1. #91
    Avatar von Sir_Tom_1 Kam, sah und tippte
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    Ein paar Tage treibt der Mann auf seinem Floss nun schon auf dem Ozean. Das Segel hängt schlaff durch, da sich kein Lüftchen regt.

    Aber so langsam beginnt das Floss an Stabilität zu verlieren. Daher hat der Mann gut damit zu tun, sein Floss notdürftig zu reparieren, damit es nicht auseinander fällt.

    Der Beo fliegt indes ständig seine Runden und hält Ausschau nach einem Schiff - bisher erfolglos ...
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  2. #92
    Avatar von Synola Forum Veteran
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    Aus der frischen Brise am frühen Abend ist ein starker Wind geworden, welcher der Esperanza eine unruhige Nachtfahrt beschert.

    So wird auch Synola von den ungewohnt heftigen Schaukelbewegungen geweckt. Zuerst denkt sie daran, sich etwas anzuziehen und an Deck zu gehen. Da sie aber keine lauten Rufe der Mannschaft vernehmen kann, bleibt sie auf der Koje liegen.....so lange alles ruhig ist, besteht auch keine Gefahr.

    Wie so oft, kommt ihr das letzte Gespräch mit Kapitän Hiob in den Sinn und wieder denkt sie darüber nach, wie sie Tom empfangen soll, wenn er denn nach Hiob’s Plan zurückkehren sollte. Wie soll sie bloß reagieren, wenn er voller Besorgnis für sie vor ihr steht? So sehr sie auch darüber nachgrübelt, kommt sie doch zu keinem Entschluss. Vielleicht sollte sie einfach gar nicht daran denken und alles dem Zufall überlassen. Zumal sie ja noch gar nicht weiß, ob und wann es zu diesem Treffen kommen wird.

    Sie dreht sich auf die Seite und zieht die Decken fest um ihren Körper und fällt bald darauf wieder in einen unruhigen Schlaf, von wirren Träumen begleitet die nichts Gutes verheißen.
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  3. #93
    Avatar von Synola Forum Veteran
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    Der starke Wind hatte in den frühen Morgenstunden nachgelassen und so wurde es wieder eine ruhigere Reise.
    Solange sie in den wärmeren Gefilden unterwegs waren, ging Synola so oft wie möglich an Deck. Ein Matrose hatte irgendwo her einen hölzernen Liegestuhl herangeschafft und mit einigen Decken als Polster ließ es sich dort herrlich faulenzen.

    Die Mahlzeiten nahm sie mit Kapitän Rostron am Offizierstisch ein, nur beim Frühstück war sie allein, da sie ein wenig länger schlief als alle anderen, die bereits vor Sonnenaufgang ihren Tätigkeiten nachgingen. Die Abende waren dafür umso geselliger denn jeder hatte von meist lustigen Begebenheiten zu erzählen, die er in den letzten Jahren erlebt hatte.
    Synola revenchierte sich mit Erzählungen aus dem Markthaus, hier hatte sie einiges zu berichten, was die Männer bestenfalls vom Hörensagen ihrer Familien kannten. Während dieser Abende floss denn auch jede Menge Wein und Bier bis endlich einer von ihnen den Anfang machte und alle ihre Kabinen aufsuchten, um in die Koje zu fallen.

    Doch trotz dieser Ablenkungen lag Synola meist noch lange wach und dachte an die ungewisse Zukunft. Dabei wurde ihr immer klarer, dass es mit Tom und ihr so nicht weitergehen konnte, sie war einfach nicht mehr gewillt, diese immer wiederkehrenden Trennungen hinzunehmen. Ihrer Meinung nach wäre es um ein Vielfaches besser, auch Gefahren gemeinsam zu bestehen und sollte Tom hier anders denken, müsste sie ihn eben vom Gegenteil überzeugen. Blieb einzig und allein die Frage, wie und mit welchen Mitteln sie dies schaffen könnte.

    Während sie im Liegestuhl ein Buch in den Händen hält ohne zu lesen, denkt sie lange darüber nach und kommt nach etlichen Stunden endlich zu einem Entschluss.
    Nun kommt es nur noch darauf an, wann sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann. So sehr er auch eine gewisse Gefahr in sich birgt......ihr bleibt nur dieser Weg, das ist ihr nun mit aller Deutlichkeit klar geworden.
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