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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Meinung zu dem Spiel (enthält teilweise Spoiler)



Julian_039
25-08-13, 23:08
Hallo liebe Splinter Cell's und Splinter Cellerinen,

ich habe Blacklist nun durch gespielt wobei ich teilweise nicht ganz die sanfte Stealth-Tour benutzt habe.

Zu aller erst lobe ich mal Ubisoft. Es ist wirklich um das 100-fache besser als Conviction.
Conviction war auch gut. Ja, hat mir sogar spaß gemacht. Aber es war in meinen Augen kein Splinter Cell.

Am Anfang hatte ich noch hier und da Probleme mit meiner Hardware die das Spiel mehr verfluchte als ich, aber dies lies sich "GOTT SEI DANK" durch den Modus "Randlos" beheben.
In den vollen Genuss der Grafik kam ich nicht so ganz weil mein PC nun auch wieder nicht der schnellste ist. Aber selbst mit allem auf niedrig bis auf Texturen fand ich die Grafik eigentlich ganz OK.

Zur Spiel Mechanik:

Diese verfluche ich schon seit Conviction. Dieses "Schaue dort hin und führe dies aus" oder "Nein du darfst nicht springen. Drückst du aber HIER Leertaste, schmeiß ich mich rüber" kommt mir einfach nur vor als wären die Consolen Spieler bevorzugt.
Allerdings hab ich mich mittlerweile dran gewöhnt und es hat auch schon zu lustigen Fehlschlägen im COOP geführt.
Permanent Waffe in der Hand. Ok, vielleicht für manche nervig. Mich persönlich stört es nicht.
Ansonsten gibt es hier eigentlich nichts zu bemängeln.

Zur Grafik:

Wie gesagt, ich habe hier eigentlich nicht viel mit zu reden. Aber ich sage einfach mal das die Grafik im allgemeinen auf gutem Durschnitt liegt. Sie ist jetzt nicht unbedingt Crysis 4 reif oder Call of Duty: MW 7 und auch nicht so gut wie TES: Skyrim 2. aber auch nichts wofür man sich schämen sollte.

Zur Story (SPOILERGEFAHR):

Anfangs war ich relativ skeptisch. Es kam mir einfach vor wie diese Navy CIS oder Criminal Minds Folgen, die man ab und an mal im TV sieht und man denkt, dass es jedes mal das gleiche ist. Einfach nur Anschläge hintereinander. Allerdings wurde die Story gegen Ende interessant. Es waren jetzt keine absoluten Wendungen des Verderbens oder plötzliche Schockmomente enthalten, aber sie hat mich unterhalten.
Das Ende habe ich nicht ganz verstanden, wurde meiner Meinung nach etwas zu stark verschleiert (Vielleicht gibt es mehrere Enden?)
Und die letzte Cutscene kam mir abgehackt rüber, als käme da noch was, kann aber auch sein, dass da was kommt nur mein PC dass nicht so ganz sehen wollte.

Coop:

Mit einem Kollegen der Splinter Cell das aller erste mal spielt ist es natürlich nicht ganz so einfach der wandelnde Schatten zu sein, aber vielleicht hat mir dies explizit den Coop Modus so unterhaltsam gemacht. Schade fand ich allerdings, dass nur die Missionen von Briggs und Grim wirkliche Story Missionen sind. Die beiden anderen lehnen an Conviction an. Ansonsten waren relativ viele Coop Aktionen enthalten die teilweise sogar ganz lustig war. (Gesichtserkennung).
Was ich auch besonders toll fand, waren diese Momente wo man den Teufel aus der Lunge quetscht und jeder Raucher warhscheinlich dahinvegetiert wäre: Run for your f*cking live! Dies war gerade mit meinem Anfängerpartner eine ganze Menge Spaß.

SvM:

Nun ja. Ich hatte im Bezug auf den SvM Modus gemischte Gefühle. Einerseits dachte ich, dass es ganz interessant werden könnte. Andererseits wusste ich aber dass er niemals an Double Agent ran kommt. (Ja, ich sage absichtlich Double Agent. Der Mutliplayer von Double Agent war MEINER MEINUNG nach um längen besser als der von Chaos Theory. Bis vor ein paar Wochen war ich Teil einer großen Skype Gruppe die Double Agent auch heute noch Online spielt.)
Als ich dann das erste Mal in den Genuss des Modus kam, war ich Anfangs doch relativ Hoffnungsvoll. Jedoch war ich nach ein paar Minuten mit einem Puls von 180,2 und einem Krebsroten Gesicht an dem Höhepunkt meiner Wut angelangt. Nicht weil SvM so schlecht war. Sondern weil ich ein schlechter Verlierer bin.
Bis jetzt habe ich ein wenig hinein geschaut (Rang 14) und denke dass es Spaß machen kann. Aber nichts besonderes ist.
Der Frontkill oder besser Kill-from-where-ever-you-f*cking-wantkill ist etwas das mir persönlich absolut garnicht gefällt.
Genauso wie die Schusswaffen. Aber die Spione haben auch Nachteile. Wo sind die ganzen Geheimgänge aus DA und CT? Damals kroch man als Spy unter einer Sauna durch oder in Lüftungsschächten. Jetzt bekommt man vielleicht gerade noch einen Kaninchenbau. Die Spawns sind auch nicht mehr unreachable sondern teilweise den Mercs gerade vor die Füße gelegt.
Ist man dann endlich mal am hacken, kommt es mir vor wie ein Katz- und Mausspiel: Entweder man rennt permanent hin- und her und hofft, dass man nicht von den Mercs entdeckt wird, man sucht sich sich eine der wenigen Stellen die nicht so offensichtlich sind oder aber man macht den beliebten Kill-from-where-ever-you-f*cking-wantkill und nudelt seine Gegner mal eben ins Grab.

Wie gesagt. Er KANN Spaß machen aber auch nur wenn ich spontan richtig Lust drauf habe.


Alles in allem ein gutes Spiel.
Für jeden Splinter Cell Fan sowieso ein Muss und für alle anderen ein gutes Spiel, das einen Kauf wert ist. Man sollte die Vorgänger aber kennen oder zumindest davon gehört haben. Wenn nicht auch nicht schlimm, dann ist man wenigstens nicht enttäuscht wenn man etwas vermisst hat.


Dass war meine Review, vielen Dank wenn ihr euch die Zeit in Anspruch genommen habt diese zu lesen. Der Text basiert ausschließlich auf meiner Meinung.
Rechtschreibfehler kommen vor, da ich auch nur ein Mensch bin. :D