1. #71
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    Der Kapitän gesellt sich zu ihnen und entzündet ein wenig umständlich seine Pfeife, pafft einige Male und erinnert sie dann daran, dass sie den Rückweg gern wieder mit ihm hier auf dem Schiff unternehmen können.

    "Am 4. Januar, wenn alles nach Plan läuft......würde mich freuen, euch wiederzusehen," teilt er ihnen mit.

    "Was meinst du Tom.....wollten wir nicht um den Dreh herum abreisen?" Fragend schaut Synola ihren Verlobten an......
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  2. #72
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    Ja .. Herzblatt .. das Datum würde passen ... mal sehen, ob uns meine Schwester auch so lange .. äh .. ja ... aushält ...

    lache auf und knuffe Synola leicht in die Seite

    oder unsere Rippen

    zwinkere meiner LIebsten dabei zu und wende mich dann an Kapitän Hiob

    es wäre uns eine große Ehre mit Euch auch die Rückfahrt begehen zu dürfen ...

    der Kapitän zieht kurz an seine Pfeife, stößt den Rauch aus und reicht uns nacheinander die Hand .. zuerst Synola und danach mir

    also dann wäre da ja nun auch alles in trockenen Tüchern

    sage ich und der Kapitän verabschiedet sich daraufhin eiligst, da er nun das Schiff in den Hafen steuern muss - als er weg ist lege ich wieder den Arm um Synola

    Herzblatt ... gleich sind wir da ... und das Meer war die ganze Fahrt über ganz ruhig ... so wie ich neben Dir

    küsse sie nun auf die Wange ...
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  3. #73
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    Ein Tag nach dem anderen verrinnt an Bord des Schiffes auf ihrer Heimreise und die einzigen Lichtblicke bestehen darin, dass Kapitän Hiob öfter einen kleineren Hafen anfahren lässt, bei dem auch immer ein kurzer Landgang möglich ist.
    Synola nutzt dann die Zeit, um mit Kira einen längeren Spaziergang zu unternehmen und einige Lebensmittel einzukaufen, sobald sie ein Geschäft findet.

    Insgesamt dauert die Reise zwar nun ein wenig länger, aber so konnten sie kleineren Unwettern und Stürmen entgehen und mussten keinerlei Risiko eingehen, dass das Schiff Schaden nehmen würde.

    Überhaupt tut Kapitän Hiob alles, um ihr die Reise so angenehm wie nur möglich zu machen...dafür ist sie ihm sehr dankbar und hofft, dass sich irgendwann die Möglichkeit ergeben wird, sich dafür zu revanchieren.
    Die Mahlzeiten muss sie auch nicht allein in ihrer kleinen Kajüte einnehmen, sie hat einen Platz am Tisch des Kapitäns und seines ersten Steuermanns, was auch weitaus angenehmer ist, als allein zu essen, mögen die Mahlzeiten auch nicht gerade üppig sein, so sind sie doch wenigstens ein wenig zu genießen bei einer netten Unterhaltung.

    Natürlich weilen ihre Gedanken unablässig bei ihrem Verlobten, vor allem fragt sie sich ständig, ob es ihm gut geht...nicht die Trennung an sich, sondern die Ungewissheit ist noch viel schlimmer, als sie gedacht hatte.

    Mittlerweile ist die Luft deutlich milder geworden und die Eisberge haben sie längst hinter sich gelassen. So ist sie auch nicht sehr überrascht, als der Kapitän ihr heute bei einer Tasse Kaffee mitteilt, dass er damit rechnet, morgen den Hafen von Annoport zu erreichen.

    Trotz ihrer Lage stellt sich bei Synola eine leise Freude auf das Heimkommen ein, sehnt sie sich doch nach ihrer vertrauten Umgebung und auch auf Bella und Lisa freut sie sich.

    An diesem letzten Abend auf See möchte Kapitän Hiob gern mit ihr die gut verlaufene Reise ein wenig feiern, was sie gerne annimmt, damit sollten dann auch die letzten Stunden schneller vergehen.
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  4. #74
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    Die letzten Dinge sind in einen der Koffer gepackt, den Synola nun verschließt, als der Ruf „Land in Sicht“ bis in ihre Kabine dringt.....sie hält einen kurzen Moment inne, hastet dann durch die Tür und hinauf an Deck.

    An der Reling stehend kann sie nur schemenhaft die Umrisse des Landstrichs erkennen, doch diese Aussicht reicht ihr schon.....sie erkennt die Insel an ihrer Form und weiß, dass sie in einigen Minuten daheim sein wird.
    Sich an Deck umschauend sieht sie Kapitän Hiob, der durch sein Fernrohr auf Annoport schaut, sie geht zu ihm und er reicht ihr wortlos lächelnd das Rohr, welches sie entgegennimmt um ihre Heimatinsel zu betrachten.....die Hafengebäude sind nun klar zu erkennen und auch die Speicherstadt mit ihrer imposanten Größe.

    „Nun haben wir es also geschafft und ich bin heil wieder daheim, wenn auch leider nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte“, sagt sie leise, während sie ihm das Fernrohr zurückreicht.
    Nach einer kleinen Pause spricht sie weiter, nun wieder mit fester Stimme......
    „Sie werden doch sicher einen kleinen Landgang hier einlegen, es wäre mir eine große Freude, Eure Vorräte ein wenig aufzustocken“, zwinkert sie ihm zu.

    „Das ist eine gute Idee, Frau Synola.....wir könnten wirklich ein wenig was an Proviant gebrauchen,“ nickt er ihr erfreut zu. „Ich werde denn mal einige Matrosen anweisen, Ihre Koffer an Deck zu holen.“

    Während der Kapitän sich entfernt, beugt sie sich zu Kira hinab, die bereits neben ihr steht und streichelt der Hündin über den Kopf.
    „Gleich hast du wieder festen Boden unter den Pfoten, sicher bist du darüber noch glücklicher als ich“, sagt sie lächelnd, als das Schiff bereits die Hafeneinfahrt erreicht hat und nun langsam auf den Hafen zusteuert.
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  5. #75
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    Am Bug eines Schiffes steht ein Mann nahe der Reling und blickt durch ein glänzendes Fernrohr zum Festland. Neben im auf der Leine sitzt sein schwarzer Vogel und dieser lauscht den leisen Worten die er durch den Bart seines Freundes verstehen kann ...

    "Das ist es also ... das Kap der guten Hoffnung ... ja ... ich bin ebenfalls voller guter Hoffnung, .... dass ich bald da bin ...... wo ich hingehöre ... bei meiner Liebsten ... "

    ... dann nimmt er die Seehilfe herunter und schliesst nun beide Augen. Ein zufriedenes Lächeln zeichnet sich nun in seinem Gesicht ab und der Vogel gibt ein leichtes Krächzen der Zustimmung von sich, während er leicht mit dem Kopf nickt.
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  6. #76
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    Gezeichnet von der Rasur, die der Mann heute morgen auf dem doch recht wackeligen Schiff durchgeführt hat, steht er nun am Bug des Schiffes. Mit dem Fernrohr blickt er auf eine ihm wohlbekante Insel, die sich am Horizont abzeichnet und immer größer erscheint je näher sie ihr kommen. Der gefiederte Partner des Mannes fliegt aufgeregt vor dem Schiff seine Runden.

    Als die Insel bereits mit blossem Auge gut zu erkennen ist, spricht der Mann zum Beo:

    Na gut Vogel, ich sehe schon, Du kannst es kaum erwarten - na dann ... flieg los

    Kaum haben die Worte seine Lippen verlassen, breitet sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus und er führt das Fernrohr wieder vor ein Auge und sieht, wie sich der schwarze Vogel rasch der Insel nähert.
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  7. #77
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    Weit draußen auf dem Meer gleitet ein Schiff durch das ruhige Gewässer. Ein Mann sitzt mit gesenktem Haupt auf einem Hocker ganz nah am Bug. Er wendet seinen Blick nicht von der goldenen Uhr in seinen Händen, die er wieder und wieder öffnet und schliesst. Seine Gedanken weilen bei der Person die ihm dieses wundervolle Geschenk machte und er hofft inständig, dass sie heute einen schönen Tag verbringt, abseits von Sorgen und Trauer über seine notwendige Abreise ...
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  8. #78
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    Nach mehreren Reiseetappen, und kurzen Aufenthalten in verschiedenen Hafenstädten, steht der Mann mit seinem gefiederten Freund nun am Strand einer entlegenen Insel.

    Der Vogel fliegt auf einen Hügel und lässt sich dort auf einer großen kopfähnlichen Statue nieder, während der Neuankömmling sein Fernglas in seinen Seesack steckt, als er durch dieses das Schiff, welches ihn hier her brachte, nicht mehr sehen kann.

    In der Hoffnung hier in Sicherheit zu sein, lenkt er seinen Blick ins Landesinnere und sieht ... nichts ... nur diese seltsamen Steine .... die, in Reihe sorgfältig aufgestellt, an ihm vorbei, aufs Meer hinaus blicken ...

    Nach einem lauten Seufzer macht er sich auf den Weg die Anhöhe zu erklimmen...
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  9. #79
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    In seinem notdürftigen Unterschlupf sitzt der Mann in völliger Dunkelheit. Ganz still und ohne Bewegung hält er seinen gefiederten Freund in Händen, welcher ebenfalls keinen Ton von sich gibt, da er die brenzlige Lage gut einzuschätzen weiß, in der sie sich seit ein paar Stunden befinden ... was war geschehen ...

    Am späten Nachmittag war er seinem Freund auf die Anhöhe, auf der die Statuen stehen, wie die Tage zuvor gefolgt. wie immer überprüfte dieser durch sein Fernrohr den Ozean.

    Doch diesesmal erblickte er ein Schiff. Als er die Flagge ausmachen konnte, lies er erschrocken das Fernrohr sinken und legte sich flach zu Boden. Er flüsterte vor sich hin ... "Suzanna hatte Recht - die Ost-Indien-Kompanie sucht nach mir ..."

    Er robbte langsam zurück ins innere der Insel und als er weit genug von der Kuppe entfernt war, stand er auf und lief, als wäre der Teufel hinter ihm her, zu seinem Versteck.

    Dort angekommen verbarrikadierte er den Eingang nachdem auch der Beo ins innere geflogen war ...

    Um gegen die Dunkelheit anzukämpfen, hält der Mann die Augen fest geschlossen und er denkt an die schönen Momente in seinem Leben und an die Person der er diese verdankt - so kann er seine Ruhe bewahren und weiter ausharren ...
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  10. #80
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    In den letzten Tagen verlies der Mann nur selten seinen sicheren Unterschlupf. Und auch nur wenn er keine Stimmen oder sonstige Geräusche hören konnte, die auf Menschen hindeuteten. Er war dann auch nicht lange unterwegs, denn sobald er merkte, dass die nach ihm Suchenden noch auf der Insel sind, kehrte er so schnell als möglich zu seinem Versteck zurück.

    Da seine gehorteten Vorräte langsam zur Neige gehen, betet er oft am Tag darum, dass die Besucher bald wieder die Anker lichten um weiter zu segeln. Sein gefiederter Freund bleibt immer in seiner Nähe, und so fühlt er sich nicht so einsam wie er doch eigentlich ist.
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