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Silent Hunter
Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific
Patrouille in den Marshalls - Die 5. Feindfahrt des Mav McLeod|
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"Du willst schon fort? Es ist noch längst nicht Tag: Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, die deinem Ohr ins bange Innre drang. Sie singt bei Nacht auf dem Granatbaum dort: Geliebter, glaub's es war die Nachtigall."
Wie hätte man passender die Gefühle, die ich beim Abschied von meiner Familie verspürte, beschreiben können als mit den Worten des unübertroffenen Shakespear? Noch immer klangen die Worte Julias in meinem Ohr als ich im Flottenquartier durch die Gänge zum Büro des Admirals unterwegs war um meine Befehle für die nächste Feindfahrt entgegen zu nehmen. Nach der Rückkehr von meiner dritten Feindfahrt, die mich 2 Finger meiner rechten Hand gekostet und mir einige Narben an Hals und Schultern eingebracht hatte, war ich Zeuge von Vorgängen geworden, die sich bis heute in keinen Geschichtsbüchern finden lassen. Noch vor der Rückkehr der USS Drum unter Lt.Cmd. Blanchard hatte ich meine wenigen Habseligkeiten gepackt und war zur Rekonvaleszenz nach San Diego zu meiner Frau Kate und unserer Tochter zurückgekehrt. Die zwei Wochen, die man mir zugebilligt hatte, vergingen natürlich viel zu schnell und innerlich verfluchte ich die Japaner, die mich durch diesen irrsinnigen Krieg dazu zwangen ständig von meiner Familie getrennt zu sein. Da ich nun schon einmal auf dem Festland war hatte man mich gebeten die USS Sea Cloud vom Ausrüstungsdock der Mare Island Naval Shipyard nach Pearl Harbor zu überführen. Großzügigerweise wurde mir dies sogar als vierte Feindfahrt anerkannt und so betrat ich am 24. Juni 1942 erneut die Insel, die zur Initialzündung des zweiten Weltkriegs im Pazifikraum geworden war. Die übergabe der Sea Cloud an ihren neuen Captain Lt.Cmd. Newpaste erwies sich als unproblematisch und so war ich gespannt, welche Neuigkeiten der Admiral am heutigen Tage für mich bereithielt. Vor der Tür des Admirals angekommen erhob ich meine Hand und klopfte an die schwere Eichentür um kurz darauf der zackigen Aufforderung einzutreten zu folgen. Die Strapazen der vergangenen Wochen waren auch am Admiral nicht spurlos vorüber gegangen und er sah müde aus. "žAhh, Leutnant Commander McLeod! Kommen Sie rein!" forderte er mich hinter seinem Schreibtisch sitzend auf als ich eintrat. Ich folgte seiner Einladung mich zu setzten, schlug jedoch die angebotene Zigarre höflich aus. "žMachen wir es kurz.", sagte er. "žIch habe hier Ihren neuen Einsatzbefehl.", eröffnete er mir als ich noch dabei war mich zu setzten. "žWenn Sie mir auch noch verraten mit welchem Boot ich los soll.", merkte ich an. "žKeine Sorge, Lt.Cmd., ich habe da genau das richtige für Sie!", erwiderte der Admiral und reichte mir meinen Einsatzbefehl über den Schreibtisch. "žHmm, die Marshalls sind ja nun nicht grade bekannt dafür ein besonders ergiebiges Jagdgebiet zu sein.", sagte ich. Die Enttäuschung in meiner Stimme schien dem Admiral nicht entgangen zu sein und so entgegnete er vielleicht eine Spur enthusiastischer als gedacht, dass ich dafür ja auch ein neues Boot der Gato-Klasse erhalten würde. "žDie USS Haddock wird Ihr neues Zuhause werden, mein Junge!" verkündete er freudestrahlend. "žSie wird in wenigen Tagen hier in Pearl eintreffen und dann haben Sie bis zum 16. Juli auch noch genug Zeit sich an das neue Boot zu gewöhnen und die Crew auf Vordermann zu bringen.". "žDanke, Sir!" antwortete ich pflichtschuldig und hoffte, dass der Admiral nicht noch mehr frohe Botschaften auf Lager hatte. Patrouille in den Marshalls, neues Boot, neue Crew – hätte nur noch die Nachricht gefehlt, dass man noch mehr von den japanischen Super-Trägern entdeckt hat. "žDarf ich fragen, wer mein neue XO wird, Sir?" wollte ich vom Admiral wissen. "žSo weit ich den Akten entnehmen kann ein gewisser Lt. Marion Lawrence." antwortete er. "žHat die U-Boot-Ausbildungsschule als zweitbester seiner Klasse abgeschlossen und überführt die Haddock grade vom Portsmouth Navy Yard hierher." Was sollte ich jetzt davon halten? Man sandte mich mit einer unerfahrenen Crew und einem neuen XO in ein Patrouillengebiet in dem mehr Flaschenpost als japanische Tonnage dümpelte. Hatte man mich schon aussortiert? Traute man mir aufgrund meiner Verletzung nicht mehr zu? Ich wehrte mich gegen den aufkommenden Verdruss – immerhin hatte man mir ein brandneues Boot zugeteilt. "žIch kann ja verstehen, dass Sie Ihrem alten XO Lt.Cmd. Blanchard nachtrauern, Mav, aber so weit ich weiß hat Donovan jetzt andere Aufgaben für ihn. Verdammt schade, dass die Navy ihn nicht halten konnte!" bemerkte der Admiral, der sich entspannt in seinem Sessel lehnend eine Zigarre anzündete. "žMachen Sie das Beste aus dem Jungen und nehmen Sie ihn unter Ihre Fittiche. Wenn er nur halb so gut wird wie Blanchard, dann sind wir Ihnen schon zu ewigem Dank verpflichtet.". Nicht das ich wirklich eine Wahl hatte, aber ich tat kurz so als würde ich mir die Bitte des Admirals durch den Kopf gehen lassen. Ich erhob mich von meinem Stuhl, beugte mich über des Admirals Schreibtisch und erhob mahnend meine Rechte, an der deutlich sichtbar der Ring- und der kleine Finger fehlten. "žNun gut, Admiral! Ich werde aus dem Greenhorn einen echten Seemann machen. Aber ich habe nicht zwei Finger geopfert um Sardinen in den Marshalls zu fischen! Wenn wir zurückkommen, dann will ich wieder eine richtige Mission – Bonin Islands, Honshu, Formosa oder East China Sea! Sagen Sie mir nicht, dass wir uns nach Australien zurückziehen und den Japanern den Pazifik überlassen haben!". Der Admiral war sichtlich beeindruckt von meinem energischen Auftreten und erhob sich ebenfalls aus seinem Sessel. "žMaverick, wir alle bringen Opfer in diesem Krieg, das wissen Sie! Aber ich verspreche Ihnen, dass Sie als nächstes wieder an vorderster Front auf die Jagd gehen werden! Wegtreten!". Ich quittierte seine Aufforderung mit einem knackigen "žJawohl, Sir!", salutierte und verließ des Admirals Büro. to be continued..... Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Iconoclast7x3, ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Hi,
erstmal, klasse, dass es weiter geht mit dem AAR. Habe sie in der Vergangenheit sehr gerne gelesen. Aber wie bist Du auf den Bootsnamen "USS Haddock" gekommen? Ist das ein historisch, korrekter Name? Ich frage nur, weil es sich an meinen Nick-Namen anlehnt. Gruß Haddock |
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Hallo McLeod,
sehr schön, dass es weitergeht! Anscheinend hast Du ja wieder Zeit für Nicht-Familiäres Beste Grüße Minimax * Bin ja nur 'n doofer Segler! * |
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vieleicht nach Kapitän Haddock aus Tim und Struppi.
In der Episode ...und der Haifischsee kommt auch ein U-Boot vor. Ein Muß für jeden U-Bootfahrer! mit freundlichem Gruß der Taucher |
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Hi HaddockU1, richtig, eine gewisse Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Ich weiß ja nicht wie du auf deinen Nick gekommen bist, aber die USS Haddock (SS-231) gab es wirklich. Ich wollte einfach ein Boot haben, dass wirklich zu dieser Zeit in Dienst gestellt wurde. Recherche macht ja auch einen Heidenspaß! Nur das meine Gato-Class leider noch nicht über das SJ Radar verfügt so wie das Original (war das erste Boot, das damit ausgerüstet wurde!). @Minimax: Die Feindfahrt fand noch in der pränatalen Zeit statt, habe aber erst jetzt Zeit das literarisch umzusetzten. Gute Jagd! Iconoclast aka MavMcLeod ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Juhu
Mittlerweile hast du ja schon so viel geschrieben das man daraus ein Buch machen kann. Wer weis vllt. wird mal ein Verlag oder so drauf aufmerksam, und du verdienst ein paar Brötchen damit. Ich würds für spätere Zeiten im Leben kaufen, als spannende Geschichten. Auf jeden Fall wünsche ich viel Spass am schreiben, wir werden Spass am lesen haben. Und danke das du das Forum damit bereicherst. |
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Hallo Iconoclast,
habe ganz vergessen mich nach Deinem/Eurem Nachwuchs zu erkundigen. Wie geht es dem denn so? Und was machen die Nächte? Ich denke da ist es manchmal leichter ´ne Hundewache zu schieben, oder? Gruß und liebe Grüße an die Familie Haddock |
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Klasse, es geht weiter .....
da ich selber momentan im RL-Trockendock liege, lese ich gerne die Fahrten Anderer!! und durchwachte Nächte bieten doch viel Zeit für Literarisches ++++++++++++++++++++++++++ Links: Modding - Tutorial Menu.ini SH4 - Maptools für SH3 SaleOLC123GWX20 - Kombimod |
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Schon klar, aber hast du mal versucht auch nur 'ne poplige Mail mit einer Hand zu schreiben? Gute Jagd! Iconoclast aka MavMcLeod ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Das Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: latemail, ++++++++++++++++++++++++++ Links: Modding - Tutorial Menu.ini SH4 - Maptools für SH3 SaleOLC123GWX20 - Kombimod |
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Ich hatte noch einige Erledigungen zu machen und so verging der restliche Tag recht schnell. Da mir im Offiziersclub meistens zu viele weiße Uniformen unterwegs waren verlagerte ich meinen abendlichen Stützpunkt ins wohlbekannte Captains Inn. Es war eine Freude einige meiner alten Freunde von der Marineakademie wieder zu sehen und mehr als einmal verließ ich die Spelunke mit mehr als nur etwas Schlagseite.
Die nächsten Tage verbrachte ich damit alte Verbindungen zum Hafenmeister und dem zuständigen Kommandanten des Ausrüstungsdocks aufzufrischen. Es war schon früher hilfreich gewesen die eine oder andere gute Flasche Whisky aus meinen Privatbeständen an ausgewählte Personen weiter zu reichen und erleichterte meistens die Beschaffung von dringend benötigten Ausrüstungs- und Ersatzgegenständen. Inmitten der der Feierlichkeiten zum Independence Day lief am 4. Juli die USS Haddock im Hafen von Pearl Harbor ein. Ich erwartete das Boot am Kai, beobachtete die Mannschaft beim Festmachen und war gespannt auf meinen neuen XO. Was ich sah gefiel mir – er gab klare Befehle, die Mannschaft schien ihn zu respektieren und nach einer knappen halben Stunde meldete der LI das Boot klar. Mit festem Schritt kam der junge Mann, der nicht älter als 25 Jahre sein konnte, die Gangway entlang, salutierte vor mir und meldete das Boot klar zur übergabe an die Ausrüstungscrew. "žLt. Lawrence, nehme ich an?" fragte ich ihn. "žSir! Jawohl, Sir!" antwortete er für meinen Geschmack eine Spur zu militärisch. "žIch bin Lt.Cmd. McLeod, ihr neuer kommandierender Offizier.", stellte ich mich ihm vor. "žEs ist mir und der Crew eine Freude, Sir!" antwortete er. Das Grinsen des LI, ein alter Waschbär der schon im letzten Weltkrieg dabei gewesen zu sein schien, ließ mich vermuten, dass Lt. Lawrence nicht allzeit diesen Drill an den Tag legte. "žStehen Sie bequem, Lt.!" forderte ich ihn auf und mit gesenkte Stimme fügte ich hinzu: "žVor der Mannschaft reicht mir ein einfaches Sir und wenn wir unter uns sind ein Maverick oder Mav, klar?". "žGlasklar!", antwortete er so, dass nur ich es höen konnte, und grinste. "žWillkommen in Pearl Habor!" fügte ich hinzu und begab mich an Bord um mich der Mannschaft vorzustellen. Nachdem ich einen ersten Rundgang durch das Boot gemacht hatte und keine größeren Beanstandungen zu finden gewesen waren, übergaben wir das Boot an die Ausrüstungscrew, die sich sogleich ans Bestücken der Vorräte und das Laden der von mit georderten Mark 14 machte. Auf dem Weg zum Hauptquartier kamen wir an einer Ansammlung von Matrosen vorbei, die sich die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag von den Kriegsereignissen nicht hatten nehmen lassen. "žSpäter gibt's bestimmt noch Feuerwerk!" meinte der Fahrer, als er mir die Tür des Chevrolets öffnete. "žUnd das alles zu unserer Begrüßung!" merkte Lawrence an, "žDas wäre doch nicht nötig gewesen!" und grinst mich breit an. "žFeuerwerk wird's schon noch geben" sagte ich, "žich hätte nur gerne noch eine japanische Bordwand beteiligt!". Ich war froh, dass der Herrgott Lawrence ein paar Ohren gegeben hatte, sonst hätte der Junge wohl im Kreis gegrinst. Ich war jedenfalls froh einen XO mit Humor zu haben. Das erleichterte die Arbeit ungemein. Die notwendigen Formalitäten im HQ erledigten wir schnell und zügig und so hatten wir noch einige Zeit uns im Offiziersclub bei einem Scotch nähr kennen zu lernen. Es stellte sich heraus, dass unsere Urgroßväter als Einwanderer auf dem gleichen Schiff in den USA eingetroffen waren. Während meine Familie jedoch auch heute noch ihre schottischen Wurzeln pflegte und jedes männliche Familienmitglied einen Kilt im Schrank hatte, kam Lawrence' Familie aus der Provinz Pembrokeshire, dem süd-westlichsten Zipfel der britischen Insel. Wir beschlossen die alten Animositäten zwischen Schotten und Walisern nicht wieder aufleben zu lassen und besiegelten unsere hoffentlich gute Zusammenarbeit mit einem erstklassigen Lagavulin im Captain's Inn. Die Ausrüstungscrew hatte gute und was noch wichtiger war schnelle Arbeit geleistet. Unter keinen Umständen wollte ich mich mit einer Crew auf Feindfahrt begeben, deren Eigenschaften, Schwächen und Stärken ich noch nicht kannte. "žLeinen los!" hieß es denn am Nachmittag des 7. Juli ´42 und wir stachen zur ersten Trainingsfahrt in See. Lt. Lawrence hatte auf der überführungsfahrt gute Arbeit geleistet und die Mannschaft war sichtlich bemüht Neues zu lernen und vorhandenes Können zu verbessern. Hilfreich war natürlich auch die Erfahrung des LI, der sich auch am 3. Tag der Probefahrt standhaft weigerte sein Alter zu offenbaren. Es wäre mir ein leichtes gewesen in der Personalakte nachzusehen und das Rätsel zu lösen, jedoch hatte die Mannschaft ihm mittlerweile den Spitznamen "žGrandpa" gegeben und wenn die Informationen von Lt. Lawrence stimmten befand sich auch schon eine hübsche Summe im Topf, die demjenigen zugute kommen sollte, der des LI Alter aufdecken und seine Behauptung stichhaltig belegen konnte. Standardmäßig übten wir das Identifizieren von Schiffen in der Umgebung von Pearl, Anblasen, Ausblasen, Auftauchen, Abtauchen. Besonders engagiert war die Mannschaft beim üben des Crash Dive, besonders nachdem ich Ihnen klar machte, wie viel bzw. wenig Zeit man hat, wenn plötzlich ein Tiefflieger aus der tief hängenden Wolkendecke auf das Boot herabstieß. Die Verbesserungen waren bemerkenswert und so gelang es uns bereits am 4. Tag innerhalb von 39 Sekunden vom ersten "žAlle Mann auf Gefechtsstation!" bis auf 100 Fuß Tiefe zu tauchen. Natürlich übten wir mit der gleichen Ernsthaftigkeit auch Emergency Blow-Outs, was zu regelmäßigem Gejohle führte, wenn mal wieder einer der Männer nicht schnell genug einen festen Halt gefunden hatte und dann wie eine Bowling-Kugel einige seiner Kameraden als Kegel missbrauchte. Die Betroffenen fanden das meist weniger witzig und so mussten Lt. Lawrence und der Master Chief einige Male eingreifen um beginnende Handgreiflichkeiten zu unterbinden. Am 14. Juli erreichten wir wie vorgesehen wieder den Hafen von Pearl Harbor. Die Hafencrew begann mit dem Auffüllen der Treibstofftanks und die Mannschaft machte sich von Bord um den für lange Zeit letzten Abend an Land standesgemäß zu nutzen. Ich war mir sicher, dass der eine oder andere am nächsten Morgen einen gehöigen Kater haben würde hatte jedoch genug Vertrauen in die Mannschaft gewonnen das ich wusste, dass sie es nicht übertreiben würden. Ich nutzte die Zeit für ein Ferngespräch nach San Diego, erledigt noch ein wenig Papierkram und verbrachte den Abend einer Einladung folgend bei einem Empfang im Hause des Admirals. Der Abend nahm dann leider ein unrühmliches Ende als der Admiral seine Tochter mit einem der Gäste in der Besenkammer erwischte und wir Unbeteiligten bemühten uns möglichst unauffällig wenn auch grinsend die Bühne zu verlassen. Der Vorfall war am nächsten Morgen natürlichen Gesprächsthema N˚1 auf der Basis und mehr als eine anzügliche Bemerkung wurde zwischen den Männern gewechselt. Als ich die Brücke betrat höte ich grade noch Lt. Lawrence zum LI sagen, dass er gar nicht gewusst hätte, dass der Admiral das Thema "žGastfreundschaft" so groß schrieb. Mein tadelnder Blick brachte ihn jedoch umgehend zum Schweigen und der XO meldete pflicht- und, wie ich mit Genugtuung feststellte, auch ein wenig schuldbewusst das Boot klar zum Auslaufen. "žLeinen los! Kleine Fahrt voraus!" Ich manövrierte das Boot sicher aus dem Hafen, ließ den XO den Kurs nach Midway berechnen und gab, als wir die Haufenausfahrt verlassen hatten, den Befehl "žVolle Kraft voraus!". Mit 21kt jagte die USS Haddock über die fast ruhige See der nächsten Feindfahrt entgegen. Ich stand oben auf dem Turm und pfiff Wagners "žRitt der Walküren". to be continued..... Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Iconoclast7x3, ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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@Iconoclast7x3
wieder mal eine tolle Geschichte, die Du da erzählst. Vielen Dank schon mal dafür und für die weiteren Fortsetzungen, die hoffentlich noch folgen. Gruss Peter __________________________________________________________________________________________ Wenn Du unbedingt dem Tod in's Auge sehen willst, heirate doch einfach. |
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Klasse klasse ...... wann gehts weiter
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Wir legten die Strecke Pearl Harbor – Midway in der Zeit von gut drei Tagen zurück. Wenn es stimmt, dass Soldaten auf ihren Mägen marschieren, wie Napoleon sagte, dann fahren U-Boote eindeutig mit ihren Treibstoffbunkern statt mit Propellern.
"žIhr Jungs glaubt auch, dass ihr hier bei der Indy500 seid, oder? Wir können das Öl kaum so schnell nachbestellen wie ihr es verbraucht!" meckerte der Ausrüstungsmeister in Midway als wir am 19. Juli zum Auffüllen der Bunker fest machten. "žWäre es euch lieber wir wären 2 Tage vor oder nach einem Angriff auf Midway hier?" fragte Lt. Lawrence lakonisch. Ich verkniff mir ein Grinsen und nutze am Abend die Gelegenheit ein paar Worte mit Lt. Cmd. Howard Gilmore von der USS Growler zu wechseln. Er war ebenfalls vor wenigen Tagen aus Pearl in See gestochen und sollte nach dem Auffüllen seiner Bunker im nödlichen Pazifik um Dutch Harbor patrouillieren. Wir verließen Midway am Abend des des selben Tages und machten uns mit 10kt auf den Weg in unser Einsatzgebiet. Die letzte Nachricht, die wir über ein Kurzwellensender hereinbekamen war, dass eine Landungsübung auf den Fiji's aufgrund von schlechtem Wetter und wohl auch schlechter Vorbereitung in einem Desaster geendet hatte. Nun ja, niemand hatte gesagt, dass es einfach werden würde. Auch wir kamen bald in schlechtes Wetter. Der Nebel ließ uns kaum weiter als 2-3.000 Yards sehen und ich machte mir Sorgen, dass wir potentielle Bedrohungen nicht rechtzeitig sichten würden. Ich gab also die Order alle 50 – 60 Minuten abzutauchen um dem Sonar Gelegenheit zu geben nach Schiffen zu horchen. Unsere Chance so etwas zu finden waren größer als in der Suppe über Wasser. Als wir am Morgen des 21. Juli Wake Island passierten herrschte natürlich wieder bester Sonnenschein. Ich machte mir Sorgen wegen der japanischen Airbase und ordnete an den Kurs so zu setzten, dass wir uns der Insel nicht mehr als 300sm nähren würden. Dies würde uns zwar nicht vor der Langstreckenaufklärung der Japaner schützen, durch die Entfernung ein Aufspüren jedoch erschweren. Jede Meile Entfernung von der Airbase bedeutete für die Japaner etliche weitere Quadratmeilen mehr, die sie überwachen müssten. Wir passierten Wake Island ohne weitere Vorkommnisse. Einige male glaubte die Turmmannschaft zwar Flugzeuge am Horizont ausgemacht zu haben, jedoch nährte sich keines in einer Weise die eine Bedrohung für uns dargestellt hätte. Die Mannschaft hatte in den vergangenen Tagen Gelegenheit gehabt sich weiter aufeinander einzuspielen und selbst der Smutje fieberte der ersten Feindbegegnung entgegen. Ich war erfreut über die hohe Moral und den Einsatzwillen der Mannschaft, wusste jedoch auch, dass der Großteil der Mannschaft noch keinen Feindkontakt gehabt hatte. Die teilweise aufkommende Euphorie würde sich bei der Explosion der ersten Wasserbomben sicherlich sehr schnell verflüchtigen und dann würde sich zeigen aus welchem Stahl die Männer waren. Am Morgen des 25. Juli ließen wir Taongi backbords liegen, passierten gegen Mittag das Bikini Atoll und weiter westlich Enewetak und meldeten gegen 17:00 Uhr das Erreichen unseres Einsatzgebiets an ComSubPac. Wir mussten nicht lange auf Antwort warten und erhielten die Order, dass wenn wir schon mal hier seien, wir doch auch gleich ein wenig japanische Tonnage versenken könnten. Die Nachricht besagte, dass wir in einem Umkreis von ca. 50sm um die Koordinaten 9˚50'N, 163˚20'E patrouillieren sollten - ein Gebiet, das zwar grob den nödlich Teil der Marshall Island abdeckte, jedoch kaum befahren wurde. Dieses Patrouillengebiet konnte sich eigentlich nur ein Sesselpfurzer in Washington ausgedacht haben! Ich schluckte einen Fluch hinunter und beschloss so weit südlich wie möglich in unserem Gebiet nach lohnender Beute zu suchen. Vielleicht hatten wir ja Glück und würden das eine oder andere Schiff auf der Route Pohpei im Westen und Kwaialein im Osten erwischen. Die Untätigkeit der letzten Tage war auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen und so war es nicht weiter verwunderlich, dass ich gegen 0400 Uhr am nächsten Morgen meine Kajüte verließ um einen Blick auf die Karte zu werfen. "žUnd?" fragte ich Lt. Lawrence. "žHaben Sie schon etwas finden können? Was sagt das Sonar?". "žSir, wir sind jetzt ungefähr auf der von Ihnen angewiesenen Position und werden gleich nach Westen drehen. Leider noch kein Kontakt.". "žWann waren wir zuletzt unten?". "žVor ungefähr 20 Minuten, Sir.", antwortete mein XO. "žVerdammt! Die Japaner krallen sich eine Insel nach der anderen im westlichen Pazifik und wir können uns hier die Eier schaukeln! Möchte mal wissen wer sich diesen Blödsinn ausgedacht hat!". Um mein Gemüt etwas abzukühlen kletterte ich auf den Turm um selber Ausschau nach Rauchfahnen oder anderen Anzeichen für Schiffsverkehr zu halten. Der Vollmond schien auf die ruhige See und es hätten nur noch polynesische Klänge und Hulla-Huh-Mädchen gefehlt um einen gemütlichen Abend in der Südsee daraus zu machen. Genau das was ich wollte! Ich kletterte wieder hinab. "žNichts zu sehen da oben! Nicht mal mit dem Suchscheinwerfer, den uns der liebe Gott heute Nacht geschenkt hat – so eine Scheiße!" Ich drehte ab um einen Rundgang durch Boot zu machen. "žIst doch eine schöne laue Nacht, Captain.", bemerkte Lt. Lawrence und schob sein Lausbubengrinsen hinterher. Das war genau das, was ich der jetzigen Stimmung brauchte! "žHalten Sie die Klappe und fahren Sie gefälligst das verdammte Periskop ein oder wollen Sie noch eine Laterne oben dran befestigen?", schnauzte ich ihn eine Spur heftiger als gewollt an. Die Antwort nicht mehr abwartend wand ich mich Richtung vorderem Torpedoraum um dort mal nach dem Rechten zu sehen. Und gnade ihnen Gott, wenn die Aale nicht ordentlich geschmiert wären! to be continued..... ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Oh man ich liebe deine Geschichten!
Bist du Buchautor? Wenn nicht haste den falschen Beruf gelernt^^ MfG Jerry8511 |
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Wir schrieben den 29. Juli 1942. Seit nun mehr vier langen Tagen patrouillierten wir im Gebiet der nord-westlichen Marshall Inseln ohne auch nur die Spur eines feindlichen Kontaktes. Die Stimmung an Bord war schlecht. Die erfahrenen Crew-Mitglieder fürchteten um ihre nächste Beföderung, die sie ohne die notwendige Erfahrung nicht erreichen konnten. Auch wenn die Zeit der Untätigkeit viel Raum für den theoretischen Lernstoff gab, so konnte dies doch niemals die Erregung und Anspannung eines bestehenden Angriffs aufwiegen.
Auch unter den jüngeren Mitgliedern der Besatzung war die anfängliche Euphorie der Langeweile gewichen. Die Männer brannten darauf ihren Teil zum Sieg in diesem verdammten Krieg beizusteuern und mussten stattdessen immer noch auf den ersten Feindkontakt warten. Ich war mir sicher, dass der eine oder andere über einen Wechsel auf die zugegebener Maßen prestigeträchtigeren Flugzeugträger oder Schlachtschiffe nachdachte. Der alten Weisheit "žMüßiggang ist aller Laster Anfang" folgend setzte ich die Trainingsziele täglich höher an. Der selten laut geäußerten Frage warum man so hart trainieren müsse, es gäbe ja sowieso nichts zu versenken, begegnete ich mit einer noch viel größeren Weisheit: "žIf training is hard, fighting will be easy!". Lediglich die vier oder fünf alten Seebären, die schon zu viele Kameraden hatten in rauer See bestatten müssen, begegneten der Untätigkeit wenn auch nicht erfreut, so denn dann doch gelassen und zufrieden. Der LI, dessen Alter immer noch ein Geheimnis war, nutzte die Zeit zur Feinabstimmung der noch recht neuen Maschinen der USS Haddock und trug durch seine ruhige und ehr bedächtige Art auch nicht besonders zum unterhaltsamen Zeitvertreib bei. Einzig meinem XO Lt. Lawrence schien die Zeit des Wartens nicht anhaben zu können. Vom Herrgott mit einer über-Portion Optimismus gesegnet nutze er die Zeit um zu lernen und sich mit allen Feinheiten unseres tödlichen Handwerks vertraut zu machen. Wir verbrachten viele Stunden bei Tee oder Kaffee in meiner Kajüte um die Feindfahrtberichte verschiedener U-Boot-Kommandanten zu analysieren und um aus ihren Erfolgen, mehr jedoch noch aus ihren Fehlern zu lernen. Das eine oder andere Mal simulierten wir Angriffe auf Fischerboote, die wir des Nachts entdeckten, nährten uns diesen jedoch jeweils nur so weit, dass wir keines Falls Gefahr liefen uns in deren Netzen zu verfangen. Vergleichbar mit einem Fluchtmanöver vor zwei bis drei wütenden Zerstöer-Kommandanten war dies alles jedoch nicht. Ich hatte eine weitere bis dahin ruhige Nacht hinter mir als ich am Morgen des 30. Juli gegen 5:20 Uhr vom sich steigernden Lärm der Diesel geweckt wurde. Nachdem ich mir den Schlaf aus den Gliedern geschüttelt und mir meine Sachen angezogen hatte begab ich mich auf die Brücke, auf der eine ungewöhnlich angespannte Stimmung herrschte. "žWas ist los, XO?" fragte ich Lt. Lawrence, der mit konzentriertem Blick mit Kursberechnungen am Kartentisch beschäftigt schien. "žSonar meldet Schraubengeräusche auf 280˚, mittlere Umdrehungszahl, könnte ein Frachter in größerer Entfernung sein.", meldete er ohne seinen Blick vom Kartentisch zu erheben. "žJa, oder ein Fischkutter auf dem Weg nach Hause gleich hinter der nächsten Welle" antwortete ich. Lieber wollte ich die Erwartungshaltung der Männer niedrig halten anstatt einen weiteren Tag in enttäuschte Gesichter gucken zu müssen. "žTauchen Sie auf, führen Sie einen kurzen Sprint über 5sm in Richtung des Kontaktes aus und bestimmen Sie erneut die Position des Kontaktes, dann sind wir schlauer" forderte ich den XO auf. Eine halbe Stunde später befanden wir uns erneut auf Periskoptiefe. Vom Turm aus hatten wir keinen Kontakt ausmachen können, da sich dieser von unserer Position aus auf der nachtdunklen Seite des Horizontes befunden hatte. Erwartungsvoll blickten wir in Richtung Sonar. Der CPO wartete bis die Maschinen auf kleine Fahrt herunter gefahren waren um dann voll konzentriert in seine überdimensionalen Kopfhöer hinein zu lauschen. "žSir, höt sich nicht an wie ein Fischerboot" meldete er. "žIch habe mehrere Kontakte, teilweise überlagernd. Schnelle Schraubengeräusche auf 305˚, mittlere Entfernung – wahrscheinlich Kriegsschiff. Nachfolgend auf 280-300˚ mehrere langsamere Schraubengeräusche – könnte ein Konvoi sein...". Während ich den CPO anwies seinem noch recht jugendlich wirkendem Kollegen das genaue Einpeilen der Kontakte zu zeigen war Lt. Lawrence schon dabei die Daten des Sonars am Kartentisch einzuzeichnen. "žSir, kombiniert mit der vorhin aufgenommenen Kontaktmeldung scheint der Konvoi auf Kurs 90-100˚ zu sein. Momentane Entfernung zum Kurs des Konvois ca. 4.500 Yard". "žSteuermann, drehen Sie bei auf Kurs 0˚, mittlere Geschwindigkeit" befahl ich. "žSind alle Torpedorohre geladen?" fragte ich den Waffenleitoffizier. Aus übungs- und Wartungsgründen hatte ich die Crew mindestens einmal täglich alle Torpedorohre durchwechseln lassen. Bei meiner zweiten Fahrt als XO auf der USS Mackerel war beim Testschuss einmal ein Torpedo im Lauf stecken geblieben und wir mussten die Heimfahrt mit einem noch halb im Boot steckenden Torpedo und dem entsprechend offener Klappe antreten. Die Werft-Crew hatte nicht schlecht geguckt und es war ein heikles Unterfangen gewesen den scharfen Zünder am Torpedo zu entfernen. Später stellte sich heraus, dass das Salz im Torpedorohr die Fettschicht um den Torpedo aufgelöst und dieser dann im Rohr teilweise fest gerostet war. Seit dem war eine der geflügelten wenn auch doppeldeutigen Weisheiten auf meinen Booten gewesen: "žWenn das Ding ins Rohr soll, spar nicht mit Vaseline!". "žAlle Torpedorohre geladen und einsatzbereit" meldete der Waffenoffizier. "žXO, Entfernung zum berechneten Konvoikurs?". "ž1.500 Yard, Sir". "žSonar, Peilung auf das voraus fahrende Kriegsschiff?". "žPeilung auf 282˚, Kurs gleich bleibend". "žSteuermann, reduzieren Sie die Geschwindigkeit auf kleine Fahrt voraus. XO, geben Sie Befehl zur Gefechtsbereitschaft. Sonar, Meldung wenn Kriegsschiff auf 320˚". Meine Anweisungen wurden vom Kanon aus drei "žJa, Sir!" beantwortet und auch ich konnte mich der sich aufbauende Spannung und Erregung kaum entziehen. Das "žAll hands on battlestations!" gellte durch das Boot und das Rotlicht warf unwirkliche Schatten in die Gesichter der Männer und verzerrte diese fratzenhaft "žSir!" meldete sich wenig später der Mann am Sonar, "žKann die Kontakte jetzt eindeutig zuordnen. Vorausfahrendes Kriegsschiff auf 320˚ - gefolgt von fünf Kontakten, die sich wie Frachtschiffe anhöen.". "žSteuermann, Maschinen stopp! XO, fahren Sie das Periskop aus, es wird Zeit sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen". Während ich mein Gesicht gegen das angenehm kühle Gummi-Profil des Periskops drückte und versuchte meine Augen an die an der Oberfläche herrschende Dunkelheit zu gewöhnen gab ich den Befehl die Torpedos alle auf mittlere Geschwindigkeit einzustellen. "žVergessen Sie nicht die Torpedos im Heck!" forderte ich den Waffenoffizier auf. "žXO, vermerken Sie folgende Sichtkontakte:" Ohne meine Augen vom Periskop zu nehmen gab ich ihm die Peilung und ungefähre Entfernung der Frachter durch. "žUnd last but not least: Zerstöer mit langsamer Fahrt auf 340˚". "žTorpedo 1 auf 6 Fuß Tiefe, Klappe öffnen!" Die Sekunden verrannen, während der Zerstöer sich langsam von back- zu steuerbords bewegte. "žTorpedo 1 bereit, Klappe geöffnet!" kam da die Meldung. Ich visierte den vorderen Schornstein des Zerstöers an und überprüfte noch einmal kurz die Entfernung. Selbst wenn der Kommandant des Zerstöers die Blasenspur des Torpedos sehen sollte wäre die Zeit für eine Reaktion bei einer Entfernung von etwas über 500 Yard zu kurz gewesen. "žTorpedo 1 – LOS!". Nur Sekundenbruchteile später verließ der Torpedo durch Druckluft aus dem Rohr gepresst das Boot und schoss todbringend seinem Ziel entgegen. to be continued..... Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Iconoclast7x3, ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Danke für deine tolle Geschichte - ist fast besser als selber spielen
Mit freundlichem Gruß Wyckoff PS.: Hoffentlich trifft der Torpedo |
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na jetzt wird sich ja endlich zeigen ob Vaseline und Trainig den gewünschten Erfolg zeigen ......
bin echt gespannt!! ++++++++++++++++++++++++++ Links: Modding - Tutorial Menu.ini SH4 - Maptools für SH3 SaleOLC123GWX20 - Kombimod |
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Die theoretische Laufzeit des Torpedos lag bei 22 Sekunden. Ich rechnete noch einige Sekunden zum Beschleunigen des Mark 14 auf dessen Höchstgeschwindigkeit von 42kt drauf und exakt 26 Sekunden nach dem Abfeuern ereilte den Zerstöer sein Schicksal und er versank in Shiva's Armen.
"žDa haben Sie Ihr Feuerwerk zum 4. Juli, Lieutenant, wenn auch leicht verspätet!". "žDafür aber mit japanischer Bordwand!" grinste er zurück. Die Mannschaft des Zerstöers hatte keine Chance. Das eiskalte Wasser schoss durch ein metergroßes Loch in der Bordwand in den Maschinenraum und flutete diesen in kürzester Zeit. Die Mannschaft hatte nicht mit einem Angriff in diesem relativ unbedeutenden Teil des Pazifiks gerechnet, war nicht auf Gefechtstation und somit waren alle Schotten offen durch welche sich die tödliche Flut nun in alle Bereiche des Schiffsköpers ergoss. Der größte Teil des Wassers schien sich in den vorderen Bereich des japanischen Zerstöers verteilt zu haben, denn der Bug neigte sich bedenklich tief in die ohnehin aufgewühlte See. Trotz des Treffers im Maschinenraums schienen die Propeller weiter Vortrieb zu geben und den Bug des dem Tode geweihten Schiffes noch weiter in die Tiefe zu drücken. Wenige Sekunden nach unserem Treffer, es konnte noch keine Minute vergangen sein, verabschiedete sich der Zerstöer von der Oberfläche und sank dem Ozeanboden entgegen. Das von uns entfachte Feuerwerk wirkte auf die Frachter des Konvois wie der Startschuss auf die Teilnehmer eines olympischen Wettrennens. Unkoordiniert und dem eigenen Fluchinstinkt folgend gaben die Kapitäne der Frachter hektisch Befehle zur Kursänderung und versuchten in verschiedene Richtungen zu entfliehen. Was sie nicht wussten war, dass der Wolf nicht von Außen die Herde angriff, sondern sich bereits mitten unter ihnen befand. Während der Jubel der Mannschaft über den ersten Treffer noch nicht ganz verebbt war schob sich von Backbord die Silhouette eines großen modernen Frachtschiffes ins Okular des Periskops. Unser nächstes Opfer. "žTorpedos 2 und 3 auf 17 Fuß Tiefe – Klappen öffnen!". Bei einem Tiefgang von gut 24 Fuß würden die Torpedos dem Frachter zwar nicht das Rückrad brechen, jedoch zumindest zwei schön große Löcher in die Bordwand reißen. Die Bereitschaftsmeldung ließ ungewöhnlich lange auf sich warten und ich wurde ungeduldig. "žWas ist los? Soll ich selber Hand an die Gyroskope legen?" wollte ich wissen. Mit der durchtrainierten und erfahrenen Mannschaft der USS Triton wären die beiden Aale schon lange unterwegs gewesen und ich wurde erneut schmerzhaft an die Unerfahrenheit meiner jetzigen Crew erinnert. "žTorpedos klar! Klappen sind offen!" kam endlich die erlösende Meldung. Ich zielte mit dem Fadenkreuz im Periskop zwischen die beiden vorderen Maste des Frachters und schickte den ersten Torpedo mit einem "žTorpedo 1 – Feuer!" auf die Reise. Wenige Sekunden später passierte die Brücke des Frachters das Fadenkreuz und der zweite Torpedo wurde auf meinen Befehl hin abgefeuert. Der Frachterkapitän hätte sich bei seiner Flucht für eine Richtung entscheiden sollen, stattdessen hatte er zu kreuzen begonnen und zeigte uns nun in 450 Yard Entfernung seine gesamte Breitseite. Die Torpedos verrichteten nach wenigen Sekunden mit gnadenloser Präzision ihr tödliches Werk und der Kiel des Ziels zeigte sich der Belastung des zweiten Torpedotreffers nicht gewachsen und brach mit einem ohrenbetäubenden Geräusch entzwei. Während unser eigenes Boot unter der Wucht der Explosion erheblich durchgeschüttelt wurde versuchte sich ein großer, jedoch schon etwas betagter Frachter in unserem Rücken davon zu stehlen. Jetzt sollte es sich auszahlen, dass ich auch die Hecktorpedos hatte bereit machen lassen. "žWie ist der Tiefgang laut ID-Book von diesen großen alten Frachtern?" rief ich dem XO zu. "žWas für Aufbauten?" wollte er von mir wissen während er eifrig im Buch die Seiten umschlug. "žUngefähr 6000 BRT, Zweimaster, Schornstein und Brücke mittschiffs getrennt!". Es dauerte nur Sekunden bis er das richtige Schiff gefunden hatte: "ž28-29 Fuß!" rief er. "žGut! Torpedos 7 und 8 auf Lauftiefe 17 Fuß – Klappen öffnen!". Ich hoffte, dass es diesmal etwas schneller gehen würde und die kurze Zeit später eintreffende Bereitschaftsmeldung übertraf meine Erwartung. Der Frachter war in einer Entfernung von nur 335 Yard und im Begriff sich von uns abzudrehen. Ich visierte also den Schornstein des Schiffes an und gab Befehl Torpedo 7 abzufeuern. Den Torpedo 8 feuerte ich in Richtung Heck. Sollte dieser das Ziel verfehlen, so würde der Treffer im Maschinenraum unterhalb des Schornsteins das Schiff zumindest bremsen. Erst einmal ging es mir darum die Frachtschiffe so weit zu demobilisieren, dass sie uns nicht mehr entkommen konnten. Notfalls hätten wir ja auch mit dem Deckgeschütz noch etwas aufräumen können. Doch meine Sorgen was Torpedo 8 anging sollten sich als unbegründet erweisen. Mit einem Donnerschlag detonierten beide Torpedos fast zeitgleich in der Mitte und am Heck des alten Frachters. "žDas war´s für ihn!", dachte ich bei mir. Wenige Sekunden nachdem der Sonarmann sich seine Kopfhöer wieder aufgesetzt hat meldete er: "žSir, Frachter auf 320˚ dreht die Maschinen voll auf. Sieht so aus als ob er uns entkommt!". "žDas wollen wir doch erst einmal sehen!" meinte ich zu Lieutenant Lawrence und suchte besagtes Ziel im Periskop. "žEntfernung ca. 1.000 Yard, Lage ca. 60˚ relativ. Sieht aus wie ein mittelgroßer alter Frachter.". "žTiefgang dann wahrscheinlich so bei 25 Fuß" meint Lt. Lawrence. Der Mann gefiel mir immer besser – er hatte sich statt wie die anderen auf der Brücke auf den Einschlag der Torpedo 7 und 8 zu warten noch mal schnell die Daten der japanischen Frachter im ID-Book angesehen! "žTorpedo 4 auf 17 Fuß Lauftiefe – Klappe öffnen!". Der alte Frachter gab alles was seine Maschinen hergaben um dem Schlachtfeld zu entkommen. Vielleicht würde es ihm gelingen? "žTorpedo 4 bereit!" tönte es aus dem vorderen Torpedoraum. Unser erstes ziviles Opfer war zwischenzeitlich so nett gewesen und hatte den Weg frei gemacht. "žTorpedo 4 – Feuer!" To be continued..... ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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lechz ... endlich wieder Futter für den Geist .... ob bei dem Winkel nicht die Aale abprallen ..... bin gespannt !!!
++++++++++++++++++++++++++ Links: Modding - Tutorial Menu.ini SH4 - Maptools für SH3 SaleOLC123GWX20 - Kombimod |
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