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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Geschichte eines Untergangs - der Kinder Kirchen Chor



D4ene
28-02-13, 17:30
Dies ist eine Geschichte von Kyle Morgan veröffentlicht am 26.12.2010:

Meine verehrten, lieben Verbündeten,


Ich darf Euch heute mitteilen, dass das zweite Aufeinandertreffen mit dem Kinder-Kirchen Chor überstanden ist und es hatte sich von einer Krise zu einem einwöchigen Krieg ausgedehnt, dem zweiten Kirchenkrieg. Da viele von uns sehr verstreut liegen, haben sicher nicht alle diesen Krieg mitverfolgen können, den wir mit starken Blessuren für uns entscheiden konnten. Mit diesem Schreiben möchte ich den Ablauf des Kriegs allen zugänglich machen, indem ich die Aufzeichnungen unseres Stadtschreibers übermittle.

Ich verbleibe hochachtungsvoll Euer Großmeister Eolair von Morgenstern

16.12.

Ein heftiges Pochen an die Tür des Arbeitszimmers von Eolair Gwythin-ec-Qwylinn lässt diesen von seinen komplexen Bauzeichnungen hochschrecken.
„Ja?“
Die Tür öffnet sich einen Spalt und Tasha Finn blinzelt in das grelle Licht, das in dem Architekturbüro vorherrscht.
„Es gibt Ärger – Versammlung in einer Stunde im Stabssaal. Die Chorknaben marschieren.“
Eolair seufzt, „ich werde natürlich da sein, meine Liebe.“

Der Staabssaal enthält bereits einen mit allerlei Köstlichkeiten gedeckten Tisch, als Eolair eintrifft. Er entscheidet sich für eine Schüssel mit Weintrauben und ein Glas Apfelwein und setzt sich. Er beobachtet Kyle Morgan, der unruhig an der großen offenen Front zur Terasse auf und ab marschiert.
Tasha Finn erscheint wenig später in einem leichten Sommerkleid und Eolair hebt fragend die Augenbrauen. Kyle unterbricht seinen Marsch und brummt. „Es ist diesmal Bouliacity. Die Stadt wird von einem Raubritter aus den entfenteren Gebieten des Knabenchors belagert. Wenn wir nichts unternehmen könnte die Hauptstadt unseres Verbündeten binnen einer Woche fallen.“
Tasha beugt sich vor und stibizt einen Zweig Trauben von Eolairs Vorrat, was dieser mit einem gequälten Lächeln quittiert.
„Das könnte eine Falle sein“, meint sie kauend. „Wenn wir unsere Armee hinschicken müssen wir durch das Gebiet der Sängerbuben und dort eine Rast einlegen. In der Zwischenzeit könnten sie unsere Ausgangsstadt belagern und dann den Rastplatz angreifen. Falls sie siegen würde die heimkehrende Armee in den Belagerungsring laufen.“
Kyle nickt bestätigend. „Ich habe bereits damit begonnen, Truppen auszuheben, aber wir brauchen mehr Informationen.. Auf dem Weg zur Belagerung liegt eine Geisterstadt, die ich mir angesehen habe. Es sollte möglich sein sie innerhalb von zwei oder drei Tagen einzunehmen. Dann können wir unsere Armee ohne zu rasten entsenden, den Belagerungsring zu sprengen.“
„Kyle und ich werden losziehen die anderen Städte des Knabenchors auszukundschaften“, wirft Tasha ein. „. Ihr müsst solange die Stellung halten, Eolair.“
Eolair faltet seine Hände über der fast leeren Traubenschüssel, um zu verhindern, dass sie auch noch den Rest entwendet. „Dann ist also alles beschlossen!? Ich werde zurück an meine Arbeit gehen.“

18.12., Staabssaal

„Die Belagerung hält noch immer an. Wir haben Currywurst, Kratovil und Finsterloch ausgekundschaftet und sind auf Armeen gestoßen, die zwar groß sind aber mit einigem taktischen Geschick überwältigt werden könnten.“ Tasha Finn wirkt nicht zufrieden. Ihre sonst übliche Gelassenheit ist verschwunden. „Und heute hat uns eine Brieftaube von Bouliacity erreicht..Die Stadt wurde in den letzten zwei Tagen von den Belagerern drei Mal angegriffen und kann dem eisernen Griff von Raubritter Kingtyler nichts entgegensetzen. Wir müssen etwas unternehmen!“
„Keine Nachricht von den anderen Verbündeten“; brummt Kyle. „Doch ich habe volles Vertrauen darin, dass sie noch eingreifen werden. Wir müssen nur ein Zeichen setzen. Darum habe ich beschlossen, alles auf eine Karte zu setzen. Wir werden die Angreifer mit unserer Reaktion überraschen und für diesen feigen Angriff abstrafen. Tasha, Du nimmst diese Geisterstadt ein und ich ziehe mit unserer gesamten Armee gegen Halberstadt, die Hauptstadt Kingtylers. Ich habe bereits den Bau von Katapulten in Auftrag gegeben und werde die Stadt so lange bombardieren, bis Kingtyler sich zurück zieht.“
Eolair wird leichenblass. „Das ist doch Wahnsinn! Dort wimmelt es nur von starken Verbündeten des Raubritters!“
„Genau deshalb wird der Angriff sie überraschen. Kingtyler ist gezwungen eine Verteidigungsarmee zusammen zu ziehen und kann seine Belagerung nicht weiter verstärken. Sie wissen nicht, dass unsere Armee sehr klein ist und die Macht unseres Reichs allein durch Eure Bauten erwirtschaftet ist, Eolair.“ Leise fügt er hinzu, „ich kann nur hoffen, dass unsere Verbündeten sich ebenfalls einschalten werden, sonst führe ich unsere teuren beschworenen Apparate in den Untergang.“
Kyle legt Eolair eine schwere Hand auf die Schulter. „Ich lege die Verteidigung unserer drei Städte des Sonnenreichs in eure tapferen Hände, Großmeister Eolair!“
Tasha erhebt sich. „Sammelt eine Armee von Gremlinmeistern für mich ein, Eolair. Inzwischen gehe ich die Stärke der Belagerung auskundschaften.“
Eolair starrt immer noch fassungslos auf die Tür, die sich hinter den beiden geschlossen hat, dann winkt er einem Golem. „Papyrus, eine Feder und Schreibtinte bitte!“

*

Hochverehrter, gesegneter Führer der Wikingerhorden,

Leider haben wir Händlerfürsten massiv unter feigen Angriffen aus dem Kinder Kirchen Chor zu leiden. Wir sind jedoch entschlossen, unsere Handelsrouten zu verteidigen. Da auch Ihr als unmittelbarer Nachbar der bösen Sängerbuben von derartigen Angriffen jederzeit bedroht seid, frage ich freimütig, ob Euer achtunggebietender Bund bereit wäre, an einer konzentrierten Gegenaktion teilzunehmen.
Wir lieben die Schlachtgesänge dieser hochbegabten Musiker vor unseren Toren - sie bereichern unser tägliches Festmahl zutiefst.
Um aber weiter unsere Märkte beliefern zu können, sind wir gewillt, zu den Waffen zu greifen und diesem barbarischen Treiben ein Ende zu bereiten.
Bitte gebt uns Bescheid, ob wir auf die Hilfe einiger Eurer Stämme zählen können.

hochachtungsvoll

Eolair Gwythinn-ec-Gwylinn, Großmeister von Morgenstern, Abendrot und Seidensee

*

Teure Fürsten des Chaos,,

Die Kriegstrommeln werden geschlagen, Schlachtgesänge durchdringen unsere reichen Hallen und die Feuer des Kriegs werden entfacht.
Der Kinder Kirchen Chor hat beschlossen, uns anzugreifen und wir sehen begeistert dem Aufmarsch unserer bunten Truppen zu.
Gerne würden wir auch die ehrfurchtgebietenden Horden der Fist an unserer Seite in den Krieg ziehen sehen.
Laut unseren Kundschaftern haben auch Eure Trutzburgen unter den Kindern zu leiden gehabt, wie würde es Euch gefallen, das Rad zu wenden?

Seid eingeladen an einer konzentrierten Aktion teilzunehmen und euch von dem unverwechselbaren Gesang des Krieges berauschen zu lassen!

Euer geschätzter Verbündeter
Großmeister Eolair von Morgenstern

*

Hochverehrter, lieber Freund Rabenthaus,

vielleicht ist es Euch aufgefallen, dass die singenden Betsschwestern aus dem Norden mit brutalen Angriffen den Frieden dieser Ländereien terrorisieren.
Dies tun sie aus der vermeintlichen Sicherheit ihrer entfernten Trutzburgen.
Ich möchte Euch daher bitten, Euren Einfluss bei Eurem neuen Bündnis geltend zu machen und von Eurem Freies Geleit Pakt mit dem Kinder Kirchen Chor abzutreten.
Noch lieber würden wir eine gemeinsame Gegenaktion starten, um diese unverschämten Übergriffe zu beenden.

Ich bitte Euch, sprecht mit Euren Verbündeten,

hochachtungsvoll

Eolair, Großmeister von Morgenstern

Nachdenklich mustert Eolair ein Schreiben von arana, die im weit entfernten Süden in Schwierigkeiten gerät. „Sendet Angebote für ein Freies Geleit an alle Bündnisse zwischen uns und Lady Arana“, befielt er seinem Schreiber. „Und prüft nach wie lange es dauern würde eine Armee in den Süden zum Siedeln zu schicken.
Im Süden wird der Pactus Gothica zu einer unüberwindbaren Bedrohung und Lord Vaner aus dem sich auflösenden Silberflügel-Bündnis ist scheinbar damit zufrieden, ein Vasallendasein zu fristen, da er nicht mehr auf unsere Angebote antwortet.“
Die schwere Last der kommenden Tage macht Eolair müde. Er geht auf die Terasse und beobachtet den Sonnenuntergang..


19.12.

Eolair blättert durch die Berichte.
Sakura belagert Bouliacity mit 18 Paladinen, 31 Inquisitoren, 69 Königsgreifen, 199 Scharfschützen 5 Erzengeln und 6 Katapulten (328.294)
„Sakura … wie schade, dass wir keine Informationen über diese Heerführerin haben.“
Ein zweiter Bericht zeigt, dass Sakura 1 Inquisitor und 2 Paladine verloren hat. Der Würgegriff um Bouliacity wird enger.
Die Armee von Kyle Morgan ist unterwegs. Sie wird am Nachmittag des Folgetags eintreffen:
63 Dschinns, 163 Stahlgolems, 9 Kolosse, 65 Magier und 10 Katapulte (237.232)
Tasha Finn belagert die Geisterstadt mit 900 Gremlinmeistern, 4 Rakshasa-Radschas, 14 Erzmagiern, 74 Obsidian-Gargoyles, 3 Dschinnsultans und einem Rakshasa-Rani. Höchstens zwei Tage und die Stadt gehört uns.

Und da ist die Antwort der Fist of Pain:

Generell sind wir natürlich gerne bereit mitzuhelfen, allerdings kann es noch 1-2 Tage dauern, bis wir uns hier mal zusammengerafft haben.

Melde mich bald wieder


20.12.
Die Last auf dem Schreibtisch von Eolair wird nicht geringer. Verbittert lässt er das Papier mit der neuesten Nachricht sinken. Kingtyler sende eine Armee unbekannter Größe, den Belagerungsring um die Geisterstadt zu brechen. Derweil dringt Kyle Morgan mit seiner Armee in das Herz des Gegners vor. Er ist inzwischen auf allen Seiten von Burgen der Kirchensänger umgeben. Aber noch rührt sich bei denen nichts. Was ist passiert? Ist Kingtyler so stark, dass er sich nicht auf die Verteidigung konzentrieren muss? Ein Blick auf die Rangliste Ashas verrät Rang 2 der Machtliste.
Eolair blickt sorgenvoll zu seinem Schreiber, als dieser in den Raum eilt.
„Großmeister Eolair! Sie marschieren! Die Reiche von Varnell und Phax haben ihre Truppen gegen Kingtyler in Bewegung gesetzt!“
Eolair springt auf und hastet auf die Terasse, die über den drei gewaltigen Bundesgongs thront.
„Auf auf!“ brüllt er. „Schlagt den Gong! Unsere Truppen brauchen Unterstützung! Lasst sie inspiriert in die Schlacht marschieren! Schnell jetzt, ich muss Verstärkungen zur Belagerung Tashas führen, wir dürfen die Belagerung nicht verlieren.“

*


Tasha begrüßt Eolair auf dem Feld mit ernstem Gesichtsausdruck. „Vielen Dank für die Unterstützung, Eolair. Mit den 10 Dschinns und 210 Gremlinmeistern ist zwar nicht viel gewonnen, aber ich hoffe auf die Gunst Ashas.“ (Truppenstärke 150.663)
Eolair nickt. „Viel Glück Tasha und kommt gesund zurück.“

Eine Stunde später tobt die erste Schlacht von Mondwacht. Der Angreifer Orson kommt mit 32 Königsgreifen, 247 Scharfschützen und 8 Erzengeln (173.905) . Die Gremlinmeister wehren sich verzweifelt, doch als die 8 Erzengel ankommen, sind kaum noch Gremlinmeister übrig.Müde und geschlagen sammeln sich die verstreuten Truppen wieder in Morgenstern.
Eolair befiehlt sogleich den Bau von Zitadellen in Morgenstern und Abendrot.

Wieder eine Stunde später die erschütternde Nachricht. Kyle Morgen musste in Sichtweite von Halberstadt rasten und wird von Zoltan mit 14 Inquisitoren, 4 Erzengeln, 9 Inquisitoren, 19 Junkern und 87 Königsgreifen (187.011) überraschend angegriffen. Seine unglücklich gewählte Magie verpufft wirkungslos und die Armee muss sich geschlagen auf den weiten Rückweg machen.

*


Tasha Finn eilt nach Norden, um Bizmateq auszuspionieren. Er kann jederzeit in die Gefechte eingreifen. Eolair ist sofort mit einer Ersatzarmee zur Geisterstadt aufgebrochen, um den zweiten Belagerungsring aufzuziehen, noch bevor ihre Truppen sich wieder gesammelt haben, doch er hat fast keine Truppen dabei und sie muss sich beeilen. Während sie nach Norden gallopiert, entdeckt sie einen Punkt am Himmel und stoppt das Ross. Sie beschattet ihre Augen und erkennt eine Brieftaube auf dem Weg nach Morgenstern. „Ich hoffe, das sind gute Nachrichten“, murmelt sie. Als sie sich Stunden später Morgenstern wieder nähert, kommt ihr ein Botenjunge entgegengerannt.

„Lady Finn, Lady Finn!“ Der Junge verschluckt sich und erstickt fast an seinem eigenen Husten. Besorgt wartet Tasha darauf, dass er sich erholt.
„Es ist der Westen, Lady Finn. Das Reich von Pasanius schickt eine Armee, Bouliacity zu befreien!“ Tasha gleitet von ihrem Ross und umarmt den erschöpften Boten. Heiser flüstert der Junge, „heißt das, wir sind gerettet?“
„Entweder das...“ Tasha löst sich von dem Jungen, „oder es geht jetzt erst richtig los – was hast Du?“
„Der Raubritter – er schickt wieder eine Armee, die Belagerung der Geisterstadt zu brechen. Sie werden bald hier sein.“
„Na dann nichts wie los. Eilt weiter zu Eolair und sagt ihm, er soll sich wieder nach Morgenstern zurückziehen. Seine Aufgabe ist die Verteidigung. Ich werde einen neuen Belagerungsring aufziehen. Kingtyler darf die Belagerung von Bouliacity auf keinen Fall verstärken!“

*


Zurück in dem Staabssaal von Morgenstern lässt sich Eolair in einfachen Holzstuhl sinken. Die Armee, welche gegen seine Belagerung ausgesendet worden ist, musste unverrichteter Dinge umkehren und jetzt ist Tasha wieder für die Belagerung verantwortlich. Rasch überfliegt er die Papiere. Hoch im Norden ist Sir Richard von Whiteridge mit seiner Armee in das Gebiet von Halberstadt eingefallen. Kingtyler hat sich ganz auf die Verteidigung der Stadt konzentriert und nicht mit einer Plünderung gerechnet. Nun muss er ohnmächtig zusehen wie Sir Richard die Goldmiene plündert und ein Feld demoliert.
Mit 133 Königsgreifen, 175 Junkern, 21 Inquisitoren 187 Scharfschützen, 279 Milizen und 2 Erzengeln (364.354) hinterlässt Sir Richard nur Rauch und glühende Asche.
Eolair haut mit der Faust auf den Tisch. „Was für ein Teufelskerl! Das bringt die Finanzierung der gewaltigen Armee des Sängerbuben in Nöte. Ich schätze nun laufen ihm die Truppen davon! Und wie ich sehe schickt Varnell bereits die nächste Armee los. Ich möchte nicht in der Haut von Kingtyler stecken. Der wird sich die Haare raufen.“


21.12.

Eolair wirkt nach wenigen Tagen Krieg um Jahre gealtert. Zum Glück wird Kyle Morgan bald mit seiner Armee zurück sein. Er öffnet den mit einem düsteren Siegel verschlossenen Brief, der heute eingetroffen ist.

Salve Kyle,

wie ich sehe seid ihr auch dabei dem Knabenchor einzuheizen,
mit euch sind es mal geschwind 4 Bündnisse die gegen die zuschlagen.
Ich hab jedoch grad Kingtyler angeschrieben...warte jedoch auch auf eine Antwort von Ihm ob er einem Wechsel zu uns nicht abgeneigt wäre.
Sofern dies geschehen würde...würde es mich interessieren ob Ihr eure Angriffe auf Ihn einstellen würdet?

Mfg spider

Er wünschte Tasha wäre hier und er könnte sie zu dem Necronomicon befragen. „Das wird warten müssen,“ sagt er vor sich hin
Er öffnet die nächste Nachricht und lässt sie mit wild klopfendem Herzen wieder senken. „Asha segne Euch“; sagt er mit zitternder Stimme. Dann eilt er auf die Terasse und nutzt das Sprachrohr, das weithin über den Platz schallend verkündet:
„Die Belagerung von Bouliacity wurde gebrochen! Lord Sejanus aus dem Reich von Pasanius hat einen glohrreichen Sieg gegen Sakura erfochten. Der gellende Schlachtlärm vor den Toren von Bouliacity wird lange unvergessen bleiben. Mit 81 Königsgreifen, 132 Junkern, 4 Paladinen, 311 Scharfschützen, 518 Milizen und 3 Inquisitoren (311.332) betrat Lord Sejanus das Schlachtfeld und zerpflückte die Armee von Sakura!“
Der Jubel auf dem Platz ist unüberhörbar, aber Eolair weiß, dass das noch nicht das Ende des Kriegs sein wird. Es sind noch mehrere Armeen von Varnell und Phax auf dem Weg und er glaubt nicht, dass ein Kingtyler sich mit dieser Niederlage so einfach geschlagen geben wird.
Er eilt zurück an den Planungstisch und öffnet ein weiteres Schreiben.
Ritter Caox ist weiter mit einem Ablenkungsangriff auf Ballenstedt unterwegs. Sein Rastplatz wurde angegriffen, doch auch ein Kingtyler verfügt nicht über unbegrenzt Truppen. Der Angreifer ist lächerlich unterlegen und beinahe kommt es zu keinem Kampf. Eolair runzelt die Stirn und studiert die Zahlen genauer. „Er wusste, was er tat“, murmelt er vor sich hin. „Ein kleiner Angriffstrupp genau der richtigen Truppen und er verliert weniger eigene Truppen als Ritter Caox.. Markax greift mit 406 Milizen und 272 Scharfschützen (123.504) den Rastplatz an. Caox macht ihn mit 234 Zerberus, 428 gehörnten Aufsehern, 23 Nachtmahren, 746 Unholden, 60 Sukkubus, 7 Sukkubusherrinen und 11 Katapulten (386.611) nieder, verliert aber mehr Truppen als Markal.“
Eolair schaut zum Fenster und murmelt grimmig: „Hättet Ihr doch die Sukkubusherrinen zuhause gelassen, Caox. Dann hättet Ihr Eure Armee umstellen können und Markal ins offene Messer laufen lassen können.“
Eolair öffnet die nächste Nachricht. „Da haben wir es. Ritter Caox wird auf seinem nächsten Rastplatz angegriffen, diesmal von Orson mit 4 Erzengeln, 192 Scharfschützen, 4 Erzengeln und 23 Königsgreifen (151.322). Aber hallo, jetzt opfert Kingtyler schon Erzengel, um den Angriff zu zermürben? Teufel auch, Ritter Coax, was seid Ihr für ein Pfundskerl. Vielleicht kommt Ihr ja doch bis Ballenstedt durch.“
Die nächste Nachricht ist offen und Eolair springt erregt von seinem Stuhl. „Ihr habt es geschafft und Orson mit seiner verbleibenden Armee in Ballenstedt eingeschlossen! Und Orson hat bei seiner Verteidigung weitere Erzengel verloren!“ Eolair tanzt durch den Saal. „Das nenne ich einen schweren Schlag gegen den Raubritter Kingtyler!“ Rasch hastet er zum runden Tisch zurück und öffnet die letzte Nachricht. „Ballenstedt wird bombardiert und verliert einen Scharfschützenturm! Vielleicht haben wir Euch überschätzt, Kingtyler.“ Eolair ballt die Fäuste. „Der Freihandelsbund Finn hat sich erfolgreich verteidigt!“
Gerade will Eolair selbst zu Feder und Tinte greifen, da stürmt ein Botenläufer in den Saal. „Meister!“ Mühsam ringt der Bote nach Atem. „Meister, es sind Truppen unterwegs, um Tashas dritten Belagerungsring zu brechen – und Truppen, die gegen Abendrot vorrücken.“
Mehr hört Eolair schon nicht mehr. Er rennt die Treppenfluchten herunter. „Mein Pferd! Tasha braucht …“
„Verstärkung?“ Kyle sieht müde aus wie er da am Fuße der Treppe steht und sich den Staub eines langen Ritts vom Mantel klopft.
„Kyle Morgan!“ kreischt Eolair auf und fällt ihm um den Hals. „Bei Ashas Tränen, ihr seid zurück!“
„Zurück und ein geschlagener Feldherr“, seufzt Kyle. „Aber wir haben keine Zeit zurückzublicken. Berichtet mir“, er bedeutet Eolair ihm zu folgen, „während wir zu meinen verbliebenen Truppen zurück kehren.“
„Wir haben von Asha eine starke Abteilung Magier zur Unterstützung gesandt bekommen, Kyle und der Turm der Erzmagier ist fertiggestellt. Ihr solltet Eure Magier sofort mit den verbesserten Zauberbüchern ausstatten lassen. Tasha belagert erneut Mondwacht, aber es ist eine Armee unterwegs, die Belagerung zu durchbrechen und eine weitere marschiert auf Abendrot.“
„Was wird gerade in Abendrot gebaut?“
„Eine Zitadelle.“
Rasch erklärt Eolair auch die Kriegslage im Norden.
Kyle überlegt kurz. „Ich glaube nicht, dass Kingtyler eine starke Armee entbehren kann. Ich vermute der Angriff auf Tasha ist ein Bluff und Kingtyler schickt eine schwache Armee, damit sie freiwillig abzieht. Ich möchte dass Ihr dennoch 26 von meinen Magiern zu Erzmagiern umrüstet und sie mit 12 Dschinns zur Verstärkung entsendet. Nehmt die verbleibenden 71 Erzmagier, 50 Dschinns, 7 Kolosse und 121 Stahlgolems und reist zur Verteidigung von Abendrot. Ach und ruft die 4 Titanen herbei, die Asha uns zur Verfügung stellen will.“

22.12.

Tasha und Kyle stehen sich schweigend gegenüber. Wie kann es sein, dass sie Kingtyler schon wieder unterschätzt haben?
„Wie viele?“ seufzt Kyle.
„Zu viele. Er hat Sakura geschickt mit 65 Königsgreifen, 23 Inquisitoren, 4 Erzengeln, 21 Paladinen, 148 Scharfschützen und 92 Milizen (262.691). Ihre Armee war doppelt so stark wie meine und sie hat uns fast ohne Verluste in der Luft zerpflückt.“
Kyle schließt vor einem inneren Schmerz die Augen. „Und Abendrot?“
„Eolair hat sein bestes getan, die Stadt zu verteidigen, aber Zoltan ist mit 23 Paladinen, 22 Inquisitoren, 7 Erzengeln und 80 Königsgreifen (302.564) angerückt. Die Stadt wurde bereits zweimal gestürmt und unsere Verluste sind gewaltig.“
Kyle hustet, „Das ist verheerend. Er muss Unterstützung von seinen Verbündeten bekommen haben, um so viele Truppen zu entbehren. Aber im Interesse unserer Bündnispartner müssen wir da durch.. In dieser Nacht wird die Zitadelle von Abendrot fertiggestellt und der zusätzliche Schutz muss Eolair reichen. Wenn ich jetzt die Belagerung mit gewaltigen Verlusten breche und ich glaube nicht, dass ich das mit den Resten an Truppen kann, kehrt Zoltan zurück und Varnell und Phax haben seine Truppen am Hals. Abendrot muss ein paar Tage halten.“
„Kyle…“
„Ja?“
„Ein anderes Kind hat sich in den Krieg eingeschaltet. Mutombo schickt Armeen unbekannter Größe gegen Morgenstern und Seidensee.“
Ein Röcheln löst sich aus Kyles Kehle.
„Kyle – was sollen wir tun?“
Kyle nimmt Tasha in die Armee. „Wir haben eine Nacht Zeit, den Gegner abzuwehren und es ist keine Unterstützung in Sicht.“ Er schluckt. „Öffne die Schatztruhen. Versteigere, was Du kannst im Auktionshaus und verscherbele den Rest an die Kaufleute. Wir werden an Truppen einziehen, was wir können. Ich werde die Belagerung untersuchen und nach einer Schwäche im Belagerungsring suchen.“
„Alle Schätze?“
„Ja.“
Tasha löst sich aus seiner Umarmung und hastet die Treppenfluchten hinauf. Sie weiß, es sind nur leblose Ressourcen, aber sie kann mit dem Heulen nicht mehr aufhören.
Im Saal erwarten sie weitere Nachrichten. Tonlos berichtet Eolairs Schreiber:
Sir Richard von Whiteridges Lager wurde von Kingtylers Verbündetem Bizmateq auf dem Rückweg angegriffen. Bizmateq überfiel das Lager mit einer gleich starken Armee aus 26 Nachtmahren, 145 Sukkubusherrinen, 278 gehörnten Aufsehern, 342 Unholden und 97 Zerberi.(357.179)
Die Schlacht von Aschenmoor wird sie genannt und Bizmateq konnte sich unter dem blutigen Licht der Abendsonne gerade so durchsetzen. Sir Richard muss weiter nach Hause fliehen.
Am Vormittag zuvor hat Bizmateq den Belagerungsring von Ritter Caox mit dieser Armee durchbrochen. Ballenstedt ist wieder frei und Ritter Caox muss sich zurückziehen.“
Tasha umarmt sich selbst kann aber ihr Zähneklappern nicht verhindern.
„Noch .. etwas?“
Der Schreiber beginnt zu weinen. „Die zweite Armee von Sir Phax unter dem Kommando von Lord Nargus hat Halberstadt erreicht. Kingtyler hat seine gesamte Armee dort zusammengezogen und die Truppen von Lord Nargus sind desertiert. Lord Nargus wurde gefangen genommen.“
Er flüstert nur noch, „in wenigen Minuten werden die hoffnungslos unterlegenen Truppen von Magieradeptin Noraj aus Varnells Armeen Halberstadt erreichen. Nichts kann sie jetzt mehr retten. Varnell selbst folgt dichtauf mit einer größeren Armee, aber die wird nun nicht mehr ausreichen, um ihn zu retten.“
Tasha spürt das Verlangen sich von der Terasse in die Tiefe zu stürzen. „Der Gong der Verteidigung soll geschlagen werden, „ ruft sie mit erstickter Stimme, „Und schreibt das Folgende an das Necronomicon Bündnis sowie unsere Nachbarn“

Aber mein lieber verehrter Lordhauptmann Sir Spyder,

ich muss sagen, ihr verkennt völlig die Situation. Der Freihandelsbund Finn ist ein friedliebendes Bündnis aus Händlern und Kaufleuten. Wir suchen keinen Streit. Allerdings setzen wir uns entschlossen gegen die Angriffe von Raubrittern zur Wehr.
So auch gegen die Angriffe eines habsüchtigen Kingtyler. Noch haben wir keinen Krieg mit den Sängerknaben und verteidigen uns lediglich mit allen Mitteln.
Begeistert erfahren wir daher, dass auch Euer Bund gegen den Kinder Kirchen Chor vorgeht und schlagen Euch ein Freies Geleit Bündnis vor.
Dies würde Kingtyler bei einem Seitenwechsel dazu zwingen, seine Angriffe gegen uns einzustellen, was wir nur begrüßen können.

Erlaubt, dass ich dies ausnahmsweise in Abwesenheit unseres Heerführers Kyle Morgan vorschlage, der damit beschäftigt ist, die Aussicht auf uns belagernde Truppen zu genießen und sie mit dem Duft von gebratenen Hühnerkeulen zu ärgern.

einen gesegneten Gruß
Tasha Finn

Hochverehrter, lieber Herr Nachbar Kratos,

ich stelle mit Bewunderung fest, dass Ihr euch aus den feigen Attacken eures Herrn Verbündeten Kingtyler heraushaltet.
Ich hoffe, dass Ihr die Angriffe dieses RRRRRaubritters genauso verabscheut wie ich das tue.
Da mein Heerführer gerade damit beschäftigt ist, die Belagerung von Abendrot bei einem gebratenen Spanferkel zu bewundern, habe ich beschlossen, mich in einer Unterhaltung mit einem wesentlich interessanteren Nachbarn zu amüsieren.
Ich glaube nämlich nicht, dass Ihr euch im Umfeld Eurer Verbündeten besonders wohl fühlt wäre es nicht eine wunderbare Idee, diesem fiesen Raubritter eine lange Nase zu drehen?
Verzeiht, wenn ich an dieser Stelle lachen muss und zurück zum Thema.
Wie ich gerade erfuhr, hat uns eines unserer Mitglieder verlassen und da wäre also ein Platz frei für ein neues Mitglied in unserer verstreuten Familie. Ihr scheint genauso wenig auf Krieg aus zu sein wie wir und da würde ich Euch gerne an meiner Seite bei Käsefondue und Kräuterwein begrüßen.

Einen gesegneten Gruß an eure Festung

Tasha Finn

Hochverehrte, liebe Frau Nachbarin Sindana,

ich stelle mit Bewunderung fest, dass Ihr euch aus den feigen Attacken eures Herrn Verbündeten Kingtyler heraushaltet.
Ich hoffe, dass Ihr die Angriffe dieses grrr RRRRRaubritters genauso verabscheut wie ich das tue.
Da mein Heerführer gerade damit beschäftigt ist, die Belagerung von Abendrot bei einem gebratenen Spanferkel zu bewundern, habe ich beschlossen, mich in einer Unterhaltung mit einem wesentlich interessanteren Nachbarn zu amüsieren.
Ich glaube nämlich nicht, dass Ihr euch im Umfeld Eurer Verbündeten besonders wohl fühlt wäre es nicht eine wunderbare Idee, diesem fiesen Raubritter eine lange Nase zu drehen?
Verzeiht, wenn ich an dieser Stelle lachen muss und zurück zum Thema.
Wie ich gerade erfuhr, hat uns eines unserer Mitglieder verlassen und da wäre also ein Platz frei für ein neues Mitglied in unserer verstreuten Familie. Ihr scheint genauso wenig auf Krieg aus zu sein wie wir und da würde ich Euch gerne an meiner Seite bei Käsefondue und Kräuterwein begrüßen.

Einen gesegneten Gruß an eure Festung

Tasha Finn



23.12.

Kyle wirkt übernächtigt. Tasha macht sich Sorgen, ob er überhaupt Schlaf gefunden hat.
„Neuigkeiten?“ brummt er kurz angebunden.
„Hier ist die Antwort des Necronomicons:“

Na das nenn ich doch mal eine gute Fügung unserer beider Häuser,
der Pakt ist besiegelt...und sobald dieser Schelm sich bei uns befindet...seid ihr auch verschont ;)
Nicht das er es nur heuchelt und doch weiterangreift...
doch ich denke schon das er wechseln will! ;)

Mfg spider

Kyle nickt. "Antwortet dieses:":

Teurer Verbündeter,
sicherlich freut es euch zu sehen, dass Mutombo seine Stadtverteidigung entblößt, um in mein Gebiet zu marschieren.
Falls es Euch möglich ist, mir Spionagedaten zu seinen Helden zukommen zu lassen, wäre ich ganz entzückt.
hochachtungsvoll
Kyle Morgan

„Ich werde jetzt gegen die Belagerung von Abendrot ziehen.“
„Konntet Ihr genügend Truppen anwerben?“
„Ich nehme nur 1 Gremlinmeister, 210 Stahlgolems, 7 Dschinns, 649 Gremlinmeister und 39 Erzmagier (165.340) mit. Ein oder zwei Beschwörungen dazu und die Belagerung ist durchbrochen. Dann vereine ich meine Truppen mit denen von Eolair und wir sehen uns Mutombos Aufmarsch mal aus der Nähe an. Er wird zur Mittagszeit direkt vor unseren Toren mit beiden Armeen eine Rast einlegen. Wie ist die Lage im Norden?“
Tasha erwidert mit schwerer Stimme: „Die Magieradeptin Noraj wurde ebenfalls gefangen genommen. Varnell konnte entkommen, aber er wurde verletzt. Jetzt ist Sir Richard unterwegs, um Noraj zu befreien.“
„Gegen eine vollbesetzte Festung? Das ist Wahnsinn. Er hätte warten sollen, bis dort wieder Truppenbewegungen stattfinden oder sich mit uns absprechen sollen. Ein koordinierter Angriff auf Kingtylers andere Städte würde dessen Armee aus Halberstadt hervorlocken. Wahrscheinlich sitzt Kingtyler nur fröhlich in seiner Festung und wartet bis er zum Necronomicon wechseln kann.“
Lasst das Wettern, Kyle“; meint Tasha leise. „Sir Richard ist der Held von Aschenmoor und die Plage von Halberstadt. Er kennt dieses Gebiet wie kein zweiter.“
„Du hast natürlich recht, Tasha. Wir alle sind Varnells Generälen zu höchstem Dank verpflichtet. Der Gedanke daran, was Noraj und Lord Nargus jetzt in den Kerkern von Halberstadt erleiden müssen, lässt mich verzweifeln.“
„Zweifele nicht, Kyle. Nicht jetzt. Geh und kämpfe Deine heutigen Schlachten ohne Zagen. Wenn wir jetzt unterliegen, ist alles verloren.“
Kyle lächelt grimmig. „Wenn wir unterliegen, dann gehen wir in Schönheit, meine Liebe.“
Sie reichen sich die Hände und Kyle zieht davon, seinem verzweifeltsten Kampf entgegen.

Mittagszeit

Mit Tränen auf den Wangen fallen sich Eolair und Tasha in die Arme. Die Belagerung von Abendrot ist gebrochen.
„Wo ist Kyle?“ fragt Eolair.
„Er hat die Spionageinformationen vom Necronomicon bekommen und bereitet seine Truppen darauf vor, Mutombos Generäle zu zerlegen.“
„Dann lasst uns auf den Turm steigen und zu Asha beten.“
„Ich mache mir keine Sorgen, Großmeister Eolair. Unsere Truppen sind wieder vereinigt.“
„Wir müssen für Sir Richard von Whiteridge beten, Liebes. Ich habe die Truppen von Kingtyler aus nächster Nähe erlebt. Sir Richard braucht jede Hilfe, die er bekommen kann.“
Tasha nickt und schweigend steigen sie auf die höchste Ebene des Magierturms und blicken nach Norden.
Denn während Mutombos erster Hexer und seine 38 Inquisitoren, 36 Königsgreifen, 212 Milizen, 44 Junker, 62 Scharfschützen, 5 Reiter, und 3 Paladine (224.700) von Kyle Morgan und seinen 42 Dschinns, 56 Obsidiangargoyles und 292 Stahlgolems zerlegt werden, der nur eine Stunde später die nur halb so große zweite Armee von Mutombo hinweg fegt, findet der verzweifeltste Kampf vor den Toren von Halberstadt statt.

Truppen von jeweils über einer halben Million stehen sich gegenüber, doch fehlten Sir Richard die wichtigen Informationen über die Aufstellung des Gegners und er ist gezwungen bei der Aufstellung des Angriffs zu raten. Das und die Sicherheit der Festungsmauern lassen seinen Angriff an Sakura zu einer schweren Niederlage geraten. Kingtyler triumphiert in seiner schwersten Schlacht und alle Gebete waren vergebens.

*


Kyle Morgan, Tasha Finn und Eolair sitzen im Saal am runden Tisch und beraten die Nachwehen des Kriegs.
„Wie ist die Lage?“ fragt Kyle Eolair.
„Unsere Schatzkammern sind geplündert, wir haben nichts mehr, aber alle Städte sind wohlbehalten. Etwa die Hälfte unserer Armee wurde zerstört. Wir müssen von ganz klein wieder anfangen.“
Kyle nickt. „Dafür haben wir viel Ehre auf dem Schlachtfeld gesammelt. Tasha?“
Sir Phax und Lord Varnell haben jeweils einen ihrer Generäle in Gefangenschaft von Halberstadt sitzen. Auch ihre Armeen wurden zu großen Teilen zerschlagen, aber ihre Städte sind sicher. Großer Ruhm geht an Meister Sejanus aus dem Haus von Pasanius, der nur geringe Verluste zu beklagen hat.
Kingtyler hat den Kirchen Chor verlassen ist vom Necronomicon aufgenommen worden. Er belagert nun mit einer lächerlich kleinen Armee eine Stadt seines ehemaligen Bündnisleiters, was vermutlich das Ergebnis einer Absprache ist. Ich denke, er ist auf die Belohnung Ashas aus, die für die Einnahme einer aktiven Bündnisstadt vergeben wird. Vermutlich war das von Anfang an sein Ziel.
Sindana wurde von ihren Verbündeten befohlen, uns anzugreifen. Da sie sich geweigert hat, musste sie den Chor verlassen und wir werden sie bei uns aufnehmen.
Kratos rührt sich seit einer Woche nicht mehr. Keine Armeebewegungen und keine Antworten. Wenn da nicht bald etwas passiert, werden seine Städte noch zu lohnenswerten Geisterstädten.
Mutombo wird wohl so bald nicht wieder kommen; während seine Armeen hier waren, wurde seine Heimat vom Necronomicon geplündert.
Bizmateq sollte mit Vorsicht bedacht werden. Er versucht nun, sich einer Stadt in der Fist of Pain zu bemächtigen.
Die Fist of Pain hat keine der versprochenen Hilfen geschickt. Wahrscheinlich haben ihre Dämonenhorden unterwegs ein schlecht bewachtes Schloss gefunden und überfallen, wo sie in bestem Luxus überwintern können.
Keine Reaktion vom sd Clan und von den Wikingern kommt nun nach Ende des Krieges diese Botschaft:“

Seid gegrüßt Kyle Morgan,

entschuldigt die späte Antwort, doch hatten mich dringende Staatsgeschäfte in ihren eisigem Griff.
Die Wikinger haben einen Thing einberufen, um über die aktuelle Lage abzustimmen.
Wisset dass wir Wikinger einen Pakt des freien Geleits als einen Nicht-Angriffspakt verstehen. Weiteres darüber hinaus muss abgestimmt werden.

Blut und Ehre,
Phorolkin

Kyle und Tasha blicken auf Eolair. Dieser lächelt leise und meint: „Dann werde ich wohl die diplomatischen Bemühungen wieder aufnehmen. Schreiber, schreibt folgendes:“


Teurer Großfürst Phorolkin,

ich möchte mich herzlich für Eure Antwort bedanken und Euch versichern, dass wir uns einig über die Natur unseres Pakts sind.
Ich möchte Euch anvertrauen, dass für uns der zweite Kirchenkrieg endlich überwunden ist und wieder Frieden in unseren Reichen eingekehrt ist. Große Teile des Kirchen Chors sind am Zerfallen und der Raubritter, unter dem wir zu leiden hatten, ist in ein Bündnis gewechselt, mit dem wir eine Nichtangriffsvereinbarung getroffen haben.
Da wir uns als friedliche Handelsfürsten verstehen, sind wir zufrieden damit, unsere Souveranität erfolgreich verteidigt zu haben und sehen von weiteren Aktionen gegen den Kirchen Chor vorerst ab.
Es bleibt natürlich abzuwarten wie sich die Situation in diesem Krisengebiet weiter entwickeln wird.
Da Kingtyler nun massiv gegen seine ehemaligen Verbündeten vorgeht, kann sich die Lage jeden Tag ändern.

Übermittelt meine besten Grüße an den Thing und ich verbleibe hochachtungsvoll
Eolair, Großmeister von Morgenstern


Sehr verehrter, lieber Herr Spider,

ich möchte Euch herzlichst für die Übersendung der Spionageinformation danken. Sie waren sehr hilfreich in der Einschätzung der gegnerischen Stärke. Um mich zu revanchieren übermittle ich Euch dieses leider eher kärgliche Ergebnis unserer Bemühungen, den anderen Angreifer auszuspionieren.
Da nun der zweite Kirchenkrieg beendet ist und in unsere Häuser der erhoffte Frieden wieder einkehrt, wage ich zu fragen, ob Ihr euren Einfluss im hohen Haus Kingtyler geltend machen würdet, ihn so gnädig zu stimmen, dass er die Kriegsgefangenen entlässt, damit sie gesenkten Hauptes wieder in ihre Heimatstädte zurückkehren können.

hochachtungsvoll seine gesegneten Festgrüße übermittelnd
Eolair, Großmeister von Morgenstern, Abendrot und Seidensee


**Ende**

Kyle Morgan, 26. Dezember 2010