in jeder Partie andere Sektoren besiedeln, natürlich wird es sich wiederholen, aber der Kartengenerator hat ja auch nur aus eine Auswahl von vorgefertigten Inseln eine Welt zusammengestellt.
- Kämpfe nur separat: Soweit man bis jetzt weiß ja, mich persönlich stört das aber weniger da ich sowieso so gut wie nie mit KI Gegner gespielt hab, aber das ist wohl Geschmackssache.

Mein Fazit: Es ist vom Prinzip her alles wie immer, nur etwas anders. Warum da so gelöst wurde? Ich vermute das man die Inseln größer machen wollte (sollen ja bis zu 5x größer sein) und so auch realistische Größenverhältnisse zu ermöglichen (schon immer ein Kritikpunkt), jetzt stellt man sich mal vor 8-12 Sektoren in Größe, das dürfte dann zu Performanceproblemen führen behaupte ich mal. Ich glaube viele sind durch den neuen Siedlerteil etwas negativ geprägt und übertragen das auf das neue Anno, anstatt die Information richtig zu interpretieren. Natürlich weiß ich auch net sicher das es so ist, aber wenn man die Berichte liest schaut es schon so aus warum sollte sie sonst von einer Partie reden.

DerAnnoSiedler
19-06-15, 11:28
Ich glaube viele sind durch den neuen Siedlerteil etwas negativ geprägt und übertragen das auf das neue Anno, anstatt die Information richtig zu interpretieren.
Das auf jeden Fall.

Aus Prinzip wird ja sowieso hier erst einmal alles abgeleht, was neu ist - auch wegen schlechter Erfahrungen aus der Vergangenheit.


Ich habe schon schlechtere Ideen gehört, als dises persistente Welt. Was mir ein bisschen Kopschmerzen macht, ist wie krass das Spiel vereinfacht wird. Gebäude verschieben, zentrales Warenlager, keine Einflussbereiche und es geht noch viel weiter. Schau dir mal die Farmen hier (https://youtu.be/PzB6NOhxCvw?t=9m28s) an. Das bewegt sich alles in die Richtung, dass man gar nicht mehr überlegen muss, wie man seine Gebäude platziert.

Unter der Vorraussetzung, dass die Spielzeit und die Möglichkeiten etwas zu machen (auch auf längerer Sicht), nicht negativ beeinflusst werden, finde ich eine peristente Welt nicht schlecht. Ich habe nur noch kein einziges Spiel gesehen, dass dies schafft.

Was mich stutzige macht, ist die Kartenvorschau. Zum Beispiel diese große Insel, die gezeigt wird (https://youtu.be/PzB6NOhxCvw?t=17m57s). Ja, sie ist deutlich größer, als bei vorherigen Annos. Schätze mal so auf Faktor 2. Nur: Außer der großen Insel ist in diesem Sektor nichts. Auch diese große Stadt, die immer gezeigt wird.

Ich habe irgendwie die Befürchtung, dass die Sektoren von Anno 2205 die Inseln von Anno 2070 sind. Und ein Sektor von Anno 2070 wäre dann vergleichbar mit der gesammten Welt von Anno 2205. Zwar ist alles in Anno 2205 größer, deshalb stehst du am Ende trotzdem mit einer einzigen map da. Und das ist mir eigentlich zu wenig.


Ich fände es gut, wenn man neben dieser Welt auch ganz normale Endlosspiele starten könnte - und zwar so viel und wie man möchte.

Francis_DE
19-06-15, 11:34
Ich glaub es wird hier alles negativer gesehen als es ist.
- persistente Welt: Soweit ich das verstanden habe gibt es nicht nur eine Welt, eine Welt = eine Partie, man muss also die ganze Erde und den Mond mit seinen einzelnen Sektoren/Regionen als eine Endlosspielkarte sehen und die einzelnen Sektoren/Regionen als die Inseln.
(...)
- Kämpfe nur separat: Soweit man bis jetzt weiß ja, mich persönlich stört das aber weniger da ich sowieso so gut wie nie mit KI Gegner gespielt hab, aber das ist wohl Geschmackssache.


Ich komme nach den bisherigen Videos und Interviews größtenteils zu den gleichen Schlüssen, hätte aber noch zwei Ergänzungen:
- Oft wird die persistente Spielwelt irgendwie gedanklich mit dem Spielstand gekoppelt. Da wird dann gemeckert, man könne nicht mehr von vorne anfangen, weil ja alles in einer Inselwelt stattfindet. Natürlich weiß ich es nicht genauer, aber so wie ich es verstehe, hat der Spielstand doch nichts mit der Inselwelt zu tun. Wenn man einen neuen Spielstand startet, startet man ein neues Endlosspiel auf einer neuen Inselwelt. Zugegeben, früher war der Spielstand immer mit der Inselwelt verknüpft - heute ist es halt übergreifend ein Verbund von Inselwelten.

- Bei den Kämpfen denke ich, wird es Arenen oder PvP-Regionen geben, in denen die Schlachten dann einfach stattfinden. In einem der Videos wurden schon mal rote Punkte auf der Strategiekarte erwähnt. Vielleicht sind das strategisch wichtige Punkte mit seltenen Rohstoffen oder taktische Knotenpunkte, auf denen die Post abgeht, während die Siedlungskarten befriedetes Gebiet sind.

Meickel86
19-06-15, 11:51
Sagen wirs eher so, eine persistente Spielwelt wird gedanklich zu "Es gibt nur einen Spielstand" gemacht, aber man kann wohl immer neue Spielstände beginnen, nur sehen die anders aus als bisher. In diesem Fall ist es halt nicht eine Inselwelt sonder eine Welt und Mond voller bespielbarer Sektoren und diese Welt ist ein Spielstand von denen man mehrere haben kann.

bolera
19-06-15, 14:07
Bei der Neuigkeit musste ich auch heftig schlucken. Schiffe sind und bleiben nun mal das Aushängeschild von Anno. Jetzt gibt es nur noch einen globalen Handel zwischen den verschiedenen Regionen und das soll es gewesen sein? :confused: Innerhalb der Region bestimmen effiziente Transportwege das Geschehen ... keine Ahnung was ich davon halten soll.
Wenn man wenigstens mit Erkundungsschiffen und Einheiten die neuen Regionen erkunden und auch mögliche Gefahren und Gegner ausschalten könnte wäre es wenigstens etwas. Aber Anno ohne wirkliche Schiffe?

Mal sehen, wie es wirklich wird. Vielleicht sind die Schiffe die Raketen/Transporter, die zum Mond fliegen - ich möchte mir gerne mal eine Pre-Beta-Spielesession ansehen, ehe ich mir ein positives und/oder negatives Urteil bilde.

Unbestritten ist jedoch, dass Anno 2070, Anno Online und vielleicht nun auch Anno 2205 nicht an die klassischen Anno-Versionen herranreichen wird.

Raptor_Keen
19-06-15, 15:06
Zitat: "Das was ich an Anno so toll fand, sich auf das planen und bauen der Städte konzentrieren".

Damit denke ich ist wohl klar worauf dieses Anno seinen Wert legt. Die Megagroßen Gebäude wie also der Staudamm ist eine Nebenquest die Vorteile bringt. Ich dachte ja wenn man schon soviele Baumöglichkeiten in das Spiel einfügt gehört sowas ja mit dazu. Arche bergen..., was sind denn das wieder für tolle "Aufträge"? Ich kann dafür jetzt Gebäude in diverse Größen errichten. Toll ein Sandkastenspiel, wer baut sich die schönste Burg. Wenn ich dann fertig bin, was dann? Deinstalliere ich das Game und sage mir tolles Anno. Hat sich voll gelohnt da Zeit reinzustecken nur dafür das ich eine Insel zugepflastert habe. Oder soll ich wieder für "Herausforderungen" so oft ein Kontor abreißen oder Insel besiedeln bis ich die gewünschte Anzahl erreicht habe?

Zitat: "Wenn mir der Computergegner eine Insel weggenommen hat, habe ich den Spielstand neu geladen, dass war schon lästig"

Also wenn mir ein Computergegner eine Insel wegnimmt, hab ich das Spiel nicht neu geladen, sondern hab ihm beim packen geholfen.

Zitat: "Anno 2070 war irgendwie düster mit der Tiefsee..."

Jetzt bediedelt man den Weltraum, aber anstatt mal die Tiefsee wirklich richtig aufzubauen und auszubauen streicht man eines der größten Lebensräume aus dem Spiel und macht stattdessen eine Sommerreise zum Mond um Helium 3 abzubauen. Im Gegenzug dafür bekommen meine Mondbewohner Nahrung von der Erde.
Ja logisch ist es in der Tiefsee dunkel. Weil ab einer gewissen Tiefe kein Sonnenlicht hindurchdringt. Was erwartet er denn von der Tiefsee? Palmen, dazwischen ne Hängematte gespannt und ein Schwarm Goldfische der im Zick Zack durchs Meer dümpelt?

Spielsession aus 8 Karten die im Verbund zusammenproduzieren.

Super Sache, das heißt wenn mir nach 8 Karten auf der Erde der Sinn danach ist den Weltraum zu besiedeln, darf ich eine komplett neue Session beginnen oder was? Wer denkt sich denn bitte diesen Bullshit aus? Das ist es was der Großteil der Spieler haben wollte?

Zitat: "Kämpfe finden außerhalb statt"

Na super, militärisch gesehen war Anno bisweilen ja immer schon sehr mager aufgestellt aber das Zitat ist schon Satire.

<Sarkasmus an>
Spieler zum Gegner: "Du mir ist langweilig warum spielen wir nicht mal eine Runde Krieg zusammen?" Gegner zum Spieler: "Ja klar aber nicht hier, du nimmst dir 10 irgendwas Einheiten und ich tu das selbige und wir hetzen sie irgendwo am Arsch der Welt aufeinander und wer am Ende übrig bleibt hat gewonnen und darf sich glücklich fühlen."
Na holla das nenne ich mal fair und unglaublich spannend. Ich kann mir dann auch vorstellen wie das ablaufen könnte. Am besten wie bei Ground Control... .
<Sarkasmus aus>
Puh Gott sei Dank ist nicht ein Gebäude dabei getroffen worden oder eine Handelsroute gefährdet....

max.k.1990
19-06-15, 15:24
Ich finde eigentlich den zum Teil dunklen Charme von 2070 sehr passend, da Realitätsgetreu... die immer heile Sonnenwelt von Anno hing mir irgendwann schonmal zum Hals raus - man kann es auch mal bewölkt sein lassen, oder regnen lassen, das stört nun wirklich nicht beim Spielerlebnis macht aber mehr her.

Eines was mich jetzt noch "optisch" stört sind weder die tollen Gebäude noch das schnucke Wasser - eher die noch sehr gleichförmige Landschaft, die unrealistischen Berge sowie die merkwürdige Küste... - die sieht mir so aus als wär sie vom Stil einfach von Anno 1602 abgekupfert worden, einfach eine Klippe und zwar überall.... zudem sieht mir die Landschaft einfach zu "gleich" vor, dadurch auch das hier noch viel mehr Auffällt das es entweder Küste, Berge oder Flaches Land gibt - nichts dazwischen und das sieht sehr "komisch" aus, dadurch auch das die Vegetation durch die Skalierung der realitischen Größen jetzt noch VIEL kleiner wurde sieht alles auf normaler Zoomstufe milchig gleich aus... ohne jegliche Details. Zudem sah ich noch keine Flüsse oder ähnliches.

Vom Sinn der drei Staudämme die einander zugewandt sind, sage ich jetzt mal nichts das das in der Realität nicht funktionieren kann^^ man kann keinen Staudamm ins Meer stellen weil irgendwann ist es voll. Staudamm gehört in eine Schlucht oder an einen Fluss.

Francis_DE
19-06-15, 16:44
Wer denkt sich denn bitte diesen Bullshit aus?

Du. Du strickst Szenarien, die dir nicht passen und steigerst dich dann rein, sie wütend zu verreißen.
Beispiel? ...


Super Sache, das heißt wenn mir nach 8 Karten auf der Erde der Sinn danach ist den Weltraum zu besiedeln, darf ich eine komplett neue Session beginnen oder was?

Allein dieser Vorwurf macht keinen Sinn. Wenn einem in Anno 1404 der Sinn nicht nach Orient stand - mal abgesehen davon, dass man dann nciht weit gekommen wäre - hätte man deswegen auch nicht mehr Nord-Inseln besiedeln können, als in der Inselwelt vorgesehen waren. Die Strategiekarte in den GameStar-Videos lässt vermuten, dass du dann in 2205 8 normale Insel(welte)n und 4 auf dem Mond hast, oder so.

DerAnnoSiedler
19-06-15, 19:39
Vom Sinn der drei Staudämme die einander zugewandt sind, sage ich jetzt mal nichts das das in der Realität nicht funktionieren kann^^ man kann keinen Staudamm ins Meer stellen weil irgendwann ist es voll. Staudamm gehört in eine Schlucht oder an einen Fluss.

:D

Das Hydroelektische Kraftwerk aus Anno2070 aus dem Tutorial war aber auch nicht besser. Geht kaupt, ganze Insel wegen den paar Litern überschwemmt und am Ende kann man mit dem U-boot durch die Ruinen tauchen?

Euch ist aber schon klar, dass der Meeresspiegel nicht wegen den paar Litern drastisch steigt - und das nur bei einer einzigen Insel. Fazit: Insel geht unter, weil Staudamm kauputt geht. Genau...

haep
26-06-15, 00:17
Inzwischen habe ich das Heft gekauft und fasse hier nochmal die wichtigsten Infos zusammen:

- Auf Grund der persistenten Welt sind alle Karten komplett handgemacht - Zufallskarten gibt es nicht mehr
- Jede Insel hat ihr eigenes globales Lager - werden zwei Inseln per Brücke verbunden teilen sie sich automatisch ein gemeinsames Lager
- Die auf den Screenshots sichtbaren Schiffe sind vorrangig Kosmetik. Handel wird nur noch über die Strategiekarte betrieben
- Es gibt keine Einflusskreise mehr. Der Einfluss eine Medienzentrums beispielsweise gilt immer für die ganze Insel

- Transportwege wurden abgeschafft. Es ist also möglich eine Obstplantage an das eine Ende der Insel zu bauen und die weiterverarbeitende Saftpresse an das andere Ende, die Dauer um Saft herzustellen wird dadurch nicht beeinflusst. Er landet nach seiner Herstellung sofort im globalen Lager.
- Es macht aber dennoch einen Unterschied, wo ich meine Betriebe aufstelle: Denn weitere Entfernungen verursachen höhere Logistikkosten!
- Da Gebäude aber jederzeit verschoben werden können (in den unteren zwei Schwierigkeitsstufen kostenlos) kann solchen Kostentreibern leicht entgegen gewirkt werden.

- Arbeitskraft ist neben Energie und der erwähnten Logistik ein wichtiger Faktor. Wenn die Arbeiter ausgehen ist es auch möglich stattdessen Roboter zu produzieren, was aber ressourcenintensiv ist
- Um zu sehen, wo Engstellen in der Produktion sind ist nur noch ein Blick in eine komfortable Warenübersicht nötig, die genau darstellt, wo es aktuell klemmt
- Es gibt ein Levelsystem (ähnlich wie bei Rollenspielen). Um aufzusteigen muss man statt Erfahrungspunkte zu sammeln die Gesamteinwohnerzahl nach oben schrauben
- Der Mond spielt sich ähnlich wie die Unterwasserwelt aus Anno 2070. Es gibt wieder zwei Zivilisationsstufen und stark begrenzten Bauplatz


Meine persönliche Meinung:
Anno 2205 klingt spannend, es ist das erste Mal in einem Anno, dass es große Veränderungen am Aufbaupart gibt.
Dass das Spiel erstmalig auf der E3 angekündigt wurde, dass es wiederum in der Zukunft spielt und dass es diverse Veränderungen wie globale Lager gibt kommt nicht von ungefähr: Anno 2070 war erstmalig auch international erfolgreich und Anno 2205 soll daran anknüpfen.

Ich hoffe, dass durch die fehlenden Transportwege und das damit einhergehende abstraktere Wirtschaftssytem trotzdem noch fordernd genug ist und der einstmalige Anno-Anspruch nicht verwässert wird.
Die Idee, die Kampagne in das Endlosspiel einzubauen halte ich für sehr gut, auch das Wettrennen um die Herrschaft auf dem Mond hat es mir angetan.
Den Kampf werde ich nicht sonderlich vermissen, aber das Steuern von Schiffen und das Beobachten eines Warenkreislaufs werden mir fehlen. Trotzdem bin ich optimistisch, dass es ein toller Nachfolger wird. :)

crashcids
26-06-15, 08:22
Moin,

das ein langjähriger Moderator erstmal ein GameStar-Heft kaufen muß, um an Infos ranzukommen ... nunja ... .

Wie haep richtig feststellt, wird das Fehlen der Schiffe und Handelsrouten sich auf das Gameplay auswirken.
Ich habe ebenfalls den Artikel gelesen und wundere mich über das Fehlen der KI und einem Militärpart.
Es soll da wohl irgendeinen Ersatz für geben ... also wenn Warenmanagment und Militär/KI fehlen, muß das
neue Anno uns aber irgendwas zur Kompensation anbieten, sonst ist das ganze zu abgespeckt.
Mit fehlenden Handelsrouten und Schiffen kann ich so schon als alter Annoholiker schwer leben, aber wenn
das gute, alte Anno-Felling ausbleibt, ist das für mich dann auch kein Anno mehr ...

Bisher ist das ganze auch noch zu unkonkret, das man sich näher dazu äußern kann. Ich warte erstmal ab,
bis es genauere Infos zu den Neuerungen gibt.

MfG crashcids

Cresse01
26-06-15, 09:56
Inzwischen habe ich das Heft gekauft und fasse hier nochmal die wichtigsten Infos zusammen:

- Auf Grund der persistenten Welt sind alle Karten komplett handgemacht - Zufallskarten gibt es nicht mehr
- Jede Insel hat ihr eigenes globales Lager - werden zwei Inseln per Brücke verbunden teilen sie sich automatisch ein gemeinsames Lager
- Die auf den Screenshots sichtbaren Schiffe sind vorrangig Kosmetik. Handel wird nur noch über die Strategiekarte betrieben
- Es gibt keine Einflusskreise mehr. Der Einfluss eine Medienzentrums beispielsweise gilt immer für die ganze Insel

- Transportwege wurden abgeschafft. Es ist also möglich eine Obstplantage an das eine Ende der Insel zu bauen und die weiterverarbeitende Saftpresse an das andere Ende, die Dauer um Saft herzustellen wird dadurch nicht beeinflusst. Er landet nach seiner Herstellung sofort im globalen Lager.
- Es macht aber dennoch einen Unterschied, wo ich meine Betriebe aufstelle: Denn weitere Entfernungen verursachen höhere Logistikkosten!
- Da Gebäude aber jederzeit verschoben werden können (in den unteren zwei Schwierigkeitsstufen kostenlos) kann solchen Kostentreibern leicht entgegen gewirkt werden.

- Arbeitskraft ist neben Energie und der erwähnten Logistik ein wichtiger Faktor. Wenn die Arbeiter ausgehen ist es auch möglich stattdessen Roboter zu produzieren, was aber ressourcenintensiv ist
- Um zu sehen, wo Engstellen in der Produktion sind ist nur noch ein Blick in eine komfortable Warenübersicht nötig, die genau darstellt, wo es aktuell klemmt
- Es gibt ein Levelsystem (ähnlich wie bei Rollenspielen). Um aufzusteigen muss man statt Erfahrungspunkte zu sammeln die Gesamteinwohnerzahl nach oben schrauben
- Der Mond spielt sich ähnlich wie die Unterwasserwelt aus Anno 2070. Es gibt wieder zwei Zivilisationsstufen und stark begrenzten Bauplatz



Hört sich für mich nicht nach Anno an, sondern eher nach einem SimCity ableger. Viel was Anno ausgemacht hat ist weg. Wenn man jemanden gefragt hat was verbindest du mit Anno dann kommt: Schiffe, Handelsrouten, komplexe Warenketten, Marktkarren, Aufbau-Strategiespiel, Endlosspiel, Einflussbereich. Und nun alles Weg.

Logistikkosten, gut kann ich noch nachvollziehen. Aber was zur höhle haben Arbeitskraft und Levelsystem in einem Aufbau-Strategiespiel zu suchen?? Nichts, Anno ist keine Simulation aber es geht wohl genau in die Richtung.


Anno wird gerade seiner Identität beraubt, dass hat auch nichts mehr mit Optimierung zutun. Auf Anno 2205 steht zwar Anno drauf, aber es wird keins mehr drin sein. Vergleich: Ist doch so als wenn man bei FIFA spiele nur noch Simulieren kann oder bei SimCity man Rohstoffe anbauen muss. Was ich damit zum Ausdruck bringen will, dass Wesen vom Spiel wird grundlegend geändert und dass gefällt mir überhaupt nicht.


Auf Grund der persistenten Welt sind alle Karten komplett handgemacht - Zufallskarten gibt es nicht mehr

Super, heißt im Endeffekt, wenn ich einmal alle Insel bebaut haben sollte und ein neues Spiel starte, habe ich wieder die gleichen Inseln. Wenn ich richtig informiert bin gibt es 12 Erdkarten und 4-8 Mondkarten und das wars. Klingt für mich nicht nach viel abwechselung.



Meine persönliche Meinung:
Anno 2205 klingt spannend, es ist das erste Mal in einem Anno, dass es große Veränderungen am Aufbaupart gibt.
Dass das Spiel erstmalig auf der E3 angekündigt wurde, dass es wiederum in der Zukunft spielt und dass es diverse Veränderungen wie globale Lager gibt kommt nicht von ungefähr: Anno 2070 war erstmalig auch international erfolgreich und Anno 2205 soll daran anknüpfen.

Ich hoffe, dass durch die fehlenden Transportwege und das damit einhergehende abstraktere Wirtschaftssytem trotzdem noch fordernd genug ist und der einstmalige Anno-Anspruch nicht verwässert wird.
Die Idee, die Kampagne in das Endlosspiel einzubauen halte ich für sehr gut, auch das Wettrennen um die Herrschaft auf dem Mond hat es mir angetan.
Den Kampf werde ich nicht sonderlich vermissen, aber das Steuern von Schiffen und das Beobachten eines Warenkreislaufs werden mir fehlen. Trotzdem bin ich optimistisch, dass es ein toller Nachfolger wird. :)

Meinungen gehen öfters aus einander.. In dem Fall sehr weit. Grundsätzlich ist die freude über ein neues Anno da, die Grafik sieht toll aus und dass Setting interessiert mich auch. Aber die oben aufgeführten Punkte lassen mich als Anno-Veteran sehr skeptisch werden, dass mir das neue Anno gefallen wird. Heiß für mich abwarten und zur Not spiele ich halt weiter Anno 1602 oder 1404.

DerAnnoSiedler
26-06-15, 10:24
Erst einmal: Vielen Dank an haep für die Zusammenfassung!

Innovation ist immer schwierig, weil immer nicht jeder damit einverstanden ist. An dieser Stelle soll einmal angemerkt werden, dass es bereits 5 Spiele mit ziemlich exakt dem selben Spielprinzip gibt. Vielleicht nicht den im Vergleich wenigen Anno-Fans, aber sehr wohl dem Durchschnittsspieler wird das irgendwann einmal langweilig. Wieso ein Spiel für 70 Euro kaufen, wenn ich für 10 Euro mehr oder weniger das gleiche bekomme bzw. schon habe? Irgendetwas neues muss also her.

Ich muss sagen, ein vergleichbares Spiel habe ich noch nie vorher gesehen. Peristente Spielwelt und trotzdem offline und mehrere maps! Das nenne ich Innovation!

Trotzdem bleibt diese Befürchtung, die haep sehr gut formuliert hat:


Ich hoffe, dass durch die fehlenden Transportwege und das damit einhergehende abstraktere Wirtschaftssytem trotzdem noch fordernd genug ist und der einstmalige Anno-Anspruch nicht verwässert wird.

Ich befürchte auch, dass das Spiel zu einfach werden könnte.

Was mich ein bisschen berühigt ist die Tatsache, dass es anscheinend 3 Schwierigkeitsstufen geben wird - anders als z. B. bei DSO-KvA.

Zumindestens in dem höchsten Schwierigkeitsgrad, muss das finanzliche richtig gut und verteufelt balanciert sein. Und dazu gehört auch, dass einen die Logistikkosten in den Ruin treiben können. Man muss verlieren können, jedoch auch nicht so, dass man alles verliert. Fragt mich nicht, wie das funktionieren soll, aber ansonsten ist es kein Spiel, sondern wie Anno online eine Klick-ein-bisschen-zum-Zeitvertreib-in-die-Gegend-Möglichkeit.

Meickel86
26-06-15, 11:07
Hört sich für mich nicht nach Anno an, sondern eher nach einem SimCity ableger. Viel was Anno ausgemacht hat ist weg. Wenn man jemanden gefragt hat was verbindest du mit Anno dann kommt: Schiffe, Handelsrouten, komplexe Warenketten, Marktkarren, Aufbau-Strategiespiel, Endlosspiel, Einflussbereich. Und nun alles Weg.


Also alles Weg ist aber sehr übertrieben, Schiffe wird es weiterhin geben ob nur zur Darstellung des Handels oder auch direkt steuerbar wird man noch sehen. Handelrouten gibt es auch weiterhin aber halt nicht in der altbekannten Form. Komplexe Warenketten da hab ich noch nix gegenteiliges gelesen kein Ahnung wie du drauf kommst da es die nimmer geben soll. Marktkarren ok die fallen weg werden aber durch Logistik ersetzt (passt auch bessern ins Setting). Warum das kein Aufbaustrategie mehr sein soll muss du mir erklären. Endlosspiel wurde ja schon gesagt das es eigentlich nur noch Endlosspiel mit integrierter Kampagne geben wird. Einflussbereiche gibts auch weiterhin aber halt nur noch bei wenigen Gebäuden wie dem Schildgenarator auf dem Mond. Wie das mit den öffentlichen Gebäuden funktionieren wird kann man noch net sagen, vielleicht haben sie eine Kapazitätsgrenze und es enstehen kosten wenn diese überschritten wird oder bei weiten Wegen zu den Gebäuden werden weniger Steuern gezahlt, man sieht ja das obwohl theoretisch ein Gebäude die ganze Insel versorgen könnte trotzdem mehrere gebaut werden, wird schon seinen Sinn haben.



Logistikkosten, gut kann ich noch nachvollziehen. Aber was zur höhle haben Arbeitskraft und Levelsystem in einem Aufbau-Strategiespiel zu suchen?? Nichts, Anno ist keine Simulation aber es geht wohl genau in die Richtung.


Beim Levelsystem wird man sehen wie es sich ins Spiel integriert sowas kann aber auch sehr Motivationsfördernd sein. Anno war schon immer zum Teil ein Wirtschaftssimulation, durch die Arbeitskräfte geht das Spiel mehr in Richtung Realismus, bis jetzt war doch etwas abstrakt. Du hattest auf einer Insel deine Stadt mit Einwohnern die nicht Arbeiten aber unendlich Geld für Steuern haben und auf den anderen Inseln deine Produktion die Arbeiter haben die wohl in ihren Betrieben leben. Jetzt wird aus deinen Einwohnern Arbeitskräfte generiert die die Betriebe zu Produktion benötigen, zusätzlich kann man noch Androiden herstellen die auch als Arbeitskräfte fungieren, was wohl besonders auf dem Mon interessant ist da dort die Versorgung von menschlichen Arbeiten schwieriger sein wird als auf der Erde, dafür braucht man wohl für die Produktion dieser Androiden Materialien die es nur auf dem Mond gibt. Ich glaube da gibt es sehr viel Optimierungspotenzial.
Die Idee ist ja auch nicht neu, gab schon bei der Cesar Reihe und den Ablegern davon und die gelten ja auch eher als Aufbaustrategie.



Super, heißt im Endeffekt, wenn ich einmal alle Insel bebaut haben sollte und ein neues Spiel starte, habe ich wieder die gleichen Inseln. Wenn ich richtig informiert bin gibt es 12 Erdkarten und 4-8 Mondkarten und das wars. Klingt für mich nicht nach viel abwechselung.


Bei den alten Annos war es ja so das es an sich auch nur eine Hand voll Inseln gab die dann zufällig zusammengestellt wurden, im Endeffekt hatte man immer die selben Inseln in anderen Konstellationen, wieviele unterschiedliche Maps es geben wird kann man noch net sagen, bekannt ist das man am Anfang aus 3 Maps als Startsektor wählen kann. Klar wird es sich wiederholen tat es aber bis jetzt auch schon, wie stark die Abnutzung hier sein wird, wird man sehen.

Meickel86
26-06-15, 12:07
Erst einmal: Vielen Dank an haep für die Zusammenfassung!

Innovation ist immer schwierig, weil immer nicht jeder damit einverstanden ist. An dieser Stelle soll einmal angemerkt werden, dass es bereits 5 Spiele mit ziemlich exakt dem selben Spielprinzip gibt. Vielleicht nicht den im Vergleich wenigen Anno-Fans, aber sehr wohl dem Durchschnittsspieler wird das irgendwann einmal langweilig. Wieso ein Spiel für 70 Euro kaufen, wenn ich für 10 Euro mehr oder weniger das gleiche bekomme bzw. schon habe? Irgendetwas neues muss also her.

Ich muss sagen, ein vergleichbares Spiel habe ich noch nie vorher gesehen. Peristente Spielwelt und trotzdem offline und mehrere maps! Das nenne ich Innovation!

Trotzdem bleibt diese Befürchtung, die haep sehr gut formuliert hat:



Ich befürchte auch, dass das Spiel zu einfach werden könnte.

Was mich ein bisschen berühigt ist die Tatsache, dass es anscheinend 3 Schwierigkeitsstufen geben wird - anders als z. B. bei DSO-KvA.

Zumindestens in dem höchsten Schwierigkeitsgrad, muss das finanzliche richtig gut und verteufelt balanciert sein. Und dazu gehört auch, dass einen die Logistikkosten in den Ruin treiben können. Man muss verlieren können, jedoch auch nicht so, dass man alles verliert. Fragt mich nicht, wie das funktionieren soll, aber ansonsten ist es kein Spiel, sondern wie Anno online eine Klick-ein-bisschen-zum-Zeitvertreib-in-die-Gegend-Möglichkeit.

Kann dir überwiegend nur zustimmen, Innovation muss sein sonst hätten wir in diesem Fall ein Anno 2070 wo es statt der Tiefsee halt den Mond gibt und neue Waren grob gesagt.
Der Schritt von 1701 zu 1404 war ja auch ein großer wo sich viel Altbekanntes verändert hat und ich glaub keiner würde sagen das diese Veränderungen schlecht waren.
Wie es sich hier auswirken wird kann wohl keiner sagen da es von uns noch keiner gespielt hat.

Auch wenn ich jetzt vielleicht in Ungnade falle, ich fand als Ottonormal Annospieler das Transportsystem nie wirklich Anspruchsvoll. Wurden die Waren nicht zügig genug aus den Betrieben geholt baute man das Markthaus aus, baute ein neues oder verbesserte die Strassen das die Karren schneller sind. Kam die Handelroute nicht mehr hinterher vereinfachte man sie, tauschte das Schiff gegen ein größeres oder tat noch ein Schiff als Unterstützung dazu. Waren die Lager zu klein um genug Waren zu speichern baute man das Lager halt aus. Man musste halt viel beobachten und wissen was man für Maßnahmen ergreifen musste falls es mal zu eng wird, war jetzt nie ein Problem für mich. Mag sein das es für Megabauer die das max aus ihrer Karte an Einwohnern rausholen wollen anders ist, aber die wissen in der Regel auch wie sies anstellen müssen.

Vielleicht wird das Transportsystem hier noch einfacher, wird man sehen. Dafür kommen aber neue Faktoren hinzu wie Arbeitskräfte, Energie gibts ja auch wieder war zwar in 2070 nicht wirklich schwer aber vielleicht wird es hier anspruchsvoller. Man braucht ja jetzt auch Bevölkerung auf dem Mond was auch eine Herausforderung darstellen kann, billig wird bestimmt nicht. Wies unterm Strich aussieht mit der Komplexität wird man erst beurteilen können wenn man das Spiel mal gespielt hat, man kann das Spiel nicht auf einzelne Punkte reduzieren man muss das gesamte Werk betrachten.

Synola
26-06-15, 12:35
Zuerst mal vielen Dank an haep für die Zusammenfassung.

Da ich kurz davor war, mir ein anderes Aufbauspiel zuzulegen, kommt für mich 2205 gerade zur rechten Zeit.

Von dem früheren Anno-Feeling habe ich mich mittlerweile verabschiedet und setze nun alle Hoffnungen in dieses neue Anno. 2070 war so gar nicht meins, aber nach Ansehen der Videos und Bilder könnte 2205 mir gefallen.....sagt jedenfalls mein Bauchgefühl. :o

Wie sich die ganzen Neuerungen auswirken werden, bleibt dann noch abzuwarten.

Ein Multiplayer wäre aber für mich definitiv ein Muss.....oder sollen wir alle wieder nur im stillen Kämmerlein spielen? Geht doch mal gar nicht.:(

Meickel86
26-06-15, 13:03
Bei mir das genau andersrum ich brauche keinen Multiplayer ist eher nice to have.
Ich bau lieber gemütlich an meiner Map ohne mich groß nach anderen richten zu müssen und kann jederzeit mal weg vom PC ohne Sorgen haben zu müssen das was ist.

Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Sunshine80
26-06-15, 14:14
Auf Grund der persistenten Welt sind alle Karten komplett handgemacht - Zufallskarten gibt es nicht mehr
Super, heißt im Endeffekt, wenn ich einmal alle Insel bebaut haben sollte und ein neues Spiel starte, habe ich wieder die gleichen Inseln. Wenn ich richtig informiert bin gibt es 12 Erdkarten und 4-8 Mondkarten und das wars. Klingt für mich nicht nach viel abwechselung.
Das es keine Zufallskarten mehr gibt und die paar Karten alle handgemacht sind ist jetzt nichts besonderes, denn es soll ja das "endloseste Endlosspiel" sein. Du musst also eine Anno Partie nie neu anfangen oder neu laden. Du kannst weder falsch bauen noch von einer schlechten KI überrumpelt werden. Und wenn man es dann ganz genau nimmt gibt es in Zukunft kein Anno mehr, denn wir sind alle noch mit dem "endlosesten Endlosspiel" beschäftigt.

Ich finde es ja wirklich toll das es größere Karten gibt, für mich könnten die nicht groß genug sein, aber das man dafür das Spiel so umkrempeln muss...


In dem Artikel steht ein Zitat welches vielleicht eher ein Grund zum "endlosesten Endlosspiel" war.

»Es hat Anno-Spieler schon immer in der Seele wehgetan, wenn sie in einer Mission viel Herzblut in den Aufbau ihrer Siedlung gesteckt haben und sie in der nächsten Mission wieder ganz von vorn beginnen mussten«, so Dirk Riegert.
Nun das kann man gelten lassen, kommt aber stark auf die Geschichte an, die in der Kampagne erzählt wird. Wenn ich in dieser bisher durch die große weite Welt geschickt wurde muss ich natürlich jedes mal von vorne anfangen. Dadurch kann man u.U. gute Geschichten erzählen. Wenn dem Anno-Spieler dabei nicht klar ist das er jedes mal neu anfangen muss dann hat er schlicht und ergreifend Pech gehabt.
Da man aber auf den Anno-Spieler hört, und man seine Seele mit dem neuen Spiel nicht wieder unendlichen Qualen aussetzen will, macht man das "endloseste Endlosspiel".

Alleine das angesprochene Thema ist für mich ein großer Minuspunkt.

Und wer hat sich eigentlich diese spiegelnden (Hoch)Häuser ausgedacht? Bei solchen Häusern würde es mich auch auf den Mond verschlagen.

Gruß

dirkie71
06-07-15, 10:17
Also kann man zusammen gefasst sagen, dass Anno kpl. in den Mainstrem befördert wurde, um international erfolgreicher zu sein.
Offensichtlich wurde ja die Komplexität stark zurück gefahren.

Lassen wir uns erst einmal überraschen.