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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nevens Residenz (Haus Nr. 4)



neven869
22-09-11, 12:35
Neven drückt die Türklinke runter und merkt, dass das Haus nicht verschlossen ist. Er geht hinein und sieht sich um. "Das riecht als sei hier lange nicht gelüftet worden. Der Garten ist etwas ungepflegt aber hier könnte ich mich schon niederlassen. Ja, das ist das richtige für mich," sagt Neven während zwei Soldaten einige Kisten herein bringen. "Ich danke euch Männer," sagt Neven und wirft beiden je eine Münze zu. Während sie dankbar das Haus verlassen, öffnet Neven die Kisten und baut seinen Tisch und sein Bett auf. Aus praktischen Gründen lies Neven sie so anfertigen, dass man sie leicht zusammenbauen kann und dass sie leicht verstaubar sind.
Neven nimmt einige Schriftstücke hervor und beginnt seinen Bericht über den Feldzug zu den anderen zu heften. Nachdem dies getan ist, legt er zum ersten Mal seit Wochen sein Schwert ab. Er stellt es noch zu Schild, Lanze und Streitaxt in die Ecke des geräumigen Zimmers und ruht sich eine Weile aus. Er denkt über die neue Aufgabe nach, die er zu erfüllen hat.

neven869
23-09-11, 13:22
Neven hat alle Materialien zu der Diebesgilde in seinen Händen. Nun brütet er darüber, wie er sie schnappen soll.
`Eins ist sicher: diese Diebe verfügen über ein gut aufgebautes Informationsnetzwerk. Sie wissen über alles bescheid,` denkt Neven sich. Jetzt hat Neven schon eine Idee. "Ja, das müsste klappen."
Und schon ist Neven wieder in seine Pläne vertieft.

neven869
24-09-11, 14:57
Neven ist wieder in seinem Haus. Er legt seinen Umhang ab und beginnt an seinem Buch weiterzuschreiben. Es ist sein "Compendium Millitarium".

neven869
25-09-11, 04:48
Neven steht auf. Er hat fast die ganze Nacht an seinem Buch gearbeitet. Nun macht er sich auf den Weg in den Schuldturm um die Gefangenen zu verhören.

neven869
25-09-11, 10:44
Ein Reiter kommt die Straße entlang geritten. Neven steigt vom Pferd herab und bringt es in den Stall, den er vorher außer Acht gelassen hatte. Er holt etwas Wasser aus dem Brunnen seines Hauses und tränkt das Pferd. Dann noch etwas Heu zum Fressen.
Neven schaut sich jetzt den Garten an. Efeu hängt an der Mauer, dir Mandelbäume sind eingegangen und der Teich ist vertrocknet.
"Ah, das kriegen wir schon wieder hin," sagt Neven bei sich. Dann legt er sich auf sein Bett und sieht sich in seinem Zimmer um. Es ist spärlich möbiliert aber die Wände sind im besten Zustand.
Neven steht wieder auf und sieht sich im restlichen Teil des Hauses um.

neven869
25-09-11, 12:01
Nach einer Weile setzt er sich in einen Sessel. Er denkt daran, dass er seit seiner Ankunft schon so einiges getan hat: Neven hat ein Attentat abgewehrt, eine gefährliche Diebesgilde zerschlagen, sein Haus inspiziert, weitere zehn Seiten seines Buches geschrieben und sich ein Pferd gekauft. Dabei muss er wieder daran denken, dass er das Reiten unbewusst und in völliger Wut lernte. Ihm fällt ein, dass er seit seiner Ankunft Frau Calypso noch nicht gesehen hat.
"Das muss ich möglichst bald nachholen," sagt er zu sich.

neven869
25-09-11, 12:26
Nun geht Neven in sein Schlafzimmer, legt sich auf sein Bett und genießt die Ruhe und den Frieden.

Mini-Engel
26-09-11, 13:55
Abends klopft es an die Tür Louve steht draußen und fragt ob er noch zeit hat um ihr neues Gericht Fischpasta zu probieren.

calypso1960
26-09-11, 13:56
Calypso öffnet die Gartenpforte zu Herrn Nevens Grundstück und schaut sich um. Noch sind die Beete von Unkraut überwuchert, es wird einige Zeit dauern, bis der Garten in Schuss gebracht ist.

Aber dennoch sieht man, dass das Haus bewohnt ist. Sie klopft an die Tür und wartet einen Augenblick. Da ihr niemand öffnet, presst sie ihr Ohr an die Tür. Auch jetzt ist nichts zu hören.
Wahrscheinlich schläft er, denn die Strapazen der letzten Tage müssen ihn arg mitgenommen haben, denkt sie uns legt den Blumenstrauß zusammen mit dem Brief gut sichtbar vor die Haustür.


Hochgeschätzter Feldherr Neven,

von unserem Gesandten Herrn Prunklord habe ich vernommen dass Sie planen, hier eine Art Polizeistation zu eröffnen. Bitte korrigieren Sie mich, falls ich es falsch verstanden haben sollte.

Ich möchte Ihnen hiermit dafür die Befugnis erteilen. Sollten weiterreichende Entscheidungen zu treffen sein, bitte ich Sie, sich mit mir oder mit Herrn Prunklord in Verbindung zu setzten. Ansonsten lasse ich Ihnen freie Hand.

Sicherlich werden Sie ab und an mit Kommandant Arthur zusammenarbeiten, er genießt mein absolutes Vertrauen und hat schon Anweisungen erhalten, Ihren Wünschen zu entsprechen, so Ihre Befehle und Aktionen im Sinne Annoports verlaufen.

gez. Calypso
Bürgermeisterin von Annoport


Sie verlässt das Grundstück wieder und macht sich auf den Heimweg.

neven869
26-09-11, 14:02
Neven wacht aus seinem Schlaf auf. Er öffnet die Tür, da er glaubt etwas gehört zu haben und lässt Lady Louve herein. Dann sieht er den Blumenstrauß und den Zettel. 'Wieso musste ich ausgerechnet jetzt schlafen?' denkt er sich ärgerlich und schließt die Tür lautstark. Dann begrüßt er Lady Louve: "Hallo, wie geht es ihnen?"

neven869
26-09-11, 14:17
Nach einer Weile verabschiedet Neven Lady Louve und schickt sich an, sein Buch weiterzuschreiben.

neven869
27-09-11, 13:40
Neven ist erneut sehr ermüdet. Er hat den ganzen Tag über in seinem Garten gearbeitet. Nun lodern die verdorrten Mandelbäume im Kamin, die Neuen sind gepflanzt, der Dreck ist aus dem Teich raus und die Wohnung hat einige Möbel erhalten. Er hat auch das Pferd versorgt. Jetzt hat er zum ersten Mal seit Wochen seine Rüstung abgelegt und sitzt nun in einem Lederwams in einem Sessel am Kamin.

neven869
01-10-11, 14:12
Endlich sieht Neven zufrieden auf sein Haus und seinen Garten. Beides ist wieder in gutem Zustand und endlich würdig einen Menschen zu beherbergen.

neven869
01-10-11, 14:27
Nun blättert er wieder einige Seiten in seinem "Compendium Militarium" und begutachtet, ob alles bisherige zu seiner Zufriedenheit ist. Dann schreibt er eine weitere Seite und einige Briefe.
"Ich denke, die werde ich morgen abliefern," sagt Neven danach und begibt sich in den Stall zu seinem Pferd.

neven869
03-10-11, 04:40
Neven nimmt die Briefe und verlässt sein Haus auf dem Schimmel.

neven869
03-10-11, 12:13
Neven kommt von seinem längeren Ausflug zurück. Nun gilt es, das Essen bereitzustellen. Vier seiner Soldaten haben sich bereitgestellt, zu helfen. Schiffskoch Smee hat hat das beste Essen zubereitet. Neven stellt mit seinen Leuten den großen Tisch auf. Danach wartet er auf die Gäste.

neven869
03-10-11, 13:06
Ungeduldig geht Neven im Empfangsraum auf und ab.

Mini-Engel
03-10-11, 13:09
Da klopft Lady Louve an und tritt ein.

neven869
03-10-11, 13:10
Kommandant Arthur erreicht Nevens Haus. Er wird herzlich von Neven begrüßt: "Ah, guten Abend Kommandant. Es freut mich Sie begrüßen zu dürfen. Nun Sie sehen, noch ist dieser Raum nicht gerade gefüllt. Setzen Sie sich doch."
Kommandant Arthur nimmt dankend an und setzt sich an den Tisch.

neven869
03-10-11, 13:11
"Ah guten Abend Lady Louve. Und wie läuft das Geschäft?"

Mini-Engel
03-10-11, 13:19
,,Gut! Noch zimlich leer hier oder?´´,sagt Lady Louve.,,Aber das ist nicht schlimm!´´,sagt sie darauf. Ich habe eine Schokoladenpistole in der Größe riesig mitgebracht.Lass es dir schmecken. Lady Louve sagt:,,Die erinnert an die Zeit der Diebesgilde uns als sie mit eine Schokopistole auf dich zielten.´´

neven869
03-10-11, 14:10
Nach einer Weile ist die kleine Feier noch immer im Gange. Während Lady Louve sich über das Essen hermacht, Unterhält sich Neven mit Kommandant Arthur über militärische Manöver und Taktiken.
"Ich kann mir gut vorstellen, dass dies hier es Sie interessieren könnte Kommandant: Ich habe alle Berichte über meine Feldzüge in dieser Mappe aufbewahrt," sagt Neven während er einen dicken Folianten aus einer Schublade nimmt. "Hier, nehmen Sie! Sie können je nach Belieben darin lesen. Und da wir von nun an immer öfter zusammen arbeiten werden, wäre es gut wenn Sie meine Kampftaktiken genau so gut kennen, wie ich ihre."
Kommandant Arthur sieht Neven prüfend an. "Und wie sind meine Taktiken?"
Neven erwidert: "Nun, Sie verlassen sich stark auf Disziplin und Erfahrung ihrer Soldaten. Sie verwenden die grundlegenden Taktiken erwitert und sind somit vielen Feldherren überlegen. Manchmal machen Sie auch das, was man am wenigsten erwartet hätte. Zudem sind Sie sehr interessiert an den Kampftechniken und Taktiken anderer Völker und sind bemüht diese auch ihren Männern geläufig zu machen. Sie werden von ihren Männern hoch geschätzt und sie würden Sie niemals im Stich lassen."
Kommandant Arthur sieht Neven verblüfft an. "Woher wissen Sie das alles?" fragt er forschend.
"Ein Blick auf die Gardisten reichte mir schon. Daran konnte ich schon Disziplin und Loyalität erkennen. Bei der Erstürmung der Diebesgilde haben sie ihre Stellungen lautlos bezogen. Daran war zu erkennen, dass sie in anderen Techniken geschult sind. Ach ja, sie haben sehr gute Fähigkeiten in Sachen Kavallerie. Ich konnte in der Bibliothek einige ihrer Berichte lesen."
"Sehr interessant," antwortet Kommandant Arthur anerkennend.

Kommandant Arthur nimmt den Folianten. "Wenn Sie mich entschuldigen, ich muss zurück zur Garnison. Guten Abend noch, Feldherr."
"Schönen Abend noch, Kommandant."

Neven verabschiedet noch Lady Louve, welche während der kurzen Unterredung ordentlich gespeist hat. Danach erlaubt er seinen Männern Sich über das verbliebene Essen herzumachen. Scheinbar hat Neven die Geschäfte von Frau Calypso und Herrn Prunklord unterschätzt. Er bewahrt noch einen Kuchen für jeden auf, welchen er ihnen morgen zukommen lassen möchte. Danach feiert er noch etwas mit seinen Soldaten, von denen noch weitere 12 gekommen sind.

neven869
04-10-11, 06:20
Neven hat inzwischen aufgeräumt. Seine Leute haben gut gefeiert und den Raum dennoch sehr ordentlich zurückgelassen. "Leutnant Manius! Bringen Sie bitte diese Kuchen zu den Häusern von Frau Calypso und von Herrn Prunklord!"
Sofort macht sich Leutnant Manius auf den Weg.

neven869
04-10-11, 06:25
Als Leutnant Manius zurückkommt entschließt sich Neven, ein wenig zu spazieren.

neven869
05-10-11, 09:24
Neven weiß, dass der Fall der Diebesgilde noch keineswegs abgeschlossen ist. Immerhin wurde noch nicht herausgefunden, woher die Diebe ihre Waffen haben. In der Garnison, dem einzigen bekannten Lager von Waffen, und unter Nevens Männern wurden keine Diebstähle vermeldet. Neven hat auch von dem Gerücht über ein Waffenlager von Herrn Prunklord gehört. Die einzigen, die diese Frage beantworten könnten wären die gefangenen Diebe. Doch Neven weiß auch, wie übel eine derartige Rufschädigung ihm der Gesandte nehmen wird. Daher schreibt er einen Brief.

Prunklord
05-10-11, 12:29
Will kommt bei Nevens Anwesen an und wirft einen Brief in den Briefkasten. Danach kehrt er zu Prunklords Haus zurück.

Sehr geehrter Herr Neven,

als erstes möchte ich Ihnen für den Kuchen danken. Er war vorzüglich im Geschmack und ist mri wohl bekommen. Als zweites möchte ich zu Eurem Brief wie folgt Stellung nehmen.

Ich habe nichts illegales auf dem Staatsgebiet Annoports getan und es ist mir unbegreiflich, wie die Diebesgilde an das große Waffenarsenal gelangen konnte. Das einzige, was bei Einbrüchen in meiner Schmiede gestohlen wurde waren Eisen-Werkzeuge, diverse Eisenwaren und Schmuck. Da Ihr die Debesgilde ausgehoben habt, wollte ich übrigens darauf hinweisen, dass auf alleen Schmiedewaren aus meiner Schmiede imm Boden oder an der Innenseite des Deckels das Wappen Annoports mit meiner Unterschrift eingeprägt ist. Solltet Ihr solche Gegenstände finden wäre ich Euch verbunden, wenn Ihr sie wieder an meine Schmiede überführt.

Als zweites möchte ich darauf Hiwneisen, dass ich, dank meiner Funktion als Gesandter Annoports, über Immunität verfüge und somit vor keinem weltlichen Gericht angeklagt werden kann, solange ich nciht vom Stadtrat aus dem Amt enthoben werde. Zudem genieße ich die Gunst der Bürgermeisterin und habe mir auch den Erzbischof nicht zum Feind gemacht. Insofern steht es schlecht um eine Amtsenthebung, solltet Ihr dies beabsichtigen.

Desweiteren möchte ich euch darauf hinweisen, dass mit Vertrag vom 27.09.1711 alle Rechtssachen, die mit der Schmiede in Verbindung gebracht werden können an den neuen Besitzer der Anlage geht. ich als Eigentümer bin nur für die Einsetzung eines neuen Besitzers zuständig und gebe Kapital im Falle von Schulden. Mit rechtlichen Belangen müsst Ihr euch an den Besitzer und Betreiber der Schmiede richten.

Zu guter letzt möchte ich darauf hinweisen, dass weitere Aussagen meiner Person zu dieser laufenden Erittlung nur erfolgen werden, wenn Sie ein Beschluss eines weltlichen sowie eines geistlichen Gerichts besitzen, wie es gemaß des Grundgesetztes Annoports bei diplomatische Immunität nötig ist.

Ich hoffe Ihr erfreut euch bester Gesundheit und ich höre in naher Zukunft erneut von Euch.

Mit freundlichen Grüßen,

Prunklord
Gesandter Annoports

neven869
05-10-11, 14:01
Neven kommt raus und liest den Brief.
"Er fühlt sich scheinbar angegriffen, obwohl ich ihn nur fragte, ob das Gerücht stimmte," dent Neven sich leicht belustigt.

neven869
08-10-11, 10:39
Neven ist zufrieden.
Da er gerade nichts zu tun hat, beschließt er wieder einmal in den Wald zu gehen.

neven869
08-10-11, 11:17
Als Neven zurückkommt, rennt das Kaninchen erst einmal quer durch die ganze Wohnung direkt in den Garten. Dort stürzt es sich über einen Lavendelstrauch.
Wenig später sieht Neven wie eine Katze versucht, das Kaninchen zu fangen. Doch diese Szene nimmt einen anderen Verlauf als erwartet: Noch während Neven die Katze entdeckt, rennt das Kaninchen auf die Katze los und greift sie an. Nach ein paar Kratzern des Kaninchens flieht die Katze.
"Holla! Ein Kampfkaninchen!" bemerkt Neven erstaunt. In seiner Laufbahn hatte er viel gesehen. Aber DAS noch niemals zuvor.
"Na wie nenne ich dich denn? Am besten 'Le Terrible'. Ja das ist gut,´" sagt Neven darauf.
Als er später etwas essen will, springt das Tier auf einen anderen Stuhl und sieht Neven solange an, bis er ihm auch etwas von den Linsen gibt.
Danach sieht Neven sich an, was es sonst noch für Fälle gibt. Er stellt fest: Garnichts. Der einzige Fall, außer der Diebesgilde, ist, dass ein Mann sich darüber beschwert, dass der Zaun seines Nachbarn 1 cm in sein Grundstück ragt.
"Oh Gott! Immer diese Nachbarschaftskriege! Nicht einmal hier ist man davor in Sicherheit."

neven869
08-10-11, 11:24
Neven sieht noch einmal aus dem Fenster. Hatte er nicht vorhin die Frau Bürgermeisterin gesehen?

calypso1960
08-10-11, 11:33
Calypso schaut sich erfreut um, als sie die Gartentür öffnet und Herrn Nevens Grundstück betritt. Candy rast, wie von der Tarantel gestochen, durch den Vorgarten, die Nase immer am Boden.
Aha,denkt sie belustigt.... das Kaninchen!

Sie nimmt den Umschlag aus der Tasche und klopft an. Jetzt müßte er ja zuhause sein, denkt sie.

neven869
08-10-11, 11:36
Neven öffnet die Tür.
"Ah, guten Abend Frau Bürgermeisterin. Seit meiner Ankunft hatte ich noch nicht die Ehre. Kommen Sie doch rein," sagt Neven freundlich.

calypso1960
08-10-11, 11:54
"Guten Abend Herr Neven, vielen Dank. Ich möchte auch gar nicht lange stören, denn zu Hause wartet noch ein bißchen Arbeit auf mich", lächelt sie und tritt ein. Sie schaut sich beeindruckt um und händigt ihm den Umschlag aus.

"Ich habe Ihnen hier schriftlich mitgeteilt, dass Sie selbstverständlich im Prozess so gut wie alle Freiheiten haben. Nach Ihren letzten Taten, die Diebesgilde betreffend, ist mein Vertrauen in Sie und Ihre Fähigkeiten stark gestiegen.

Herr Prunklord hat gebeten, das Amt des Richters ausüben zu dürfen, was ich ihm zugestanden habe. Ich hoffe, dass es zu keinen Problemen führen wird, ansonsten sprechen Sie mich bitte jederzeit an. Ich werden den Prozess selbstverständlich genauestens verfolgen.

"Den Brief können Sie später gerne lesen, ich habe Ihnen jetzt die wichtigsten Informationen mitgeteilt", lächelt sie und hält Candy ganz eng bei sich, denn das schwarze Kaninchen sitzt unter dem Esstisch und sieht irgendwie angriffslustig aus.

"Sie scheinen einen neuen Mitbewohner zu haben", lacht sie.

neven869
08-10-11, 11:58
"Ja, er ist mir gefolgt und hat mich ganz dadurch gewonnen, dass er eine Katze vertrieb.
Ich danke ihnen für die Informationen. Es ist auch kein Problem, dass Herr Prunklord der Richter ist. Immerhin hat er es nicht nötig, die Diebe auszuschalten. Das Waffenlager existiert ja nicht," antwortet Neven.

calypso1960
08-10-11, 12:05
"Ich HOFFE, dass das Waffenlager nicht existiert", antwortete sie lächelnd.

"Aber ich bin mir sicher, Sie werden der Sache schon auf den Grund gehen und es wird einen fairen Prozess geben.

Ist bei Ihnen ansonsten alles in Ordnung? Sind noch rgendwelche Fragen offen? Ansonsten würde ich mich jetzt auf den Heimweg machen. Sie wissen, dass Sie mich jederzeit kontaktieren können, sollte Bedarf bestehen.

Und ja.... der Termin für die Verhandlung... bitte schlagen Sie einen Tag vor, ich werde meine Tätigkeiten dann danach richten."

neven869
08-10-11, 12:07
"Bei mir ist alles in Ordnung," antwortet Neven freundlich. "Wie wäre es mit dem 11. dieses Monats?"

Mini-Engel
08-10-11, 12:09
Plötzlich klopft Louve an öffnet die Tür und uft:,,In meinem Laden sind Anhänger der Diebesgilde sie haben meine Einnahmen und meine teuren Rezeptbücher.´´

neven869
08-10-11, 12:10
"Wenn Sie verzeihen, Frau Bürgermeisterin. Guten Abend," sagt Neven darauf und eilt hastig hinter Lady Louve her.

calypso1960
08-10-11, 12:35
Sie bestätigt ihm schnell auf einem Zettel, dass der 11. d.M. in Ordnung geht, verschließt die Tür hinter sich und macht sich auf den Heimweg.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass Herr Prunklord dann auch Zeit findet, denkt sie.

neven869
08-10-11, 12:53
Als Neven ankommt, sieht er, dass Frau Calypso die Tür geschlossen hat. Neven lächelt darüber, dass er das tatsächlich vergessen hat. Als er rein kommt sieht er das Le Terrible neben dem Kamin liegen. Dann schliesst er die Tür ab.
"Das Kaninchen genießt das Leben," sagt Neven.

Mini-Engel
08-10-11, 13:00
Louve bemerkt das die Tür abgeschlossen ist und ruft:Vergiss nicht die Sandbank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!``Bevor sie geht lässt sie die Sahnetorte vor Nevnes Haus liegen weil sie denkt das Kaninchen wird die Torte Lieben.Dann geht sie nach Hause.

neven869
08-10-11, 13:10
Das Kaninchen scheint sich schon recht gut zurechtzufinden. Es hat Stellung vor der Küche bezogen. Darauf hat Neven einen Korb zum Schlafen aufgestellt. Nun überprüft Neven noch sein Buch. Er nimmt eine Kopie seiner Berichte hervor - Kommandant Arthur hat derzeit die Originale - und schreibt noch ein paar Seiten.
"Morgen werde ich fertig," sagt Neven leicht müde.

neven869
09-10-11, 06:08
Le Terrible hat die Sahnetorte schneller gefressen, als Neven sein Buch fertig schreiben konnte. Doch jetzt ist es fertig. Das Kaninchen liegt wieder neben dem Kamin und scheint gar nicht auf den Gedanken zu kommen sich zu bewegen. Der Kuchen war etwas zu groß und nun muss das Tier ihn erst einmal verdauen.
"Ich gehe mal zu meinem Schiff," denkt Neven sich. Er legt nur noch seinen Umhang an und macht sich auf den Weg.

neven869
09-10-11, 12:27
Neven hat vor einigen Stunden einen Ausritt gemacht und ist 3-mal vom Pferd gefallen. Nun ist er wieder zurück.

neven869
09-10-11, 13:25
Le Terrible scheint eine starke Verdauung zu haben. Er springt wieder rum als wenn er leicht wie eine Feder wäre. Neven sieht mit Freuden, wie wohl sich das Tier fühlt. Neven nimmt eine Zeitung aus seiner Heimat. "Mal sehen, was alles geschehen ist."
Nach einer kurzen Zeit legt er sie wieder weg. "Wie erwartet, Sancho hat Wohlstand und Frieden gebracht."
Neven hört in der ferne die Glocken des Domes läuten. "Ich denke, morgen werde ich den Dom aufsuchen. Ich habe ihn noch gar nicht gesehen."

neven869
10-10-11, 09:24
Neven verlässt sein Haus auf dem Schimmel. Er will den Dom mal sehen.

neven869
11-10-11, 12:54
In der Küche riecht es nach Linsen. Le Terrible sitzt an der Küchentür und wartet. "Na gut, du kriegst auch etwas." Neven stellt dem Kaninchen einen Teller hin. Dieses blickt ihn dankbar an und frisst darauf. Neven setzt sich an den Tisch und beginnt auch zu essen.

neven869
12-10-11, 06:30
Neven bereitet sich vor. In Ungefähr 2 Stunden wird das Gerichtsverfahren stattfinden.
Er legt seine Kettenlederrüstung, von welcher die Ketten poliert wurden, an und poliert Schwert und Schwertscheide. Zu einem Gericht kommt man stets in bestem Aufzug.

neven869
12-10-11, 08:02
Neven sammelt noch schnell die Unterlagen zu dem Fall zusammen und macht sich dann auf zum Senat.

neven869
16-10-11, 13:46
Neven hat seit der gestrigen Gerichtsverhandlung nur noch an Plänen für das Abwehren der Korsaren gearbeitet. Berichten von Fischern zufolge benötigt die feindliche Flotte von 470 Schiffen ungefähr eine Woche bis nach Annoport. Dies würde eine große Herausforderung für Nevens Flotte darstellen. Die größte Flotte, die Neven mit seinen 7 eigentlichen Kriegsschiffen besiegt war 250 Schiffe groß.
Nach dem, was Neven gehört hat, beträgt die in Annoport stationierte Flotte 20 leichtbewaffnete und schnelle Schiffe und 7 schwerbewaffnete Kampfschiffe. Mit Nevens Flotte ergibt das 8 schwere, 24 leichte und 2 mittlere also insgesamt 34 Schiffe. Vielleicht gelänge es auch noch die Flotte, welche im Orient steht, zur Hilfe zu rufen aber darauf ist kein Verlass.

"Ich muss das jedenfalls alles mit Kommandant Arthur und der Bürgermeisterin besprechen."

Danach gibt er Le Terrible, welcher ihn gespannt beobachtet hat, etwas zu fressen und legt sich hin.

neven869
18-10-11, 01:02
Neven kommt nun der Gedanke, dass die Korsaren noch nichts von der Vereitelung des Verrats mitbekommen habe. Er hat schon eine Idee wie sich dies ändern wird.

neven869
18-10-11, 09:08
Neen kommt völlig beruhigt nach Hause. Er muss nicht mehr über Kämpfe nachdenken.

Da fällt ihm ein, dass er noch das konfiszierte Diebesgut zurück zu seinen Besitzern bringen muss."Leutnant Manius! Hier ist eine Liste mit den gestohlenen Waren und deren Besitzer. Ich denke, Sie wissen was zu tun ist."

Leutnant Manius nimmt die Liste entgegen und macht sich daran, den Auftrag auszuführen.

neven869
27-10-11, 06:33
Der Herbst liegt schon länger auf der Landschaft. Es ist ruhiger geworden in Annoport. Kaum ein Mensch ist auf der Straße. Sogar die üblichen "Deineheckeisthöheralsmeinestreitereien" bleiben aus, sodass Neven nicht viel zu tun hat.
Das Kaninchen hat es sich neben dem Kamin bequem gemacht und der Schimmel schläft im Stall.
Neven beschließt daher etwas spazieren zu gehen.

neven869
28-10-11, 14:35
Neven geht in seinem Haus auf und ab. Was war das für ein Schiff, welches er gestern gesehen hatte?

neven869
30-10-11, 15:22
Es dämmert erneut zu Abend. Neven hat seit tagen niemanden mehr auf der Straße gesehen. Das blühende Städtchen scheint wie ausgestorben.
Nun ist Neven jedoch vertieft in Bücher. Angeblich sei der fliegende Holländer gesichtet worden. Als Neven vor zwei Tagen versuchte dieses Gerücht zu überprüfen, sah er in dem Sturm ein Schiff.
"Es ist sicher nur eine Legende. Es gibt sicher eine Erklärung dafür," denkt Neven sich als er eine Seite des Buches umblättert.
Bald darauf steht er erschöpft auf. "Es ist schrecklich leer geworden. Ich hoffe dies ändert sich wenn wir uns dem heiligen Fest nähern."

neven869
04-11-11, 12:47
Wieder zu Hause ist Neven nachdenklich gestimmt. Welch Gesindel heutzutage auf den Straßen herumtreibt. Männer, die schützen sollten, verraten ihre Aufgabe und treten einen Mann, der alles verloren hat, einfach zum Spaß mit Füßen. Dies bedrückt Neven.

neven869
06-11-11, 06:51
Während Neven in seinem Haus über das mysteriöse Schiff nachdenkt, kommt ihm etwas anderes in den Sinn: Sein Geburtstag ist bald. Neven setzt sich an seinen Tisch und beschreibt ein größeres Blatt.

Danach verlässt er mit ihm das Haus.

neven869
09-11-11, 13:05
Neven hat inzwischen einige vernünftige Möbel anschaffen können. Er blättert sein Buch über die Medizin mal wieder durch.

neven869
12-11-11, 15:55
Wieder einmal geht Neven in seinem Haus auf und ab. Er findet es schade, dass die Straßen so schrecklich leer sind.
"Liegt bestimmt am Wetter", denkt er sich als er Le Terrible sein Futter gibt.
"Morgen werde ich mal wieder mein Schiff aufsuchen."
Danach legt er ein versiegeltes Buch in die Schublade seines Tisches.

neven869
17-11-11, 15:06
Wieder einmal sitzt Neven das Kaninchen streichelnd in seinem Sessel. Er genießt das Gefühl des Friedens. Endlich muss er nicht mehr irgendwelche Feinde über die stürmischen Meere jagen oder irgend eine Befestigungsanlage erobern. Neven steht auf und geht ans Fenster. Von dort aus blickt er auf die Straße.

neven869
19-11-11, 05:32
Neven ist in den Vorbereitungen für seinen Geburtstag morgen versunken.

"Leutnant Manius! Lassen Sie die besorgten Speisen und Getränke zur Python Regius! Wir haben genug besorgt, um alle Einwohner verköstigen zu können. Ach ja, holen sie Leutnant Mauwer aus der Taverne raus und sagen Sie ihm, er solle dafür sogen, dass keine Fähnchen angebracht werden sollen. Die Python Regius ist immer noch ein Kriegsschiff."

"In Ordnung", antwortet Manius und macht sich auf den Weg.

neven869
19-11-11, 07:02
Neven kommt wieder zu Hause an. Er gibt einem seiner Männer den Befehl, die übrigen Sachen aus dem Keller zu holen. Währenddessen wartet er auf Herrn Matthias.

m.a.t.t.h.i.a.s
19-11-11, 07:08
Matthias sah Nevens Mitteilung, und nun ist er auf den Weg zu ihm. Als er auf den Stadtplan sah, fiel ihm auf, dass er ja garnicht so weit entfernt wohnt, er jedoch von ihm noch nichts gehört hat. Als er eiligen Schrittes auf sein Haus zuging, sah er schon jemanden an seiner Pforte stehen. Matthias begrüßt ihn und fragt ihn, ob man sich kenne. Schließlich ist seine Errinerung an Annoport und seine Bewohner nachen knapp einjähriger Abwesenheit etwas getrübt.

neven869
19-11-11, 07:10
"Guten Tag Herr.. Matthias wenn ich richtig liege. Ich denke nicht, dass wir uns schon begegnet sind. Wenn Sie bitte eintreten wollen."

m.a.t.t.h.i.a.s
19-11-11, 07:12
"Sie müssen Herr Neven sein, wenn ich mich nicht irre. Am Hafen, bei den Kriegsschiffen habe ich deinen Namen schon vernommen. Ist dies möglich?"

neven869
19-11-11, 07:14
"Es ist sehr gut möglich. Meine Leute bereiten grade mein Schiff, die Python Regius für meinen Geburtstag vor.
Aber nun zu ihnen. Ich nehme an, dass ich einige ihrer Wertgegenstände in meinem Haus habe," sagt er während er auf Kisten mit verwahrten Wertgegenständen hindeutet.

m.a.t.t.h.i.a.s
19-11-11, 07:20
"Es wäre schön noch einiges von meinen Besitztümern wiederzusehen" sagt er und versucht eine Kiste zu öffnen. "Wie lange schon liegen diese Sachen bei ihnen, wie lange schon ist denn der Überfall her?" fragt er und bekommt die Erst kiste auf. Mit Freude sieht er seine Geschäftsbücher des letzten Jahres.

neven869
19-11-11, 07:23
"Wie lange her? Ich glaube, als der Überfall geschah, war ich noch auf meinem letzten Feldzug. Diese Sachen liegen seit vielleicht ein zwei Monaten hier. Ich bin noch nicht so lange im Amt. Ich fand sie, als ich eine Diebesgilde aushob.
Allerdings weiß ich nicht, was mit ihren Angestellten passiert ist."

m.a.t.t.h.i.a.s
19-11-11, 07:26
"Ist ja auch nicht so schlimm, schließlich habe ich ja nicht sie als privaten Sicherheitsdienst eingestellt. Ich habe bei den Angestellten bereits die Befürchtung dass sie Entführt wurden, denn dass sie alleine und freiwillig gingen kann ich mir nicht vorstellen." Mittlerweile hat Herr Matthias schon knapp die Hälfte der Kisten durchsucht und hat einiges wiedergefunden, glücklicherweise auch eine Geldbörse.

neven869
19-11-11, 07:32
"Wenn sie entführt worden wären hätte es aber bestimmt eine Lösegeldforderung gegeben. Und in dem Arsenal der Diebesgilde waren keine Gefangenen. Aber ich werde Augen und Ohren nach ihren Leuten offen halten.
Wie ich vernahm, ist ihr Haus in einem kläglichem Zustand. Wenn Sie möchten kann ich ihnen helfen, es wieder herzurichten. In meiner Armee habe ich einige Zimmermänner, für die ihr Haus kein Problem sein dürfte."

m.a.t.t.h.i.a.s
19-11-11, 07:38
"Danke für ihr Angebot, aber wie sie wahrscheinlich wissen braucht man auch einige Zimmermänner für ein Schiff, da man ja nie verindern kann dass es mal ein Unwetter giebt. An Zimmermännern habe ich keinen Bedarf, wenn meine Männer sich nicht zu schade sind mir auch auf dem Trockenen zu helfen." Mittlerweile hat er alle Kisten durchsucht, und freut sich, da zwar nicht alles, aber doch ein großer Teil seines besitzes wieder zum Vorschein kam. Bald wird er wohl seinen Karren holen und seinen Krempel nach Hause bringen.
"Ach, ehe ich es vergesse, Hatten sie nicht etwas von einem Geburtstag ihrerseits erwähnt? Herzlichen Glückwunsch von mir!" Sagt er und sucht sich ein Passendes Geschenk aus seinen Besitztümern die vor ihm liegen.

neven869
19-11-11, 07:44
"Ach was, der ist erst morgen. Sie sind natürlich herzlich eingeladen. Er findet auf der Python Regius statt."

m.a.t.t.h.i.a.s
19-11-11, 07:49
Vedutzt schaut Herr Matthias hoch. "Entschuldigen sie bitte. Aber vielen Dank für die Einladung, ich versuche zu kommen. Und auch Danke dafür dass sie Meinen Krempel zwei ganze Monate aufgehoben haben. Ich werde damit noch etwas anzufangen wissen." Herr Matthias legt eine seiner Elfenbeinfigren eines Afrikanischen Geschäftsfreundes wieder zu den anderen und verstaut alles sorgfältig ein einige der leeren Kisten.

neven869
19-11-11, 07:52
"Wenn sie wollen, können einige meiner Männer ihnen dabei helfen, ihre Habe zu ihrem Haus zu bringen."

m.a.t.t.h.i.a.s
19-11-11, 07:54
"Vielen Dank. In der Tat, da auch mein Wagen verschwunden ist , und dieser anders als erwartet nicht in diesen kleineren Kisten lag, bräuchte ich jetzt wirklich Hilfe beim Tragen. Wenn sie einige ihrer Männer für fünf Minuten entbehren können wäre dies sehr freundlich"

neven869
19-11-11, 07:58
"Kein Problem", antwortet Neven und winkt 8 seiner Soldaten zu, welche darauf herbeikommen und die Kisten heben. "Schicken Sie sie einfach zurück, wenn Sie fertig sind."

m.a.t.t.h.i.a.s
19-11-11, 08:03
Matthias nimmt sich auch eine Kiste und geht mit den Soldaten zu seinem Haus. Schnell verabschiedet er sich von Neven, und versprpricht, morgen zu kommen,wenn er Zeit hat.

neven869
19-11-11, 08:12
Neven entschließt sich, jetzt sein Schiff aufzusuchen und dabei, dem Schimmel einen Ausritt zu gewähren.

neven869
25-11-11, 09:35
Neven blättert wieder eifrig in dem Kompendium seines Medizinsortiments. "Moment mal", sagt er sich und beginnt einige Berechnungen anzustellen. Nun macht er ein nachdenkliches Gesicht. "Leutnant Manius! Holen Sie mir bitte unseren Schiffsarzt."
"Sofort!" antwortet Leutnant Manius.

Nach 20 Minuten kommt der Schiffsarzt in den Raum hinein. "Ihr habt mich rufen lassen?"
"Ja durchaus. Ich habe mir gerade die Zusammensetzung unseres Heilmittels gegen die Pest angesehen. Nach einiger Rechnerei habe ich feststellen können, dass ungefähr ein Viertel aller Fälle damit nicht geheilt werden können."
"Nun ja, wir haben die Zusammensetzung eures Vaters Medizin ja erst einmal verbessert. Jetzt kann sie wenigstens heilen."
"ich will aber, dass sie immer hilft! Hier, ich habe einige Stoffe gefunden, die das vielleicht bewerkstelligen könnten. Nun möchte ich ihren fachlichen Rat: Wenn wir die Medizin damit aufbessern, kann sie dann endlich die Pest in allen Fällen heilen?"
Der Arzt sieht sich die vorgeschlagene Zusammensetzung an. "Ja, diese Zusammensetzung kann die Pest in jedem Fall heilen. Endlich haben wir es!"
"Wohl wahr! Jetzt möchte ich, dass dieses Mittel hergestellt wird. Also, besorgen Sie diese Zutaten und veredeln Sie unsere Pest-Medizin!"
"Ja!"

Der Schiffsarzt verlässt den Raum mit strahlendem Gesicht.

neven869
29-11-11, 06:05
Neven überprüft die Testergebnisse des neuen Medikaments. "Völlig zufriedenstellend! Die Ratte war nach einem Tag wieder völlig gesund. Ach ja, wie ist die Ratte infiziert worden?"
"Die lag abgesondert und völlig krank in einer Ecke. Jetzt frisst sie munter ihr Futter", entgegnet der Schiffsarzt.
"Also gut", sagt Neven, "Leutnant Manius, gibt es irgendetwas Neues über die Bediensteten des Herrn Matthias?"
"Noch nicht", antwortet Leutnant Manius.
"Hm", sagt Neven noch kurz."Da es gerade keine Fälle gibt, können Sie sich den Rest des Tages freinehmen."

neven869
10-12-11, 09:50
Neven hat endlich Neuigkeiten über das Verschwinden von der Dienerschaft des Herrn Matthias erhalten:
Ein Zeuge hat gesehen wie das Haus verwüstet wurde und einige Leute völlig panisch in die Berge gerannt sind.

Neven sattelt sofort den Schimmel und macht sich auf.

neven869
10-12-11, 10:42
Als Neven mit Matthias Dienerschaft sein Haus erreicht, weist er ihnen ein Quartier zu und sendet Leutnant Manius mit einem Brief zu Matthias.

m.a.t.t.h.i.a.s
11-12-11, 05:04
Matthias bemerkte schon von weitem die Armeezelte vor Nevens Haus. Als er näher trat, hörte er seine Dienerschaft in dem Zelt erzählen. Er sah durch ein kleines Loch in der Zeltwand und sah, dass sich seine Angestellten über einige Würste hermachen, die wohl der Feldherr ihnen gegeben hatte. Als er eintrat bemerkten seine Leute ihn nicht. Sie merkten erst, dass Matthias gekommen sei, als er sich zu sie setzte. Er bat sie, weiter zu erzählen, denn er interessierte sich ungemein für die Geschichten, die sie erlebt haben müssen.

neven869
11-12-11, 06:24
Nach einiger Zeit betritt Neven das Zelt. Er erblickt Herrn Matthias und grüßt: "Guten Tag Herr Matthias. Schön Sie zu sehen!"

m.a.t.t.h.i.a.s
11-12-11, 07:17
Matthias bemerkt, dass sich vor längerer Zeit ein Herr Neven zu ihm gesellt hat. Anscheinend hat er ihn bei den Geschichten vollkommen übersehen.
Er begrüßt ihn und dankt ihm für die Hilfe.

neven869
15-12-11, 07:15
Neven sitzt entspannt in seinem Sessel vor dem Kamin als er in aller Ruhe ein Buch liest.

neven869
21-12-11, 09:42
Neven beschließt wieder einmal sein Schiff aufzusuchen und das zu tun, was seine Kapitäne auf seine Anordnung hin jede Woche tun: Die Mannschaft trainieren.

neven869
22-12-11, 04:21
Neven hämmert mit seinem Hammer auf den alten Herd ein. Das alte Ding hatte auf seinen Feldzügen viel erdulden müssen und war das einzige, das nie wirklich ausgewechselt wurde. Erst kürzlich wäre er bei einem Linseneintopf beinahe explodiert, wenn Neven nicht mit seiner eigenen Kanone, welche zur Dekoration aufgestellt wurde, darauf geschossen und den Herd somit in kleine Teile zerlegt.
"Das Ding ist fällig. Muss ich mir wohl einen Neuen zulegen."
Er winkt einem seiner Soldaten zu, welcher darauf kommt. "Holen sie unseren Schmiedemeister und sagen sie ihm, er solle diesen Herd im Keller zu Eisenbarren verarbeiten und sie in Kisten einlagern. Ich hole mir inzwischen einen neuen Herd."

neven869
24-12-11, 15:45
Neven steht zufrieden vor seinem neuen Herd, auf welchem - und das völlig ohne Explosion - das Abendessen vor sich hinbruttselt. Nach kurzem essen und der Fütterung des Kaninchens und des Schimmels legt sich Neven am Ende des Heiligabends in sein bett und beginnt zu schlafen.

neven869
29-12-11, 15:36
Neven hat einen anstrengenden Tag hinter sich: Die Mostbauern beschwerten sich über das Verschwinden von einigen Äpfeln. Sie hatten stark die Bettler in Verdacht, die tagein tagaus in ihrer Nähe bettelten, und waren drauf und dran, zu versuchen, diese aus der Stadt zu werfen. Neven stellte jedoch - nachdem er den ganzen Tag nach den Tunichtguten gesucht hatte - fest, dass es sich um eine Gruppe von Waschbären handelte, die durch eine offene Tür in den keller kamen und 10 Kilogramm Obst stahlen.

Als Neven etwas appetitlos auf seinen obstteller blickt, kommt le Terrible auf den Tisch gesprungen, reißt den halben Teller auf den Boden, springt wieder runter und frisst die Stücke in Windeseile. "Na, na, na," sagt Neven, "ich hatte dir doch einen halben Kohl gegeben. Wo ist der denn hin?"
Gerade als Neven mit neuem Appetit an sein Essen gehen will, klopft es an der Tür. "Herein!"
Leutnant Manius tritt ein und sagt: "Herr, der fliegende Holländer wurde erneut gesehen."
"Was zum Henker!? Wann denn?"
"Vor 2 Stunden. Einige Fischer berichteten davon. Sie meinten, das Schiff gesehen zu haben. "
"Dem werde ich demnächst nachgehen," sagt Neven mit absoluter Ruhe. "Heute st es zu spät um die Mannschaft zu wecken."
Leutnant Manius verlässt das Haus. Draußen trifft er auf Leutnant Mauwer.
"Guten Abend Leutnant."
"Juten Ab´nd Leutnant. Und, wat het Neven jeantwortet?"
"Er kümmert sich demnächst darum", sagt Manius.
"Na denn!" ruft Leutnant Mauwer.
Darauf gehen sie beide zurück zu den Schiffen.

neven869
17-01-12, 14:44
Neven war wieder eine Weile auf dem Meer und hat Ausschau nach dem mysteriösen Schiff gehalten. Doch auf dem gesamten Meer war kein einziges Schiff zusehen.

Nun sitzt er in seinem Haus und arbeitet einige Stapel Papier durch. Währenddessen hört er die Musik, die einige Straßenmusiker vor seiner Tür machen.
"Leutnant Manius! Holen sie mir diese Herrschaften bitte rein. Ich möchte sie sprechen."
Leutnant Manius verlässt den Raum und kommt kurz darauf mit 4 zerlumpten Leuten zurück.
"Was haben wir getan? Warum sind wir hier?" fragen diese ganz verstört.
"Nur die Ruhe," antwortet Neven, "ich habe euch gehört und bat meinen Offizier, euch hereinzuholen. Ich habe ein Angebot für euch."
"Was für ein Angebot?," fragt einer.
Neven lächelt leicht und sagt: "Ich biete euch einen Platz zum Schafen auf der Python Regius, genug zu Essen und 100 in Gold pro Kopf für jeden Monat."
"Und ihr fordert dafür?"
"Nur etwas Musik am Tag. Die habe ich bisher immer vernachlässigt."
"Wenn ihr uns noch Kleidung besorgt, sind wir einverstanden."
"Aber natürlich. Ich habe noch einige Lederwämser über, scheinbar geht diese annoportsche Gerbarbeit nicht so schnell kaputt, wie die anderen. Ihr seid also angeheuert. Leutnant Manius, bringen Sie diese braven Leute zur Python Regius, Leutnant Mauwer wird ihnen ihre Quartiere zuweisen."

neven869
23-01-12, 00:50
Tief in der Nacht ist Nevens Haus das einzige, in dem noch Licht brennt. Er prüft noch kurz die Protokolle von verschiedenen Kleinkriminalitäten und legt sie in einen Ordner, welchen er morgen zum Senat bringen will. Dann nimmt er sich ein Buch und legt sich sich ins Bett. Nach kurzer Zeit entschwindet er in einen friedlichen Schlaf.

neven869
26-01-12, 17:50
Kaum das Neven endlich eine pause machen will, klopft es an seiner Tür. Als er öffnet, sieht er sich einer Gruppe von Orientalen gegenüberstehen. Einer von ihnen ist prachtvoll und reich gekleidet. Neben ihm steht eine Frau, die Neven bekannt vorkommt.
"Feldherr", will der prunkvoll gekleidete mann beginnen. Doch Neven schneidet ihm das Wort ab: "Wie um Himmels Willen habt ihr mich hier gefunden, Scheich Nizam-e-Cedit?"
"Ihr erinnert euch an meine Tochter?"
"Ja natürlich."
"Sie war es, die euch gestern den Siegelring abnahm."
"WAS?!" Neven blickt die Frau erneut missmutig an.
"Sie kam auf meine Urlaubsinsel und rief: "Vater, Vater! Ich habe ihn gefunden!" Sofort bestieg ich ein Schiff und eilte hierher. Ihr müsst wissen, dass..."
"Halt! Ich habe euch bereits damals gesagt, dass ich das Geld nicht benötige!"
"... aber als ihr unsere Stadt gerettet habt..."
"...tat ich nur das, was ich für richtig hielt."
Der Scheich schüttelt kurz den Kopf und fährt dann fort: "Als euer Kaiser den krieg gegen unser Land beging standet ihr in seinem Dienste. Bei der Belagerung unserer Stadt wart ihr es, der die Tore mit euren Männern aufbrach und in die Stadt einfiel. Ihr habt unsere Verteidiger einfach überrannt. Als das Heer eures Kaisers die Stadt stürmte, floh das gesamte Volk in die Festung. Doch viele waren nicht schnell genug. Als die Soldaten in die Stadt kamen, begannen sie sofort mit dem Plündern und Schandtaten an den Bewohnern der Stadt. Sie wollten auch die Verwundeten töten.
Als ihr das saht, habt ihr euer Schwert auf den General der Armee gerichtet und ihm befohlen, die Plünderung zu beenden. Als dieser den Gehorsam verweigerte griffen eure Männer alle Plünderer an, schafften das Volk und die Verwundeten in das Stadtzentrum und und verbarrikadierten sich dort. Während dieser Geschehnisse habt ihr meine Tochter gerettet, indem ihr einige Soldaten niedergeschlagen habt, die ihr Ungemach bereiten wollten. Kurz darauf erklärtet ihr dem Kaiser, dass ihr den ersten Angriff geführt, die Mauern und Tore durchbrochen und die Verteidiger überwunden habt und die Stadt nach den Gesetzen nun unter eurer Verantwortung lag.
Ihr konntet unsere Stadt so vor einer Grausamkeit bewahren und wir boten euch unser Gold und Silber an. Doch ihr lehntet ab."
"ja, denn ihr hattet all dies nötiger als ich."
"Nun, seitdem ihr damals mit eurem Kaiser weiter gezogen seid, waren wir auf der Suche nach euch."
"Wie?", entgegnet Neven leicht überrascht, "ihr seid 8 Jahre lang hinter mit hergejagt? Wieso?"
"Um euch unseren Dank zu überbringen", sagt der Scheich als eine Truhe vorgezeigt wurde. "1 Millionen."
"Aber..." doch Neven verstummte kurz, als er merkte, dass er diese Menschen schwer beleidigen würde, wenn er nach ihren Strapazen ablehnen würde."Nun gut. ich danke euch dafür."
"Nein, wir danken euch. Diese Lieferung wird sich monatlich wiederholen."
"Wie bitte? Ihr wollt mir 1 Millionen pro Monat senden? Habt ihr das Gold nicht viel nötiger?"
"Ganz im Gegenteil nach dem krieg haben wir eine Reihe von sehr ergiebigen Goldvorkommen in unsren Bergen gefunden."
"Aber was soll ich mit so viel Gold?"
"Ihr werdet sicherlich einen Weg finden, das Geld loszuwerden."
Neven schaut etwas verärgert, doch seine Miene erhellt sich gleich wieder. "Nun gut mein Freund. Dann kann ich euch also nicht dazu bringen, das Geld zu behalten. Dann lade ich euch wenigstens ein, mit mit zu speisen. Ich habe zwar nicht sonderlich viel und prunkvolles, aber ich hoffe dennoch, dass ihr es genießen könnt."
"Ich danke euch" antwortet der Scheich und tritt kurz darauf mit seiner Tochter ein. Leutnant Manius, der ein Offizier von Nevens Landarmee und sein treuer Begleiter ist, tritt aus dem Arbeitszimmer und erblickt die Prinzessin und erstarrt förmlich. Neven erkennt den Blick seines Gefährten, nähert sich ihm und flüstert: "Nanu, du rennst furchtlos auf 15 Feinde gleichzeitig los und erstarrst beim Anblick einer Frau?"
"Aber das ist doch..." begann Manius, der nach seinem Herzschlag fühlte.
"Ja, es ist die Tochter des Scheichs, die du auf meinen Befehl bei der Geschichte vor acht Jahren beschützen musstest. Keine Sorge. Du darfst mit uns essen und du wirst neben ihr sitzen."
"Aber.."
Das ist ein Befehl" sagt Neven leicht lächelnd.
Als Neven mit seinem Leutnant den Speiseraum betritt, blickt die Prinzessin auf und ein Fünkchen des Erkennens blitzt in ihrem Aug auf. Manius setzt sich Neben sie und nach einer Weile löst sich auch seine Schüchternheit ein wenig auf und er beginnt mit der Prinzessin zu reden. Neven ist derzeit dabei mit dem Scheich zu reden.
So geht das Essen munter einige Zeit weiter.

neven869
28-01-12, 13:27
Einige Tage später unterhält sich Neven mit dem Scheich über die Erlebnisse, die beide auf ihren Reisen hatte. Als Neven aus dem Fenster blickt, sieht er, wie Leutnant Manius und Prinzessin Syzilljana sich in den Armen liegen, und kann sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Scheich Nizam-e-Cedit nähert sich Neven und blickt aus dem Fenster. Dann lächelt auch er leicht und sagt. "Ihr Leutnant Manius ist ein tüchtiger Offizier. Meine Tochter erzählte mir, wie sorgsam und höflich er damals euren Befehl befolgte und meine Tochter bewachte. Sie scheint ihn sehr zu mögen."
"Er scheint dies zu erwidern", bemerkt Neven.
"Tatsächlich. Er scheint mir der Richtige für meine Tochter zu sein. Doch bitte sagt mir: Wie loyal und treu ist er?"
"Seid unbesorgt. Manius ist vom Herzen bis zur Haut loyal und treu."
Der Scheich nickt. "ist er ein ehrlicher Mann?"
"Er hat noch nie gelogen", antwortet Neven, der erkennt, was der Scheich beabsichtigt.
"Nun gut. Könntet ihr ihn später zu mir schicken?"
"Das werde ich tun."

Der Scheich verbeugt sich und Neven erwidert diese Geste. dann verlässt Nizam-e-Cedit den Raum.

neven869
28-01-12, 17:01
Nach einiger Zeit betritt Leutnant Manius das Zimmer des Scheichs.
"Ich sollte hier her kommen?"
"Ja, ihr wisst vermutlich, weshalb ich euch hole?"
Manius denkt kurz nach. "Nein, das weiß ich nicht."
"Herrgott nochmal, wegen meiner Tochter!"
Manius schluckt leicht und errötet ein wenig. Der Scheich bemerkt dies und fährt fort: "Hegt ihr meiner Tochter gegenüber eine gewisse Zuneigung?"
Leutnant Manius stockt kurz. Doch dann sagt er in seiner ehrlichen Art: "Ja. Ich liebe eure Tochter sehr."
Der Scheich denkt kurz nach. "Nun gut. Wenn ihr um ihr Hand anhaltet, so stoßt ihr bei mir auf ein offenes Ohr."
Manius wird bleich. Nie im leben hätte er das zu träumen gewagt. "Nun, mein Herr, ich würde liebend gerne um die Hand eurer Tochter anhalten. Ich liebe sie zutiefst. Nur die Frage ist, ob sie mich auch liebt."
Der Scheich lächelt etwas. Dann sagt er: "Kommt schon, ihr wisst ganz genau, dass sie das tut. Sie hat es mir vorhin gesagt."
Manius wird noch bleicher, aber eine leichte Freude lässt sich auf seinem Gesicht zeigen. "Herr, es wäre mir eine große Freude, um die Hand ihrer Tochter anzuhalten und sie zu heiraten. Ich erbitte um eure Erlaubnis."
"Sie ist gewährt", antwortet Nizam-e-Cedit, "und um den Glauben müsst ihr euch keine Sorge machen. Unsere Familie ist schon seit Generationen christlich."
Den verlobten Leutnant verlässt die Blässe und seine Augen strahlen förmlich vor Dankbarkeit und Freude. Er verbeugt sich höflich vor dem Scheich und verlässt den Raum. Vor der Tür kann er sich ein Jubeln nicht verkneifen.

neven869
04-02-12, 16:26
Leutnant Manius betritt Nevens Büro. Neben dem Feldherrn steht der Scheich.
"Leutnant Manius, der Scheich will heute abreisen. Doch er hat noch etwas mit ihnen zu bereden" , sagt Neven und macht Platz. Manius tritt einen Schritt vor.
"Nun, ich muss abreisen", beginnt der Scheich, "und ich frage mich, ob ich euch meine Tochter anvertrauen kann."
Manius errötet leicht und der Scheich erkennt dies. Sofort fährt er fort: "Ich verspreche euch hiermit die Hand meiner Tochter Prinzessin Syzilljana. Achtet gut auf sie, denn sie wird eure Frau."
Diese Verlobung ging derartig schnell vonstatten, dass Manius keine Antwort einfiel und er sich einfach nur verbeugen konnte.

neven869
04-02-12, 20:10
Es wird Abend und Scheich Nizam-e-Cedit verlässt die Stadt. Neven sitzt im Büro und fragt sich, wie zum Henker er 1 Millionen Goldstücke pro Monat ausgeben will. Vor allem, da Gold etwas wertvoller als Silberlinge ist. Seine Männer haben inzwischen alle Berufe angenommen und sich Wohnungen zugelegt. Außerdem erhalten sie noch den Sold als Polizei. Sie haben daher keine finanziellen Probleme. Bettler gibt es kaum noch welche und die meisten Gebäude sind derartig gut in Stadt, dass kaum eines einer Reparatur bedarf. Neven blickt auf die Straße. Sie ist unglaublich leer und kaum ein Mensch lässt sich blicken.

neven869
05-02-12, 14:35
Neven ordnet seine Papiere wieder einmal als plötzlich Leutnant Mauwer völlig bleich ins Zimmer gestürzt kommt. "Feldherr, einige ansässige Fischer haben den fliegenden Holländer gesehen!", berichtet er ohne seinen Dialekt.
"Schon wieder? Nun gut, das Wetter ist hervorragend und mich packt wieder die Lust nach der See. Leutnant Mauwer, geht zurück und macht die Python Regius klar zum auslaufen!"
"Aye, Feldherr!" ruft der leutnant, verlässt eiligst den Raum, stolpert auf der Treppe, steht wieder auf und macht sich schleunigst davon. Neven geht in sein Zimmer greift zu seinem Schwert und gürtet sich das Wehrgehänge um. Dann eilt auch er zur Python Regius.

neven869
16-02-12, 18:03
Wieder zu Hause trifft Neven auf Leutnant Manius und seine Verlobte. Manius ist völlig überrascht seinen alten Lehrmeister, Nevens Vater, zu sehen. Während er sich mit ihm unterhält, begibt
Neven sich in sein Zimmer und beginnt, einen Brief zu schreiben. Als der Brief fertig ist, gibt er ihn einem seiner Soldaten.

neven869
25-02-12, 19:45
Neven hat gerade nichts zu tun und beschließt daher einen Spaziergang durch die abendliche Stadt zu unternehmen. Er zieht noch schnell seinen Mantel an und verlässt das Haus.

neven869
03-03-12, 16:29
Inzwischen ist schon die dritte Ladung Gold bei Neven angekommen. ER hat keine Ahnung, was er mit dem Geld machen will, vor allem, da die Navis Nobilis noch in der Werft steht und die Zahlung erst mit deren Fertigstellung fällig ist.

neven869
03-03-12, 16:30
Neven und sein Vater beschließen, in die Weft zu gehen, um zu sehen, wie weit die Arbeiten an der Navis Nobilis gediehen sind.

neven869
07-03-12, 15:11
Als Neven in seine Briefe sieht findet er eine Einladung zu einem Turnier vor. Als Preis winkt eine hohe Geldsumme. Neven hat sich bisher immer von Turnieren ferngehalten. Er achtet die Kampffähigkeiten zu hoch, als dass sie dazu dienen schreiende Mengen durch das Niederschlagen von Gegnern zu erfreuen. Und für Geld schon gar nicht. Schließlich hat er es nicht dazu gelernt. Er war noch nie ein Protzer, sondern hielt sich immer recht schlicht.
Neven nutzt diese Einladung jedoch aus, um seinen Kamin anzufeuern. Schließlich weht noch immer ein kalter Zug durch sein Arbeitszimmer, welcher in gewissem Maße hinderlich bei der Arbeit ist.

neven869
11-03-12, 18:58
Endlich kommt Neven dazu die Zeitung zu lesen, die er sich schon am frühen Morgen gekauft hatte. Er blickt über die Schlagzeilen und erkennt einen Artikel. Angeblich sei ein venezianisches Schiff gesunken und der Kapitän behauptete, es sei die Python Regius. Er scheint sich überaus viel auf sein seemännisches Können einzubilden, da er behauptet, kein anderes schiff hätte ihn je gekriegt.
"Narr! Ich würde mit meinem Schiff doch niemals ein venezianisches schiff angreifen! Und außerdem liegt die Python Regius schon seit Monaten im Hafen. Abgesehen von den Ausfahrten zwischendurch ist das schiff nicht einmal ausgelaufen."
Als Neven weiter liest erkennt er einen Namen, welchen er unweigerlich mitspricht. "Signore di Apasto". Neven wühlt in seinen Gedanken um sich auf diesen Namen zu besinnen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erinnert Neven sich wieder:
Signore di Apasto war derjenige, der damals die Argentum verloren hatte und das Schiff im Nachhinein als schlecht beschimpfte, um die Schuld von sich abzuwälzen. Neven hatte ihn damals am kragen gepackt und vor schreiender Menge in das Hafenbecken geworfen.
Nun hatte er erneut sein Schiff verloren und versuchte erneut die Schuld von sich abzuwälzen. Und das direkt auf Neven.
Doch beim weiterlesen sieht Neven, dass di Apasto ohnehin einen schlechten Ruf und nur sehr geringe Glaubwürdigkeit hat. Wegen dieser Verleumdung wurde er des Dienstes verwiesen.

neven869
12-03-12, 18:04
Während Neven dabei ist, seine Sachen zu ordnen hört er plötzlich ein lautes Klirren. Er eilt in das Esszimmer und sieht irritiert um sich. Seine Augenmerk fällt auf die Scherben eines Tellers zu seinen Füßen. Neven erinnert sich. In ihm befanden sich noch einige Kartoffeln. Doch diese sind weg. Dann vernimmt er ein merkwürdiges Geräusch. Er geht ihm nach und muss erkennen, dass das Kaninchen Le Terrible die Kartoffeln unter dem Esstisch frisst. Er war tatsächlich auf den Tisch gesprungen und hatte die Kartoffeln geklaut. Dabei muss er den Teller versehentlich herunter gestoßen haben. Aber das scheint dem Kaninchen völlig egal zu sein. In seiner frechen Art blickt es Neven an, während es die Kartoffeln verzehrt.

neven869
15-04-12, 19:16
Nevens Vater ist gänzlich unruhig. Die Navis Nobilis wird morgen fertiggestellt, und er wird wieder mit seinem Schiff segeln können. Seine Mannschaft hat sich inzwischen völlig erholt und teilweise bei der Reparatur geholfen. Nevens Vater kann sich nicht mehr halten. Er nimmt seinen Mantel und eilt in die Werft.

neven869
25-04-12, 21:18
Neven sitzt nachdenklich in seinem Sessel und starrt auf das Steuerrad. Dieses Prachtstück mit seinen silbernen Verzierungen ist Neven noch gänzlich bekannt. Als Nevens Vater eintritt bleibt er vor Schreck stehen. "Ist das etwa...?"
"Ja, ich schätze es ist es", sagt Neven nachdenklich. Er wirft einen kurzen Blick auf die Karte und zeigt sie seinem Vater. "Dort soll es geschehen sein. Ich werde bald aufbrechen und nachsehen."
"Ich werde deine Aufgaben solange übernehmen, mein Sohn", antwortet der Vater.
"Keine Sorge! In Annoport gibt es inzwischen derartig wenige Verbrechen, dass du dich zeitweise ausruhen kannst."

Nevens Vater verlässt den Raum. Neven ruft Leutnant Manius, welcher augenblicklich erscheint. "Leutnant Manius, bitte informieren sie Leutnant Mauwer auf der Python Regius, er solle das Schiff für eine Reise klar machen und die Mannschaft sammeln. Morgen muss das Schiff bereit sein."
"In Ordnung, Feldherr!"

Manius verlässt die Residenz und eilt zum Hafen.

neven869
26-04-12, 18:49
Der Abend beginnt zu dämmern. Leutnant Manius hat Neven gemeldet, dass die Python Regius in Kürze bereit sei.
Nun steht Neven in seinem Zimmer. Er nimmt sein Schwert - ein Bastardschwert mit einigen Verzierungen - von der Wand. Er hatte es damals selbst geschmiedet und hat seither viel damit erreicht. Dann legt er seine robuste kettenlederrüstung an und greift zur Karte. Das Steuerrad hat er schon zum Schiff bringen lassen.
Leutnant Manius verabschiedet sich von seiner Verlobten und Neven macht sich mit ihm auf den Weg zum Hafen.

neven869
26-04-12, 21:54
Nevens Vater hat Nevens Aufgaben während dessen Abwesenheit übernommen. Plötzlich kommt einer von Nevens Soldaten in den Raum.
"Herr, eine kleine Flottille hat im Hafen festgemacht. Es sind zwei Kriegsschiffe. Sie sind nicht sehr stark, aber es sind Kriegsschiffe."
"Tragen sie eine Flagge?"
"Die Flagge Kaiser Sanchos ist zu sehen."
"Neven hat diesem Kaiser doch geholfen, seinen unfähigen und tyrannischen Vetter zu ersetzen. Ich denke, ich sollte mir das mal ansehen."

Er nimmt seinen Mantel und sein Schwert und begibt sich mit 10 von Nevens Leuten zum Hafen.

AnnoJan2070---
27-04-12, 23:18
Jan klopfte an die Tür des Hauses von Neven und seinem Vater. Er wartete....

AnnoJan2070---
27-04-12, 23:37
Als niemand ihm aufmachte, schrieb er auf einem Zettel:

Guten Abend Sir Siegfried,
Hier sind ein paar exotische Früchte aus meinem Sortiment als Dankeschön für ihre Gastfreundschaft.
~Gute Nacht~

~~~~~Geschrieben Feldherr Jan~~~~~

Er pinnte den Zettel an die Tür und setzte den Korb mit den exotischen Früchten vor die Tür. Danach ging er.

neven869
28-04-12, 17:35
Nevens Vater tritt vor die Tür und sieht das Geschenk des Generals. "Zu freundlich von ihm", denkt sich Nevens Vater und stellt die Früchte im Speiseraum auf, während das Kaninchen Le Terrible auf die Früchte fixiert jeder Bewegung folgt.

neven869
28-04-12, 22:07
Nevens Vater ist gerade dabei die Papiere erneut zu sortieren. Er stellt sich nun ans Fenster und blickt auf die Straße.

AnnoJan2070---
28-04-12, 22:09
Schnaufend kommt Jan angerannt. Er legt den hübschen Briefumschlag gut sehbar vor die Tür und rennt wieder zum Hafen.

neven869
28-04-12, 22:12
Siegfried ist leicht verdutzt. Er sieht, wie General Jan anrennt, einen Umschlag hinlegt und wieder verschwindet. Das alles geht so schnell, dass er nicht einmal dazu kommt, Jan zu begrüßen. Er geht nach unten und öffnet den Briefumschlag. Er liest die Nachricht und nickt kurz.

neven869
29-04-12, 09:05
Zurück in der Residenz wird Neven erstmal von dem Kaninchen begrüßt. Als Neven sieht, dass Le Terrible die Rosen im Garten gestutzt hat sieht er das Kaninchen leicht argwöhnisch an, welches einfach nur frech zurückguckt, sodass Neven unweigerlich lachen muss.

neven869
29-04-12, 20:10
Neven sitzt in seinem Haus und zieht sein Schwert. Er betrachtet es ein wenig und stellt fest, dass es seit dem letzten Kampf noch nicht geputzt wurde. Er fand einfach nicht die Zeit, es vom ganzen Blut zu befreien. Neven beginnt damit, dass Schwert zu säubern.Neven merkt auch, dass das schwarze Band, dass er um eine kleine Stelle direkt über der Parierstange des Bastard-Schwertes gewickelt hatte leicht zerfetzt ist. Er wickelt es ab. Darunter ist auf der einen Seite des Schwertes sein Name aus Diamant eingefasst. Auf der anderen Seite ist ebenfalls ein Name aus Diamant eingefasst, jedoch ein anderer als Nevens eigener. Neven reinigt auch diese Stelle und bindet ein robusteres schwarzes Band, welches ungefähr einen Zentimeter breit ist, darum. Neven stellt ebenfalls fest, dass sein Schwert seit seiner Herstellung weder brüchig, noch stumpf geworden ist. Neven renigt nun auch noch den Griff und die eingefassten Edelsteine. Dieses schwert ist das einzig prunkvolle, was Neven stets bei sich trägt.
Einen goldenen Harnisch, den Kaiser Herbet Neven einst schenkte, hatte Neven nie getragen und schon vor Jahren an einen Bauern verschenkt, damit dieser seine Familie für einige Monate ernähren konnte. Neven trägt seit jeher seine blaue Kettenlederrüstung mit seinem Banner darauf.
Als Neven mit dem Reinigen seines Schwertes fertig ist, macht er sich daran, mit seinem Vater, Leutnant Manius, dessen Verlobte, Leutnant Mauwer und acht von seinen Soldaten, die immer als Wache des Hauses stationiert sind, zu essen.

neven869
29-04-12, 23:05
Nach diesem langen tag legt sich Neven nun auch schlafen.

neven869
30-04-12, 08:25
Neven wacht am Morgen auf. Er zieht sich an und geht in den Wohnraum. Dort begrüßt er alle Anwesenden und lässt sich sagen, was es neues gibt. Nichts, wie er feststellen muss. Keine großangelegten Diebstähle, keine Straßenschlachten, keine Morde, keine Verbrechen. "Gut, dann ist ja alles bestens!"

neven869
30-04-12, 21:51
Neven isst derzeit mit seinen Gefährten im Speiseraum. Er unterhält sich mit Mauwer über die alten Geschichten zur See, während Manius mit Prinzessin Syzilljana über Annoport redet. Nevens Vater, Siegfried, hört Neven und Mauwer interessiert zu.
Die acht Hauswachen unterhalten sich ebenfalls.

neven869
30-04-12, 22:53
Es wird allmählich spät. Manius und Syzilljana verlassen den Tisch und legen sich schlafen. Leutnant Mauwer ist unermüdlich wie immer und redet weiter mit Nevens Vater. Die Wachen werden abgelöst und begeben sich nun auch zum Schlafen. Neven selbst geht in sein Zimmer und kramt dort einige alte Bücher hervor, welche er zu lesen beginnt. Langsam beginnt auch er in Schlaf zu versinken.

neven869
01-05-12, 11:30
Neven wacht auf. In seinem Händen hat er ein Buch, das der gestern zu Ende gelesen hatte. "Manius! Gibt es Neuigkeiten?"
"Nein, Feldherr."
"Nun gut."

Neven verlässt das Haus und geht in Richtung Bibliothek.

neven869
01-05-12, 17:37
Neven sitzt in seiner Residenz. Er denkt über den übersetzten Text nach. Es ist ihm interessant zu lesen, wie seine Gegner ihn sehen...

neven869
04-05-12, 23:03
Zu Hause angekommen ruft Neven Leutnant Manius: "Manius! Freund Davy ist in der Nähe! Lass Mauwer die Python Regius klarmachen!"
"Ah, der feine Herr Jones lässt auch mal von sich hören", antwortet Manius leicht sarkastisch, "ich werde den Befehl überbringen."
"Kein Befehl! Eher ein Wunsch" lacht Neven.

neven869
05-05-12, 09:04
Morgens steht Neven auf und legt seine Waffen und seine Rüstung an. Dann begibt er sich zur Python Regius.

neven869
14-05-12, 21:24
Inzwischen liegt der aufgewirbelte Staub nach der Versenkung der Dutchman wieder am Boden. Neven genießt die Ruhe...

neven869
15-05-12, 16:36
Neven geht sitzt auf seinem Bett und ist in Gedanken versunken. Seit seiner Verbannung aus seiner Heimatstadt hatte er unentwegt gekämpft und Blut vergossen. Mit den Blut, das er selber vergossen hat, könnte man einen See füllen, mit dem, was er und seine Männer insgesamt vergossen haben, könnte man einen noch viel mehr füllen. Doch das ist es nicht, was auf Neven lastet. Er kann mit den zahllosen Toten leben. Er hat sich nach jedem erkundigt und gegebenenfalls die Familien der Gefallenen versorgt. Neven sieht das Töten nicht als gerecht an. Er war noch nie ein großer Freund von Krieg - wenngleich er alles durch ihn erreicht hat und gerade darin unüberwindbar ist.
Was auf Neven lastet ist etwas anderes: Neven hat eine neue Heimat, viele gute Gefährten, von denen jeder für ihn sein Leben geben würde und eine gute Arbeit. Doch Neven fühlt, dass er sich nach etwas sehnt, was ihm sein gesamtes Leben verwehrt blieb. Und Neven weiß, dass ebendies durch keine Macht der Welt zu erzwingen ist...

neven869
17-05-12, 10:43
Neven geht einige eingereichte Anzeigen durch und muss auf jeden antworten, dass es nicht strafbar ist, seine Hecken nicht zu schneiden und ähnliches.

neven869
02-10-12, 18:01
Syzilljana eilt zu Manius. "Manius, was ist mit dem Feldherrn los?"
"Wie meinst du das, Liebste?" fragt Manius sie überrascht.
"Du weißt was ich meine. Neven sitzt seit Wochen nur noch in seinem Raum. Man hört nur trauriges Klavierspiel von ihm. Der Koch betritt täglich den Raum, bringt Neven Essen und Wein und verlässt den Raum wieder. Du kennst ihn am besten also sag mir: Was ist mit dem Feldherrn los?"
Manius ist etwas aus der Fassung. "Was ich dir jetzt erzähle, musst du für dich behalten."
"Einverstanden", erwidert Syzilljana.
"Also gut. Vor 10 Jahren wurde Neven im Alter von 16 mit Handelsverträgen zu einem Ritter geschickt. Einem Burgherren um genauer zu sein. Er verliebte sich in dessen Tochter und sie sich in ihn. Also kam es, dass Neven ihr seine Liebe gestand und ihr versprach, keine andere zu ehelichen als sie. Sie tat selbiges.
Als Neven nach Hause zurückkehrte, war er glücklicher als ihn jemals jemand zuvor gesehen hatte. Doch kurz darauf verschwand sein Vater. Neven wollte ihn suchen, doch der Bürgermeister ließ die Navis Argentaria an die Venezianer verkaufen und Neven hatte kein Schiff mehr. Also verschwand er in sein Haus und ließ sich allerhand Substanzen bringen. Dann experimentierte er mit diesen und erzeugte letztlich das, was die Python Regius unzerstörbar macht. Mit dem letzten Geld seiner Familie mietete er die Werft der Stadt ein ganzes Jahr lang. In dieser Zeit baute er die Python Regius, pumpte das Werftbecken leer und ließ sein härtendes Mittel hineingießen, sodass sein Schiff vom Kiel bis zur Großmastspitze mit dieser Chemikalie durchtränkt wurde. Das Holz sog alles bis zum letzten Tropfen auf und wurde so, wie es jetzt ist."
"Und weiter?"
"Neven war 17 als sein Schiff fertig wurde. Sein erstes Ziel war die alte Festung, wo er seine Geliebte endlich ehelichen und dann mit auf seine Suche nehmen wollte. Doch als er die Festung erreichte, war alles zerstört. Überall lagen Tote, und die gesamte Stadt lag in Trümmern und Asche, obwohl sie offenbar bis zum bitteren Ende verteidigt wurde. Neven Verlobte war nicht aufzufinden. Und so suchte Neven ein weiteres Jahr nach ihr. Doch vergebens.
Mit 18 kehrte er nach Hause zurück. Geschlagen von seinem Verlust. Er hatte seinen Vater und seine Frau verloren und wusste nicht mehr weiter. Als er dann im Hafen festmachte, traf er auf den Bürgermeister, welcher Neven sagte, dass er verbannt sei, weil er ein venezianisches Kaperschiff vernichtet hatte."
"Warum hatte er es vernichtet?"
"Es hatte ihn angegriffen und Neven verteidigte sich. Also lag die Schuld nicht bei ihm. Doch die Stadträte sahen das anders. Sie verbannten ihn und verboten seine Rückkehr. Sein Haus und sein übriges Vermögen wurden beschlagnahmt.
Doch Nevens Familie hatte der Stadt stets treu gedient und genoss vor allem unter den Soldaten und Seeleuten einen guten Ruf. Neven selbst war sehr beliebt bei allen gewesen."
"Was ist dann passiert?"
"Fast die gesamte Generation der Jungen, die mit ihm aufgewachsen war, mit ihm erzogen wurde, mit ihm ausgebildet wurde, verließ die Stadt um Neven zu folgen. Außerdem schlossen sich Neven die besten Kapitäne des gesamten Flotte des Stadt mit ihren Schiffen an. So zum Beispiel Kapitän Green, der berühmte Korsar, mit seinem Kaperschiff, der France. Dadurch wurde Neven allerdings noch verhasster bei den Räten und sie verbannten auch die, die Neven folgen wollten.
Neven hatte also alles verloren. Vater, Verlobte, Heimat. Doch ermuntert davon, dass wir hinter ihm standen gab er nicht auf und zog mit uns durch die Welt. Später dienten wir 4 Jahre unter Kaiser Herbert I, der Neven aber vor einiger Zeit verriet. Seither leben wir hier in Annoport. Neven haut auch seinen Vater und die beiden verlorenen Schiffe wiedergefunden. Doch noch immer trauert Neven um seine Liebe. Vor allem jetzt, da er alles andere wiedergewinnen konnte."
"Und was ist mit seinem Schwert?"
"Sein Schwert? Darüber weiß ich nicht viel. Ich kann dir nicht mal sagen, aus welchem Metall es ist. Ich weiß nur, dass er es mit 16 Jahren, direkt nach seiner Rückkehr geschmiedet hat, als er noch das Glück im Gesicht hatte."
Syzilljana ist jedoch noch immer neugierig. Wissbegierig fragt sie mit gesenkter Stimme:
"Was hat es mit dem schwarzen Band auf sich?"
"In seinem Schwert sind nahe der Parierstange zwei Namen in Diamant eingefasst. Einer ist seiner. Und der andere Name... nun, das weiß ich auch nicht. Vermutlich ist es der, seiner Geliebten. Das schwarze Band verdeckt die beiden Namen und soll entweder seine Trauer zeigen, oder verhindern, dass Blut darüber läuft."
"Jetzt verstehe ich, weshalb Feldherr Neven so niedergeschlagen ist. Er hat fast alles. Aber das wertvollste ist ihm verloren gegangen", sagt Syzilljana mit gerührter Stimme und lässt sich in Manius Arme sinken.

neven869
09-11-12, 18:57
Der Himmel ist graubraun und ein düsterer Nebel liegt über dem Boden. Hier und da steigen Rauchschwaden aus dem Trümmerfeld, das einst eine stolze Festung gewesen war, und vermischen sich mit dem Nebel. Vereinzelt brennen noch Ruinen und zerfetzte Banner roter, weißer und gelber Farbe, sowie zahllose tote Soldaten liegen überall. Neven eilt durch die Trümmer bis hin zum Bergfried der Stadt. Doch auch dieser musste der Gewalt dieser Zerstörung nachgegeben haben. Neven tritt durch die Überreste des Tores und durchsucht die Burg. Verstört und erschöpft schlägt er mit seinem Schwert die Trümmer von heruntergefallenen Dachbalken in Stücke. Nachdem er dies geschafft hat bricht er die Tür, die hinter den Überresten gewesen war, auf.
Fassungslos steht er am Eingang zu einem Raum und blickt auf eine tote Frau.

Schweißüberströmt wacht Neven auf. Seit einiger Zeit hat Neven immer nur noch den selben Traum. Diese Bilder erscheinen jedes Mal, wenn er die Augen schließt.
Neven greift zu seinem Schwert und fährt mit dem Finger über die Klinge. Der Stahl ist eiskalt. Im Mondschein scheint die Schneide einen blauen Schimmer zu haben. Oberhalb des schwarzen Bandes vor des Parierstange befinden sich auf jeder Seite fünf Einkerbungen, sodass man das Schwert den Bastardschwertern zuordnen kann, wenngleich die restliche Klinge eher glatt und einem normalem Schwert ähnlich ist. Noch nie in all den Jahren, musste Neven das Schwert schärfen. Mit ihm kann er mühelos auch Steine durchtrennen, ohne dass es der Klinge auch nur den geringsten Schaden antun würde.
`Es gibt nur zwei solcher Waffen auf der Welt´ denkt sich Neven als er nach einer Flasche voller Wasser greift und sie austrinkt. Langsam lässt er sich auf sein Bett zurücksinken und versinkt erneut in Gedanken...

neven869
05-12-12, 15:58
Manius tritt zu Neven, "Feldherr! Wir haben einen Toten gefunden! Es sieht nach Mord aus."
Neven denkt kurz nach und antwortet dann: "Ein Mord? Ganz sicher?"
"Jawohl. Außerdem haben wir einen Zeugen. Einen Lagerhausbesitzer am Hafen."
"So? Dann will ich ihn umgehend aufsuchen. Holt mir 4 Mann der Annoporter Garde!"

neven869
07-12-12, 13:15
Gestresst durchstöbert Manius alle alten Dokumente und sucht nach neuen Zeugen. Doch es findet sich kein Beweis der Unschuld und auch kein Augenzeuge. Leutnant Mauwer kommt in den Raum. "Wo isn de Feldherr? Ick heb ihn set gestern net gesehen."
"Mauwer! Verdammt wo warst du? Hast du noch nicht mitbekommen, dass der Feldherr wegen Mordes im Schuldturm sitzt?"
Leutnant Mauwer zuckt sofort zusammen und zieht mit zornigem Gesicht seinen leicht rostigen Säbel. "Wat? Wir mütten ihn befreen!"
Manius schüttelt den Kopf. "Er hat es verboten. Wir sollen nicht gegen Annoport kämpfen!"
Mauwer steckt seinen Säbel enttäuscht zurück. "Und de Männer?"
"Sie wissen schon davon. Es war wirklich schwierig sie davon zu überzeugen, ruhig zu bleiben."
Mauwer sieht auf den Boden. Er ist sichtlich verwirrt. "Mort? Der Feldherr und Mort? Dat is net möglik!"
"Du hast recht Mauwer, aber der Feldherr wurde dabei gesehen, einen Dolch aus der Leiche zu ziehen. Und der Tote war Zeuge bei einem anderen Mord. Neven hat gerade ordentliche Probleme. Und ich finde keine Zeugen für seine Unschuld. VERDAMMT!!!!"
Mauwer klopft Manius auf die Schulter um ihn zu beruhigen.
"Verdammt Mauwer, es ist soweit! Ich muss zum Gerichtssaal!"

neven869
07-12-12, 15:25
Niedergeschlagen kommen Manius, Siegfried und Mauwer zurück zu Nevens Residenz. Sie sind von Kummer getroffen. Mauwer verliert seinen besten Kommandanten, Manius einen guten Freund und Siegfried seinen Sohn, der ihn Jahre lang gesucht hat. Keiner spricht. Jeder weiß, was der andere denkt. Der Feldherr muss einfach unschuldig sein. Syzilljana wirft sich in Manius Arme. Das Kaninchen Le Terrible benimmt sich ruhig, als würde des Kummer ihn auch treffen.

neven869
23-12-12, 13:35
Manius sitzt auf einem Stuhl und liest einen Artikel in der Zeitung:

"Noch immer gibt es keine Spur von Feldherr Neven. Er wurde schuldig gesprochen, einen Mann ermordet zu haben und mit einem anderen Mord in Verbindung zu stehen.
Nach seiner Verurteilung überwältigte er einen Wächter vor seiner Zelle und entkam. Die Polizei von Annoport, deren Leiter er war, erklärt durch seinen Stellvertreter Hauptmann Manius,
dass sie sich nicht in der Lage sähe, Handlungen gegen den Feldherrn zu unternehmen, da sie zu befangen wäre. Daher übernimmt die Annoporter Stadtwache den Fall."

Entnervt lässt er die Zeitung auf den Tisch fallen. Obwohl er weiß, dass Neven ihm nichts verübelt, macht er sich Vorwürfe, keine Beweise für dessen Unschuld gefunden zu haben.

neven869
02-02-13, 18:57
Manius wird von gewisser Unruhe getrieben. Es kursiert das Gerücht, Neven sei getötet worden. Noch gibt es keinen Beweis, doch Manius ist schon allein durch das Gerücht zutiefst beunruhigt...

neven869
20-03-15, 20:30
Neven und Marie betreten die Residenz in Begleitung der Soldaten. Siegfried, Manius und Mauwer sitzen am Runden Tisch und spielen Karten. Marie und Neven setzen sich in die Sessel vor dem Kamin und beginnen jeweils ihre Schwerter zu betrachten.
Neven entsinnt sich der Vorfälle von inzwischen vor über zwei Jahren. Er erinnert sich an den Mord, der ihm durch Flint angehängt wurde, an den Scheinprozess mit den korrupten Richtern und Geschworenen, an seine Flucht und seine Suche nach seinem Schwert und Beweisen seiner Unschuld. Er erinnert sich an Manfred, der unter den Bettlern als "der Veteran" bekannt ist, und an die Hilfsbereitschaft derer, denen Neven im Kampf Wunden zugefügt und Verwandte geraubt hatte.
Neven blickt Marie an, welche ihr Schwert bis auf Hochglanz poliert und ruft sich das Gemetzel in der Tränenfeste in Gedächtnis, welches mit deren Zerstörung und Flints und Gerhards Tod endete. Und dann der Moment, als Neven völlig erschöpft und verletzt mit seinem Schwert in der Hand wieder seiner Liebe gegenüberstand.
Die Rückkehr nach Annoport, der Überfall durch Piraten, das Wandern durch den Wald und anschließend das stolze Präsentieren der gesammelten Beweise gegen Flint und die korrumpierten Beamten. Neven konnte seinen Posten wieder einnehmen. Doch seither hatte sich wenig getan in Annoport.

Der Feldherr löst seinen Blick von Marie und blickt ins Kaminfeuer.

"Es ist schon lange her, dass jemand hier wieder an Land gegangen ist", beginnt er, "ich hoffe, es wird in nächster Zeit häufiger vorkommen und es kehrt wieder Leben in die Stadt ein."

"Da pflichte ich dir bei!", antwortete Marie. Die beiden blicken sich nun in die Augen und erkennen im Blick des jeweils anderen das selbe Feuer, den selben Tatendrang, der in ihnen selbst lodert. "Da pflichte ich dir bei!", wiederholt Marie...

neven869
24-07-15, 04:53
Neven steht auf dem Balkon seines Hauses und blickt über die Straßen. In den letzten Tagen hatte sich einiges getan. Handwerker und Händler waren oft über die Straßen gegangen, Marktkarren mit Waren aus den Feldern vor der Stadt waren eingetroffen, und Neven hatte auch einige bekannte Gesichter in die Stadt zurückkehren sehen.

"Es scheint, dass das Leben in die Stadt zurückkehrt. Ich hoffe, es bleibt auch so!"
"Das hoffe ich auch. Du wirkst irgendwie umso lebendiger, je mehr sich auf den Straßen tut" antwortet Marie, die nun den Balkon betritt und sich neben Neven stellt.
Neven muss lachen. "Lebendiger also? Wirke etwa ansonsten eher unlebendig?"
"Gewiss nicht" erwidert Marie lächelnd, "Aber ich sehe, dass es dir Freude bereitet, Dinge aufblühen zu sehen."

"Feldherr, der Gefangene ist jetzt bereit zu reden!" Manius

"Ach ja, die Pflicht ruft. Ich gehe dann zum Schuldturm. Bis bald, meine Holde!" Neven macht eine übertrieben förmliche Verbeugung vor Marie. Ihr darauffolgendes Lachen lässt Neven erkenne, dass er sein Ziel, sie zu belustigen, erreicht hat. So macht er sich also zum Schuldturm auf.

neven869
01-08-15, 17:23
Neven geht über die Verbrechen der letzten Wochen und Tage. Sie sind verschiedenster Art - vom Vandalismus über Einbrüche und Diebstähle bis zu Überfällen. Jedoch haben sie alle gemeinsam, dass die mit brutaler Präzision und Professionalität ausgeführt wurden. Es wurden kaum Spuren hinterlassen und die Täter waren immer verschwunden, bevor die Garde oder Nevens Männer den Ort erreichen konnten - und das obwohl Arthurs Gardisten und Nevens Soldaten bis zur praktischen Perfektion ausgebildet und gedrillt wurden.

"Könnte das etwas mit dem mysteriösen neuen Mitspieler zu tun haben, von welchem der Gefangene geredet hatte?" fragt Hauptmann Manius.

"Das könnte sein. Die Verbrechen sind von einem Moment auf den anderen so extrem geworden. Das ist alles mehr als eine Diebesgilde. Es ist sogar weitaus organisierter als die Diebesgilde, die vor einigen Jahren eine Übernahme von Annoport geplant hatte. Aber wer kann dahinter stecken? Wer hat die Fähigkeit, sich all diese Verbrecher unterzuordnen und sie zu koordinieren?" beginnt Neven zu rätseln.

Marie antwortet: "Wer auch immer es ist, er scheint es sehr persönlich mit dir zu nehmen. Und er hat einen guten Zeitpunkt erwischt. Die Annoporter Garde ist unterbesetzt und unsere Leute müssen deshalb an vielen Ort Wache schieben, anstatt aktiv eingesetzt zu werden."

"Du meinst, jemand hat diesen Moment abgepasst um plötzlich in Erscheinung zu treten? Das würde Sinn ergeben. Aber ich weiß von keinem meiner alten Feinde, die zu solchen Mitteln greifen würden oder könnten..."

"Vielleicht ist es ein neuer Feind. Oder ein Feind, der dir belang noch nicht aufgefallen war. Auf jeden Fall gibt es keine Spur zu ihm. Der Gefangene wusste nichts. Die Identität unseres Gegners ist unbekannt und er scheint sehr intelligent und gerissen zu sein. Wir haben also keine Chance, diese Verbrechergilde an ihrer Quelle auszuschalten." erwidert Marie wiederum.

"Dann bleibt uns also nur der mühsame Weg," seufzt Neven. "Wir müssen die unteren Ränge ausschalten, dann die Ränge darüber und die Ränge darüber. Und das immer weiter bis unser Gegner keine andere Möglichkeit hat, als sich direkt zu zeigen. Aber dafür brauchen wir freie Hände, um unsere Soldaten einzusetzen. Und weil die Garde unterbesetzt ist haben wir die nicht. Ach verdammt noch mal!"

"Vielleicht gibt es eine Möglichkeit!" wirft Manius ein. "Auf einer der Nachbarinseln hat die Söldnergruppe "Grünes Band" ihr Lager aufgeschlagen. Sie sind ziemlich bekannt und genießen einen guten Ruf. Wir haben auch einen Brief erhalten, in dem sie fragen, ob Annoport momentan Arbeit für das Grüne Band hätte. Wir könnten sie für die Wachaufgaben einspannen. Dann hätten wir die Hände frei."

Neven nimmt den Brief entgegen und liest ihn durch. "Ich werde vorher heute Abend mit der Bürgermeisterin darüber sprechen müssen. Söldner anzuwerben und ihnen öffentliche Aufgaben zuweise ist immerhin ein Schritt, der ihrer Entscheidung unterstellt werden muss.
Lasst uns aber vorher über weitere Möglichkeiten nachdenken - nur für den Fall de Fälle..."

neven869
01-08-15, 21:14
"Ich mache mich dann mal auf zu Frau Calypso und berichte ihr, was wir bislang haben. Macht euch solange weiterhin Gedanken über verschiedene Mittel und Wege!"

Neven verlässt das Gebäude.

neven869
02-08-15, 18:15
Neven erreicht seine Residenz wieder und betritt das Gebäude. Er hat die Nacht über damit verbracht, selbst auf Patroullie zu gehen und für Ordnung zu sorgen. Zudem musste er einige Angelegenheiten mit Kommandant Arthur besprechen. Die Moral der Garde war in Wanken geraten und Neven musste sie wiederherstellen. Zumindest fürs Erste.

Nun wendet er sich an Manius. "Wie ist die Lage, Hauptmann?"
Manius wendet sich ab vom Planungstisch. Er sieht sichtlich müde aus. "Nicht gut. Könnte aber schlimmer sein. Unsere Männer patroullieren rund um die Uhr. Sie sind solche Anstrengungen gewohnt, aber auch sie brauchen irgendwann Schlaf um ihre volle Kampfkraft beizubehalten. Es drückt auf ihre Moral, dass wir momentan in der Defensive sind.
Die Gardisten scheinen durch Eure Anwesenheit wieder an Willen und Hoffnung gewonnen zu haben. Es sind nach wie vor professionelle Soldaten. Aber auch sie halten sich teilweise gerade noch so auf ihren Füßen."

"Was waren die Ereignisse gestern Nacht?"

"Vier Überfälle, alle gestoppt, bei zweien konnten die Täter entkommen. Sechs Einbrüche, drei gestoppt, bei einem die Täter gefasst. Drei versuchte Diebstähle bei den Lagern der Stadt und bei der Speicherstadt. Die Gardisten konnten alle verhindern. Aber es konnte keiner der Täter gefasst werden. In einem Haus hat man Brandsätze gefunden. Sie konnten entschärft werden, bevor schlimmeres geschehen konnte. Vom Täter keine Spur."

"Also alles in allem, eine ruhige Nacht" bemerkt Neven leicht sarkastisch. Manius hingegen scheint gerade nicht nach Lachen zu sein. "Feldherr, ich weiß nicht, wie lange wir das noch aufrecht erhalten können. Wir können keine Rekrutierungen durchführen und keine Bürgerwehr organisieren, solange dieser Wahnsinn anhält. Wir wissen schließlich nicht, wem wir da Waffen in die Hände drücken. Und die Söldner sind eine Falle unseres Gegners. Wir geraten schon an unseren Grenzen dabei, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten."

"Das wird in Ordnung kommen. Wir werden die nötigen Mittel schon zusammen bekommen."

"Wie das denn?" fragt Manius. Am Gesichtsausdruck des Feldherrn erkennt er allerdings, dass dieser nichts weiter dazu sagen wird. Und das vermutlich aus gutem Grund. "Nun, ich glaube es ist vielleicht auch besser, wenn Ihr es nicht laut aussprecht."

Nevens Lächeln darauf hin zeigt Manius, dass er richtig liegt.

calypso1960
02-08-15, 21:42
Unbeschadet erreicht sie Herrn Nevens Haus. An der Gartenpforte bleibt sie stehen und muss kurz auflachen. Es schaut ihr mit kecken Augen, aber mürrischem Blick, ein schwarzes Kaninchen entgegen und plustert sich auf wie ein Wachhund.

Le Terrible, lächelt Calypso und legt dem missgelaunten Tier einige Stücke Möhrchen und Fenchel hin. Fast scheint es ihr, als ob es plötzlich grinsen würde. Verwirrt schüttelt Calypso den Kopf und blinzelt … sowas gibt es nicht, ermahnt sie sich.

Sie wirft den versiegelten Brief an Herrn Neven in den Postkasten und macht sich wieder auf den Heimweg.


Lieber Herr Neven,

zuerst möchte ich mich für Ihren Besuch gestern bei mir bedanken. Ich habe mich über Ihr Kommen sehr gefreut und unser Gespräch genossen.

Allein die bitterernste Situation in Annoport macht mir sehr zu schaffen. Ich würdige ausdrücklich Ihren permanenten Einsatz um Wohl und Ordnung in unserer Stadt und weiß, dass es für Sie nicht einfach ist. Zumal unsere Garde stark unterbesetzt ist.

Wir hatten uns gestern Abend kurz darüber verständigt, dass ich Ihnen eine Liste mit unseren Verbündeten aushändige. Dazu darf ich Ihnen erklären, dass wir uns alle 3-4 Monate bei einem vorher abgesrochenen Bündnismitglied treffen, um uns auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Bereits vor einiger Zeit habe ich von unseren Problemem berichtet und mir wurde uneingeschränkte Hilfe zugesagt.

Herr Neven, ich lege diese Liste vertrauensvoll in Ihre Hände und bitte Sie, diese niemandem!! zu zeigen. Sie ist absolut vertraulich. Auf ihr stehen die umliegenden Bündnispartner mit ihren Standorten und den Namen der Ansprechpartner. Die Namen habe ich mit Wachs geschrieben, damit sie nicht für jedermann erkenntlich sind. Sie müssen die Liste nur gegen eine Kerzenflamme halten und sie werden sichtbar.

Im Okzident:
Goldfurt: ………………..….
Röschenhof: ………………
Tranbergen: ……………….
Fischbach: ………………..
Donnersbach: …………….

Im Orient:
Marsa alam: ……………..
Ras Mohammed: …………………
Gayal:…………………….
Shamaa: ………………….

Ich bitte Euch, zu mir zu kommen, wann immer Ihr meine Unterstützung benötigt, sie ist Euch gewiss.

Herzlichst
Calypso

neven869
02-08-15, 22:33
Neven geht zum Postkasten und nimmt den Brief in Empfang. Nachdem er ihn gründlich gelesen hat liest der die Informationen zu den Verbündeten.
"Noch nie von denen gehört" denkt sich Neven. "Die scheinen ihre Arbeit also gut zu machen."

Doch wie soll Neven die Verbündeten benachrichtigen. Er würde Annoport nicht verlassen können. Ebensowenig Hauptmann Manius, welcher als Nevens höchster Offizier tätig war, würde ebenfalls viel Verdacht erregen, sollte er die Stadt verlassen.
Neven überlegt. Von all seinen Schiffen ist die Gladiator am schnellsten. Ein Bote könnte innerhalb weniger Tage sämtliche Verbündete informieren. Aber würde das auslaufen eines von Nevens Schiffen nicht auch Aufsehen erregen? Es sei denn, die Gladiator würde zeitgleich mit dem freien Händler auslaufen, der heute Abend noch ablegen will. Alle würden denken, dass die Gladiator als Eskorte eingesetzt werden würde. Die Gladiator ist zudem - als das schnellste bekannte Schiff der Welt - in der Lage die Verbündeten zu kontaktieren, bevor andere Nachrichten die entsprechenden Inseln erreichen können. So wäre Neven dem unbekannten Gegner immer einen Schritt voraus.
Jetzt ist es nur noch eine Frage, wen Neven als Boten schicken sollte.

"Leutnant Mauwer!" ruft Neven. Mauwer betritt den Raum. "Wat kenn ich dienen, Feldherr?" fragt der Offizier mit seinem Dialekt.
"Mauwer, ich habe hier mehrere Briefe an Verbündete - die besser nicht öffentlich gemacht werden. Ich habe Instruktionen erhalten, wer sie sind, und wie man mit ihnen in Kontakt treten kann.
Nimm die Gladiator und bringt diese Depeschen den Kontaktpersonen. Nur du - die Mannschaften bleiben an Bord und werden die entsprechenden Orte nicht betreten. Ich vertraue zwar jedem einzelnen unserer Männer aber ich möchte Missverständnisse und dumme Zufälle vermeiden. Es ist Eile angesagt. Segle mit vollster Geschwindigkeit und mach keine unnötigen Pausen."

"Ik verstehe, Kommandant. Wann brecke ich ouf?"

"Heute Abend noch! Ihr werdet die erste Seemeile lang so tun, als würdet ihr den freien Händler Stephanus eskortieren. Also beeil dich!"

Mauwer salutiert und eilt dann aus der Residenz in Richtung Hafen.

neven869
03-08-15, 20:46
"Feldherr, ich glaube, das sollten sie sehen!" wendet sich Manius an Neven und übergibt ihn eine Zeitung.

"Was ist das?" fragt Neven daraufhin.

"Es ist ein Gespräch zwischen Herrn Gert und einem Reporter."

Neven beginnt, die Zeitung zu lesen. Mit jeder Zeile wird seine Miene finsterer. Schließlich wirft er die Zeitung wütend gegen die Wand.

"Dieser Narr! Nicht nur, dass er meine Warnungen geflissentlich kleinredet und mir die Schuld an etwaigen Vorfällen auf seiner Baustelle anlasten will - nein, er redet von Revolte, sollte sein Antazon beim Bau behindert werden! Das letzte, was Annoport jetzt gebrauchen kann, ist so ein lächerlicher Händler, der sich für den Retter der Stadt hält und beginnt, die öffentliche Ordnung zu gefährden - nicht, dass wir nicht auch schon genug Probleme mit diesen Kriminellen hätten! Dem reiß ich den Kopf ab!"

Manius versucht Neven zu beruhigen. "Nur ruhig, Feldherr! Ich weiß, die Lage ist momentan alles andere als angenehm. Was werdet Ihr also machen?"

"Nichts! Was kann ich denn machen? Niemand kann ihm verbieten, mit der Presse zu reden und seine Meinung zu äußern - unabhängig davon, wie viel Unsinn dabei rauskommt. Aber ich werde mit ihm reden."

Neven geht daraufhin zum Fenster und blickt auf die Straße, wo zwei seiner Männer gerade einen festgenommenen Verbrecher in Richtung Schuldturm abführen.

"Ich hoffe nur, Mauwer schafft es rechtzeitig."

neven869
05-08-15, 01:18
Neven steht oben am Balkon seines Hauses und blickt über die Stadt. Er hatte noch vor, Manius nach dem Stand seiner Ermittlungen zu fragen, doch irgendwie war er noch nicht dazu gekommen.
Die Stadt wirkt so friedlich. Es ist bei diesem Anblick schwer zu glauben, was sich in letzter Zeit mancherorts so abspielt. "Zumindest, können die Einwohner eines weiteren Viertels wieder ruhiger schlafen." denkt er sich.

Dann hört er ein lautes Zischen. Über der alten Weberei steigt eine einzelne Feuerwerksrakete auf. Neven braucht nicht lange, um sich zu erschließen, dass dies das Signal ist, dass sein unbekannter Gegner ihm zukommen lassen wollte.

"Sieht aus, als würd ich jetzt den freundlichen Drahtzieher hinter der derzeitigen Unordnung kennen lernen," wendet er sich an Marie. Diese blickt ihn besorgt an. "Sollte ich nicht mitkommen? Oder zumindest einige Soldaten, damit du ihn verhaften kannst."
Neven lächelt nur. "Ach Marie, ich denke nicht, dass unser Gegenspieler sich mir gegenüberstellt, ohne sich eine Rückversicherung zu verschaffen. Und ich denke, ich werde schon auf mich selbst aufpassen können. Sei unbesorgt, meine Liebste! Ich kehre zu dir zurück."

Dann verlässt Neven das Haus und begibt sich in die Richtung, aus der das Signal gekommen ist.

neven869
05-08-15, 11:01
Neven erwacht in den Armen von Marie. Diese ist sichtlich erleichtert.
"Gut, dass du aufwachst, Neven. Du hast einige leichte bis mittlere Verbrennungen erlitten. Bei der Beinverletzung hast du Glück gehabt. Etwas weiter links und du hättest eine durchbohrte Hauptader gehabt und wärst vielleicht verblutet. Ich habe dir etwas gegen die Schmerzen und Brandwunden gegeben."
"Oh, danke Marie. Ich kann mir nichts schöneres vorstellen als nach einem solchen Höllenritt mit deinem Gesicht vor Augen aufzuwachen." bringt er lächelnd hervor. "Das Feuer... ist es gelöscht?"
"Ja, es ist gelöscht und alle sind sicher. Aber was deine Rüstung angeht..."
"Ach, das alte Paradestück... Moment - seit wann hab ich das eigentlich getragen?" überlegt Neven plötzlich.
"Es gibt noch weitere Neuigkeiten." fährt Marie fort. "Mauwer ist mit der Gladiator zurück. Er wartet vor der Tür."
"Dann lass ihn reinkommen."
Leutnant Mauwer betritt den Raum. "Feldherr, de Verbündeten weden komen. Sie broken noch mindestens zwo Tage um ihre Kräfte zu sammeln und hierhin zu komen. Vielleicht aug dre oder vier."
"Das sind gute Neuigkeiten. Mit ihrer Hilfe werden wir die Lage schnell unter Kontrolle bekommen."
Marie sieht etwas besorgt aus. "Manius war vorhin hier. Er erzählte, dass die Verbrecher scheinbar dreister werden. Es ist früh am Tag und schon gab es drei Überfälle, die verhindert werden konnten. Aber die Täter bleiben ungefasst."
"Er sagte, er wolle den Druck erhöhen..." überlegt Neven. Marie sieht ihn fragend an. "Unser Gegner. Ich habe heute Nacht mit ihm gesprochen. Er hat das Feuer entzünden lassen, damit ich ihm nicht folgen kann. Die Menschen in den Häusern waren auch seine Rücksicherung, im Falle eines Zugriffs unsererseits."
"Du hast noch nichts von ihm erzählt. Wer ist es?" fragt Maire.
"Das ist... ein Wahnsinniger. Ganz klar. Er scheint irgendeine Besessenheit zu haben, was meine Person angeht. Er sieht sich als das Gegenstück zu mir und bezeichnete sich selbst als "das Chaos"," erzählt Neven. "Ich habe aber keine Ahnung, wer es sein könnte. Sag mir Marie, habe ich wirklich so viele Leute soooo sehr verärgert, dass sie sich eine Makse überziehen und anfangen irgendwelche Städte anzuzünden?"
"Wenn das, was du sagst stimmt, dann ist diese Person verrückt. Jemand, der seinen Wahnsinn voll und ganz auf einen Aspekt oder eine Person bezieht, um sich nicht selbst völlig zu verlieren. Jemand, der sehr gefährlich ist." überlegt Marie.
"Ich glaube, es ist Zeit aufzustehen. Und es ist Zeit, für meine Kampfrüstung."

Neven schleppt sich aus dem Bett hin zum Schrank. Er öffnet die Schranktür und steht seiner Rüstung gegenüber. Es ist eine blau gefärbte Stahlschuppenrüstung,welche von der Schulter bis zum Knie herabreich, bestehend aus großen Stahl-Drachenschuppen. (die Bezeichnung der Form, nicht von einem echten Drachen ;)) Die schweren Lederhandschuhe sind mit hochwertigem Stahl beschlagen und um Armschienen für die Unterarme erweitert. Die Gepanzerten Lederstiefel sind um Beinschienen erweitert, die das Schienbein bis einschließlich die Knie schützen.

Neven legt die Rüstung an - trotz der Schmerzen die er stellenweise noch aufgrund der Brandwunden hat. "Die Arbeit ruft!" sagt er als er sein Schwert anlegt und sich daran macht, seinen Aufgaben wieder nachzugehen...

gertgb81
07-08-15, 14:39
Ein Matrose bringt inmitten der Tumulte einen wichtigen Brief zu Nevens Residenz und wirft ihn im Briefkasten ein.
"Geschätzer und Weltbekannter Feldherr Neven.
Herr Gert, Sohn des viel zu früh verschiedenen Antonius, welcher widerum ein sehr guter Bekannter meines Komponisten Händel den ich sehr schätze,
hat mir in einem Brief mitgetteilt, dass ihre Garde stark unterbesetzt ist. Ich weiß das Herr Gert manchmal zur Übertreibung neigt, doch im Kern sollte man
seinem Ohr Gehör verleihen. Ich habe mich daher entschlossen, Ihnen dauerhaft, 20 meiner besten Leute der Garde sowie 2 Ausbilder und ausreichend Waffen
mit dem Handelsschiff von Stephanus zu schicken, welches auch Händel und eine neuartige Sängerin Shakira oder so an Bord hat.
Die Garde ist bestens ausgebildet. Um ihre unterbesetzte Garde für die Kämpfe zu rüsten, habe ich 2 Ausbilder mitgeschickt, die ihrer Garde neue Techniken beibringen kann.
Verzeihen sie mir, aber ich glaube Herr Gert, hat Übertrieben, doch es war sein ausdrücklicher Wunsch und er bezeichnet sie als den größten und mutigsten Feldherr, dem er jemals begegnet ist.
Ihr ruf hier in Großbritannien zählt ebenso zu den besten. Er bat mich zwar ihnen von dem Lob durch ihn nichts zu schreiben, doch alle Wünsche kann ich Herrn Gert auch nicht erfüllen.
Mit Königlichen Segen und voller Respekt vor ihnen großer Feldherr Neven

Georg I. Ludwig, König von Großbritannien und Irland und Titularkönig von Frankreich

neven869
07-08-15, 15:44
Neven kehrt nach einer weiteren langen Nacht in seine Residenz zurück. Erschöpft lässt er sich auf seinen Sessel fallen. Marie sieht ihn besorgt an. "Du siehst gar nicht so gut aus. Wann hast du das letzte Mal geschlafen?"
"Vor zwei Tagen, nach dem Feuer. Das war aber eher eine unfreiwillige Pause", scherzt Neven. "Keine Sorge, mir geht es gut. Ich brauche nur ewas... eine Menge Wasser. Die Hitze ist ein wenig erdrückend. Zumindest scheinen die Verbrecher auch dieser Meinung zu sein. Die meisten Vorfälle haben wir in den Dämmerungen und Nachts."

Siegfried, Nevens Vater, betritt den Raum. In seiner Hand hält er einen Brief. "Hier, mein Sohn! Von der englischen Krone!"
"Was? Wenn es wieder um die Sache mit der Freibeuter-Flotte geht - das war wirklich nicht meine Schuld! Die haben zuerst geschossen!"
"Knapp daneben!" scherzt Siegfried. "Lies selbst!"

Neven liest den Brief. "Zwanzig britische Gardisten also? Das ist zwar keine massive Hilfe, aber die können wir für das ein oder andere gebrauchen. Lasst die Briten unsere Männer in der Nähe des Opernhauses ablösen. Sie sind mehr und noch wach. Das werden wir bald brauchen. Denn ich zweifle an, dass die Verbrecher die Oper mit Kulturgründen betreten wollen werden. Unsere Offiziere können währenddessen ein paar Worte mit den Ausbildern austauschen." führt Neven aus, der inzwischen schon das achte Glas Wasser getrunken hat.

"Und was ist mit dir? Gehst du zur Oper?" fragt Siegfried.
"Ich bin nicht gerade das, was man einen Kulturmenschen nennen kann. Außerdem muss ich nachts wohl noch ein paar Knochen brechen und Räuber einkerkern. Bis dir Verstärkungen eintreffen gibt es keine Pause für uns." erwidert Neven. "Geh lieber du stattdessen hin. Du auch, Marie."
Marie sieht ihn lächelnd an und schüttelt nur den Kopf. "Ich werde immer direkt hinter dir sein. Du willst doch nicht, dass dir jemand einen Knüppel gegen den Hinterkopf schlägt."
Neven steht auf und kann nur lachen. "Ach ja, manche Paare tanzen im Mondschein, manche rezitieren einander Liebesgedichte und manche gehen romantisch essen. Aber wir - unsere Vorstellung von Romantik besteht darin, die schönsten Nächt damit zu verbringen, gemeinsam Schädel einzuschlagen und Hintern zu treten!"
Dann nimmt er Marie in den Arm und die beiden küssen sich inbrünstig. "Dann haben wir also heute Abend ein Rendezvous!"

gertgb81
10-08-15, 16:10
yawmun sa ʾīd (Guten Tag) hoch geschätzter Feldherr Neven.

Ich möchte mich nochmals recht Herzlich bei Ihnen und ihrer Familie für ihr Erscheinen im Palast des Orient bedanken. Die Spendengelder die sie eingebracht haben sind ja unfassbar, aber wie immer zählt nicht die Höhe sondern der gute Wille, was so ein gewissenhafter Mensch wie sie sicherlich wissen.

Mein Anliegen, welches noch ihre geschätzte Aufmerksamkeit benötigt, möchte ich Ihnen nun darlegen. Wie sie vielleicht bemerkt haben, verfüge ich über reichhaltige Orientalische Kulinarische Waren. Hierzu verfüge ich über einen Handelsvertrag mit einflussreichen Händlern und Handelsposten in abu dhabi. Dies beinhaltet im Grunde auch Chinesische Handelswaren, Heilmedizin und man höre und staune Streitkräfte.Für Sie, den großen Feldherr Neven, würden sich neue Möglichkeiten auftun. Kampflehrer könnten nach Annoport gebracht werden und die Garde in die Chinesische Kampfkunst eingeführt werden. Denn die Chinesischen Kämpfer können sich auch wenn sie vom Gegner entwaffnet wurden verteidigen und selbigen sogar besiegen, was historische Dokumente auch belegen. Dann hätten wir hier mit der britischen Garde, der Garde von Annoport und möglicherweise Chinesischen Kämpfern eine der mächtigsten Streitmacht weit und breit. Die Chinesen sind äußerst schnell, flink und Robust. Es gibt da nur ein Problem. Die Chinesen sind grundsätzlich dem Handel offen geworden seit Kangxi , der 2te Chinesische Kaiser, an der Macht ist. Doch sie würden ihre Waren und Leute nie auf gewöhnlichen Schiffen zulassen. Sie verlangen expliziert ihre Dschunken (Chinesische Segelschiffe). Für ein solches Schiff verlangen die Chinesen neben 20.000 Silberlingen auch noch ein Handelsschiff gewöhnlicher Art, welches als Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung für den Kaiser Kangxi natürlich nichts kosten darf. Mein Handelsvertrag zufolge würde Annoport pro Dschunke nur 10.000 Silberlinge kosten, allerdings müssten wir 2 kaufen und mindestens 1 Handelsschiff opfern statt 2! Dies würde auch 2 komplett chinesische Mannschaften samt Kapitäne beinhalten. Neben dem Handel bringen die Dschunken auch einen unfassbaren Vorteil mit sich. Sie fassen 3000Tonnen Waren und legen den Seeweg von abu dhabi in 3 statt den üblichen 7 Tagen zurück. So könnte man in einer Woche den Weg hin und retour zurücklegen. Der Briefwechsel und andere Diplomatische Beziehungen in den Orient würden dadurch deutlich schneller von statten gehen. Die Ausstattung des Schiffes und der Bau sind sehr robust und sie haben Kanonen an Bord.

Geschätzte großer Feldherr Neven. Ich habe bereits die Bürgermeisterin Calypso per Brief über diese neuen Möglichkeiten in Kenntnis gesetzt. Die Dschunken müssten von einem Feldherrn abgeholt werden, auch etwas worauf Kaiser Kangxi besteht.

Hochachtungsvoll und voller Respekt.
Adira.

neven869
11-08-15, 00:10
Neven steht vor seinem Schreibtisch und liest den Brief. Dann lässt er ihn auf seinen Schreibtisch fallen und wendet sich ab.

"Ich habe jetzt es keine Zeit und Mittel, unnötige Expeditionen nach Asien zu unternehmen." grummelt er.

"Es wäre sicherlich sehr interessant dort." entgegnet Siegfried.

"Ich bin dort schon ein mal gewesen. Ich bin mit deren Kampfkunst und Strategien wohl vertraut. Die Leute dort scheinen grundlegend überschätzt zu werden, was ihre Kampfkunst angeht. Ich bin dort jemandem begegnet, der behauptete, sein Schwert sei schärfer als alles andere, weil ja immerhin die Seele eines Kriegers darin wohnen würde. Ich habe das angezweifelt und er fühlte sich so beleidigt, dass er mich zum Zweikampf aufforderte."

"Und wie endete es?" fragt Siegfried neugierig.

"Wie wohl? Ich bin ausgewichen, sein Schwert ist auf einen Stein aufgeschlagen und die Schneide war ruiniert. Irreparabel. Durch Stein schneiden... und was man den alles noch so nachsagt - alles Unsinn."

"Also, was wirst du machen?" fragt sein Vater wiederum sehr belustigt von der Geschichte.

"Ich werde diese Verbrechergilde zermalmen. Dann wird die Garde wiederaufgebaut. Und dann haben wir wieder die Hände für weiteres frei. Frau Adira kann mit ihrem Anliegen warten." erklärt Neven. "Jetzt aber werde ich Manius endlich mal befragen, wie weit er bezüglich des Senators gekommen ist."

Neven betritt den Nebenraum, in welchem Hauptmann Manius über seinem Schreibtisch mit allen Beweisen und Aussagen brütet.

"Hauptmann, wie geht es voran?"

"Feldherr, es ist... verzwickt. der Senator, konnte den Attentäter recht genau beschreiben. Es handelte sich um einen großgewachsenen Mann, mit kurzen, glatt gekämmten braunen Haaren, grauen Augen und höhnischen Gesichtszügen. Er trat in einem eleganten Ledermantel auf und trug keine Maske. Das besondere ist wohl die verwendete Waffe. Der Senator beschreibt sie als einen langen, dünnen und kunstvoll verzierten Dolch. Er ist über die ganze Klinge mit goldenen Cobra-Gravuren versehen. Die Parierstange hat die Form von langen spitzen Reißzähnen - auch aus Gold. Der Knauf ist mit einem Rubin versehen."

"Interessant... Der Tatablauf?"

"Der Senator betrat sein Büro, da stand der Täter plötzlich hinter ihm. Er drehte sich um, da stach der Täter zu und hielt dem Senator den Mund zu. Der Senator wurde plötzlich von Lähmungserscheinungen ergriffen und fiel vor seinem Tisch zu Boden. Der Täter zog den Dolch aus der Wunde und wischte ihn an einem Taschentuch ab - er polierte ihn sogar ein wenig. Dann soll der bösartig gegrinst haben und dem Senator den Dolch ausführlich vor Augen gehalten haben.
Der Senator konnte zu diesem Zeitpunkt nicht schreien - der Dolch war offenbar mit einem Gift versehen, welches Lähmungserscheinungen hervorruft, sodass der Senator praktisch in seinem Körper gefangen war.
Der Täter verließ daraufhin ruhigen Ganges das Büro durch die Vordertür. Als das Gift nachließ, entfesselte es unglaubliche Schmerzen, sodass der Senator Nevermann unfassbar laut schreien musste. Dann traf Hilfe ein. Unter Schmerzen verlor er das Bewusstsein."

"Das ist ungewöhnlich. Es scheint, als wollte der Täter den Senator nicht töten, sondern ihn nur einschüchtern - auf sehr makabere Art." überlegt Neven.

"Darüber hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht. Die weiteren Untersuchungen blieben jedoch ergebnislos. Niemand hat eine derartige Person gesehen - auch nicht im Senatsgebäude. Wir haben es also mit jemandem zu tun, der sich scheinbar völlig unbemerkt in fremder Umgebung bewegen kann. Außer den Anschlag auf den Senator fiel auch niemandem irgendetwas ungewöhnliches im Senat auf."

"Mögliche Motive?"

"Viele. Einerseits ist er ein Gegner von Antazon.
Aber Nevermann steht mit vielen anderen Senatoren auch nicht auf gutem Fuß. Er ist der Ansicht, dass das Armenviertel grundlegend neu zu gestalten und zu verbessern sei.
In Bezug auf Eure derzeitigen Probleme ist er für die Aufstellung einer neuen Truppe, die nicht in Kooperation mit der Garde oder uns arbeiten solle, vertraut Euch aber ansonsten größtenteils.
Er hatte Streit mit einigen Hafenarbeitern, weil diese einen Koffer mit Porzellan hatten fallen lassen - das Porzellan war aber unbeschädigt.
Er hatte Streit mit einer Bäckerin wegen des Preises für ein Brötchen.
Er hatte Probleme mit seiner Familie - die genauen Umstände sind unbekannt, da die Familie nicht mal in der Nähe von Annoport lebt...
Es könnte aber auch mit den neulichen Verbrechensserien zu tun haben - auch wenn es nicht direkt in das Muster passt."

"Senator Nevermann scheint sich sozial ganz schön isoliert zu haben."

"Nicht ganz" widerspricht Manius. "Er hat ein recht gutes Verhältnis zur Bürgermeisterin, ist mit dem Schuldirektor befreundet und er hat eine Geliebte. Aber niemand wusste irgendetwas weiteres."

"Das heißt wir wissen viel, aber nichts, was uns weiter hilft. Meint Ihr, Ihr braucht Hilfe, Hauptmann?"

"Ich werde mich weiter um den Fall kümmern, Feldherr. Regelt Ihr weiter die Angelegenheiten um "Chaos". Wenn es einen Zusammenhang gibt, werden wir ihn finden. Und wenn nicht, haben wir wieder freie Hände."

"In Ordnung Hauptmann. Viel Erfolg noch!"

Synola
11-08-15, 10:52
An der Residenz angekommen, wirft sie auch hier den Brief an den Kommandanten ein. Dann schaut sie sich neugierig noch ein wenig um und bewundert das gepflegte Anwesen, denn hierher kommt sie nur sehr selten.

Geehrter Kommandant Neven,

mein Ansinnen heute an Sie ist besonderer Natur, denn ich habe eine nicht alltägliche Bitte an Sie.

Ich bin durch unsere ehrenwerten Kapitäne informiert worden, dass die Gegend um unseren Handelsposten im Orient, Abu Dhabi, weitestgehend von den Korsaren gesäubert sein soll.

Allerdings bin ich nicht genau im Bilde, wie die Verhältnisse in Abu Dhabi sich darstellen und ob die Plantagen und Betriebe gänzlich wieder hergerichtet werden konnten.

Für eine erste Kontaktaufnahme würde ich nun zunächst gern einen Kundschafter nach Abu Dhabi entsenden. Dafür benötige ich ein möglichst schnelles Schiff und einen geeigneten Mann, den Sie vielleicht entbehren könnten für diese Aufgabe.

Ihrer Antwort in dieser Sache sehe ich voller Hoffnung entgegen und verbleibe

mit den besten Grüßen
Synola, Markthausleiterin
Am 11.08.1715

Nun macht sich Lisa wieder zurück auf den Weg ins Markthaus.

neven869
12-08-15, 00:34
Neven kommt nach einem langen Tag zurück in die Residenz.

"Ah Neven!" begrüßt ihn Siegfried. "Es gibt da etwas, was du sehen solltest."

Siegfried führt Neven in das Wohnzimmer. Dort sieht Neven, wie Le Terrible auf einem Sessel hockt und die Polsterung zerfetzt. Im Raum stehen zwei weitere Sessel, die dieses Schicksal schon ereilt hatte.
"Er fühlt sich offenbar etwas vernachlässigt - vor allem, da Marie und du praktisch Tag und Nacht unterwegs seid." bemerkt Siegfried.
"Damit kannst du wohl recht haben, Vater." entgegnet Neven und geht auf das Kaninchen zu, welches von der Polsterung ablässt und sich sichtlich zufrieden streicheln lässt. "Ich habe leider in letzter Zeit so viele Knochen zu brechen. Ich würde dich ja mitnehmen, aber dann wäre die Residenz ja völlig wehrlos! Die Wachen kriegen einen Großangriff doch nie ohne dich klein!" redet Neven währenddessen mit Le Terrible. Dieser scheint überaus glücklich über diese Komplimente zu sein.

"Da wäre noch etwas! Frau Synola hat uns ein Anliegen vorgetragen! es geht um den Orient. Sie braucht einen Kundschafter um die Lage in Abu Dhabi einzuschätzen." berichtet Siegfried.

"Was haben plötzlich alle mit dem Orient? Wir haben doch überhaupt keine Kräfte frei."

"Wir hatten die Kräfte, um die Gladiator zu schicken." entgegnet Siegfried.

"Das war nötig um Verstärkungen zu organisieren. Und wo zum Geier bleiben die eigentlich? Mauwer sagte vier Tage! Und die sind schon lange rum!"

"Dann schick doch mich! Die Navis Nobilis ist zwar ein wenig langsamer als die Gladiator, dafür aber besser bewaffnet."

"Das geht auch gerade nicht. Manius ist mit dem Senator-Fall beschäftigt und ich bin die ganze Zeit dabei, unsere Patrouillen vor Ort zu überprüfen und zu unterstützen. Ich brauche dich hier, um unsere Züge zu koordinieren." erklärt Neven.

"Vielleicht hast du recht. Aber durch deine Finte ist es hier doch um einiges ruhiger geworden, oder etwa nicht? Heute gab es doch nur einige kleine Einbruchsversuche."

Ein lauter Knall reißt die beiden aus ihrem Gespräch. Anschließend erschallt lautes Brüllen von draußen.

"Vergleichsweise ruhig, da hast du vollkommen Recht, Vater!" grinst Neven und stürmt nach draußen. Vor der Tür trifft er auf Marie, welche ihm berichtet:

"Sämtliche Wachposten haben das Notsignal gegeben. Vor der Residenz und der Garnison haben sich zudem randalierende Gruppen versammelt, die den Einsatz unserer Reserven verzögern. Wir müssen uns zuerst um diese kümmern, bevor wir die Wachposten unterstützen können!"

"Wo nehmen die die ganzen Leute eigentlich her?" ärgert sich Neven. "Na los, lass uns die Lage regeln. Und diesmal räumen wir hinter uns auf!"

So stürmen Neven und Marie mit einigen Soldaten raus.

neven869
12-08-15, 00:40
Neven und Marie machen kurzen Prozess mit den Randalierern vor ihrer Residenz. Nach wenigen Momenten liegen viele von ihnen bewusstlos oder mit gebrochenen Knochen auf dem Boden. Die Wachen nehmen sie fest.
Inzwischen steht Siegfried in der Tür. Neven wendet sich an ihn.
"Vater, gib den Befehl für die Reserve! Sie sollen die nördlichen Bereiche der Stadt sichern und die Wachposten dort verstärken. Die Gefangenen werden im Stadtzentrum zusammengetrieben. Ich gehe mit den Wachen hier zur Garnison und helfe den Gardisten, den, Süden der Stadt zu sichern."

Marie und Neven eilen mit acht Wachen in Richtung der Garnison.

neven869
12-08-15, 03:17
Neven erreicht mit Marie die Residenz. Viele von Nevens Männern wurden inzwischen von ihren Wachposten abgelöst und finden sich wieder in ihren Quartieren hier ein, scheinbar heilfroh sich ein wenig Ruhe gönnen zu können.

Marie und Neven begeben sich zu Nevens Zimmer. Dort steigen sie aus ihren Rüstungen und lassen sich zeitgleich müde ins Bett fallen. Dann schlafen sie ein - nach einigen Tagen zum ersten Mal wieder.

Das Kaninchen Le Terrible jedoch nutzt diese Gelegenheit um sich zwischen die beiden in die Decke einzukuscheln...

gertgb81
12-08-15, 17:21
Basheer wirft einen wichtigen Brief bei Nevens Residenz in den Briefkasten. Staunend über die Stahltür verlässt er schnell diesen Ort.

"yawmun sa ʾīd (Guten Tag) hoch geschätzter Feldherr Neven.
Verzeihen Sie mir wenn ich Sie schon wieder belästige, aber die Sache ist von höchster Dringlichkeit.
Mein "Palast des Orient" ist übervoll mit Gästen aus Annoport und allen Herren Länder. Die nächsten 4 Wochen ist kein Platz mehr frei in den Zimmern und weitere Anfragen treffen fast täglich ein.
Gestern Nacht haben meine Angestellten Randalierer gesehen die auf dem Weg zu meinem Gasthaus waren. Ich konnte die halbe Nacht kein Auge mehr zumachen. Seien sie unbesorgt. Meine Angstellten und ich können uns verteidigen, doch der Schutz für alle meine Gäste ist nicht vollständig möglich wenn es zu einem Überfall kommt.
Ich bitte sie daher inständigst, sofern es möglich ist, einige Wachen für den "Palast des Orient" abzustellen.
Selbstverständlich ist die Kost (Essen und Trinken) für sie großer Feldherr Neven und ihre Familie sowie ihre Wachen freigestellt.
Wenn es nicht möglich ist, kein Problem. Doch bedenken sie, dass der Palast des Orient einen Touristischen Aufschwung in Annoport erzeugt hat, was auch widerum für die Kassen des Senats und damit ihre Garde ein wertvoller Beitrag darstellt.

Respektvoll, Adira

neven869
13-08-15, 18:50
Neven hat sich über den gestrigen Tag wie seine Soldaten und die Garde ausgeruht und von den Wochen der Wachsamkeit erholt. Heute ist die Garde wieder an die Wacharbeit gegangen und unterstützt die Verstärkungen von Grey. Neven organisiert seine Leute neu, um in die Offensive gegen die Verbrechergilde vorzugehen.

Dann wendet es sich an Siegfried. "Vater, ich denke, jetzt, wo die Verstärkungen hier sind haben wir das gröbste hinter uns. Wenn du willst, kannst du mit der Navis Nobilis in den Orient aufbrechen, um den aktuellen Stand der Dinge in Abu Dhabi und der Korsarenbedrohung zu erkunden und einzuschätzen. Wende dich am besten an Frau Synola.
Und wenn du schon auf dem Weg bist, dann bring diesen Brief bitte beim Senat vorbei."

"Na endlich!" antwortet Siegfried erfreut über die neue Tätigkeit. "Ich begann schon fast, mich alt zu fühlen!"

gertgb81
14-08-15, 20:51
Der Matrosse erreicht endlich Nevens Haus. Er ist praktisch durch die Halbe Stadt und sicher 3mal an Nevens Haus vorbei gelaufen. Aber er ist nicht ortskundig.
Die Stahltür beeindruckt ihn und er wirft die Nachricht von Stephanus ein.
"Geschätzter Feldherr Neven, die Lage ist ernst.
Morgen ist Maria Himmelfahrt. Alle Personenschiffe, Kurierschiffe, Handelsschiffe und praktisch alle Schiffe bleiben an diesem Tag und einen Tag danach in den Häfen.
Jede und Jeder Kapitän nimmt nur Reisen auf sich, die am Tag vor Maria Himmelfahrt sicher den Zielhafen erreichen.
Der Grund: Piraten treiben sich in Gewässern rum, es ist ein unbeschriebenes Gesetz, das an diesen beiden Tagen Schiffe die nicht von Piraten besetzt sind, gnadenlos angegriffen werden.
Das ist nichts neues. Doch dieses Jahr findet das Konzil der Piraten, das Treffen der größten Piratenoberhäupter, oder wie es die Piraten nennen "Der Pakt mit dem Teufel" auf unserer Seite des Meeres statt. Sie blockieren sämtliche Seewege in alle Richtungen.
Ich musste eines meiner Schiffe kampflos übergeben samt Matrosen und Kapitän. Die Ladung interessierte sie nicht. Der Piratenfürst Barbossa hat ihnen allen den Kopf abgeschlachtet und das Schiff einfach angezündet und das Feuer eröffnet, sogar als nur noch Bretter auf dem Meer schwammen, hat er diese einfach befeuern lassen. Dann hat er mir freies Geleit gegeben. Er hat mir eine Flasche zugeworfen mit allen Namen aller Piratenfürsten die an dem Konzil teilnehmen und geschriehen: "Das hier war ein Beispiel was passiert, wenn man uns die nächsten 2 Tage stört oder ein Schiff ohne Piratenflagge unseren Weg kreuzt. Und ich hatte heute eher meinen guten Tag"
Captain Hector Barbossa
Lord des Kaspischen Meeres. Dieser charmante Halsabschneider hat die Versammlung einberufen, damit sich die Piraten nach Jahren des gegenseitigen Abschlachtens im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind vereinigen
Captain Sao Feng
Der Piratenlord des südchinesischen Meeres ist ein ebenso mächtiger wie schlauer Pirat. Piraten aus der ganzen Welt zollen ihm Respekt. Er verfügt über bestens ausgebildete Kämpfer und eine ganze Schiffsflotte.
Capitaine Chevalle
Piratenlord des Mittelmeers. Diese verwelkte Blüte der französischen Aristokratie hat schon bessere Zeiten gesehen. Er bezeichnet sich selbst gern als mittellos, verfügt jedoch für gewöhnlich zumindest über ein paar Goldstücke.
Captain Villanueva
Dieser schweigsame Spanier ist der Lord der Adria. Ihm ist alles egal, völlig wahnsinnig.
Ammand der Korsar
Der Piratenlord des Schwarzen Meeres ist auch als Geißel der Barbarenküste bekannt. Er ist ein Experte auf dem Gebiet der Kriegsführung mit der Galeere, ein Meister der Flucht und ungeheuer stolz auf seinen Schnurrbart.
Mistress Ching
Piratenlord des Pazifik. Diese erbarmungslose chinesische Piratin gebietet über eine ansehnliche Flotte von Piraten-Dschunken. Mistress Ching verachtet Barbossas gezierte Reden.
Sri Sumbhajee
Dieser heiter-gelassene und priesterliche Hindu ist der Piratenlord des Indischen Ozeans. Er hält nichts von Gesetzen und auch nichts von Piraten Kodex.
Gentleman Jocard
Der Schrecken des Alantiks war einst ein Sklave, der durch List, Charme und das ein oder andere Gemetzel zum Piratenlord aufstieg.

Wenn heute Schiffe Annoport verlassen haben sollten... Gott sei ihrer Seele genädig im Reich der Toten.

Gezeichnet Stephanus.

gertgb81
14-08-15, 22:19
Ein Matrosse verteilt die neueste Ausgabe der New World Times die im Auftrag von Oscar von Stephanus nach Annoport gebracht wurde.
Die NEW WORLD TIMES. Wochenausgabe: Die Schlagzeilen: Feldherr Neven, es reicht!!! PAKT mit Piraten statt Britischer Garde!!!
Berufe zu Verkaufen? Markthausleiterin von Annoport bekommt Stelle zugeschanzt, ohne öffentliche Ausschreibung!!
Antazon: Resoluter Geschäftsmann schlägt Randalierer in die Flucht, vergisst aber seine Manieren!!
Der Senat verliert Kontrolle, Antazon die neue Verbrecherhauptstadt

Edit: Wenn schon korrupt, dann richtig, liebe RPGler ;) ;)

calypso1960
16-08-15, 21:22
Nur ein leicht erhelltes Fenster zeigt an, dass wohl jemand zuhause ist. Calypso geht den Weg zur Haustür hinauf, sie muss aufpassen, dass sie nicht stolpert, denn es ist ist schon sehr dunkel geworden. Vereinzelt sieht man die ersten Sterne am Himmel aufblitzen.

Leise steckt sie den Brief in den Postkasten, es ist schon sehr spät und sie will Polizei-Kommandant Neven und seine Familie um diese Uhrzeit nicht mehr stören.


Hoch geschätzter Herr Polizei-Kommandant Neven,

vielmals bedanke ich mich für die wieder einmal umfassenden Informationen, unsere Lage zur Sicherheit in Annoport betreffend. Wie schon in früheren Mitteilungen, werde ich von Ihnen ausführlich über die letzten Aktionen unterrichtet.

Sie brauchen sich nicht für meine Hilfe hinsichtlich unser Verbündeten bedanken, dies ist selbstverständlich, denn die Sicherheit unserer Bürger und Gebäude ist eines unserer wichtigsten Anliegen.
Es stimmt, diese Leute sind sehr speziell in ihrem Auftreten, ihrer Denkweise, ihrem Glauben und auch in ihrer Handlungsweise. Aber gerade durch diese unkonventionelle und unberechenbare Art sind sie schwer zu greifen. Es steht nichts über sie geschrieben, fast scheint es, als gäbe es sie nicht. Aber wenn sie gerufen werden, dann hinterlassen sie bei den Eingeweihten einen unauslöschlichen Eindruck. Solange Sie sie benötigen, werden sie für Annoport kämpfen und für Recht und Ordnung sorgen und auf Ihr Wort horchen.

Die Gegner zu infiltrieren war ein kluger Schachzug von Ihnen, das wird sie aus der Reserve locken und vielleicht zu Fehlern animieren.

Von einem Auftragsmörder "Reißzahn" habe ich noch nie etwas gehört.
Mit Senator Nevermann habe ich gesprochen, er hat es nicht leicht im Leben. Mit der Familie zerstritten und auch beruflich muss er vieles einstecken. Genau wie ich, ist er für einen verbesserten Ausbau der Armenviertel. Das wird die Stadt zwar eine Menge Silberlinge kosten, aber wir können es uns leisten. Wir wollen auch den Armen Sicherheit und Bildung zuteilwerden lassen, so dass sie auch ihre Kinder später einmal zu pflichtbewussten Bürgern großziehen, die sich für Annoport einsetzten und die ihnen erwiesene Gunst mit Freude m ein Vielfaches zurückzahlen werden.
Sie sehen, das ist kein leichter Stand für uns, obwohl wir uns mit den anderen Senatoren geeinigt haben. Beide Seiten sind Kompromisse eingegangen und haben gestärkt aus den Verhandlungen beendet.
Manchmal ist er etwas jähzornig, er scheint es mit der Galle zu haben. Und er beteiligt sich so gut wie nie am sozialen Miteinander. Noch nie habe ich ihn bei einer der öffentlichen Veranstaltungen gesehen. Außerdem steht er Neuem und dem Fortschritt sehr zweifelnd gegenüber. Große Investitionen, Bauvorhaben und Projekte lehnt er generell zu Beginn ab, aber er schließt sich letztendlich der Mehrheit an. Nur bis man ihn soweit hat, kann es dauern. Dadurch macht er sich natürlich Feinde.
Gegen den Bau von Antazon jedenfalls wettert er noch immer. Aber ich bin guter Hoffnung, dass sich auch das beruhigen wird, wenn er sieht, dass uns Antazon (hoffentlich) nur Gutes bringen wird.

Zu dem Säbel, den Sie konfisziert haben.
Neulich, als ich im Palast des Orients zu Abend gegessen habe, sah ich dort einige orientalische Säbel an den Wänden hängen. Ich bewunderte noch die feine Kunstfertigkeit, dachte aber, sie seien nur Dekoration und keine echten Waffen.
Wenn Sie möchten, dann werde ich mir den Säbel auch bei Ihnen anschauen, sagen Sie nur wann es Ihnen passt, ich werde dann kommen.
Vielleicht kann Ihnen aber auch der Finder dieses Säbels Hintergründe zu diesem Säbel offenlegen?

Um Ihren Wunsch, dass keine Schiffe Annoport verlassen sollen, hat sich unsere Markthausleiterin Synola sofort gekümmert und entsprechenden Anweisungen erteilt.

Wie immer vertraue ich auf Ihren scharfsinnigen Verstand und Ihre Erfahrung. Sollten Sie Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gerne an mich. Meine Tür steht Ihnen – wie immer – offen.

Mit herzlichen Güssen

Calypso
Bürgermeisterin von Annoport

neven869
17-08-15, 23:29
Neven geht gerade über die Unterlagen und schriftlichen Aussagen der kürzlich gefangen genommenen Kriminellen. Dann ruft er Leutnant Mauwer.

"Leutnant Mauwer! Hier haben wir eine weitere Liste über vier Diebesbanden, drei Einzelgänger-Diebe und fünf Räuber. Dazu noch einige Händler, die mit illegalen Rauschstoffen handeln. Veranlasst ihre Festnahme und verhört sie! "

Dann zischt es und durch das Fenster kann Neven ein bekanntes Feuerwerkssignal erkennen.

"Ah, es sieht so aus, als ob unser Freund wieder eine kleine Unterredung möchte. Marie, du weißt, was du zu tun hast!" nickt er Marie zu und macht sich allein auf den Weg zu der Stelle von welcher das Signal gekommen ist...

Synola
18-08-15, 12:24
Der Bote des Markthauses ist an der Residenz des Kommandanten angekommen und wirft den Brief in den Postkasten. Dann trollt er sich wieder von dannen, denn er hat noch weitere Briefe zu verteilen.

Sehr geehrter Herr Kommandant Neven,

ich weiß nicht, wie weit Sie bereits davon informiert sind, dass sich zur Zeit zwei Kuriere von Abu Dhabi in Annoport aufhalten. Herr Habib und Herr Ridwan haben uns einen Brief überbracht von dem Oberhaupt der Stadt Abu Dhabi, Scheich Merhad Farumand, in dem dieser uns mitteilt, dass er die freundschaftlichen und überaus guten Handelsbeziehungen zwischen Annoport und Abu Dhabi wieder aufnehmen möchte.
Außerdem lässt er mitteilen, dass wir uns gerne von der Lage in Abu Dhabi persönlich überzeugen können und jede Gesandtschaft von uns hoch willkommen ist.
Ihr Vater und seine Schiffsbesatzung werden also dort mit offenen Armen empfangen werden.

Leider muss ich Sie heute aber noch über eine weniger erfreuliche Sache informieren, die sich gestern im Büro des Hafenmeisters zugetragen hat.

Herr Gert hat sich mit seiner Geliebten, Frau Hanna, der Besitzerin des Orientgasthauses, Frau Adira und weiteren privaten Gästen seines Hauses mit den Schiffen seines „Privathändlers“, Herrn Stephanus, eigene Bezeichnung „Freier Händler“, über das Ausreiseverbot für Passagiere einfach hinweg gesetzt und Annoport verlassen.
Sämtliche Versuche unseres Hafenmeisters, Herrn Gert von Ihrem Gebot zu überzeugen, dass keine Privatpersonen die Insel zur Zeit verlassen dürfen, schlugen fehl.
Dem Hafenmeister wurden bei diesem Treffen in seinem Büro wüste Androhungen durch Herrn Gert zuteil, dass er durch die englische Krone, zu der Herr Gert außerordentliche Beziehungen haben will,
an selbige ausgeliefert und eingekerkert werden könnte, sollte er die ganze Truppe daran hindern wollen, Annoport zu verlassen.

Herr Gert begründete sein Verhalten damit, dass keine schriftlichen Erlasse irgendwo sichtbar gewesen wären und somit müsse er sich auch nicht daran halten.
Das Wort unseres Hafenmeisters ist also demnach für ihn ohne Belang und schert ihn nicht im Geringsten.

Nähere Informationen wird Ihnen der Hafenmeister sicherlich gern persönlich berichten, sollte Ihrerseits daran Interesse bestehen.

Ich darf Sie abschließend bitten, die weitere Vorgehensweise in dieser Sache gegebenenfalls mit dem Senat, bzw. unserer geschätzten Bürgermeisterin, Frau Calypso, abzustimmen. Persönlich hoffe ich darauf, dass nach dieser erneuten Missachtung einer deutlichen Anweisung und den Drohungen gegen den Hafenmeister eine geeignete Strafmaßnahme erfolgen wird.


Mit den besten Grüßen
Synola, Markthausleiterin von Annoport
Am 18. August 1715

neven869
18-08-15, 15:33
Neven kommt zurück in die Residenz - er hatte sich nach seinem gestrigen Treffen auf den Weg gemacht, entschied sich allerdings, die Lage der Wachposten zu überprüfen.

"Ein Brief von der Markthausleiterin Synola für Euch, Kommandant!" berichtet Manius, welcher gerade den Raum betritt.

"Ich habe auch etwas für Euch, Hauptmann!" ruft Neven ihm entgegen und wirft ein Wurfmesser in Manius Richtung. Es schlägt neben ihm im Türrahmen ein. Manius zieht es raus und begutachtet die blutverkrustete Klinge.

"Das Blut gehört Reißzahn. Er wurde mir heute Nacht zu unhöflich, ist aber entkommen. Ich denke, du wirst damit etwas anfangen können." erklärt Neven.

Manius überlegt kurz. Kurz darauf kann man in seinen Augen sehen, dass er weiß, wie er dieses Indiz benutzen muss. Er legt den Brief auf Nevens Schreibtisch und geht wieder seiner Arbeit nach.

Neven liest den Brief und seufzt nur. "Na, der wird sich auf jeden Fall freuen, wenn er wieder zurückkommt..." murmelt Neven.

Synola
23-08-15, 09:07
An der Residenz des Kommandanten angekommen, klopft Synola an die Tür. Kurz darauf wird die Tür von Marie geöffnet und Synola überreicht ihr den Brief.

"Guten Morgen Marie, ich habe hier eine wichtige Nachricht für Herrn Neven, ich möchte nur sichergehen, dass ihm der Brief schnellstmöglich ausgehändigt wird," lächelt sie der jungen Dame zu.

"Einen schönen guten Morgen Synola, Neven ist gerade noch unterwegs, ich werde ihm aber direkt bei seiner Rückkehr die Nachricht übergeben," antwortet Marie freundlich.
"Wenn sie mögen, können Sie aber auch hier auf ihn warten."

"Vielen Dank Marie, das ist sehr freundlich von Ihnen, ich möchte aber an einem Sonntag nicht stören und daheim warten auch noch einige Arbeiten auf mich," lächelt Synola.
"Wenn er nur den Brief heute frühstmöglich erhält, sollte das ausreichen. Ich danke Ihnen und noch einen schönen Tag für Sie."

Mit diesen Worten überreicht sie Marie den Brief, winkt ihr am Ende des Weges noch einmal zu und macht sich dann wieder auf den Heimweg.

Geehrter Herr Neven,

wie Sie sicherlich wissen, halten sich seit einer guten Woche zwei Kuriere aus Abu Dhabi in Annoport auf. Diese überbrachten uns die frohe Kunde, dass in Abu Dhabi alles wieder weitestgehend aufgebaut werden konnte und man wäre sehr erfreut, die alten Handelsbeziehungen wieder aufleben zu lassen.
Es ist davon auszugehen, dass Ihr Vater und seine Männer in Abu Dhabi die beste Versorgung bekommen und hoch willkommen sind.

Leider vergaß ich wegen der reichlich unerquicklichen Vorgänge der letzten Tage, Ihnen diese Information zukommen zu lassen. Sehen Sie es mir bitte nach.

Die Kuriere Habib und Ridwan hatten ihren Aufenthalt in Annoport verlängern müssen wegen des Ausbruchs einer Virusinfektion ihrer Mannschaft auf ihrem Schiff. Nun aber ist die Mannschaft wieder genesen und man möchte schnellstmöglich gen Heimat aufbrechen. Die Kuriere befürchten, dass man sich in Abu Dhabi bereits Sorgen macht, denn ursprünglich wollten sie lediglich zwei Tage in Annoport verbringen.

Ich bitte Sie daher, einen Weg zu finden, damit das Schiff möglichst bald, im besten Fall bereits morgen, auslaufen kann. Den Kurieren habe ich die Lage bereits geschildert und sie wären auch mit einer gründlichen Inspektion ihres Schiffes einverstanden, die die Anwesenheit von einem oder gar mehrerer blinder Passagiere ausschließen würde.

Da die Sache eilt, bitte ich Sie, mir möglichst noch heute im Laufe des Tages, eine Mitteilung zukommen zu lassen. Wir könnten uns auch direkt am Hafen treffen, Sie können mir in diesem Fall Ihre Nachricht zukommen lassen, zu welcher Stunde wir Sie dort erwarten dürfen.
Ich hoffe auf Ihr Verständnis in dieser Angelegenheit und verbleibe

mit den freundlichsten Grüßen
Synola
Am 23. August 1715

neven869
23-08-15, 13:59
Neven erreicht nach einer Nacht voller Verhöre wieder die Residenz.

"Hauptmann Manius! Hier haben wir eine weitere Liste mit dem Namen einiger Räuber und Randalierer. Zudem sind hier auch die Namen einiger Anführer, die ihre Befehle direkt von ´Chaos´ erhalten. Veranlasst bitte deren Verhaftung."

"Zu Befehl, Kommandant!" erwidert Manius und verlässt die Residenz mit einer Gruppe von Nevens Soldaten.

"Ich werde nachher zurück zum Schuldturm müssen. Reißzahn verhält sich dem Offizier gegenüber, der die Befragung durchführt, nicht gerade kooperativ." sagt Neven zu Marie.

"Da wäre aber noch etwas." erwidert Marie. "Frau Synola war vorhin hier und hat einen Brief hier gelassen. Es geht um die Gesandten aus dem Orient. Sie möchten so schnell wie möglich aufbrechen und Frau Synola bittet uns, die Gesandten ausreisen zu lassen. Sie sind auch bereit, ihr Schiff gründlich durchsuchen zu lassen."

Neven überlegt kurz. "Na gut, dann werden wir das so machen. Ich werde das Schiff der Botschafter heute gründlich durchsuchen lassen. Würdest du Frau Synola vielleicht mitteilen, dass das Schiff um 20 Uhr fertig durchsucht wurde und, dass die Gesandten dann am Hafen gebraucht werden, um die Mannschaft zu inspizieren?"

"Das werde ich. Du bist ein Schatz, Neven!" antwortet Marie fröhlich.

Neven lächelt. "Na ja, ich muss Reißzahn gleich das genaue Gegenteil klar machen. Treffen wir uns heute Abend dann auch am Hafen?"

"Ich werde dort sein." antwortet Marie.

Dann verlassen beide die Residenz. Neven in Richtung des Schuldturms und Marie in Richtung von Synola Haus.

neven869
26-08-15, 15:06
Neven und Marie sind mit den Soldaten wieder in der Residenz angekommen und erholen sich von dem Kampf.

"Dann ist es also vorbei?" fragt Marie.

"Es hat begonnen." erwidert Neven. "Annoport kann wieder aufatmen. Doch wir müssen wachsam bleiben. Unser nächstes Ziel wird sein, Kommandant Artuhr dabei zu helfen, die Garde wieder aufzubauen. Es können Rekruten aufgenommen und ausgebildet werden. Die Stadt wird sich hoffentlich schnell erholen."

"Ich dachte, unser nächstes Ziel sei ein gewisser Altar?" fragt Marie lächelnd.

Neven erwidert das Lächeln. "Es ist ein neuer Priester in der Stadt. Ich werde schauen, ob ich ihn dazu bewegen kann, einen vom Papst geächteten Protestanten zu trauen."
"Wer weiß? Vielleicht ist er ja einer aus dem päpstlichen Meuchlerorden und will mir die Kehle durchschneiden, sobald wir uns treffen. Aber ich werde ihn auch in diesem Fall fragen." setzt Neven noch scherzhaft hinzu.
Marie beginnt, herzhaft zu lachen.

"Weißt du Marie, da wäre noch eine Sache, die wir vielleicht noch vorher machen sollten. Und zwar, das Ausreiseverbot zu beenden. Du scheinst dich wunderbar mit der Markthausleiterin zu vertragen. Wie wäre es, wenn du ihr die gute Nachricht überbringst. Ich werde der Bürgermeisterin inzwischen wieder über den Stand der aktuellen Entwicklungen informieren."

Marie richtet sich auf. "Gut, das können wir so machen." antwortet sie, etwas freudig darüber, Synola wieder zu sehen.

Während Marie aufbricht, macht sich Neven daran, einen Brief an die Bürgermeisterin zu verfassen.

neven869
29-08-15, 13:31
Neven und Marie konnten sich in den letzten Tagen ausruhen. Wie zu erwarten war, gab es keine weiteren Zwischenfälle und die Stadt floriert wieder.

Neven richtet sich auf und legt die Rüstung wieder an.

"Marie, ich muss mich wieder auf den Weg machen. Zuerst muss ich bei der Bürgermeisterin einige Schriftstücke abholen. Dann kümmere ich mich um unsere Piraten-Unterstützung."

Nachdem er die Rüstung angelegt hat, verlässt er die Residenz in Richtung des Senatsgebäudes.

neven869
31-08-15, 16:29
Neven sitzt auf der Bank vor der Residenz und blickt über die Straßen. Es herrscht reger Betrieb und die Stimmung der Menschen ist gut.

neven869
09-09-15, 13:58
"Kommandant, der Umbau des Armenviertels hat begonnen." berichtet einer von Nevens Soldaten diesem, als er am Planungstisch steht.

"Gut. Versammelt achtzehn Mann und sagt Kommandant Arthur, dass er den Rest der Kadetten-Brigade bereit machen kann."

"Verstanden, Feldherr!" antwortet der Soldat. "Wer soll den Wachtrupp anführen?"

Neven blickt zu Marie, in deren Augen er den Tatendrang brennen sehen. "Ich denke, das werden wir selbst übernehmen. Ein wenig frische Luft und Bewegung wird uns sicherlich gut tun, nicht wahr, Marie?"

Marie nickt glücklich. "Ganz gewiss!"

Dumerian1
16-09-15, 19:08
Dementsprechend enttäuscht bin ich als nur einer seiner Angestellten die Tür öffnet.
"Wo ist der Feldherr?"
"Ich fürchte der Herr ist zurzeit nicht im Haus. Er versicherte aber er sei bald zurück. Nehmen sie doch in der Halle platz und warten Sie auf ihn. Ich hole Ihnen was zu trinken."
Ich folge seiner Einladung und lasse mich auf dem Sofa nieder, wähend ich weiter nachgrüble wie der Feldherr wohl sein mag

neven869
16-09-15, 20:13
Während der Sprengmeister Willi sich die Brandstelle ansieht, kehrt Neven mit Marie in die Residenz zurück. Einer seiner Männer hatte ihm von einem Besucher berichtet, der in der Residenz warten würde.

Neven betritt die Residenz. In der Halle wartet auch schon ein uniformierter Mann auf dem Sofa. Anhand der Uniform erkennt Neven, dass es sich wohl um einen niederen Offizier handeln müsste. Das Aussehen der Uniform ist ihm aber ansonsten nicht sonderlich vertraut. Es könnte sich um eine Militärakademie handeln, überlegt Neven.

"Guten Abend! Sie wollten mich sprechen, wie kann ich ihnen helfen?" beginnt Neven.

(Damit Dumerian auch weiß, wie sein gegenüber aussieht: Ungefähr 1,80 groß, schlanker Körperbau, trotz großer Kraft wenig muskulöses Aussehen, blaue Augen, sehr langes blondes Haar, recht weich geschnittenes Gesicht - habe ich schon ins Wiki übernommen, für die Zukunft)

Dumerian1
16-09-15, 21:05
"Wachtmeister Dumerian, zu ihren Diensten, Herr Feldherr" antwortet Dumerian und salutiert.
"Ich habe mich um einen Posten in eurer Garde beworben, und in dem Antwortbrief stand, dass ich zu Ihrem Haus kommen sollte, Herr Feldherr, und dass Sie mir die Garnision und mein Quatier zeigen"
"Hier bin ich nun, Herr Feldherr" sagte Dumerian

Anmerkung am Rande: Wachtmeister ist der niedrigste Unteroffiziersrang

neven869
16-09-15, 21:34
"Ah, dann Willkommen in Annoport Wachtmeister Dumerian!" antwortet Neven. "Die Garde hatte es die letzten Jahre schwer. Jetzt, wo sie wieder aufgebaut wird, sind neue Offiziere wirklich dringend von Nöten."

"Sagen Sie mir, Wachtmeister, wo wurden Sie ausgebildet?"

Dumerian1
16-09-15, 21:58
"Mit Verlaub, Herr Feldherr, ich bin trotzdem ein Unteroffizier" antwortet Dumerian
"Ich habe in der Amerius-Militärschule den Unteroffizierslehrgang besucht und ihn mit Auszeichnung abgeschlossen. Desweitern habe ich Fortbildungskurse in den bereichen taktische Organisation und erweiterte Infanteriestrategien belegt"

neven869
16-09-15, 22:07
"Natürlich. Noch sind Sie ein Unteroffizier." grinst Neven. Dann fährt er fort. "Ein Akademiker also? Das ist schon ein guter Anfang. Haben Sie auch schon praktische Erfahrungen sammeln können, Herr Wachtmeister?"

Dumerian1
16-09-15, 22:13
"Nur zum Teil, Herr Feldherr" antwortet Dumerican
"Wir wurden für 2 Monate langes Truppenpraktika in der kaiserlichen Armee eingeteilt. Ich konnte ein paar Einblicke in die Organisation von der Armee bekommen, und durfte auch an einem großen, mehrtägigen Einsatztraining teilnehmen. Gefechtserfahrung und längere Erfahrung im Heer kann ich leider noch nicht verbuchen, da ich noch sehr jung bin und das Kaiserreich zurzeit im Frieden lebt"

neven869
16-09-15, 22:19
"Na, glauben Sie mir, das kommt noch früh genug!" lacht Neven. "Vor ein paar Wochen war hier diesbezüglich einiges los."

"Kann ich ihnen vielleicht etwas zu trinken anbieten?"

Dumerian1
16-09-15, 22:50
"Nein danke, ich bekam schon etwas, aber ich möchte euch gerne Vorschläge für eine Armeestruktur geben, so wie wir es in de rAkademie gelernt haben. Ich weiß ihr könnt es nicht allein besprechen, aber vielleicht wollt ihr mal im Offiziersstab darüber diskutieren, ob ihr etwas davon umsetzen wollt?
Ich reiche ihm 2 beschriebene Papaierseiten:
Seite 1:
Ränge

Oberst
Hohe Offiziere Oberstleutnant
Major
Hauptmann
Nieder Offiziere Oberleutnant
Leutnant

Unteroffiziere Vizeleutnant
mit Offiziersstellvertreter
Porpotee Fähnrich

Unteroffiziere Stabswachtmeister
ohne Wachtmeister
Porpotee Kadett

Chargen Zugsführer
(mannschaft mit Korporal
mehr rechten Gefreiter

Grenardier/Vormeister/ Kürassier
Mannschaft: Gardist /Kanonier / Reiter
Rekrut
Freiwilliger

Seite 2:
Struktur:

Regiment: Das Regiment ist die größte Kampfgruppe der Insel, der alle Soldaten, die in Battalione organisiert sind, unterstehen. Das Regiment wird von einem Oberst geleitet, dessen Stellvertreter den Rang eines Oberstleutnants bekleidet

Battalion: Ein Battalion ist eine große Kampfgruppe von 200-500 Mann, die in mehrere Kompanien unterteilt ist. Angeführt wird es von einem Major order Oberstleutnant, der Stellvertreter ist ein Oberleutnant oder Hauptmann

Kompanie: Eine Kompanie ist eine größere Kampfgruppe. Sie kann in mehrere Züge unterteilt werden und sie hat 80-200 Mann und wird von einem Oberleutnant oder Hauptmann angeführt. Der Stellvertreter bekleidet den Rang eines Vizeleutnants bis Leutnants

Zug: Ein Zug besteht aus 30-40 Mann und kann in mehrere Patroullien geteilt werden. Angeführt wird ein Zug von einem Vizeleutnant. Sein Stellvertreter ist ein Fähnrich bis Offiziersstellvertreter

Patroullie: Eine Patoullie ist die kleinste Einheit und besteht aus 2-10 Mann. Angeführt Wird diese Gruppe von einem Korporal bis Wachtmeister


Wichtig: Eine Person kann sowohl Stellvertreter sein, und auch eine Abteilung führen, Zum beispiel: Ein Vizeleutnant kann Stellvertreter einer Kompanie sein, und in dieser Kompanie auch seinen Zug leiten.

neven869
16-09-15, 22:57
Neven blickt über die Vorschläge. "Nun, das ähnelt im Grunde dem, wie die Garde momentan organisiert ist. Ich denke, weitere Anpassungen können wir uns vorerst ersparen."

"Wenn Sie wünschen, kann ich Sie zur Garnison bringen und Sie Kommandant Arthur vorstellen."

Dumerian1
16-09-15, 23:08
"Wenn es Ihnen keine umstände macht, Herr Feldherr. Ich könnte ihn auch selber aufsuchen, falls Sie noch etwas anderes vor haben"

neven869
16-09-15, 23:13
"Nein, gerade habe ich ansonsten nichts vor." überlegt Neven. Dann wendet er sich an Marie. "Marie, könntest du die Zeugenaussagen zum Brand im Markthaus einmal durchgehen? Ich werde in Kürze zurück sein."

Dann wendet ersich wieder an Dumerian. "Alsdann, Herr Wachtmeister! machen wir uns mal auf den Weg!"

neven869
17-09-15, 23:58
Neven steht vor seinem Schreibtisch. Vor ihm liegen dutzende von Zeugenaussagen, die Analyse des Brandsatzes und eine Planskizze der Brandstelle.

"Laut dem Bericht des Sprengstoffmeisters ist das ein einfacher aber starker Brandsatz. So etwas hätte so ziemlich jeder ohne großartiges Vorwissen zusammenbasteln können."

Neven blickt noch einmal über die Pläne. Die Brandstelle lag in einem eher abgeschiedeneren Bereich des Markthaueses. Der Brandsatz war an einem Textilienstand angebracht gewesen.

"Es sieht nicht so aus, als wäre der Brandanschlag dazu gedacht gewesen, um das gesamte Markthaus anzugreifen. Dafür ist es nicht Zentral genug." überlegt Neven.

"Wir haben einige Zeugenaussagen, die einen Verdächtigen aufzeigen." berichtet Manius.

Neven ließt sich die Zeugenaussagen durch. "Hm, interessant." murmelt Neven.
"Was ist?" fragt Marie.
"Wir haben elf Zeugen, die aussagen, dass sie jemanden, auf den Sirius Tomislavs Beschreibung haargenau passt, in den Tagen vor dem Brand an ebendieser Stelle gesehen haben. Sechs davon sind der Ansicht, er habe sich dort verdächtig benommen. Einige weitere sagen, der Standbesitzer habe regelmäßig mit einigen Kunden über Sir Tom und sein Verhältnis zu Frau Synola gelästert."

"Sir Tom?" fragt Marie verwundert. "Das erscheint mir etwas unwahrscheinlich. Ich meine... wir wissen doch, wie nahe er und die Markthausleiterin sich sind."

Manius überlegt. "Vielleicht, um sich noch näher mit Frau Synola zu verbinden? So, über ein schreckliches Ereignis und dann mit Mitgefühl? Oder die Lästerungen sind ihm zu Ohren gekommen und er war wütend?"

Neven blickt von seinem Schreibtisch hoch zu Manius, welcher einfach nur mit den Achseln zuckt. "Ich glaube eher nicht. Sir Tom wirkt mir viel zu vernünftig für derartige Racheakte. Und ich denke, der Brand hat keinen Unterschied für ihn und Frau Synola gemacht." überlegt er weiter. "Aber die Zeugenaussagen nennen ihn explizit als Verdächtigen. Wir sind dadurch gezwungen, vorzugehen."

"Ich verstehe." erwidert Manius. "Soll ich ihn mit einigen Männern festnehmen?"

"Na, das hat noch Zeit bis morgen. Und den Schuldturm müssen wir ihn auch nicht unbedingt antun. Ich würde sagen, wir setzen ihn unter Arrest im neuen Waldhaus. Dort werdet ihr ihn dann befragen, Hauptmann."

"Ich werde aufpassen, nicht zu unfreundlich zu wirken, Feldherr!" erwidert Manius lächelnd.

"Bist du dir sicher, Neven?" fragt Marie besorgt.

"Nein. Aber ich muss wenigstens etwas machen. Wir können uns nicht befangen machen lassen. Und wir dürfen auch nicht so wirken - selbst wenn wir eigentlich wissen, dass Sir Tom unschuldig ist. Ihn im Waldhaus zu arrestieren ist ärgerlicherweise schon an der Grenze." erklärt Neven. "Aber ich möchte, dass du während Sir Toms Arrestes ein paar Worte mit Frau Synola wechselst, Marie. An der Sache stimmt etwas nicht und vielleicht ist ihr etwas aufgefallen, was uns weiterhelfen könnte."

"Das werde ich gerne, Neven," antwortet Marie.

Nachdem sie diese Schritte besprochen haben, wenden sie sich wieder den restlichen Einzelheiten des Brandfalls zu.

neven869
19-09-15, 14:15
Neven geht wieder und wieder über den Plan und die Zeugenaussagen. "Wer auch immer dahinter steckt, weiß auf jeden Fall, nicht gesehen zu werden. Oder sich sehr unauffällig zu verhalten." überlegt er. "Puh, dass ist gar nicht so einfach, wenn man auf ein Informationsnetzwerk verzichten will..."

Nach einigen Überlegungen schnallt er sich wieder seinen Zweihänder auf den Rücken. "Diesen Fall löse ich nicht von hier aus. Ich muss mich wohl ein wenig umsehen gehen."

Sir_Tom_1
29-09-15, 15:49
An der Residenz angekommen lege ich den Arm um Synola und mit der freien Hand klopfe ich

mal sehen mein Herzblatt ob jemand da ist

während des wartens küsse ich sie neckisch auf die Nasenspitze

neven869
29-09-15, 15:51
Neven hat die Ankunft von Tom und Synola vom Wachturm der Residenz schon sehen können. Nun geht er zur Tür und öffnet sie.

"Guten Tag Herr Tom, guten Tag Frau Synola. Wie geht es ihnen?" begrüßt er die beiden.

Sir_Tom_1
29-09-15, 15:55
reiche Neven die Hand zur Begrüssung

Guten Tag werter Neven ... wir sind hier wegen der "Arbeit"

sehe mich kurz um und sage leise

das Arbeitsstück haben wir dabei

und deute dabei auf Synolas Anhänger

haben Sie ein wenig Zeit für uns um uns einzweisen ....äh ... in die Schmiedekunst meine ich?

Synola
29-09-15, 15:56
"Guten Tag Herr Neven, das ist schön, das Sie persönlich da sind. Vielen Dank, uns geht es sehr gut, Ihnen hoffentlich auch?

Ja...das Arbeitsstück habe ich hier gut verpackt dabei," lacht sie.

neven869
29-09-15, 16:07
Neven nickt den beiden zu. "Gut, folgen Sie mir!"

Neven führt Tom und Synola durch die Residenz bis zu einer Treppe, die nach unten führt. Am Ende der Treppe befindet sich eine große, schwere Tür. Neven öffnet sie mit einem Schlüssel. Einige Meter dahinter befindet sich eine weitere Tür - diese gleich jedoch eher einer riesigen Tresor-Tür. Neven bittet Tom und Synola, sich kurz umzudrehen. Währenddessen öffnet er die Tür mit der richtigen Kombination. Dann führt er sie zu seiner Werkstatt.

Der Weg dorthin ist voll von Regalen, gefüllt mit verschiedensten Eisen- und Stahlbarren. Auch viele Gold und Silberbarren befinden sich dort. Am Ende des Ganges stehen zwei Schmieden - eine größere für Stahlarbeiten und Grobschmieden und eine kleinere für Feinschmieden und Goldschmieden.

Neven deutet auf die mit der kleinen Esse und dem kleinen Amboss. "Hier können Schmuckstücke und kleine Zierate hergestellt werden. Dafür braucht man eine ruhige Hand und ein gutes Auge."

Dann geht er zur Esse und entzündet dort ein Feuer.

Sir_Tom_1
29-09-15, 16:11
bin mit Synola an der Hand Neven durch die ganzen Türen und Gänge gefolgt und bin innerlich mehr als gespannt und als Neven das Feuer entzündet sage ich

Herzblatt .... eine ruhige Hand und ein gutes Auge ... na das ist ja das richtige für mich

küsse Synola flüchtig auf die Wange und warte auf die weiteren Erläuterungen durch Neven

Synola
29-09-15, 16:18
"Das schaffen wir schon Liebster," flüstert sie verschwörerisch und zwinkert ihm zu.

"Wenn wir alleine kommen Herr Neven, also ohne dass SIe da sind....wie kommen wir denn dann durch diese Stahltür?"

"Sie sagten, glaube ich, der Zugang wäre offen für uns, wenn wir...also...wenn wir später öfter kommen."

Hoffentlich bin ich nicht wieder zu voreilig, denkt sie...aber man muss das ja wissen und die Tür....also, da benötigt man wohl eine Zahlenkombi, wie bei ihrem Tresor in der Schreibstube.

neven869
29-09-15, 16:19
"Keine Sorge, Frau Synola. Der Wachoffizier der Residenz steht ihnen immer zur Verfügung und wird Sie immer einlassen, wenn Sie es wünschen."

"Geduld ist ebenfalls überaus wichtig. Die ersten Versuche werden recht marginal sein. Legt die, mit denen ihr unzufrieden seid einfach in diese Kiste da. Ich werde sie wieder zu den Materialien machen."

"Ich kann euch zeigen, wie geschmiedet wird. Danach liegt es an euch, einfach auszuprobieren. Also, was hättet ihr zunächst gerne?"

Sir_Tom_1
29-09-15, 16:19
Stimme Synolas Worten nickend zu ... mehr kann ich im Moment auch nicht dazu sagen ... höre dann Nevens frage und blicke zu Synola

Herzblatt ... was meinst Du ... was sollen wir machen ... vielleicht zu Beginn etwas leichtes ... einen Ring vielleicht oder ... was hättest Du denn gerne

Synola
29-09-15, 16:22
"Vielleicht eine Brosche....oder möchtest du was Bestimmtes, Tom?"

Sir_Tom_1
29-09-15, 16:26
Oh .. eine Brosche .. ja die wäre auch schön ... also eine Brosche ... Neven unsere Entscheidung ist gefallen

drücke Synola nun fest an mich, küsse sie abermals, denn das Feuer hier unten erzeugt ein sehr romantisch Stimmung und gemeinsam warten wir wie Neven mit der Arbeit beginnt

neven869
29-09-15, 17:12
"Eine Brosche also? In Ordnung!"

Neven fasst mit einer Zange nach einer kleinen Platte aus Silber und hält sie ins Feuer, bis sie weich genug geworden ist. Anschließen legt er die Platte auf den Amboss und beginnt, mit kleinen gezielten Hammerschlägen eine Form herauszubilden.
Er spaltet das Metall an einigen Stellen und faltet es dort mit einer kleinen Zange. Dann ist das Silber wieder soweit abgekühlt, dass Neven es wieder in der Esse erhitzt. Dann geht es weiter.

Schließlich ist eine Silberne Rose mit einer kleinen achteckigen Aussparung in der Mitte erkennbar. Greift in eine Kiste zu seiner rechten Seite und zieht einen kleinen achteckigen Rubin heraus, welchen er in die Aussparung legt.

Dann erhitzt Neven die Spitze einer dünnen Stahlstange, bis sie gelb glüht. Vorsichtig schmilzt er damit das Silber im den Edelstein herum, sodass dieser beim Abkühlen des Metalls fest in der Brosche sitzt.

Neven holt eine Nadel für die Befestigung der Brosche hervor und befestigt auch sie mithilfe der glühenden Stahlspitze.

Dann hält er die Brosche in die Luft bis sie abgekühlt ist und reicht sie den beiden. "Sie ist fertig."

Sir_Tom_1
29-09-15, 17:17
folge Nevens Tätigkeiten mit vollster Interesse und muss Synola erzählen was ich sehe ... so sehr bin ich gespannt

Siehst du Herzblatt ... das Feuer ... da schmilzt alles dahin ... so wie ich in Deinen Armen

küsse sie kurz auf die Nasenspitze

nun spaltet er auch noch .. sie nur ... und .. es ist eine Blume ... und der Rubin so schon rot ... die Spitze sieht ganz schon heiß aus ...

drehe mich zu Synola

.. äh .. ist eine gefährlich Sache ... mit so heißen spitzen Sachen ... puh ... ich glaub das muss ich ersteinmal üben

warte Synolas Reaktion ab

Synola
29-09-15, 17:20
"Ohhh...wie wunderhübsch"......sie bestaunt die Brosche und legt sie auf die flache Hand, damit Tom sie auch richtig sehen kann....

"Ja Schatz....also...da ist schon ein wenig Übung erforderlich, aber ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber es stimmt, man kann sich doch sehr leicht die Finger verbrennen....da müssen wir vorsichtig sein, liebster Tom," lächelt sie.

"Aber....ich würde es gerne machen wollen, mein Schatz und wenn es geht....dann auch öfter, was meinst du? Die Brosche ist wirklich ganz entzückend geworden."

Sir_Tom_1
29-09-15, 17:27
sehe das glänzen in Synolas Augen ... das rot des Rubins spiegelt sich ein wenig in ihrem grün ... und es sieht magisch aus ...

Ja - mein Herzblatt ... es ist magisch ... das machen wir ... wir üben bis wir es so können ... äh .. wie unser werter Neven ...

blicke nun wieder zu Neven

aber sagt Neven ... wie kommen wir durch diese Tore ... das hatte Synola schon vorab gefragt

neven869
29-09-15, 17:30
"Nun könnt ihr euch daran versuchen. Hier gibt es alles, was ihr brauchen könntet. Drähte, Steine, Barren, Stangen und Platten. In dem Regal dort hinten gibt es eine Vielzahl von Büchern. Einige sind Ansammlungen von Motiven, andere sind Folianten über Schmiedetechniken und Vorgehensweisen beim Goldschmieden."

Neven geht einige Schritte zur Seite und lehnt sich an die Wand. "Wirklich lernen werdet ihr es nur durch das Ausprobieren. Irgendwann hat man das nötige Gefühl für das Metall und das Geschick, es in die gewünschte Form zu bringen. Fühlt euch wie zu Hause!"

Sir_Tom_1
29-09-15, 17:33
OH .. Danke werter Neven .. nur habe ich eine Frage, wie bekommen wir die Kristalle aus dem Stein heraus, ohne diese zubBeschädigen, habt ihr hierfür auch eine Art Werkzeug

neven869
29-09-15, 17:41
"Ich fürchte, dafür müsstet ihr den herkömmlichen Weg einschlagen - von Hand schleifen. Das ist recht zeitaufwendig. Fürs erste habe ich hier aber auch eine Reihe bereits geschliffener Steine."

Sir_Tom_1
29-09-15, 17:47
Ach so ... von Hand schleifen .. aha .. na dann ... werde ich zuhause mal ein wenig üben ...

blicke zu Synola

hast Du noch fragen mein Herzblatt, denn wenn nicht, dann können wir ja gehen und stehlen Neven nicht seine kostbare Zeit

Synola
29-09-15, 17:49
"Ja Tom, wir können dann auch gleich gehen.....

"Vielen lieben Dank Herr Neven, die Vorführung war wirklich sehr interessant. Bei Ihnen sah es so einfach aus, wir werden dafür wohl ein wenig länger brauchen, bis wir die Technik so gut beherrschen," lächelt sie.

"Aber wir werden das sicher schaffen, oder Schatz?" Sie nimmt Toms Hand in ihre und verschränkt ihre Finger darin und drückt sie leicht.

Sir_Tom_1
29-09-15, 17:52
erwidere das drücken

Ich denke schon ... mein Herzblatt ... gemeinsam schaffen wir das gewiß ..

küsse Synola wiedermal kurz, aber diesesmal auf den Mund

Nun den werter Neven ... wir Danke nochmals und wünschen einen angenehmen Tag .. ach ja ..

da fällt mir doch noch etwas ein

wegen des Flintenunterrichts würde ich am Freitag vorbeikommen wenn es Recht ist

Synola
29-09-15, 18:02
"Ohh ja Schatz...das ist auch sehr wichtig, gut, dass du daran denkst."

"Ach und viele liebe Grüße auch an Marie, Herr Neven. Und wenn Sie irgendeinen Wunsch haben an uns....kommen Sie gern einfach vorbei," lächelt sie den Feldherrn an.

Sir_Tom_1
29-09-15, 19:07
nach etlichen Türen und Treppen und Gängen sind wir wieder oben und machen uns Hand in Hand wieder auf den Weg

Äh ... Herzblatt ... wohin gehen wir den nun eigentlich .... bis zu mir ist es etwas weit ...

lächle Sie an und warte auf ihre Antwort, während wir einfach so auf den Strassen weiterspazieren ...

Synola
29-09-15, 19:15
"Ich dachte, wir gehen noch ein wenig zu mir, Schatz," lächelt sie zurück.

Mein Magen knurrt nun auch ein wenig....wie sieht es mit dir aus, du hast doch sicher auch Hunger?"

Sir_Tom_1
29-09-15, 19:18
Hunger ... ja so kann man(n) es nennen ... nun los ...

lasse nun ihre Hand los und lege diese stattdessen um ihre Taille und drücke sie eng an mich - so gehen wir auf direktem Weg zum Haus mit der Nr. 12

Sir_Tom_1
02-10-15, 15:33
bin nun endlich an der Residenz angekommen und klopfe ein wenig zurückhaltend an und warte auf die Dinge die da kommen werden und blicke derweil zum Vogel der in einem Baum unweit von mir sitzt

neven869
02-10-15, 15:45
Neven kommt zur Tür und öffnet sie.
"Ah, Herr Tom! Ich nehme an, Sie sind hier um zu lernen, auf Dinge zu schießen?"

Sir_Tom_1
02-10-15, 15:58
reiche Neven zur Begrüssung die Hand

Werte Herr Neven, schön das ich Euch doch heute hier antreffe und ja ...

stocke ein wenig bei den nächsten Worten

ich bin gekommen um ein wenig über den Umgang mit einer Flinte zu lernen .. äh .. ich muss Euch vorwarnen ... Ihr werdet Geduld brauchen

bei den letzten Worten lächle ich ein wenig gequält, denn ich habe einen heiden Respekt vor der "Donnerbüchse"

neven869
02-10-15, 16:12
"Da können Sie vollkommen unbesorgt sein - ich werde Sie zu einem Meisterschützen machen!" grinst Neven.

Er führt Sir Tom durch die Residenz und dann durch den Gang, der zur Kaserne von Nevens Armee führt. Dort angekommen begeben Sie sich zur Waffenkammer. Hier stehen lange Reihen von Waffenständern mit allem möglichen an Waffen - Speere, Schwerter, Äxte, Kriegshämmer, Streitkolben, Dolche, Schilde und vieles mehr.

Sie begeben sich zum Bereich der Fernkampfwaffen. Dort befinden sich Wurfäxte und -Messer, Wurfspieße, Steinschleudern, Armbrüste und Bögen verschiedener Ausführungen und Gewehre und Flinten.

"Wissen Sie, die Flinte ist nicht die einzige Waffe, die ihrer Aufgabe entsprechen würde. Wenn Sie interessiert sind, könnte ich ihnen erklären, worin die Unterschiede zwischen all den hier befindlichen Sachen liegen - vielleicht finden Sie dabei etwas, was ihnen mehr liegt als Feuerwaffen wie die Flinte." Dieses letzte Wort betont Neven etwas mehr, da er sieht, dass Sir Tom bei jeder Erwähnung der Flinte etwas zusammenzuckt.

Sir_Tom_1
02-10-15, 16:15
folge Neven durch die Gänge und je mehr Waffen ich sehe um so erfurchtsvoller werde ich ... bei Nevens Worten über Alternativen zur Flinte hellt sich meine Miene auf

Ach wirklich

sage ich erfreut

na wenn es Euch nichts ausmacht, dann würde ich mir gerne die weitern Möglichkeiten von Euch aufzeigen lassen

neven869
02-10-15, 16:44
"Nun, da gibt es viele Möglichkeiten. Ich denke aber, das Wurfwaffen nicht unbedingt ihren Anforderungen entsprechen würden. Die Reichweite ist vergleichsweise gering und sie reichen meist nicht aus um die wirkliche bedrohliche Gegner wie einen wilden Eber oder einen angreifenden Bären sofort auszuschalten - es sei denn, man trifft sie direkt im Kopf oder im Herz." beginnt Neven. "Effizienter wären dann schon die Waffen, mit denen Bolzen oder Pfeile verschossen werden. Die Arbaleste zum Beispiel kann über eine Strecke von gut 150 bis 200 Metern recht zielgenau treffen und praktisch alles fällen. Dafür ist die Waffe aber recht schwer und etwas groß um überallhin mitgeführt zu werden. Zudem würden Sie mit guter Übung etwas weniger als eine Minute Zeit zum nachladen brauchen.
Alle Armbrüste, die wir hier haben sind mit Stahlsehnen und Stahlbögen versehen. Das macht sie recht unempfindlich gegenüber dem Wetter."

"Dann gäbe es noch die mittlere und die leichte Armbrust. Die mittlere ist kleiner als die Arbaleste, verfügt aber ebenfalls über einen Stahlbogen, Die Reichweite beläuft sich auf gut hundert Meter bei einer guten Zielgenauigkeit und Durchschlagskraft. Zum Nachladen brauchen sie keinen langsamen Kurbelmechanismus, sondern benutzen dieses hebelähnliche Gerät, um die Sehen zu spannen - oder sie stellen ihren Fuß in diesen Haken da und spannen die Sehne mit der Hand - die Nachladezeit kann mit guter Übung bei zehn bis zwanzig Sekunden liegen.
Die leichte Armbrust ist noch etwas kleiner, hat eine geringere Durchschlagskraft und eine Reichweite von gut fünfzig Metern. Die Nachladezeit kann mit guter Übung bei fünf bis fünfzehn Sekunden liegen."

"Und dann wären da noch die Bögen. Für die Handhabung von Bögen brauchen Sie eine sehr ruhige Hand, noch ruhigere Nerven und ziemlich viel Kraft in den Armen - den Bogen zu spannen ist deutlich härter als es erscheint. Nun gut, bei einem Jagdbogen wohl weniger als bei einem Kriegsbogen oder Langbogen, aber noch immer einiges. Für diese Region würde ich einen solchen Jagdbogen empfehlen" sagt Neven und zeigt Sir Tom einen Bogen. "Ein Komposit-Bogen würde bei feuchtem Wetter Probleme bereiten und vielleicht sogar auseinander fallen können."

"Und zu guter letzt haben wir hier eine breite Auswahl an Musketen und Flinten. Sie wissen ja, wie die funktionieren. Schießpulver, Kugel, lauter Knall - und wenn man getroffen hat, steht das Ziel meistens nicht mehr. Problematisch könnte es aber bei Regen werden, wenn das Pulver nass wird."

Sir_Tom_1
02-10-15, 16:52
höre den Ausführung von Neven äusserst interessiert zu und denke so bei mir "na ... der Mann hat Ahnung" ... als er die Flinte erklärt muss ich laut lachen.

Ach werter Neven, dass mit .."Kugel - Knall - Tot" ... das ist gut .... aber ich denke ich habe mich entschieden, und würde Eurem Rat bzgl. dem "Jagdbogen" folgen ... was meint ihr

sehe ihn an und füge noch an

ist halt dann "Pfeil - surrr - Tot"

und lache nun wieder

neven869
02-10-15, 17:04
"Nun gut, ein Jagdbogen." Neven nimmt einen der Jagdbögen und einen Köcher voller Pfeile von einem Waffenständer, drückt ihn Tom in die Hände und führt ihn dann zum Übungsplatz, wo einige Übungsziele stehen.
Neven hat sich einen Langbogen mitgenommen und führt Sir Tom einen Schuss vor. Dann erklärt er:

"Dann gilt es jetzt, zu üben. Halten Sie sich gerade, Arm nach Vorne auf das Ziel gerichtet, den Pfeil zwischen Zeigefinger und Mittelfinger der anderen Hand. Dann spannen Sie den Bogen und schießen Sie - Vorsicht, unterschätzen Sie nicht die Spannung, die auf der Sehne liegt. Versuchen Sie nicht, den Bogen zu lange anzuspannen, denn das erfordert sehr viel Kraft. Zielen, Spannen und schießen."

Sir_Tom_1
02-10-15, 17:08
ich sehe genau bei Neven zu und versuche es dann auch .... und .... lasse los ... und der Pfeil .... fällt vor mir zu Boden

äh ... ich glaube das war nicht ganz richtig - oder?

sag ich verschämt

neven869
02-10-15, 17:15
Neven lacht. "Gut, ich hätte erwähnen sollen, dass der Pfeil mit der Kerbe am Ende auf die Sehne gesetzt werden muss. Gleich nochmal!"

Einige von Nevens Männern haben sich eingefunden und beobachten Sir Tom beim Üben - mit den Schilden griffbereit.

Sir_Tom_1
02-10-15, 17:19
sehe die auflaufende Menge ... und denke ... " na toll nun auch noch Zuschauer" ... beherzige dann Nevens Hinweis und lege erneut einen Pfeil an die Sehne .... diesesmal mit der Kerbe in der Sehne ... und spanne und ziele und lasse zögerlich los ... und der Pfeil fliegt ... ungefähr 3 Meter weit ... ich merke das Getuschel in der Menge und rufe ihnen zu

He ... es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen ...

wende mich an Neven ... mit leicht gerötetem Gesicht sage ich

ich denke ich war zu vorsichtig beim loslassen, kann das sein?

neven869
02-10-15, 17:24
"Zu zögerlich beim Anspannen der Sehne. Versuchen Sie, die Sehne mindestens bis zur Schulter ihres Bogen-Arms zu ziehen - das ist zwar anstrengend, aber mit der Übung kommt auch die Kraft. Noch mal."

Sir_Tom_1
02-10-15, 17:28
In Ordnung ... ich glaub ich habe verstanden

lege einen weitern Pfeil ein ... zieh und zieh und zieh ... soweit, dass ich leicht das Gleichgewicht verliere und der Pfeil fliegt nun in die Richtung von Nevens Männern ... ich rufe dem Pfeil hinterher

TSCHULDIGUNG

doch Nevens Männer scheinen damit gerechnet zu haben, denn ....

neven869
02-10-15, 17:34
... sie hatten bereits beim Anspannen des Bogens ihre Schilde gehoben...

Neven beginnt, wieder zu lachen. "Ich sagte ja, es wäre schwierig. Da müssen wir noch etwas an der Beinarbeit feilen. Stellen Sie sich mit ihrer Seite zum Ziel auf. Gut so! Die Beine noch etwas weiter auseinander, Füße nach vorn - gut. Jetzt den Rücken wieder gerade machen. Und nochmal!"

Sir_Tom_1
02-10-15, 17:39
Neven rüttelt mich ganz schön durch, bis ich die richtige Schußhaltung inne habe .... stehe nun da ... stock steif ... wie eine Statue ... und probiere es erneut ... Pfeil einlegen, spannen ... und nun merke ich schon, dass ich sicherer stehe ... noch ein wenig mehr spannen ... Bogen senken ... Ziel anviesieren und .... los ....

Na geht doch ...

sage ich erfreut, als ich den Pfeil zumindest in die richtige Richtung fliegen sehe ... aber ... äh ... er fliegt und fliegt und fliegt ...

noch nicht

vollende ich den Satz ....

Meister Neven, dass ist aber wirklich nicht einfach ... woran meint ihr hat es gelegen ... hab ich falsch gezielt ? Habt Ihr da noch einen Rat für mich ...

neven869
02-10-15, 17:47
"Der Pfeil fliegt in einem Bogen - das haben Sie schon erkannt. Allerdings haben Sie diesen Bogen für die verwendete Spannkraft falsch eingeschätzt. Das ist eine Sache, die man über die Mathematik sicherlich erklären und lernen könnte - oder man übt so lange, bis man ein Gefühl dafür hat, bei welcher Entfernung zum Ziel, welcher Winkel und welche Spannung der Sehne verwendet werden muss. Probieren Sie es ruhig erneut - der Jagdbogen hat nicht zu viel Durchschlagskraft und die Wände sind aus gutem Stein, sodass die Pfeile einfach abprallen werden und kein wirklicher Schaden entsteht."

Sir_Tom_1
02-10-15, 17:51
Nevens Worte machen mir Mut und so gehe ich nochmals an die Sache ran ... positiver als zuvor .... und es geht los .... Haltung einnehmen ... Körperspannung aufbauen ... den Pfeil einlegen ... den Bogen anheben .... die Sehne über das Kinn langsam nach inten führen .... den Bogen langsam in das Ziel hinein senken und im richtigen Moment die Sehen lösen .... und der Pfeil fliegt und fliegt in einem schönen Bogen ... und an dem äusseren Rand der Scheibe bleibt er stecken ...

Geht also doch

mit stolz geschwelter Brust stehe ich nun neben Neven ... als hätte ich mitten in die Mitte getroffen ...

und was meint ihr ... gut genug zum ende der 1. Stunde?

neven869
02-10-15, 17:58
"Für die erste Sunde ist das ganz annehmbar. Nehmen Sie Bogen und Pfeile mit zum Üben und arbeiten Sie an ihrer Stärke. Ein guter Bogenschütze braucht starke Arme. Und testen Sie ihre Fähigkeiten nicht an angreifenden Bären, Wölfen oder Wildschweinen - die können rasend werden, wenn sie Schmerz spüren. Sollte das passieren - dann rennen Sie so schnell sie können. Zur Nahkampfausbildung kommen wir, wenn Sie zielsicherer mit dem Bogen geworden sind."

Sir_Tom_1
02-10-15, 18:02
Nehme mir die Abschiedsworte von Neven sehr zu herzen ... insbesonder den bzgl. "weglaufen" ... nehme den Bogen und ein paar Pfeile und verabschiede mich von Neven

Werter Herr Neven - viielen Dank für eure Zeit und auch für eure Geduld mit mir ... und Danke für da Angebot der weiteren Übungen ... diese werde ich gerne annehmen ...

reiche zum Abschied die Hand und wende mich dann an die Männer und rufe

Ihr könnt nun die Schillde wieder runter nehmen ... ich bin fertig für heute

lachen verlasse ich den Übungsplatz und stehe bald wieder vor der Residenz

Komm Vogel .. wir schauen mal was Synola so macht

der Vogel fliegt los

neven869
10-10-15, 15:03
Neven geht über die Stadtpläne und lässt sich die aktuellen Entwicklungen von Manius zutragen.

"Die Garde erhält momentan starken Zuwachs - wenn dieser so anhält ist sie bald gut 5000 Mann stark. Die Präsenz der Garde in der Stadt hat sich spürbar ausgewirkt. Die Kriminalität ist sozusagen eingedämmt."

"Das ist soweit ganz gut - es gibt aber sicherlich ein ´Aber´, oder?" erwidert Neven.

"Natürlich gibt es ein Aber", antwortet Manius. "Im Südteil der Stadt gibt es eine kleine Gruppe heruntergekommener Viertel. Unsere Kontakte berichten, dass sich offenbar dort ein Bandenkrieg anbahnt. Es scheint keine tiefergehenden Gründe zu geben. Sowohl die ´Löwen´ als auch die ´Drachen´ wollen wohl die Vorherrschaft in dem Gebiet erringen. Beide Gruppen stehen im Verdacht, illegale Schmuggleraktivitäten durchzuführen - es konnte ihnen aber nicht immer nachgewiesen werden - und wenn, dann fanden sie einen Weg, sich daraus zu winden."

"Das war bevor, wir hier ankamen" sagt Neven. "Wir werden diesen Bandenkrieg stören wo wir können und sicherstellen, dass keine von beiden Seiten gewinnt. Im Besten Fall sammeln wir dabei genügend handfeste Beweise und Hinweise auf korrupte Gerichtsbeamte, um beide Gruppen ausschalten zu können."

"Die Banden genießen in diesen Stadtvierteln einiges an Unterstützung. Beide Rekrutieren dort ihre Mitglieder." erwidert Manius.

"Das mag wohl stimmen. Aber jetzt, wo die Garde wieder sämtliche Wachposten übernommen hat, haben wir die volle Verfügung über unsere Armee und können aktiv vorgehen. Bereitet die Truppe vor, Hauptmann. Wenn der Bandenkrieg ausbricht, werden wir bereit sein.

Manius nickt und macht sich auf den Weg. Neven wendet sich an Marie: "Aber das wird uns nicht in unseren Plänen unterbrechen. Ich habe bereits einen Brief an den Pfarrer geschickt."

"Das ist wunderbar!" antwortet Marie lachend, "Die nächste Person, die mal wieder die Welt übernehmen will, und dadurch unsere Hochzeit aufschiebt, kriegt von mir das Genick gebrochen!"

PanNarans
15-10-15, 21:36
Heinrich erreichte die Residenz und sah einen Gardisten vor dem Haupttor stehen.

"Bitte gebt diesen Brief euren Kommandanten" bat der Wache "Er ist vom Pastor"

Der Gardist nahm Haltung ang und das Schreiben entgegen. "Ich werde es nach dem Wachwechsel persönlich erledigen versprach er.


Aloha Herr Kommandeur Neven,

Ich freue mich riesig über deine Nachfrage.
Gerne werde ich die Hochzeit durchführen.

Wir sollten uns unbedingt ein oder mehrmals Treffen um das alles zu klären.

Der Tag an dem man den Bund der Ehe eingeht, sollte als etwas ganz besonderes in Erinnerung bleiben.

Bitte sage mir bescheid wann es dir un deiner Braut am besten passt mit einem Treffen. Ich werde mich dann bemühen mir die Zeit zu nehmen

Leider war ich die letzten Wochen sehr beschäftigt. Ich entschuldige mich in aller Form für meine verspätete Antwort.

Liebe Grüße

Pan

neven869
18-10-15, 14:05
Neven und Marie kehren in die Residenz zurück, wo sie von Siegfried empfangen werden. "Ihr beiden wart einige Zeit lang weg."

"Du weißt schon Vater. Vorbereitungen treffen, Kontakte machen, und der ganze Rest. Wenn die Banden sich offen bekämpfen, wollen wir nicht unvorbereitet sein, Wir müssen sicherstellen, dass die sich bei einem Eingreifen unsererseits nicht gegen uns verbünden."

"Wie auch immer. Für dich ist ein Brief von Pfarrer eingetroffen." Mit diesen Worten überreicht er Neven den Brief.

Neven liest ihn, freut sich über den Inhalt und beginnt, eine Antwort zu schreiben.

PanNarans
23-10-15, 10:51
Heinrich erreichte die Residenz von Neven. Die Wache vor der Tür beobachtete ihn aufmerksam.

"Ich habe hier ein Brief vom Pfarrer" teilte Heinrich einer Wache mit. "Der Feldherr wartet bestimmt schon auf ihn. Dann übergab er den brief.

Aloha Neven,

ich würde gerne heute Abend um 19:00 Uhr zu ihnen kommen, wenn sie dann auch Zeit hätten.

Ich freue mich schon sehr darauf sie und ihre Verlobte wieder zu sehen.

LG Pan

neven869
23-10-15, 19:12
Neven kehrt abermals in die Residenz zurück. Dort wird er von Marie empfangen.

"Bin ich zu spät?" fragt er.
"Nein, der Pfarrer ist noch nicht eingetroffen. Du bist noch pünktlich genug." erwidert Marie.

Dann warten die beiden auf Pans Ankunft.

PanNarans
23-10-15, 19:29
Endlich stand ich vor dem Herrschaftlichen Haus, das die wache gut ausgebildet war erkannte ich an den Blicken und dwer Haltung der Männer.

"Aloha, ich würde gerne mit dem Feldheeren Neven sprechen. Wir haben einen Termin" entgegnete ich den ranghöchsten.

"Der Feldherr erwartet sie bereits" war die Antwort. Dann drete sich der Mann um und ich folgte ihn ins Haus.

neven869
23-10-15, 19:31
"Ah, willkommen, Herr Pan! Wie geht es euch?" begrüßt Neven den Pfarrer.

PanNarans
23-10-15, 19:40
"Aloha ihr zwei, mir geht`s gut. Ich freue mich riesig darüber das ich bei eurer Hochzeit, der Preister sein darf." Mit diesen Worten stellte ich ein kleines 5 liter Faß mit Met auf den Tisch.

"Und wie geht es euch? Habe mir erlaubt etwas Met aus meiner Heimat mit zu bringen, da ein solch bedeutender Anlass nicht mit trockener Kehle besprochen werden sollte."

Ich nahm drei Hörner aus meinem Rucksack, füllte eins nach dem anderen auf und gab den beiden je eines. Ist das traditionale Trinkgefäß in meiner Heimat für den Met, teilte ich ihnen mit. Laßt uns anstoßen."

neven869
23-10-15, 19:45
Neven und Marie nehmen die Hörner entgegen. "Worauf wollen wir trinken?"

PanNarans
23-10-15, 19:46
"Auf die Liebe, das Leben und dem Kampf und das wichtigste euer gemeinsames Leben"

neven869
23-10-15, 19:50
"Nun, darauf können wir trinken!" stimmt Marie zu und sie stoßen an.

"Nun, Herr Pfarrer" beginnt Neven. "Auf die Liebe und den Kampf verstehen wir uns - doch haben wir nur sehr wenig Ahnung von Feierlichkeiten und noch weniger von Hochzeiten. Ich hoffe, ihr seid diesbezüglich etwas schlauer..."

PanNarans
23-10-15, 19:59
" Ihr werdet doch sicherlich schon an Hochzeit feiern teil genommen haben" erwiderte ich, nach dem ich einen großen schluck aus dem Horn genommen hatte. "Dennoch denke ich mir, das eine traditionelle christliche Hochzeit für euch eher nicht in Frage kommt. Habt ihr euch da schon irgendwelche Gedanken über eure Zeremonie gemacht?"

neven869
23-10-15, 20:08
"Tatsächlich... war da nur die Hochzeit von Hauptmann Manius. Ansonsten nicht. Wir verstehen nicht unbedingt viel von Zeremonien. Vielleicht könnten wir vermeiden, dass ich einen Anzug tragen müsste? Darin fühle ich mich eher so... leicht..." lacht Neven.

PanNarans
23-10-15, 20:19
"Nur eine Hochzeit?" ich sah die beiden ungläubig an! "Wir werden die Hochzeit so planen, das sie genau euren Wesen entspricht. Also bestimmt keinen Anzug für dich Krieger :D"

Ich nahm den beiden die leeren Hörner aus ihren Händen und füllte nach. Hiernach drückte ich sie ihnen wieder in die selbigen.

"Hast du oder deine Verlobte sich schon irgend welche Gedanken über die Zeremonie gemacht?"

neven869
23-10-15, 20:46
Marie überlegt. "Wir hatten uns darüber noch keine wirklichen Gedanken gemacht - es gab in letzter Zeit einiges zu tun. Wir brauchen nicht unbedingt etwas großes oder ganz besonderes. Vielleicht halten wir das ganze etwas... schlichter? Der Dom an sich ist schon ein schönes Gebäude - da können wir auf übermäßige Dekoration verzichten, denke ich."

PanNarans
23-10-15, 20:52
"Wir müssen die Zeremonie nicht unbedingt im Dom vollziehen, jeglicher andere Ort den ihr euch vorstellt, ist auch in Ordnung. Desweiteren kann ich mir irgendwelchen Dekorativen Firelvanz bei euch beiden eh nicht vorstellen ;) Die Zeremonie sollte auf jeden Fall für eine Krieger Hochzeit zugeschnitten sein" Ich füllte die Hörner wieder nach.

neven869
23-10-15, 21:11
"Der Dom ist gut, denke ich." antwortet Marie.

"Aber wie kann man eine Hochzeit auf Krieger zuschneiden?" fragt Neven.

PanNarans
23-10-15, 21:16
"Darüber muß ich mir die Gedanken machen" antwortete ich lachend.

"Gibt es einen Glauben bei euch? Und wen ja welchen?"

Ich füllte die Hörner begeistert nach.

neven869
23-10-15, 21:32
"Ich bin einfach nur Christ und gehöre nicht wirklich einer Konfession an - die Ausführungen und Standpunkte von Martin Luther teile ich jedoch zum größten Teil." erklärt Neven.

"Ich bin katholisch aufgewachsen" beginnt Marie darauf. "Doch inzwischen teile ich ebenfalls eher Nevens Ansichten."

PanNarans
23-10-15, 21:44
"ich werde mir Gedanken machen, wie eine Krieger Hochzeit in die Christliche Mythologie darzustellen ist, oder wollt ihr lieber etwas orthodoxes?"

neven869
23-10-15, 22:01
Neven trinkt einen Schluck vom Met und antwortet dann schmunzelnd: "Etwas Simples. Nur halt ohne große Dekoration. Und ohne Anzüge. Und vielleicht mit passender Musik..."

PanNarans
23-10-15, 22:30
"Da wird mir bestimmt noch was einfallen" entgegnete ich lachend.

"Es ist spät geworden, und ich werde mich jetzt auf dem Heimweg machen. Wir sollten uns auf jedenfalls nochmals treffen. Dann werde ich auch meine ersten Entwürfe vorbringen."

Ich ließ den Rest des Fäßchens hir und wannte mich den Ausgang zu.

"Es war mir eine große Freude den heutigen Abend mit euch zu verbringen, das nächste mal treffen wir uns bei mir."

neven869
23-10-15, 22:36
"Wie ihr wünscht, Herr Pan! Ich danke euch für eure Zeit! Und für das Fässchen."

Sie geleiten Pan zur Tür.

"Wir wünschen ihnen eine geruhsame Nacht, Herr Pfarrer!"

Sir_Tom_1
03-11-15, 16:13
und schon stoppt die Kutsche vor dem Gebäude und ich hole Zettel und Stift heraus ...

äh .. nein .. habe ich noch nicht .. aber den schreibe ich jetzt ...

und so schreibe ich ... mit verkrampften und kalten Fingern

Werter Neven,

ich würde mich freuen, wenn ihr bald mal wieder etwas Zeit für mich opfern könntet um mir wieder Unterricht im Bogenschiessen zu erteilen.
Gleichzeitig wollte ich fragen, ob es in Ordnung wäre, wenn Synola beim Unterricht zusieht

Es grüßt Euch und Eure Verlobte Marie

Sir Tom und Synola

falte den Zettel und schreibe vorne den Empfängernamen drauf und springe dann schnell von der Kutsche und gebe den Zettel einem der Wachen mit der Bitte diesen doch weiterzuleiten ... und schwuppst sitze ich wieder auf der Kutsche und rutsche ganz dicht zu Synola und lege meine Arm um sie ...

weiter gehts ... einkaufen ... EIER ... brauchen wir .. nicht vergessen

Synola
03-11-15, 16:20
Sie hat beobachtet, wie er mit etwas zittrigen Fingern die Nachricht geschrieben hat.....schaut ihn liebevoll an.....

"Ja Liebling....weiter jetzt zum Markthaus....und wir fahren auch gaaaaanz langsam."