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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Schrei des Greifen - Geschichten der Wächter des Schicksals



D4ene
28-02-13, 17:26
Dies ist eine Geschichte von Salsalabim veröffentlicht am 25.11.2010.

*ein in ein Narrenkostüm aus dunklem Samt gekleideter Mann, von seiner Gestalt klein und knochig, ein Mensch mit bleicher Haut, landet auf dem Rücken eines Phantomdrachen auf dem Marktplatz eines Handelspostens*


Grüße Bewohner dieser Welt,

ich komme aus dem Reiche des Bündnisses der Wächter des Schicksals und wollte euch Kunde bringen von den Schlachten dieser Tage. Ich selbst bin nur ein unwichtiger Narr am Hofe des Herrschers Asmodi.

Als ich diese Reise plante dachte ich noch von den ersten großen Schlachten berichten zu können. Der Krieg der um die Tränen von Asha nun ausgebrochen ist und zu vielen solcher Ereignisse führen wird, hat ja begonnen.

Allein alles was ich stattdessen bringe sind Rätsel.

Vor 2 Tagen ward uns Kunde das eine große Armee, bei weitem die größte von der bisher auf dieser Welt zu hören war, losgezogen ist den Graal unseres Bündnisses anzugreifen.

Der Anführer des Bundes lies die Harfe des Krieges erklingen, die an jedem Ort unseres Reiches zu hören war und lies seinen Aufruf an jedem Ort verkünden:
"Der Feind rückt an, zu den Waffen. Sammelt eure Armeen und schickt Boten in die Hauptstadt mit welcher Macht ihr das Reich verteidigen könnt.
Entsendet eure besten Generäle, kleidet eure Truppen in die besten und härtesten Rüstungen, schärft eure Waffen das sie den Schutz der Feinde durchschlagen.
Ihr Kaufleute sendet was ihr bereit seid zur Verteidigung des Reiches beizutragen. Schickt eure Kundschafter in die Länder des Feindes auf das wir wissen welche Vorbereitungen der Feind noch trifft.

Das Bündnis des Zirkels hat uns den Krieg erklärt und es ist die Stunde zu zeigen das wir nicht hergeben was wir uns erobert haben. Kein Morgen Ackerland soll aufgegeben werden oder dem Feind in die Hände fallen.
Bevor unsere Graalsstadt über der das Licht der Träne leuchtet fällt sollen sich Berge von Leichen unserer Feinde auftürmen."

Nachdem die ersten Berichte der Kundschafter eintrafen war die Verwunderung groß. Der Gegner hatte nicht seinen ersten General entsendet, er führte die Armee selbst.
Und die Macht seines Reiches war stark genug um weiteres Gebiet erobern zu können.

Mittlerweile war große Aktivität überall ausgebrochen, riesige Karawanen voller Waffen und Erze für die Schmieden eilten durch das Land.
In der Nacht konnte man weithin um jede Stadt blicken wie am Tag, selbst wenn die Sterne von Wolken verdunkelt waren. Das Feuer der Schmieden brannte ohne Unterbrechung. Entkam man dem Lärm der einen Schmiede geriet man nur in die Nähe der nächsten die die Nacht hindurch ohne Pause hämmerte.

Dann versammelten sich die Strategen des Bündnisses in den Hallen der Hauptstadt, zusammen mit den Herrschern aller Reiche und verkündeten wann die Armee in Reichweite der ersten großen Städte kommen würde.
"Zur Mittagszeit wird seine Armee nahe bei Slaghaven rasten, das wäre der erste Zeitpunkt für einen Angriff."

"Meine Armeen stehen bereit, auch wenn ich diese Übermacht noch nicht schlagen kann, ich werde versuchen sie zu schwächen", sprach der Herr der Stadt.

"Auch meine steht bereit" - "So wie die meine", hallte es von mehreren Seiten.

"Dann werden wir in 2 Tagen zeigen was wir können, wir sind uns sicher das unsere Armeen siegen werden"- sprachen die Strategen.

Der Herr von Slaghaven räusperte sich, "In 2 Tagen ? - Ja wieso in zwei Tagen ?"

In der Armee des Feindes waren Katapulte zur Belagerung in großer Zahl, die Armee zog langsam durch die Randgebiete unseres Reiches.

"Ja wenn er erst in 2 Tagen ankommt, dann werde ich ihn für uns zurückschlagen können"- hörte man eine Stimme.

"Nun auch ich habe inzwischen genug Armee versammelt" - "Mit meinem Plan kann auch ich ihn schlagen" - "Ich dachte Ich soll ihn aufhalten und ihr würdet zur Sicherheit nur aufpassen"

Nun sprach der Anführer unseres Reiches von seinem Thron lachend "Ich wollte euch verkünden das meine Armee nun der des Feindes ebenbürtig ist, sie sogar übertrifft und wollte euch eure Sorgen nehmen".

Zu diesem Zeitpunkt verlies ich die Versammlung, musste ich doch meine eigenen Truppen informieren das sie ihre normalen Aufgaben wieder aufnehmen sollten.
Doch man hörte noch laute Worte in den folgenden Stunden.

Alle Armeen bezogen am nächsten Tag ihre Stellungen und dem Feind konnte dies wohl nicht entgangen sein. In welche Richtung er auch blickte, um ihn herum zogen gewaltige Armeen entlang des Pfades der ihn nach seinem Angriff nach Hause hätte führen sollen.

"der dunkle Narr trinkt den letzten Schluck seines Bieres aus und bewegt sich wieder auf den Rücken des Drachen zu*

Tja und damit endet diese Geschichte. Zur Mittagszeit erfolgte der erste Angriff, mit dem Ziel einige Truppen des Feindes zu schwächen.

Das Rätsel ist was danach passierte, die Armee verschwand, als hätte sie nur aus Geistern bestanden, mit all ihren Katapulten.
Im Reich des Herrn Krepi waren alle Paläste ausgeräumt und nirgendsmehr dort war auch nur ein lebendiges Wesen zu sehen.

Selbst in den Hallen der Herrscher des Zirkels hatte niemand Kunde... *lachend fliegt der Narr auf dem Drachen davon*


Egal wieviel ihr den nächsten Tag auch plant, kein Plan überlebt das Schlachtfeld sagt man.


Salsalabim, 25.November 2010