});

ubi.com    Ubi.com Foren  Springen zu Forum Kategorie  Silent Hunter  Springen zu Foren  Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific    2. FF der USS Tuborg äh USS Tautog
Seite 1 2 3 
Start
Neu
Suche
Benachrichtigen
Werkzeuge
Antwort
  
-star Rating Bewerten!  Anmelden/Beitreten 
Bild von Minimax64
Geschrieben am
Kurz zur Einführung:

Manne Mantas, erste Feindfahrt hat ja der eine oder andere durchaus mit Interesse hier verfolgt, wenn ich dem Feedback glauben schenken darf. Das Pseudonym des Pseudonyms Minimax64 - die 64 steht übrigens weder für mein Alter noch für mein Geburtsjahr, sondern für die KB Haupspeicher meines ersten Computers nach Aufrüstung, soviel nur am Rande.

Ich möchte jetzt nicht als Spammer auftreten, sondern habe ernsthaft den Verdacht, dass hier wirklich niemand auf 100% spielt. Die Fragen, die mir in den letzten Wochen von sog. nur-100%tern gestellt wurden, waren nicht dazu angetan, dass ich glauben mochte, dass sie jemals auh nur ein Schiff finden würden, wenn sie nicht zufällig darüber gestolpert wären.

Bis auf Beispieldokumentationen im Karten - Tutorial und Testaktionen bin ich selbst bislang meine Fahrten immer mit mindestens "Kartenaktualisierung" oder "automatischer Ziellösung" eingeschaltet gefahren. Manchmal auch mit beiden (siehe wieder Manne Mantas erste Fahrt).

Ich möchte hier also nun den öffentlichen Versuch starten, eine nahezu 100% FF anzutreten. Nur auf die Actionkamera bestehe ich, allein wegen der Screenies, und auf den Bildstabilisator verzichte ich ebensowenig, weil ich mich sonst absolut außerstande sehe, einen Höhenwinkel zu messen. Wie die 100%er damit bei auch nur geringem Wellengang eine Entfernung und damit widerum eine Geschwindigkeit messen, ist mir persönlich ein Rätsel. Deshalb auch hier widerum die Aufforderung: wer wirklich auf 100% fährt, möge es dokumentieren. Sollten die versenkten Tonnen dann noch einer Planung und nicht ausschließlich dem Zufall zu verdanken sein, so sei er sich meiner Hochachtung gewiss!

Meine Regeln:

Keine Exploids!

- überwasserkämpfe mit Kriegsschiffen sind tabu.
- Nach einem Ramming durch einen Zerstöer werden Manne Manta plus Schiff als vermisst gemeldet, egal, wer in SH4 die Konfrontation gewinnen wird (Minimax kann sich ja weitere Pseudonyme beschaffen Wink.


Gespeichert wird, um Screenies auszuwerten oder um das Spiel zu unterbrechen, um später weiterzumachen. Niemals werde ich neu laden, nur weil irgendetwas nicht so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt habe.

Einzige Ausnahme: Sollte ich kurz nach Beginn bereits von einem Flieger per Zufall versenkt werden, so könnte ich neu laden, werde das aber im AAR dokumentieren.


Meine Einstellungen:

Zunächst einmal die Rahmenbedingungen:

SH4 1.2, deutsche Sprache, imperiale Maße

Ich spiele ohne Mods mit den Ausnahmen:
- der Grünknopfmod von Jimimadrid

Änderungen in der commands.cfg
- Torpedotaste [Enter] auskommentiert
- Taste [ctrl+g] für die Ansage der Restreichweite und
- Taste [ctrl-w] für Wetteransage

Zudem benutze ich den Schadensanalytiker von Ricky_75

Meine Gameplayeinstellungen:




Edit: jetzt muss ich mich erstmal ums RL kümmern - anschließend wird weitergeschrieben

Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Minimax64,


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
Nach einem kurzen, aber intensiven Landurlaub kehre ich zur Basis in P.H. zurück. Ich bin ein wenig stolz darauf, dass mich jetzt jeder zweite zu kennen scheint und auf die inzwischen 4 versenkten Schlachtschiffe anspricht. Insbesondere die Geschichte von dem durch das Werfen nasser Handtücher versenkten Schlachtschiffes scheint die Runde gemacht zu haben. Sollte ich im Captn's Inn in der Porter Ave vielleicht ein wenig übertrieben haben ?


Die Personalabteilung erscheint mir da gar nicht so ehrfürchtig, als ich sie aus dem Büro heraus anrufe. Wollt eigentlich nur mal höen, ob alle meine Leute heil aus dem Urlaub wieder da sind, da eröffnet sie mir, dass aufgrund meiner überragenden Fähigkeiten als Skipper - insbesondere was das Versenken von Großkampfschiffen mit innovativen Mitteln betrifft - die Entscheidung getroffen wurde, mein Schiff zum "Ausbildungsschiff unter Gefechtsbedingungen" zu erklären. Höte ich da ein leises Kichern am anderen Ende des Telefons ? Jedenfalls haben sie zu diesem Zweck meinen Navigator, den Supersonarhorchmaat und den 1O auf andere Schiffe versetzt, um unsere revolutionären Kampftechniken weiter in der Flotte zu verbreiten.

Dafür folgen sie meinen ebenso innovativen Vorschlägen und versetzen drei Konstruktionstheoretiker aus der Verwaltung des Marinedesignbüros auf die Tuborg äh Tautog zwecks Erfahrungsgewinn unter Seekampfverhältnissen.


Ich versuche ihnen noch zu erklären, dass meine Ideen hinsichtlich der Erfahrung von Ingenieuren auf Kampfeinheiten eher allgemeiner und theoretischer Natur seinen und sich auf gar keinen Fall ausgerechnet auf mein Schiff bezögen, als am anderen Ende der Leitung plötzlich eine der hin und wieder auftauchenden Stöungen in der Telefonverbindung zuschlug.

Also gut - dann schauen wir mal, ob wir aus den Theoretikern Praktiker machen können. Und später vieleicht sogar mal Seeleute.

6. Februar


Nach wenigen Tagen Entspannung tritt die kampferprobte Crew der Tautog zu ihrer zweiten Feindfahrt an. Unser Auftrag:



Wir werden also wieder einmal unter der freundlichen Begleitung vieler japanischer Flieger unter Wasser patroullieren!

Am Nachmittag legen wir ab und sind wenige Stunden später auf hoher See. Hier lege ich, während der Navi-Azubi die Bleistifte spitzen übt, einen Kurs ins Zielgebiet fest.



Wenn das überhaupt möglich ist, dann ist das Wetter jetzt noch schlimmer als vor ein paar Tagen:



Hier bei uns unten strahlende Sichtverhältnisse, oben Wolken. Das heißt, uns kann man super von oben sehen, die Flieger können sich aber immer wieder in den Wolken oder darüber verkrümeln. Na wenigstens werden wir weniger mit Sonnenbränden und Sonnenallergien zu kämpfen haben und ich habe sogar die Hoffnung, dass weniger Maate auf dem Sonnenöl an Deck ausrutschen.

Während uns die 1. Wache mehr oder weniger sicher durch unsere eigenen Vorpostenboote schleust, zieh ich mich in meine Kajüte zurück und packe unsere neue Geheimwaffe aus. Einen Taucheranzug. Da können wir eine der Landratten reinstecken, damit er unser Boot nach Angriffen rundherum und sogar von unten absuchen kann!

Dann frage ich unseren Funker, ob er schon mal wieder was von Captn MavMcLeod gehöt hat, aber der kann nur mit dem Kopf schütteln - na wir werden schon noch was höen.


10. Februar

Auf der Höhe von Midway muss ich unseren Ausguck verdoppeln, damit wir in der Menge Schiffsverkehr zwischen hin und her fahrenden Konvois und Kampfverbänden nicht irgendwo untergestuckt werden.





22. Februar


Bedauerlicherweise werden wir wohl bald einen neuen Oberbefehlshaber im Pazifik bekommen, denn General McArthur wird durch das alleinige Zurückerobern der Phillipinen eine Weile unabkömlich sein:





8. März

Die Meldungen der letzten Tage waren allesamt nicht sehr erfreulich.







Die unerfreulichste ist aber die heutige:



Ein Stabsoffizier in der Marine sollte schon wissen, dass
1. Virginia an der Ostküste und damit am Atlantik liegt, wo die Deutschen zur Zeit gerade versuchen zu landen
und
2. es kein bischen schade um Virginia wäre...


Nach gefühlten weiteren 4 Monaten auf See erhalten wir einige Kontaktmeldungen, die sehr zur Attraktivität unseres Zielgebietes beitragen:






10. März

Bei herrlichem Sonnenschein, durch ein paar Wölkchen am Himmel kaum getrübt, tuckern wir durch den Pazifik, als wir endlich ein Zeichen erhalten, dass wir uns dem japanischen Festland nähern:

Der Ausguck gibt Fliegeralarm.



Und während der Navi - Azubi bleistiftspitzend und am Geodreieck kauend überlegt, wie und vor allem wo er diesen Kontakt denn in der Karte eintragen soll, üben wir endlich mal wieder alarmtauchen!







Den Rest des Tages versuche ich dem Sonar-Azubi beizubringen, dass er die Kopfhöer aufsetzen muss, wenn er was höen will und dem Navi-Azubi, wie herum er die Seekarte halten muss, damit Norden oben ist. Wir dümpeln getaucht Richtung Einsatzziel. Am späten Nachmittag hat auch das Dümpeln ein Ende - wir warten auf die Dunkelheit und lauschen.



Und als ich auch mal überraschend ans Sonar will, um selbst zu überprüfen, weshalb der Sonar-Azubi nichts höt, kommt durch die Kopfhöer doch glatt subversive Revolutions - Negertamtammusik. Beschämt nimmt er seine Schellackplatte, auf der Whoody Guthrie oder so ähnlich steht, vomPlattenteller und versucht wieder Frachter von Ölsardinen am Geräusch zu unterscheiden.


12. März

Wir sind zwar immer nocht weitgehend blind und taub, aber wir haben unser Einsatzsziel erreicht! Und wie heißt es so schön: auch ein taubes Huhn findet mal einen Korn - oder so

Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Minimax64,


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
13. März 1942

Kaum haben wir noch in der Nacht einen Suchkurs durch unser Einsatzgebiet gelegt,




gilt unser Auftrag auch schon wieder als abgeschlossen! Die aufkommende Euphorie unter den auszubildenden Theoretikern, ob einer ruhmreichen und schnellen Heimfahrt muss ich aber etwas dämpfen, denn wie nicht anders zu erwarten kommt jetzt der Auftrag, tatsächlich auch nach gegnerischen Schiffen zu suchen!

Einem Ausbildungsschiff muss man wohl alles ganz langsam erklären...



Leider kommen alle Kontaktmeldungen von weit weit her - nichts aus der Nähe des 36ten Breitengrades, auf dem wir gen Westen tuckern.



Also folgen wir brav unserem Suchkurs, wobei ich beschließe, die Morgen- und frühen Abendstunden noch über Wasser zu fahren, um die Zeiten ohne Bordstrom zu minimieren. Gestern brach schon Tumult unter den Maaten der Freiwache aus, weil der Fön mangels Strom pausieren musste.



Und beim Einbruch der Dämmerung kam dann heute, was kommen musste: Flieger

und es war kein Anfänger, der uns hier entdeckt hat! Aus einer der netten Flieger-Versteck-Wolken kam er querab heruntergeschossen!












Böse erwischt hat uns der Kerl!





Als wir endlich auf 100 Fuß Tiefe liegen, wird erstmal wieder die (wegen unserer vielen Azubis) bedingte Gefechtsbereitschaft aufgehoben und die verletzte Deckwache auf die Kojen gelegt - in bewährter Manier jeder mit einem Sanipack im Arm. Einen Sani gabs nämlich in Pearl Harbour immer noch nicht. Die Personalabteilung im H.Q. hatte mir auf meine Nachfrage erläutert, dass es sich dabei keinesfalls um Missmanagement, sondern die Umsetzung eines gezielten Planes des Marinedesignbüros handele, der eine Optimierung der Kojenbelegung durch Kampftruppen auf den Schiffen vorsah. Dafür gäbe es jetzt ja die selbstheilenden Medipacks.

Na gut - unsere drei Verwaltungsangestellten aus dem Marinedesignbüro werden jetzt also dafür sorgen, dass die verletzte Brückenwache immer rechtzeitig auf die Kojen der Freiwache umgebettet wird, damit der knallhart antrainierte Reflex des Dienstantritts sie nicht bei der Genesung behindert! Und in den Zwischenzeiten haben sie den Auftrag all die vielen Eimerchen, die wir wegen der einen oder anderen Undichtigkeit überall aufstellen mussten, regelmäßig ins Klo zu entleeren.





Die Crew verzichtet den Rest des Tages freiwillig auf weiteres Fönen, während die Verwaltungstheoretikerazubis die Möglichkeit zur Gründung eines Betriebsrates diskutieren, weil ich auch den Gebrauch des Toasters für den Rest des Tages rationieren musste.

Unser LI, der schon auf der ersten FF durch manch innovativen Lösungsansatz auffiel, überraschte mich dann damit, dass er kurz vor dem Auftauchen am Abend meldete, dass unsere immer noch montierte Radarattrappe repariert sei. Auf meine Frage wie er denn an das Teil, das ja schließlich auf dem Deck montiert ist, herangekommen sei, murmelte er irgendwas von winzig kleiner Wartungsluke und Schneidbrenner oder so.



Jetzt konnte das Reperaturteam daran geht, wieder halbwegs Odnung auf dem doch arg in Mitleidenschaft gezogenen Brückendeck herzustellen. Anschließend habe ich dann mit dem LI einen der Theoretiker in unserem Tauchanzug kielgeholt, um einen kompletten Schadensbericht zu erstellen:



Die Eimerchen unter Deck werden uns also noch eine Weile erhalten bleiben, die Deckgun bekommen wir ja vielleicht im Laufe der Zeit noch repariert - zumindest ist die Gefahr mit einer defeckten Heck-Deckgun gesunken, dass wir uns unseren eigenen Turm wegschießen!

Der LI mag sich aber nicht wirklich festlegen, als es um die Frage geht, was denn bedingte Tauchklarheit in Fuß ausgedrückt meint.


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Geschrieben am Beitrag ausblenden
quote:
Dann frage ich unseren Funker, ob er schon mal wieder was von Captn MavMcLeod gehöt hat, aber der kann nur mit dem Kopf schütteln - na wir werden schon noch was höen.


Captains Log: USS Triton, 08. Februar 1942, 03:05 Uhr, auf See:

Ich habe unseren Funker angewiesen den Kontakt mit der USS Tautog unter Ctp. Minimax64 nicht abreißen zu lassen. Da wir in benachbarten Patrouillengebieten unterwegs sein werden soll er heute drei Berichte über unsere Fortschritte erhalten. Den ersten soll der Funker sofort senden!

MavMcLeod
 
Beiträge: 106 | Registriert: 25.03.2007Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
Während die Tautok mit leise grummelndem Diesel durch die Dämmerung schaukelt und das Reparaturteam weiter an der Heckkanone schraubt, kommt der Funker ganz aufgeregt auf die Brücke. Er hat Meldung von der USS Triton - allerdings einen Lagebericht vom 8. Februar. Ich schaue mir die Meldung genauer an: er ist nicht so weit weg, dass ein Funkspruch Wochen dauern könnte...

Der LL erinnert sich allerdings an eine kleine Diskussion unter Fachleuten auf der Werft in P.H. Dort wurde das Phänomen des sporadisch funktionierenden Luftradars ausgiebig diskutiert. Anscheinend funktioniere das Radar nur bei bestimmten Kursen. Im Zusammenhang damit wurde auch das Phänomen gedeutet, dass sich ein revolutionärer Angriffskartenautomat, der selbsttätig die voraussichtliche Torpedolaufbahn in eine taktische Angriffskarte zeichnen soll, aus bislang ungeklärten Gründen auschließlich auf Schiffen mit einem Ausgangshafen jenseits der Datumsgrenze aktivieren lies. Als Erklärungshilfe wurde ein 15 Jahre alter Aufsatz eines gewissen Österreichers namens Einstein zu Hilfe genommen. Daraus ließen sich bestimmte Zusammenhänge zwischen Raum, Zeit, Geschwindigkeit, Masse und Gravitation ableiten. Als der LI dann anfängt zu erläutern, dass allerdings die Katze eines gewissen Schrödingers unter Berufung auf die mir unbekannten Herren Bohr und Heisinger andere Thesen verfolgten, nach der eher Zufälle und Wahrscheinlichkeiten auf der Ebene winziger Teilchen als Ursache in Frage kämen, begann ich ein wenig den Faden in unserem Gesprch zu verlieren.

Jedenfalls scheint es hier im Pazifik einige unerklärliche Phänomene in Raum und Zeit zu geben.

Da ich mich nach dieser Diskussion wieder handfestem, soliden, nautischen Basiswissen widmen will, setzte ich wieder zu einem Versuch einer Einführung zu astronimischer Navigation mit unseren Landratten an und finde diesmal auch sofort den großen Wagen. Auch wenn er mir ein wenig schräg am Himmel liegend erscheint:




Dann beginne ich, unseren Landratten zu erläutern, dass man lediglich die hintere Achse des Wagens 5 mal nach oben zu verlängern bräuchte, um den Polarstern zu entdecken, der widerum der letzte Stern der Deichsel des kleinen Wagens ist. Wir sind hier schließlich auf einem Ausbildungsschiff.

Also suchen wir gemeinsam den Himmel ab:




Mit viel Phantasie können wir uns den kleinen Wagen vorstellen und ich fahre fort: stelle man sich nun eine senkrechte Linie vom Polarstern zum Horizont hinunter vor, so hat man eine klare Nordrichtung. Gemeinsam blicken wir zum gedachten Punkt am Horizont - genau querab über unsere Steuerbordreeling.


Doch da werde ich misstrauisch!
Sag an, Steuermann, welcher Kurs liegt an? "000˚ Skipper" tönte es zurück.

Sollte hier dierekt vor der japanischen Küste der Polarstern im Osten stehen?

Ich erkläre die Astronomiestunde für heute beendet und befehle meinen Landratten noch, bis morgen früh den Polarstern entdeckt zu haben.

Das Reperaturteam hat inzwischen seine Arbeit beendet und das Luftzielrohr als leider vollständig zerstöt melden müssen.



Die Batterien sind voll geladen und die Mannschaft ist wieder fit und gesund. (Irgendwann werde ich einmal so ein selbstheilendes Medipack öffnen...) - wir können also zu unserem ersten Rundum-Horchmanöver diese Nacht abtauchen.

Und hö an: schon nach wenigen Minuten schwöt der Tamtammusikhöer, einen Frachter zu höen. Ich gehe selbst ans Sonar, weil ich dem Burschen nicht recht traue, kann aber nichts aufspüren. Wir plotten also den Peilkurs in die Karte und nachdem ich mich überzeugt habe, dass kein Kriegsschiff zu höen ist, pingt der Sonanrmaat den Kontakt einmal an, um auch gleich eine Entfernung zu ihm zu messen. Ein paar Minuten später wiederholen wir das Spiel und ermitteln einen ungefähren Kurs von 110˚ sowie eine ungefähre Geschwindigkeit von 7 Knoten.





Mit Volldampf machen wir uns auf den Weg und bekommen auch kurze Zeit später das Objekt unserer Begierde ins Visier.



Ein Segler!

Ich gebe meine Befehle und zieh mich in meine Kajüte zurück, um den letzten Logbuch - Eintrag vor Einbruch der Morgendämmerung vorzunehmen:



0813: Sonarkontakt zu Frachter verloren - gehen auf alten Kurs

Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Minimax64,


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Geschrieben am Beitrag ausblenden
Hi, verrate mir mal bitte wo ich den "Silent hunter 4 damage analyser" von Ricky_75 finde.
Danke im vorraus.


Wie sieht´s aus LI?...Stulle?
 
Beiträge: 156 | Registriert: 12.07.2004Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
Thread mit analyser von Ricky


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Geschrieben am Beitrag ausblenden
und hier auch noch ne frage^^ wie pinge ich ein Ziel an? Muss ich es mit "L" loggen oder mein Hydrophon nach ihm ausrichten und dann pingen?
Irgendwie muss dasSystem ja wissen wen ich anpingen will!

MfG Jerry
 
Beiträge: 139 | Registriert: 25.03.2007Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
entweder, wenn du auf Sichtweite bist, mit [L] locken oder wenn Du nur den Horchkontakt hast am Sonar nach dem Einjustieren oben rechts auf den Pfeil klicken. Dann kann der Sonarmaat Dir auch eine Entfernung geben.


PS: wie heißt es denn wirklich ?
So wie viele hier schreiben "loggen" oder so wie ich meine "locken" ?

log = Aufzeichnung, Mitschrift, Bordbuch
logge = nautisches Gerät zur Geschwindigkeitsmessung
to log = mitschreiben



lock = Sperre
to lock = abschließen, arretieren


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Geschrieben am Beitrag ausblenden
Kleiner Rechtschreibkurs von der USS Triton gefällig? Read

Nee, brauchst du doch gar nicht! "Locken" von "to lock" stimmt schon!

Besten Gruß
Maverick

Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: MavMcLeod,
 
Beiträge: 106 | Registriert: 25.03.2007Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Geschrieben am Beitrag ausblenden
hm "locken" höte sich immer so nach Haaren an^^
hatte aber auch keine Lust ein Wöterbuch aufzuschlagen
 
Beiträge: 139 | Registriert: 25.03.2007Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von latemail
Geschrieben am Beitrag ausblenden
Ahoi Kpt. Manta,

über meinen privaten Prototyp eines neuartigen Langstrecken-Funkgeräts (was soll man auf Schleichfahrt sonst machen als basteln!?) verfolge ich aus der Irischen See Deine Fahrten -- aber ich glaube Deine Funksprüche kommen verstellt oder verschlüsselt hier an Blink

oder dauert bei Euch im Osten die Fahrt zum Einsatzziel wirklich einen Monat (6. Feb. bis 8. März)??

soviel Sprit könnte mein VIIer nie im Leben bunkern, selbst wenn ich alle Maate zu Hause lasse !!??!!
 
Beiträge: 259 | Registriert: 08.05.2006Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Geschrieben am Beitrag ausblenden
das kommt schon hin auf 1/3 Fahrt sind die US-Boote doch recht sparsam(die sind auch ein stückchen größer) und im Gegensatz zum
Oberkommando der deutschen Marine hat Compsubpac hier im Pazifik keine Probleme mit der Versorgung der Boote während der Patroulie(ohne das man die Patoulie beenden muß)

Viel Erfolg im Atlantik! (obwohl dem Feind erfolg wünschen) Naja egal^^

MfG Jerry
 
Beiträge: 139 | Registriert: 25.03.2007Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
@latemail

Vergleich mal auf der Seekarte die Größenverhältnisse zwischen Nordsee oder Rund-England und Pazifik oder meinetwegen auch Atlantik und Pazifik - ist in der der Hinsicht schon 'ne andere Nummer - und wenn man dann noch Diesel am Ziel und für den Rückweg haben will, schleicht man eben mit 5 Knoten über den stillen Ozean...

Wie schnell würdest Du denn zu 'Paukenschlag' fahren...

Edit: und wie Jerry schon sagt, die Ami-Boote sind keine VIIer , was die Reichweiten betrifft! (und leider auch die Abtauchzeiten)

Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Minimax64,


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
16. März 1942

So langsam macht sich Langeweile breit an und unter Deck.

Von anderen Booten habe ich gehöt, dass sie in solchen Phasen Golf o.ä. üben, aber das scheidet bei uns aus.
Unser Tagesablauf sieht in etwa so aus:

0930 Abtauchen auf 100 Fuß
1000 Frühstück für alle Freiwachen
1100 Klar Schiff
1130 Rundumhorchen
1230 Mittagsessen für alle Freiwachen
1300 Nautik- und Taktikschule für alle Landratten
1400 Rundumhorchen und Mittagsruhe
1430 bis 1600 alle Maschinen Stopp und Rationierung von Atemluft, sowie Toaster- und Fönbenutzung
1700 Rundumhorchen
1800 Abendessen für alle Freiwachen
1830 Nautik- und Taktikschule für alle Landratten, für alle anderen: alles, was so anliegt
1930 Auftauchen
2200 Abtauchen auf 100 Fuß und Rundhorchen
2230 Auftauchen
2300 Nachtruhe
2400 Abtauchen auf 100 Fuß und Rundhorchen
0100 Auftauchen
0200 Abtauchen auf 100 Fuß und Rundhorchen
0300 Auftauchen
0400 Abtauchen auf 100 Fuß und Rundhorchen
0500 Auftauchen
0600 Abtauchen auf 100 Fuß und Rundhorchen
0700 Auftauchen
0800 Abtauchen auf 100 Fuß und Rundhorchen
0900 Auftauchen
0915 Wecken

Golf im Dunkeln kommt nicht mehr so gut an. Keiner will mehr die Bälle holen, seit Hilfsmaat Miller nicht mehr in der Nacht des stillen Ozeanes wieder gefunden wurde...
Auch der Vorschläg, Baseball auf dem Vordeck zu spielen, scheiterte an Freiwilligen. So bleibt uns: Angeln!

Immerhin lockert das die Speisekarte auf und wir haben zudem die Arbeitsgruppe 'Stilleben im Meer' gegründet, womit sich immer wieder wunderschöne Kulissen ergeben, wenn vorn auf dem Bug ein Maat hinter dem Maler mit der Leinwand auf dem Vordeck einsam seinen Köder ins Meer versenkt....


18. März 1942

Die Einträge ins Logbuch könnte man zusammenfassen unter:

Wetter schön, sonst nix!

Immer wieder höe ich beim Sonarmaat rein, ob der auch wirklich seine Tamtam - Schellackplatten abgeschaltet hat, aber ich höe auch nix!


Tag für Tag und Nacht für Nacht fahren wir unseren Patroullienkurs ab, aber hier ist wirklich absolut NICHTS los!







In der Nautik- und Taktikschule wollen wir gerade mit der Besprechung von Abfangtaktiken beginnen, als plötzlich der Ruf des Sonarmaates durchs Boot hallt:

KONTAKT




Als didaktisch geschulter Ausbildungsprofi ergreife ich diese Gelegenheit natürlich sofort beim Schopf, um pädagogisch sinnvolle Fragen im aktuellen Kontext zu plazieren:

"NA - ihr nichtsnutzigen Landratten - was hat man Euch beim 1. Grundkurs an der Marineakademie als erste Regel im Schiffahrtswesen wohl beigebracht?"

"Maul halten!" ertönt es vom Navi-Azubi.
Ich laufe leicht rot und an, schaue ihm sehr tief in die Augen und fauche "wie meinen?"

"Yes Sir - yes Sir - Maul halten wurde uns befohlen Sir, yes Sir!"

Für diese Art von Grundausbildung redet der Mann erstaunlich viel.

OK - sage ich - und was hat man Euch anschließend wohl über den Grundsatz und die Intention der Kollisionsverhütung beigebracht?

Nach kurzer Unterredung haben die drei Azubis anscheinend einen Sprecher gewählt, der sich stottternd zu Wort meldet:
"Kollisionen verhüten, Sir?"

Richtig! So bestärke ich anschließend einen selbst denkenden jungen Verwaltungsangestellten des Marinedesignbüros didaktisch geschickt in seiner neuen Rolle als Führungskraft.

Und woran, Ihr Landratten, mag man wohl erkennen, dass eine Kollision droht?

Wieder kommt die Antwort nach einer kurzen Diskussion, an derem Ende zwei von drei Beteiligten einen Finger heben und sich offensichtlich einer Mehrheitsentscheidung unterziehen.


"am Kollisionskurs ??"

Genau! bestätige ich den Mann in seiner jüngst gewonnenen Leaderrolle und schiebe gleich hinterher:

und auf welchen Kurs müssen wir gehen, wenn wir jemanden treffen, ja sogar mit ihm kollidieren wollen ?

"auf Kollisionskurs ??" kommt es sehr schüchtern zurück.

Perfekt - und woran erkennt man laut nautischem Grundkurs an der Marineakademie, dass man auf Kollisionskurs mit einem anderen Fahrzeug liegt?

"stehende Peililung und sich verringernder Abstand!" ertönt es wie aus einem Mund.

Und genau das suchen wir jetzt auf der Suche nach dem Frachterkontakt. Wir stellen eine stehende Peilung her, indem wir immer gegensteuern, wenn der Kontakt auszuwandern droht.








Wird die Peilung größer, so ändern wir unseren Kurs nach Steuerbord, wird sie kleiner, ändern wir unseren Kurs nach Backbord. Stetig nähern wir uns unserem Ziel.

Bis am späten Nachmittag der erlösende Ruf erschallt: Schiff in Sicht:



Mein Logbucheintrag später, nachdem ich mich mit einer Dose schwarzimportierten Tubogs auf meine Koje zurückgezogen habe:

1815 Frachter verschwindet unter Segeln aus unserer Sonarreichweite - Kontakt verloren

Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Minimax64,


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
**das RL hatte Vorrang - wie immer - deshalb erst jetzt die Fortführung *



Irgendwie hatt mich die endlose Warterei und die Diskussion, um Raum-Zeit Annomalien wohl so sehr verwirrt, dass ich prompt falsche 'Datümer' in meine Aufzeichnungen gebracht habe. Im Logbuch waren sie selbstverständlich korrekt!


17. März

Der 2O und ich sitzen gerade gemütlich beim Morgentee, als der Sonarazubi in die Messe stürmt und mir eine Meldung ins Ohr brüllt:



Frachter auf 276˚!

Sofort stürme ich in den Sonarraum, stelle den Plattenspieler ab und setze mir den Kopfhöer auf. Und richtig, an Backbord leicht voraus höe ich ein fernes Geräusch. Sollte ich zu einem speziellen Typus Mensch gehöen, die Segler nicht höen können, Frachter hingegen schon?

Wie dem auch sei, jetzt gilt es herauszufinden, wie wir auf Abfangkurs gehen können.
Ich bestelle also unsere Marineakademieverwaltungshteoretikerazubis an den Kartentisch und las den Navi-Azubi erst mal unsere Horchpeilung eintragen.



Der Sonarazubi darf sich das Anschauen und erhält anschließend den Befehl, den Kurs des Frachters zu verfolgen und ständig seine Peilungen durchzugeben. Den kleinen Hinweis, dass er eine Peilung nicht immer als "Kurs" bezeichnen soll, um unseren Navi-Azubi nicht noch mehr zu verwirren, ignoriert er allerdings.

Die nächsten Peilungen ergeben, dass der Frahcter nach vorne auswandert. Aus 276˚ werden 280˚, dann 285˚...

"Und", frage ich meine Azubis, "was jetzt?"

Kurzes Tuscheln unter den Beiden - der Dritte hockt ja am Sonar, insofern fallen Mehrheitsentscheidungen wohl für's erste flach. Dann kommt es schüchtern vom Navi: "gegensteuern?"

"Und das wäre?" frage ich.

"Na da der Frachter nach vorne auswandert und links äh backbord von uns liegt, wird er wohl von backbord kommend vor uns vorbeilaufen" überlegt der Navi.
"Und da wir das ja nicht wollen, müssen wir nach Steuerbors abdrehen, um erst später seinen Kurs zu kreuzen."
"Und zwar genau dann, wenn er auch an dieser Stelle ist" fügt er noch mit einem Grinsen hinzu.
Gar nicht so schlecht, der Mann.

Wir drehen also langsam ein paar Grad nach Steuerbord und verfolgen die Peilungsansagen des Sonarazubis.
Bis wir unseren eigenen Kurs schließich so einpendeln, dass die Peilung um die 305˚ +/- 3˚ stabil bleibt.



Gerade hat der Navi die neue Peilung in die Karte eingetragen, meldet der Sonarmann einen weiteren Kontakt, dicht neben dem ersten:



Sollten wir etwa...?

Im Laufe der nächsten Viertelstunde folgen weitere zusätzliche Kontakte, vorrangig Frachter.
Wir haben tatsächlich einen Konvoi gefunden!

Jetzt gilt es natürlich Genaueres über Kurs und Geschwindigkeit des Konvois zu erfahren. Da wir noch gut 2 Stunden Dunkelheit haben, würde ich zudem den Konvoi noch vor Tagesanbruch abfangen.

Jetzt heißt es, die Mannschaft etwas auf Trapp zu bringen:

Wir tauchen auf und hetzen auf bestehendem Kurs ein paar Minuten voran, immer den Horizont absuchend:





Anschließend gehen wir wieder auf 100˚ Fuß Tiefe, stoppen kurz auf und suchen unsere Frachterpeilung. Jetzt müssen wir aufpassen, in welche Richtung und wie schnell die Peilungen auswandern. Auf keinen Fall nämlich dürfen sie achteraus wandern! Dann hätten wir den Kurs des Frachters nämlich geschnitten.

Auf Basis einer angenommen Geschwindigkeit von 6 bis maximal 10 Knoten und der Geschwindigkeit, mit der die Peilungen auswandern schäzte ich grob die möglichen Kurse des Konvois ab. Je schneller er bei unseren Stopps ist, desto steiler ist der Winkel zu unserem (oder desto größer ist seine Geschwindigkeit). Genau muss das jetzt nicht sein, wir werden den Konvoi ja in jedem Fall finden, aber ich möchte doch recht rechtwinklig auf ihn treffen und außerdem vor ihm an unserem Kollisionspunkt auf ihn warten.



Der Konvoi scheint nahezu rechtwinklig zu uns zu laufen und noch vor 0800 lasse ich ein wenig nach Steuerbord abdrehen. Jetzt soll der Konvoi gaaaaanz langsam achteraus laufen, damit wir wirklich vor ihm am Treffpunkt sind. Ich bin halt gerne pünklich.

Und tatsächlich: beim nächsten Auftauchen haben wir Sichtkontakt!



Jetz gilt es, den Kurs des Konvois durch Sichtkontakt etwas genauer herauszubekommen und eine erste Einschätzung von Größe und Bewachung zu erhalten. Wir gehen auf Sehrohrtiefe und pendeln immer zwischen Sehrrohrtiefe und ein paar Fuß drunter, um auch Sonarkontakt zu halten.

Wenn wir zurück in P.H. sind, werde ich mal anregen, ein Sonar unter dem Boot anzubringen, damit man in Sehrohrtiefe nicht ständig den Kontakt verliert!


Als erstes bekommen wir ein vorausfahrendes Begleitschiff in Sicht. Die Frachter kann ich noch nicht erkennen, sie liegen aber Backbord voraus auf Kollisionskurs.



Während wir uns weiter Richtung Treffpunkt schieben, behalte ich das Begleitschiff im Auge. Es kreuzt offensichtlich vor dem Konvoi, um Leute wie unsereins aufzuspühren. Na den Spaß wollen wir ihm natürlich nicht gönnen!

Als wir dicht unter dem Horizont die ersten Frachter ausmachen können, immer noch Backbord voraus, tauchen wir ein letztes Mal vor dem Angriff auf, um unsere Kontaktmeldung abzusetzen:



Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten.




Es ist uns freigestellt, zur Basis zurückzukehren?????
Die haben Nerven im H.Q - wozu, denken die denn, sind wir hier?

Der Konvoi liegt perfekt vor uns, wir werden ihn jetzt genau querab vor die Rohre bekommen. Und ich will rein in den Konvoi! Leider ist es noch sehr dunkel - ich bin mir Sicher, dass die Identifikation ein Herausforderung wird, aber jetzt können wir nicht langer warten.

Also gehen wir wieder auf Sehrohrtiefe und halten das Führungsfahrzeug im Ohr - der Sonarazubi erhält den Auftrag, mir nur noch permanent dessen Kurs durchzugeben. Mit mit den Augen versuchen wir uns ein genaues Bild der Lage zu machen.

Der Versuch, aus dieser Entfernung einen der Frachter zu identifizieren, stellt sich allerdings als hoffnungslos heraus:



Dafür erhalten wir die Gelegenheit, schon mal vorsorglich das Führungsfahrzeug zu identifizieren:



Da der Zerstöer inzwischen vor uns durch ist, jönnen wir uns näher heranschleichen. Wir brauchen jetzt unbedingt eine halbwegs verlässliche Geschwindigkeitsermittlung! Dazu müssen wir aber einen Frachter eindeutig identifizieren!



Verdammt schwer aus dieser Entfernung!

Während wir immer noch näher gehen, erstelle ich ein Lagebild auf der Seekarte mit geschätzten Positionen:



Während ich die Karte beim Frachterzählen laufend ergänze, entfernt der Navi die alten Einträge. So stehen wir jetzt da!
Was will man mehr? Außer vielleicht ein ganz kleines bischen mehr Sicht vielleicht.
Das Einzige, dass inzwischen gut zu erkennen ist, sind Bug- und Heckwellen - damit lässt sich zuminderst der Kurs gut abschätzen. Bis auf die bislang 3 gesichteten Begleitfahrzeuge fahren alle auf ca. 190˚.

Nachdem wir uns vorsichtig wieder ein paar Yard zurückgeschoben haben, liegen wir ideal!




Und nachdem ich zunächst geschätzt hatte, dass wir es hier mit einem Mix aus mittleren und kleinen Frachtern zu tun haben, werde ich jetzt unsicher und blätter wie blöd im Erkennungshandbuch. Und obwohl ich den LI immer wieder anschnauze, er soll mir nicht so mit der Taschenlampe aufs Buch leuchten, dass ich draußen nichts mehr sehe, bleibt er dabei, dass man gar nicht genug Licht beim Lesen haben kann, weil man sich sonst schnell die Augen verderbe.

Ich schalte mal das Stadimeter dazu, weil ich dann ein etwas aufgehelltes Bild vom Frachter bekomme - und richtig: ich bin mir zu mehr als 20% sicher, dass es sich bei diesem Exemplar um einen alten, aber dafür schön großen Frachter handelt:






Wieder zurück in P.H. werde ich den LI mal auf einen Schnellkurs in Sachen Identifikation schicken - habe gehöt, dass dort so etwas angeboten werden soll, dann kann sich der Kerl auch mal nützlich machen, wenn das Schiff noch intakt ist!

Nachdem wir jetzt ein Schiff identifiziert haben, müssen wir flott seine Fahrt ermitteln, denn langsam sind die guten Stücke ja fast vor unserem Bug.

Wir messen seine Entfernung, tragen seinen Standort in der Karte ein, stoppen 1 Minute, messen wieder, tragen wieder ein und voila: nach einer kurzen Rechenaufgabe unter Einbeziehung einiger sogenannter UBI - Konstanten, die uns auf der Akademie vermittelt wurden, legen wir die Geschwindihgkeit unseres Konvois auf 7 Knoten fest:






Jetz suchen wir uns ein paar weitere von den Dicken, die dem Ersten auf Haar gleichen und ignorieren alle anderen.
Nachdem wir vier alte große Frachter identifiziert haben - unser Superzauber-TDC kann sich das ja merken - stellen wir die Torpedotiefen ein:

Je abwechselnd auf 16 und 14 Fuß Tiefe, die ersten 4 langsam, die letzten beiden schnell laufend. Dann sondiere ich noch einmal schnell die Lage und identifiziere noch einen modernen mittleren Frachter. Deas Führungsfahrzueug ist vor uns durch, die erste Reihe der Frachter haben wir auf 340˚, wir liegen inzwischen ziemlig mittig zwischen der äußersten und der zweiten Frachterkolonne und auch ziemlich genau querab.

Einen kleinen Moment können wir noch warten, aber wir können nicht warten, bis die Frachter genau voraus sind, weil sie sich dann ggenseitig unser Schussfeld wegnehmen würden.

Auf jeden der Dicken sollen 2 Aale kommen: in 2 Fuß Höhe und 2 Grad versetzt.
Also geht's los:

Abstand messen, Lagewinkel eingeben...




Der Tanz kann beginnen!

Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Minimax64,


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Geschrieben am Beitrag ausblenden
Captains Log: USS Triton, 09. Februar 1942, 23:00 Uhr, East China Sea:

Endlich haben wir wieder etwas von Ctp. Minimax64 gehöt!
Wie es scheint haben sie die USS Tautog zum Schulungsboot ernannt und ihm auch gleich ein paar richtige Landeier aus Idaho oder Kansas mitgegeben, die scheinbar zum ersten mal Fuß auf ein UI-Boot gesetzt haben!

Naja, bei der Erfahrung sollten sich die Erfolge trotzdem einstellen, auch wenn es die Sache natürlich kompliziert!

Ich weise den Funker an jede Meldung der USS Tub... ähh Tautog sofort an mich weiterzuleiten und lege mich nach diesem erfolgreichen Tag in die Koje.
 
Beiträge: 106 | Registriert: 25.03.2007Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
"Funkspruch von der USS Triton, sir",raunt mir der Funker zu - "Sie sollen ein Bier mehr ordern!"

Ich notier mir das oben auf der Seekarte und und widme mich wieder meinen Zielobjekten. Der Sonanazubi bekommt nochmals den Auftrag, auschließlich auf den Zerstöer vor uns zu höen und laut Alarm zu brüllen, wenn er eine stehende Peilung hat. Ich überzeuge mich selbst nochmals durchs Sehrrohr, ob der Zerstöer auch brav weiterhin seine Kreise zieht.
Da er das tut, wird's jetzt ernst.
Ein letztes Mal werden die kleinen Eimerchen, die unser Deckentropfwasser einsammeln entleert und dann:

Ich überprüfe nochmals kurz meine Identfizierung und peile anschließend den Abstand ein. Lagewinkel markieren und um Punkt 0800 geht der erste Torpedo raus.





Der 1O - Azubi hat sein Lieblingsspielzeug in der Hand: die Stoppuhr.

Jetzt muss es schnell gehen, uns bleiben knapp 2 Minuten, bis der erste Torpedo einschlägt.
2. Torpedo auf den gleichen Kahn gleich hinterher, 1˚ achtern und 2 Fuß höher.

Dann flott den nächsten Dicken vermessen, Lagewinkel rein und den 3. und 4. Aal hinterhergeschickt. Nach dem gleichen Muster werden noch schnell dem 3. Dicken die letzten beiden, schnell laufenden, Bugtorpedos verpasst.
Nach 1 Minute und 42 Sekunden sind alle Bugtorpedos draußen.



Jetzt haben wir noch einen Augenblick Zeit, hinter uns zu überprüfen, ob der mittlere Frachter schon unsere Hecklinie kreuzt - aber während wir uns drehen, sehen wir gerade noch den ersten Einschlag vorne.




Und während wir den Frachter hinter uns ordentlich ins Visir nehmen, schlagen vorne die Torpedos ein:







Zügig den ersten Achter-Aal losgejagd und den 2. 2˚ versetzt gleich hinterher....
Und das Ergebnis warten wir noch ab:





Anschließend gibt's für uns hier oben erstmal nichts mehr zu erledigen. Ziemlich genau 3 Minuten sind vergangen, seit dem der erate Aal das Rohr verlassen hat. 7 von 8 Torpedos haben getroffen, 2 Einheiten sind versenkt. Wie es um die anderen Ziel bestellt ist, werden wir noch sehen.

Dann tauchen wir mit AK unter den Konvoi und unter die Termoschicht auf 200 Fuß. Von da geht's mit langsamer Fahrt weiter Richtung Osten.

Wird anscheinend auch Zeit, da sich der Zerstöer langsam auf uns einzupingen scheint, er läuft aber noch nicht auf uns zu.



Schleichfahrt wird deshalb noch nicht angeordnet, ich will möglichst viel Zeit zum Nachladen nutzen. Keine Schleichfahrt bedeutet aber noch lange nicht, mir alle Kursbestätigungen dermaßen ins Ohr brüllen zu müssen, versuche dem 1O-Azubi klarzumachen, aber der Mann scheint mich nicht so recht zu verstehen.


Als bis auf die Torpedokammern, in denen geschäftiges Treiben herrscht einigermaßen Ruhe im Schiff eingekehrt ist und ich die bedingte Gefechtsbereitschaft wieder aufhebe, lausche ich rundum nach dem Verbleib der Frachter. Anschließend verfolgen wir exemplarisch 2 Frachter auf der Karte, um uns nicht zu sehr von ihnen abzusetzen. Die Zerstöer rauschen dabei wie aufgescheuchte Hühner um den Konvoi herum und werfen hier und da ein paar WaBos ab.







Der 1O - Azubi hatte insgeheim beobachtet und notiert, was wir versenkt hatten, aber er macht sich einen Heidenspaß draus, mich auf die Folter zu spannen und es mir nicht zu verraten. Ich tippe ja auf einen Dicken und den mittleren, es könnte aber auch anstatt des Dicken der Mittlere sein, der beihnahe in die Schusslinie geraten ist. "Sie werden das ja nachher im Bericht lesen!" Mehr ist dem 1O - Azubi nicht zu entlocken.

0840

Draußen dürfte es inzwischen halbwegs hell geworden sein und wir sind wieder bedingt gefechtsklar. Die kleinen Eimerchen reichen noch aus, wir müssen sie nicht gegen größere tauschen und die Torpedorohre sind auch schon fast wieder komplett geladen:



Also hoch auf Sehrohrtiefe und vorsichtig zurück schauen, was die Lage so hergibt:


Ein Zerstöer zieht seine Kreise



und rechts davon liegen die Frachter - zumindest scheint es auf den ersten Augenblick, als ob sie liegen.



Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Minimax64,


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Geschrieben am Beitrag ausblenden
Sehr, sehr nett!


Aba sach ma: Tut das Not das deine Bilder immer so groß sind? Gestaucht auf 800x500 und im .jpg komme ich seltenst auf über 100KB.

Maverick

PS: Die Aussage, dass dein erster Rechner nach der Erweiterung 64KB hatte ist ja auch schon 'ne Altersangabe! Wink
 
Beiträge: 106 | Registriert: 25.03.2007Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
Bild von Minimax64
Geschrieben am Beitrag ausblenden
quote:
Aba sach ma: Tut das Not das deine Bilder immer so groß sind? Gestaucht auf 800x500 und im .jpg komme ich seltenst auf über 100KB.


Nö - aber wenn sie kleiner sind, sieht man nicht so viel Wink

vieleicht bin ich auch nur durch DSL6000 verwöhnt. Gelobe Besserung, Herr Kapitän.


quote:
PS: Die Aussage, dass dein erster Rechner nach der Erweiterung 64KB hatte ist ja auch schon 'ne Altersangabe! Wink


Stimmt natürlich auch - und ich hab den CPC damals nicht zu Weihnachten bekommen, sondern selbst verdient Wink


* Bin ja nur 'n doofer Segler! *
 
Beiträge: 1032 | Registriert: 04.09.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
  Powered by Eve Community Seite 1 2 3  
 

ubi.com    Ubi.com Foren  Springen zu Forum Kategorie  Silent Hunter  Springen zu Foren  Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific    2. FF der USS Tuborg äh USS Tautog

Terms of Use