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Seit Monaten segeln wir durch Stürme und Nebelbänke, die Mannschaften sind am Ende, genauso die wichtigsten Lebensmittel. Wenn nicht bald Land gesichtet wird und wir Trinkwasser finden kann es zu schlimmen Ausschreitungen kommen. Ich habe die Soldaten noch im Griff, aber lange wird das nicht mehr gehen.
Wieder ein Morgen voller Dunst und Nebel, aber irgendwas ist anders als sonst, man hört Brandungsgeräusche und vereinzelt Vogelschreie. Ich schöpfe Hoffnung, plötzlich reißt die Nebelbank kurz auf, für einen Moment sehe ich fernes Land, beruhigt gehe ich auf die Brücke, wo ein verzweifelter Kapitän steht. |
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Ich klopfe dem Käpten freundschaftlich auf die Schulter, alles wird gut sage ich und lächle, er sieht mich gequält an und fragt ob ich eine Vision hätte, ich muß trotz der angespannten Lage grinsen, es ist bald vorbei sage ich und gehe in die Offiziersmesse.
Das Essen ist sehr dürftig, wenn nicht bald etwas passiert kann es zu Ausschreitungen kommen und das wäre nicht gerade mein Wunsch. Ich verlasse die Messe, auf Deck merke ich sofort daß das Tageslicht sich geändert hat, mir kommt es heller vor und die Brandungsgeräusche sind immer noch zuhören. Sanches kommt, ich wünsche sofort meine maroccanischen Leibgardisten Ben Jussuf und Shahib und 10 Musketiere zu mir. Der Bootsmann bringt mir das Sprachrohr, ich benutze es andersherum, ich halte es mir ans Ohr und drehe mich langssam um die Richtung festzustellen wo die größte Lautstärke herkommt. Nach der 2. Drehung bin ich überzeugt, daß das Geräusch von der Backbordseite kommt. |
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Der Kapitän hat verstanden und gibt die entsprechenden Befehle, hart Backbord, Hautsegel einholen und Achteranker langsam ablassen. Vier Matrosen loten die Wassertiefe, Nach 10 Minuten hellt sich der Nebel auf und plötzlich reißt er ganz auf. Vor uns liegt Land, die Mannschaften jubeln auf, neue Hoffnung wächst.
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Nach geraumer Zeit merke ich das ist kein Land sondern eine Insel. Ich lasse den Kapitän nach Steuerbord abdrehen, nach einer Weile ist meine Annahme war. Die Ufer sind felsig und unzugänglich, wir kreuzen nach Backbord und es bestätigt sich, es ist eine Insel mittlere Größe und nur eine Stelle zum Anlanden. Wir segeln zurück und nähern uns der einzigen Bucht, am Bug wird gelotet um ein Auflaufen zu verhindern. Da es felsig ist besteht die Aussicht, daß die Uferneigung ziemlich steil abfallend sein wird, also werden wir mit unseren großen Pott sehr nahe ans Ufer fahren können. Bei acht Faden fallen beide Anker. Wir sind ca. 100 Fuß vom Ufer entfernt.
Der Käpten läßt 2 Boote zu Wasser, Korporal Wilson, 5 Musketiere und ich steigen in ein Boot, 6 Matrosen und der 1. Offizier sowie 1 Bootsmann ins andere und wir rudern an Land. Wir werden die Insel flüchtig erkunden, aber wichtiger ist Frischfleisch und vielleicht andere Naturlebensmittel. Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: karl_I., |
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Nach 2 Stunden sind wir wieder am Ufer, 6 Hirsche, 3 Wildschweine und 10 Hasen, eine Menge Pilze und Beeren. Die drei Fasane werden fürn Kapitän und für mich reserviert. Ich habe mich gut umgesehen, die Insel ist unbewohnt und hat alles was man zum Leben braucht. Ich habe Erz- und Salzgestein gesehen und fruchtbar ist die Insel auch, nördliche Vegitation. Das wäre was, überlege ich.
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Wir bleiben auf Reede vor der Insel, die Köche und die Gehilfen sind am Wuseln, seit Wochen wieder mal Frischfleisch mit Pilze und Beeren.
Die Offiziere, meine Korporale, der Kapitän und ich sitzen in der Messe, der Portwein und der Rum machen ihre Runde. Wir reden über die Insel, ich gebe zu, daß ich hier aussteigen könnte, Korp. Diaz ist auch der Meinung. Der Käpten wiegelt ab, nicht so hitzig meint er und nimmt einen kräftigen Schluck Portwein. Die Köche bringen die Fasane, mit Pilz- und Beerensauce, ein herrlicher Duft. Die anderen kucken neidisch aber da kommt auch schon das halbe Wildschwein auf den Tisch der Offiziere und da ist alles vorbei, man hört nur noch ein Schmatzen. |
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Am nächsten Morgen sehen viele nicht gerade frisch aus, der 2. Offizier gibt die Auslaufbefehle, wir segeln in Richtung Steuerbord davon. Da habe ich durch eine Nebellücke vor zwei Tagen Land gesehen. Nach einer Stunde sehen wir Land, diesmal sieht es aber nach Festland aus. In 3-4 Stunden müßten wir vor Ort sein, mal sehen was auf uns zu kommt. Wir sind in Landnähe, einen Hafen können wir aus machen, der sieht aber ziemlich mieckrig aus, da können wir bestimmt nicht anlegen.
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Der Käpten empfängt mich vom Landgang und lobt mein Verhandlungsgeschick, wir beraten kurz und legen eine Besprechung nach dem Diner fest, es sollen der 1. Koch und der 2. Offizier dabei sein, sowie Sanchez. Ich zieh mich in meine Kajüte zurück um ein kleines Schläfchen zu tun.
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Ich höre die Glasenglocke, wieviel sie geschlagen hat habe ich nicht mit bekommen, ich stehe auf und sehe durchs Bullauge es ist schon dunkel. Auf Deck ist es ruhig, ich sehe kaum Wachen. Meine Geduld ist am Ende, Sanchez mein Adjutant soll kommen. Er kommt und schaut mich fragend an, wieso sind keine Wachen aufn Toppmast frage ich und warum sind keine Wachen bei den Beibooten. Wir sind in einen fremden Hafen, Piraten sind in der Gegend und keine Wachen, ich mach Sanchez herunter und drohe ihm mit Konsequenzen, er versucht sich zu entschuldigen was ich nicht akzeptiere. Durch den Lärm angelockt erscheint der Kapitän und will beschwichtigen ich gehe nicht darauf ein. Wir gehen in die Offiziersmesse, es sind alle bestellten da, es wird festgelegt das morgen früh noch einmal ein Jagdkomando loszieht um im Wald Wild zu jagen, dann warten wir auf den freien Händler.
Die Köche bringen das Essen und der gemütliche Teil beginnt. |
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Auf dem Schiff angekommen gebe ich Order die Waren an Bord zuholen. Ich laß den 1. Koch und den Kapitän rufen ob noch irgendwelche Wünsche offen sind. Der Koch braucht noch zwei Fässer Pökelsalz und der Käpt’n ordert noch 2 Faß Rum und 2 Faß Portwein und grinst in meine Richtung, ich grins zurück und mach eine Schluckbewegung.
Ich horch den Händler aus, er kennt sich hier bestens aus, ob Piraten in der Gegend sind und wie die Inselwelt Annoport beschaffen ist. Ab und zu kurven ein paar kleinere Piratenschiffe herum, aber wir bräuchten keine Angst haben mit unseren Schiff. Annoport, sagt er steht unter der Herrschaft der Königin und sei ziemlich spießig. Die Geschäfte sind erledigt, der Händler legt ab, der Bootsmann läßt das Schiff auslaufbereit machen. Ich gehe auf die Brücke und weise den 1. Offizier darauf hin, daß noch Männer im Wald sind. Er läßt das Manöver stoppen, der Bootsmann soll mit der Deckkanone einen Signalschuß abgeben. Ich verschwinde in die Messe, der Kapitän und die Korps sind schon am Essen, der Koch bringt mir ein frisches Kräutersüppchen mit Fleischeinlage. Auf Deck ist Bewegung, die letzten Männer kommen an Bord, einige Körbe Beeren und Pilz haben sie gesammelt. Der Portweinwein macht müde, ich gehe in meine Kajüte und werd ein Schläfchen machen. Im Unterbewußtsein bekomme ich noch mit, wie wir auslaufen. |
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Es klopft an meine Tür, ich rufe gequält herein, Sanchez kommt herein und meldet wir sind an der Insel angekommen, ich kleide mich an und gehe auf’s Deck und gebe Befehl die Insel anzusteuern. Es ist schon später Nachmittag und es wird langsam dunkel, morgen früh werden wir die Insel umsegeln und noch einmal genau erkunden, ich geh in die Messe, der Hunger nagt in mir.
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Nächster Tag, herrliches Wetter, wir segeln um die Insel herum. Sie ist von Felsen umrahmt, nur einige kleine Stellen scheinen durchlässig zu sein. In der großen Bucht angekommen gehe ich mit meinen beiden Leibwächtern und 4 Matrosen die etwas von Landwirtschaft verstehen an Land. Nach einer Stunde sind wir zurück, also Hopfen, Wein und Getreide würden hier wachsen, meinen die ehemaligen Bauernknechte.. Das genügt mir, Salz- und Erzgestein habe ich schon bei der Herfahrt entdeckt. Wir gehen wieder an Bord. Unser nächstes Ziel ist Annoport..
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