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Silent Hunter 4: Wolves of the Pacific
"žStrictly Confidential – Eyes Only!" – Die Enthüllungen des Lt.Cmd. (Ret.) Paul Blanchard|
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Es war ein trauriger Anlass, aus dessen Grund sich die ganze Familie wieder einmal auf "šThree Oaks', dem traditionellen Familiensitz der Familie Blanchard, zusammen gefunden hatte. Die Stimmung und das Wetter waren grau und die ersten Herbststürme waren auch schon angekündigt. Der Wind peitschte die Blätter von den Bäumen und der Indian Summer, den ich in meinen Erinnerungen immer mit "šThree Oaks' verband, war dieses Jahr nur mäßig ausgefallen.
Vor wenigen Tagen war Grandma Helen nach langer Krankheit ihrem Krebsleiden erlegen und so waren wir alle zur Beerdigung gekommen und um meinem Großvater Paul beizustehen. Da war Onkel Steven, der älteste Sohn von Helen und Paul Blanchard, mit seiner Frau Kate und meinen beiden Cousins Allen und Bill und deren dazu gehöigen Kindern und Frauen. Tante Kate war wie immer einen Tick zu sehr herausgeputzt und war sichtlich bemüht mit Ihren drei Enkeln Allen jr., Richard und Jenny zu interagieren, ohne sich dabei Frisur oder Make-up zu zerstöen, was ihr aber nur mäßig gelang. Tante Elisabeth, die alte Jungfer, die wir als Kinder immer nur "žQueen Liz" genannt hatten, da sie zufällig am gleichen Tag wie die Königin von England Geburtstag hatte, war angereist und hatte alle Nichten und Neffen und Großnichten und Großneffen wie immer reichlich beschenkt. Einer ihrer Lieblingssprüche war immer "žBevor ich dem Staat auch nur einen Cent hinterlasse verschenke ich es lieber an die bucklige Verwandtschaft!" – wobei sie dabei immer ein verschmitztes Lächeln auf Ihren Lippen trug und wir die Empöung über die vermeintliche Beleidigung immer nur spielten. Auch der jüngste Zweig der Blanchard-Family war angereist und meine Eltern Bob und Melissa, geschiedene Blanchard, hatten es sogar geschafft weitest gehend Frieden zu bewahren, obwohl die nervenaufreibende Scheidung erst wenige Monate zuvor über die Bühne gegangen war. Mein Bruder Mathew war mit Daisy und den beiden Kindern gekommen und meine Schwester Marijam hatte Ihre Freundin Tess taktvoller Weise im Hotel gelassen. Auch meine Frau Isabella und ich hatten samt unserer Kinder Terence und Quentin den weiten Weg von Barcelona aus ins beschauliche Brookfield/Connecticut gefunden. Der Flieger war erst mit einiger Verspätung gegangen und es war mal wieder wie Flöhe hüten mit den Kindern auf dem Transatlantikflug. Die Fahrt von JFK hatte nur gut zwei Stunden gedauert, aber wir waren alle wie gerädert. Die Beisetzung war am heutigen Vormittag gewesen und die Zahl der Kondolierenden war gewaltig – kein Wunder bei der Prominenz meines Großvaters. Viele der Gäste waren extra von der Westküste angereist und auch einige hohe Militärs waren dabei gewesen. Besonders freute sich mein Großvater über die Anwesenheit seines alten Freundes Rear Admiral McLeod (als Kinder hatten wir ihn immer "š3-Finger-Mav' genannt), mit dem ihn eine sehr lange Freundschaft verband und der ein Freund der Familie war. Nach der Trauerfeier waren wir alle wieder nach "šThree Oaks' gefahren worden und die zweite Generation von Blanchards bestehend aus Onkel Steven, Tante Helen, Queen Liz und meinem Vater hatten sich mit dem Familienanwalt und dem Notar in den Salon zurückgezogen. So sitzen wir Enkel und Ur-Enkel um unseren 93-jährigen Großvater herum und wissen nicht recht, was wir sagen sollen. Irgendwann fragt dann Allen jr. in der einem 8-jährigen nun einmal eigenen Unschuld: "žGrandpa, wie haben du und Grandma Helen euch eigentlich kennen gelernt?". Er guckt den Jungen kurz an und wendet seinen Blick dann dem Portrait von Grandma Helen zu, das neben dem seinen rechts vom Kamin hängt - sein Blick verliert sich in der Vergangenheit. Als mir sein geistesabwesender Gesichtsausdruck schon anfängt Sorgen zu machen beginnt er auf einmal an zu sprechen: "žEs war 1942 - ich war Erster Offizier auf der USS Triton, einem Uboot der Tambor-Klasse. Wir waren im Frühjahr nach Australien, genauer gesagt nach Perth verlegt worden. Maverick und ich kamen grade von unserer dritten gemeinsamen Feindfahrt zurück. Die Japaner hatten es ganz schön auf uns abgesehen – Tag für Tag wurden wir von Fliegern angegriffen, hatten nur in der Nacht Ruhe. Unser Flak-Schütze, wie hieß er noch gleich? – ach ja, Titus Coleman, genannt "žThe Gun", holte einen Flieger nach dem anderen herunter. Wir hatten damals einen Prototyp an Bord, ein neues automatisches Buggeschütz, das aber nicht richtig funktionierte. Maverick musste es immer mit der Hand bedienen und bei einer dieser Gelegenheiten explodierte der Verschluss und es riss ihm zwei Finger an der rechten Hand ab.". Ich überlege kurz ob diese Details für die Ohren der anwesenden 5 bis 11 jährigen Kinder angebracht sind, aber mehr als ein wohliges Schauern scheint es ihnen nicht über den Rücken zu jagen. "žIch habe dann das Kommando übernommen und Maverick nach unserer Rückkehr einige male im Hospital besucht und dort habe ich eure Grandma kennen gelernt – es war Liebe auf den ersten Blick!", er stockte, schluckte hart und fährt dann mit brüchiger Stimme fort. "žEs war sofort um uns geschehen – ich nannte sie immer meine kleine Schwerverbrecherin. Sie hatte mir bei einem unserer ersten Treffen erzählt sie stamme von waschechten ehemaligen Strafgefangenen ab mit denen die Tommys Australien besiedelt hätten. Ich habe ihr kein Wort geglaubt aber ihre Liebe war echt und so war unser Glück perfekt als Sie als persönliche Krankenschwester von Maverick mit uns nach Pearl geflogen wurde. Ich glaube heute noch, dass Maverick da irgendwas gedreht hat.". Er lächelt, so wie alte Leute häufig lächeln, wenn sie an die Tage ihrer Jugend denken. "žUnd dann habt ihr geheitatet und Onkel Steven und Tante Liz und Onkel Michael gemacht!", stellt mein Jüngster mit bestimmter Stimme fest. Ich kann mir ein Grinsen ob seiner kindlichen Ausdrucksweise nicht verkneifen und nehme den 7-jährigen zu mir auf den Schoß. "žNein, nicht ganz so schnell!" lachte Grandpa Paul. "žErst einmal habe ich das Kommando über mein erstes eigenes Boot, die USS Drum, bekommen. Später, nach der Schlacht um Midway, habe ich dann das kleine Haus gegenüber vom Captain's Inn gekauft. Was für eine Bruchbude, aber für uns war es damals der Himmel auf Erden.", wieder verliert sich sein Blick im Nichts und er murmelt kaum höbar: "žMidway, das war schon eine Sache damals....!". Ich glaube, ich kenne alle Geschichten der Familie Blanchard aus dem zweiten Weltkrieg, aber von Midway habe ich noch nie etwas gehöt. "žMidway?", frage ich. "žDu warst bei Midway dabei? Davon hast du noch nie etwas erzählt!". Als promovierter Militärhistoriker lässt der Name "žMidway" bei mir alle Müdigkeit der vergangenen Tage verfliegen. Sollte es möglich sein, dass meine Familien an dieser von manchen als am bedeutendste bezeichnete Schlacht im Pazifik beteiligt war? "žWas war Midway?", will jetzt Richard, der älteste von Allens Kindern wissen. "žJa, Chris, was war damals eigentlich los auf Midway?", will jetzt auch Isabella von mir wissen. Als Europäerin fehlt ihr einfach das Wissen, dass wir schon in der Pre-school vermittelt bekommen haben. "žNun gut, die Schlacht bei Midway war eine der bedeutendsten Seeschlachten der jüngeren Geschichte und stellte den Wendepunkt im Krieg um die Vorherrschaft im Pazifik dar.", erkläre ich meiner Frau und den restlichen Anwesenden. "žDie Schlacht dauerte vom 4. bis zum 7. Juni 1942, die japanische Flotte umfasste dabei 4 Flugzeugträger und ca. 150 weitere Schiffe. Dem gegenüber standen 3 Flugzeugträger der Navy mit etwa 50 weiteren Schiffen. Die Japaner verloren alle 4 Flugzeugträger und einen Kreuzer, 300 Flugzeuge und ca. 4.800 Mann, während wir nur die ohnehin angeschlagene USS Yorktown und einen Zerstöer verloren, mal abgesehen von knapp 100 Flugzeugen und gut 300 Toten.". "žSo viele Tote – warum tun Menschen sich so etwas nur an?" murmelt meine Frau vor sich hin und schüttelt ungläubig ihren Kopf. "žFalsch – falsch – falsch!", tönt es da fast zornig aus Richtung meines Großvaters. Erstaunt blicke ich zu ihm hinüber – was soll daran falsch gewesen sein? Immerhin habe ich an der Naval Academy meine Abschlussarbeit über die Bedeutung der Flugzeugträger im 2. Weltkrieg geschrieben. "žWas soll daran falsch sein, Grandpa?", frage ich ihn daher. "žHmpf! Eigentlich sollte ich nicht drüber reden...", kurz hält er inne um dann fortzufahren: "žAber in deinen drei Sätzen waren drei Fehler und so etwas von einem Geschichtsprofessor! Ha!". Ich gucke ihn irritiert an, ist er es doch, der immer sagt "žWer die Zukunft meistern will, der muss die Vergangenheit verstehen!". In meiner akademischen Laufbahn habe ich jedoch auch gelernt, dass den Aussagen von unmittelbar Beteiligten meist mehr Glauben zu schenken ist als irgendwelchen alten Büchern. "žSo, so!", fordere ich meinen Großvater auf. "žWillst du mich jetzt dumm sterben lassen oder mir sagen, wo ich falsch liege?". Zunächst scheint der alte Mann noch zu überlegen, doch mit einem "žWas soll's!" scheint er seine eigenen Bedenken zur Seite zu wischen. Als er mir darauf hin mit glasklarem Blick und fester Stimmer meine Fehler aufzählt ist wieder ein Hauch seiner alten Autorität zu spüren und ich kann ihn mir gut als Captain auf einem Uboot vorstellen: "žErsten: Die Schlacht begann bereits am 3. Juni ´42! – Zweitens: Die japanische Flotte bestand ursprünglich aus 6 Flugzeugträgern! – Drittens: Die Japaner haben nicht nur vier, sondern alle 6 Flugzeugträger verloren und dazu auch noch ein Schlachtschiff der Kongo-Klasse!". Der Ton, in dem er seine Aussagen in den Raum zementiert, lässt keinen Widerspruch zu und mir fällt der Kiefer herunter. "šHabe ich es hier mit der Alterssenilität eines 93 Jahre alten Veteranen zu tun oder steckt da mehr dahinter?', schießt es mir durch den Kopf. "žAber Grandpa – davon findet sich nichts in den Geschichtsbüchern. Die Träger waren die "šSoryu', die "šAkagi', die "šKaga' und die "šHiryu' – von zwei weiteren Trägern und einem Schlachtschiff steht weder etwas in den Aufzeichnungen von Admiral Nimitz, noch von Fletcher oder Spruance!", erkläre ich dem alten Mann beruhigend. Sekunden lang starrt er mir in die Augen – ein Kräftemessen zwischen akademischer Lehrmeinung und Zeitzeuge. "žNun gut – dann soll es so sein!", sagt er und wendet seinen Kopf Jenny zu, die bis jetzt ehr unbeteiligt neben dem Kamin gespielt hat. "žJenny, mein Sonnenschein. Geh doch bitte mal an den Schrank, wo Grandma immer die alten Fotoalben aufbewahrt und gib mir das Buch mit Grandpa's alten Fotos! Ja, dass mit dem braunen Ledereinband und dem Delphin drauf!". Nach kurzem Suchen hält Jenny das gesuchte Buch in den Händen und ich erinnere mich, dass wir als Kinder immer recht schnell das Interesse daran verloren hatten, da dort sowieso nur die alten vergilbten Bilder von Grandpa's Kriegskameraden drin waren. Bedächtig schlägt der alte Mann das Album hinter der letzten Seite auf und ein Umschlag im DIN A5-Format mit der Aufschrift "žStrictly Confidential – Eyes Only!" kommt zum Vorschein. Solche Umschläge kenne ich sonst nur aus den Archiven des Pentagon und ich spüre eine gewisse Erregung und Unruhe in mir aufsteigen. "žDu willst also wissen, wie die Schlacht um Midway wirklich abgelaufen ist, was?", guckt mich Lt.Cmd. (Ret.) Paul Blanchard herausfordernd an. "žDann mach' dich auf einige überraschungen gefasst!". to be continued..... ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Spannender erzählen konntest du es wohl nicht oje. Jetzt brenne ich auf die Fortsetzung und übermorgen fahre ich für eine Woche weg.
N1 geschrieben, echt klasse!! |
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** Fieber Fieber **
also gut, auf die Folter gespannt sind wir nun, und jetzt ...... nicht nur die Blanchards warten auf die Fortsetzung ++++++++++++++++++++++++++ Links: Modding - Tutorial Menu.ini SH4 - Maptools für SH3 SaleOLC123GWX20 - Kombimod |
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Hallo Iconoclast7x3,
Gut geschrieben ,endlich erfahren wir alle die Wahrheit. Weiter so Mfg Wings12 |
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Moin Moin Capt. Mav McLeod S!
Welcome home! Tolle Idee! Tolle Geschichte. Da legt man HP7 zur Seite! Weiter so, denke wir sind alle sehr gespannt wie es weiter geht! S! 401 Non potest athleta magnos spiritus ad certamen adferre, qui numquam sugglilatus est |
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Namen, die nur wirklich eingefleischten Forumsmitgliedern noch ein Begriff sein dürften: - Wings12 - UBoot-401 - latemail ! Meine einladen!Nun gut! Auch ohne frisch gegrilltes geht hier jetzt hoffenlich wieder der @Wings12: "Die Wahrheit? Sie könne die Wahrheit doch gar nicht vertragen, Junge!" - Zitat aus welchem Film? Wer die Antwort kennt bekommt ein Gute Jagd! Iconoclast aka MavMcL PS: Fehlen eigentlich nur noch BomberDan, Minimax und alle anderen Veteranen und dann kann's hier wieder richtig luschtig werden! PPS: Fortsetzung in wenigen Minuten! ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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"žEs war wohl am 28. oder 29. April ´42 als wir wieder in Perth anlegten. Lt.Cmd. McLeod war von der Explosion des Buggeschützes schwer an der Hand verletzt und wurde für einige Tage im Hospital behandelt, wo ich dann ja auch Grandma kennen lernte.". Wieder wandert sein Blick zum Portrait an der Wand.
Er räuspert sich kurz bevor er fortfährt. "žEin oder zwei Tage nach unserer Rückkehr wurden wir von Admiral Akker, der damals den Oberbefehl über die Marinestreitkräfte im südlichen Pazifik hatte, in sein Büro gebeten. Er unterrichtete uns davon, dass Maverick nach Washington und ich nach Pearl versetzt würde. Unser Flieger sollte Ende der Woche gehen, so dass wir noch 4 oder 5 Tage in Perth haben würden um die Triton an Ihren neuen Captain zu übergeben. Wir hatten auf unserer Feindfahrt südlich von Mindanao einen japanischen Flugzeugträger versenkt, den wir über das Identifikationshandbuch jedoch keiner bekannten Klasse zuordnen konnten. Na ja, in der Nacht war es auch relativ dunkel gewesen, also dachten wir uns nicht viel dabei. Träger ist schließlich Träger!". An dieser Stelle konnte ich mir erneut ein Stirnrunzeln nicht verkneifen, hatte ich doch in den Aufzeichnungen der Navy und der japanischen Marine noch nie etwas von einem versenkten Träger in der Celebes Sea gelesen. Grandpa sieht mein zweifelndes Gesicht und bedeutet mir mit einer Handbewegung noch etwas Geduld zu haben. "žAus Gründen, die uns erst viel später klar werden sollten, machte der Admiral einen riesigen Aufstand wegen der Bilder, die wir von dem versenkten Träger geschossen hatten und verlangte von Maverick alle Bilder samt der dazu gehöigen Negative, die dieser natürlich zähneknirschend herausgab. Wir hatten die Angelegenheit bald vergessen, ich war im siebten Himmel mit eurer Großmutter und Maverick freute sich drauf seine Frau Kate und seine Tochter bald wieder zu sehen. Wir packten unsere Habseligkeiten und am 4. oder 5. Mai machten Maverick, Helen und ich uns auf den Weg nach Pearl. Damals gab es noch keine Direktflüge von Australien nach Hawaii und so waren wir fast 3 Tage unterwegs. Kaum waren wir in Pearl Harbor angekommen wurde mir mein neues Boot, die USS Drum, übergeben und ich bereitet alles vor, um meine erste Feindfahrt als Captain meines eigenen Boots anzutreten. Die Befehle, die ich bekam, sollten uns in den südlichen Pazifik in den Bereich der Marshall Inseln führen. Ein Befehl, der bei mir einiges Stirnrunzeln verursachte, war die Gegend doch nicht grade bekannt für reiche Beute. Wie üblich vor der in Dienststellung eines neuen Bootes unternahm ich Mitte Mai eine einwöchige Probe- und Trainingsfahrt mit der Drum, auch um der Besatzung Zeit zu geben sich aufeinander einzuspielen. Einige Tage nach unserer Rückkehr, es muss so um den 26. Mai gewesen sein, fuhr vor unserem Haus gegenüber des Captain's Inn, das ich zwischenzeitlich gekauft hatte, eine dunkle Limousine mit Kennzeichen des State Departments vor und ich wurde gebeten an einer wichtigen Besprechung im Hauptquartier teilzunehmen." An dieser Stelle stockt Grandpa kurz und es scheint, als würde er all diese Erlebnisse wie einen Film vor seinem inneren Auge vorbeiziehen sehen. Nachdem er einen Schluck Wasser zu sich genommen hat fährt er fort: "žAls ich im Hauptquartier von General MacArthur eintraf war dort so viel Lametta versammelt wie ansonsten nur am Tannenbaum vor dem Rockefeller Center um die Weihnachtszeit!" Großvater lacht kurz auf: "žDort war zunächst MacArthur selber und sein persönlicher Adjutant, Admiral Nimitz stand in einer Ecke mit Admiral Fletcher und Rear Admiral Spruance zusammen, zwei Personen in Zivil und Lt.Cmd. McLeod war auch anwesend. Ich kam mir als grade erst frisch gebackener Lt.Com. ziemlich klein vor und gesellte mich unauffällig zu meinem ehemaligen Kommandanten. "šWas machen wir denn hier zwischen all den hohen Tieren?' wollte ich von ihm leise wissen, doch er zuckte nur unwissend mit den Schultern. Kurze Zeit später öffnete sich erneut die Tür des Besprechungszimmers und ein durch seine Statur und selbstsicheres Auftreten beeindruckender Mann in Zivil betrat den Raum und steuerte zielstrebig auf General MacArthur zu. Dieser sah nicht eben erfreut aus, begrüßte den Gast jedoch höfliche und mit festem Handschlag. "šGentleman', erhob er die Stimme, "šdarf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten!'. Wir folgten der Aufforderung indem wir auf den bereit gestellten Stühlen Platz nahmen. "šGentleman' fuhr er fort, "šich möchte Ihnen General Major Donovan vom "žOffice of the Coordinator of Information" oder auch COI vorstellen!'". Grandpa dreht sich halb zu Isabella um und meint erklärend: "žDer COI sollte kurze Zeit später in "žOffice of Strategic Services" oder auch OSS, den Vorgänger der heutigen CIA, umbenannt werden.". Er dreht sich wieder um zu mir und ich klebe erneut an seinen Lippen: "žDonovan machte einen ziemlich arroganten Eindruck, aber was er uns dann zu sagen hatte drehte mir fast den Magen um! Nachdem MacArthur ihm das Wort erteilt hatte guckte er mit festem Blick in die Runde und seine Augen blieben an Maverick und mir hängen. "šMeine Herren, was ich Ihnen heute zu sagen habe unterliegt der strengsten Geheimhaltung!', begann er mit autoritätsgewöhnter Stimme. "šDer Präsident hat die Runde, in der wir hier versammelt sind, persönlich abgesegnet, auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass die Anwesenheit einiger von Ihnen nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.' Ich hatte das unbestimmte Gefühl, dass eigentlich nur Maverick und ich gemeint sein konnten. "šVor kurzem ist es uns gelungen den Funkcode des japanischen JN-25-Marinekodebuchs zu entschlüsseln. Gestützt auf die daraus gewonnenen Erkenntnisse und der Funkaufklärung OP-20-G in Washington sind wird der Ansicht, dass ein Angriff auf unseren Stützpunkt auf Midway unmittelbar bevor steht. Eine japanische Trägerflotte befindet sich unserer Ansicht nach bereits auf dem Weg. Des Weiteren ist ein paralleler Angriff auf die Aleuten möglich. Soweit die Funkaufklärung!'.". "žNun gut! Du warst also bei der Einsatzbesprechung dabei, aber das alles sind keine neuen Informationen!", stelle ich mit bestimmter Stimme fest. Er guckt mich mit festem Blick an und schüttelt den Kopf. "žSei nicht immer so ungeduldig!", ermahnt er mich und nimmt seine Geschichte wieder auf. "žDonovan stand also da vorne und die Admiräle zeigten sich kein bisschen beeindruckt. "šWir werden die Enterprise und die Hornet nord-östlich von Midway platzieren. Die Yorktown ist auf dem Wege zurück aus dem Korallenmeer – wir müssen sehen wie schwer sie beschädigt ist und sie vielleicht erst einmal notdürftig zusammenflicken. Dann hätten wir 3 Träger um Midway zu schützen.', ergriff Admiral Nimitz das Wort. "šUnsere Aufklärung berichtet, dass die Träger Shokaku und Zuikaku auf dem Weg zurück nach Japan sind. Die haben wir im Korallenmeer ganz schön erwischt! Mehr als 3 oder 4 Träger können die Japaner nicht Richtung Midway unterwegs haben!', meinte er selbstsicher. "šDanke, Admiral.', nahm Donovan wieder das Wort an sich. "šDann wird es Sie vielleicht interessieren, dass wir seit einiger Zeit eine Informationsquelle im Marineministerium der Japanischen Streitkräfte haben, die uns von einer neuen, uns bis jetzt unbekannten Super-Flugzeugträger-Klasse der Japaner berichtet hat. Seinen Angaben zufolge werden diese Superträger in einer geheimen Werft in der Nähe der Stadt Aomor im Norden von Honshu gebaut und stellen alles in den Schatten, was wir je an Träger im Pazifik gesehen haben!'. Als ich in die Gesichter der Admiräle blickte konnte ich die Zweifel über diese neuen Informationen deutlich erkennen. "šUnd Sie sind sicher, dass das COI da nicht einer gezielt gestreuten Fehlinformation ausgesessen ist?', wollte Admiral Fletcher skeptisch wissen. Es machte sich deutlich Unruhe unter den Anwesenden breit und Donovan erhob die Hand um wieder Ruhe in den Raum zu bringen. "šMeine Herren.', fuhr er fort. "šIch kann Ihre Skepsis verstehen, aber die Verlässlichkeit unserer Quelle ist unbestritten. Soweit wir wissen sind bis heute drei Träger der neuen Klasse vom Stapel gelaufen und einsatzbereit. Die Superträger sind ca. 900-980 Fuß lang, haben eine Verdrängung von 40-45.000 BRT und sind somit ca. anderthalb mal so groß wie alles was wir bisher kennen oder selber gebaut haben. Die Träger können mindestens 100, wahrscheinlich ehr bis 120 Flugzeuge an Bord nehmen!'. Der Tumult, der darauf hin unter den anwesenden Militärs ausbrach, war nur durch beherztes Eingreifen von MacArthur persönlich wieder in den Griff zu kriegen." "žMein Gott!", erwidere ich meinem Großvater. "žDas würde ja bedeuten, dass die Japaner schon ´42 Flugzeugträger hatten, wie wir Sie erst gegen Ende des Krieges mit der Midway-Klasse gebaut haben!". Wissend lächelt er mich an und meint: "žVielleicht war da bei der Namensgebung ein Schelm beteiligt?". Ich gucke ihn ungläubig an als er den Faden wieder aufnimmt: "žMacArthur haute also ordentlich mit der Faust auf den Tisch und es kehrte wieder Ruhe ein. "šSir!', sagte Spruance sichtlich erregt an MacArthur gerichtet. 'Das ist unmöglich! Die Japaner sind technologisch nicht in der Lage solche Schiffe zu bauen und sie haben auch nicht die Ressourcen dafür!'. "šAch nein?', fragte Donovan lauernd. "šDann werfen Sie doch mal einen Blick hier rauf!' erwiderte er mit erhobener Stimme und pfefferte den Admirälen einen extrem vergrößerten Abzug von Mavericks Trägerinfernoschnappschuss auf den Tisch!". "žWährend Maverick und ich uns das Schauspiel zwischen Donovan und den Admirälen bis jetzt aus der bequemen Zuschauerrolle angesehen hatten, rückten uns die ungläubigen Blicke der Admiräle plötzlich in den Mittelpunkt der illustren Gesellschaft! Donovan hatte die Admiräle jetzt genau dort, wo er sie haben wollte und spielte gnadenlos seinen wohl wichtigsten Trumpf aus: "šAdmirals! Die Vermessungen der Ausmaße seitens der Navy des von Lt.Cmd. McLeod versenkten Trägers bestätigen unseren Informanten! Die Distanz vom Turm des Trägers bis zum Heck, also der Ausschnitt den Sie auf diesem Bild sehen können, entspricht 380-400 Fuß, dass können wir anhand der bekannten Ausmaße der Flugzeuge, die Sie an Deck sehen, extrapolieren! Wenn Sie mir nicht glauben, dann fragen Sie doch ihren Lt.Cmd. McLeod und seinen XO Lt.Cmd. Blanchard!'.". to be continued..... Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: Iconoclast7x3, ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Hi,
Gänsehaut pur, echt klasse geschrieben. Gruß Peter __________________________________________________________________________________________ Wenn Du unbedingt dem Tod in's Auge sehen willst, heirate doch einfach. |
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@Iconoclast7x3
Filmtipp: 1992 mit Tom Cruise, Jack Nicholson, Demi Moore ? |
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Super geschrieben! Ich fahre morgen 1 Woche zum Clantreff nach Österreich und bin gespannt, wie es nach meiner Wiederkehr hier weitergegangen ist !
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EXACTLY!!! Gute Jagd! Iconoclast aka MavMcL ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Tool geschrieben...
Weiter so.. Wings12 |
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Super
Ich warte schon gespannt auf die Fortsetzung... |
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"žIhr könnt euch vorstellen wie Lt.Cmd. McLeod und mir zumute war, als wir beide so plötzlich im Mittelpunkt standen.", lacht Paul Blanchard, Lt.Cmd. (Ret.) der Navy und Uboot-Kommandant a.D. trocken auf. "žWas dann folgte entspricht ungefähr dem, wie Hieronymus Bosch die heilige römisch-katholische Inquisition gemalt hätte!".
"žKommst du mit raus zum Spielen, Jenny?", fragt mein Jüngster an dieser Stelle gelangweilt und leicht quengelig. Die anwesenden Kinder nehmen dies zum Anlass sich mehr oder weniger dezent aus der Gesprächsrunde zu verziehen und somit schrumpft der Zuhöerkreis auf uns Enkelkinder samt, sofern vorhanden, den dazugehöigen Ehefrauen. "žNimitz, der im Ersten Weltkrieg Chief of Staff beim U-Boot-Befehlshaber der Atlantik-Flotte Samuel Robinson gewesen war, nahm uns dann erst mal so richtig in die Mangel und wollte ganz genau wissen in welchem Rahmen und unter welchen Umständen wir den Träger versenkt hatten.", fährt Grandpa fort. "ž'Lt.Cmd. McLeod, wieso haben Sie die ungewöhnliche Größe des Trägers nach Ihrer Rückkehr nicht umgehend gemeldet?' wollte er ziemlich unwirsch wissen.'. Wir konnten nur auf die außergewöhnlichen Umstände hinweisen: "šSir,', antwortete Maverick, "šwir befanden uns inmitten eines sehr großen Flottenverbandes der Japaner.' "šWir hatten nicht weniger als 4 Zerstöer, 2 Flugzeugträger, 2 Schlachtschiffe, 2 große moderne Versorgungstanker, 1 schweren Kreuzer, sowie weitere Sicherungsfahrzeuge an der Peripherie des Konvois identifiziert. Während 2 Zerstöer ohne von uns zu wissen auf unsere Position zuliefen peilten wir eines der Schlachtschiffe und einen der Flugzeugträger an. Es musste alles unheimlich schnell gehen und so feuerten wir eine Salve von 3 Torpedos auf den Träger, den wir in ca. 800 Yard Entfernung schätzten, um diesen am Heck, mittschiffs und am Bug zu treffen. Allerdings wunderten wir uns schon zu diesem Zeitpunkt, dass die Torpedos nicht die errechnete Zeit bis zum Ziel brauchten, sondern bereits ca. 15 Sekunden früher und alle relativ mittschiffs einschlugen.' An dieser Stelle ergriff Donovan wieder das Wort: "šWir vermuten, dass die Entfernung ehr bei 500 – 600 Yard lag. Lt.Cmd. McLeod ist an dieser Stelle kein Vorwurf zu machen!' Der Admiral guckte Donovan an als wollte er ihm gleich an den Hals gehen, als er von diesem so abgekanzelt wurde und MacArthur musste erneut dazwischen gehen. "šMeine Herren!' beruhigte er die beiden. "šDie Frage ist doch, wo sind die beiden anderen Super-Träger! Mr. Donovan, können Sie uns diese Frage beantworten?', wolle er von dem Mann in Zivil wissen. "šZunächst muss ich noch einmal auf die absolute Vertraulichkeit dieser Information hinweisen!', insistierte dieser. "šUnsere Quelle wäre sofort diskreditiert, wenn bekannt würde, dass wir von der Existenz dieser Super-Träger wissen.'. "šWieso denn das?', meinte Admiral Spruance, der sichtlich unerfreut über die Anwesenheit Donovans und dessen Ausführungen war. "šDie Information kann doch von jedem x-beliebigen Werftarbeiter aus Aomor kommen.'. "šGrundsätzlich ja, aber glauben Sie auch, dass das dieser Werftarbeiter wüsste, wo diese Träger momentan sind und was ihr Auftrag ist?', ließ sich Donovan nicht die Butter vom Brot nehmen. "šSie wissen wo die Träger sind?', fragte Nimitz und zog höbar die Luft ein. Es war klar zu sehen, dass er bemüht war die Fassung zu bewahren. "šWir wissen wo die Träger sind und wie ihr Auftrag lautet: Sie sind zentraler Bestandteil der Operation Yabusame und außer unserer Quelle weis nur Yamamoto selber, dass die Super-Träger Teil dieser Operation sind. Alle anderen in der japanischen Marineführung denken es handle sich um zwei normale Träger der Shokokû-Klasse.'." An dieser Stelle wendete sich Großvater wieder mir zu und sagt: "žWie du weißt hatte ich später, nach dem Krieg, einige geschäftliche Kontakte zu Donovan und seinem Hampton-Club. Erst kurz vor seinem Tod, das muss so Anfang ´59 gewesen sein, verriet er mir den Name seiner Quelle und da wurde mir klar, warum über die Geschichte nie etwas publik werden durfte! Aber dazu später!". Das Ganze fängt an meine Nerven zu strapazieren und so stehe ich auf, gehe an die Bar und schenke mir einen doppelten Whiskey aus Großvaters umfangreicher Sammlung ein. Zwar ist es noch etwas früh dafür doch was soll's! "žAha, ein Famous Grouse, gute Wahl!", attestiert mir Grandpa. "Die Flasche habe ich übrigens von Bush Senior persönlich bekommen.". Die politischen Verbindungen meines Großvaters interessieren mich momentan nur sehr am Rande und so bitte ich Ihn fortzufahren. "žWir sitzen da also alle in MacArthur's Hauptquartier und Donovan erzählt uns fast beiläufig, dass er uns die beiden Super-Träger der Japaner quasi auf dem Präsentierteller liefern kann! Denn wenn man weiß, wo man suchen muss, dann kann man sie auch finden. Und wenn man sie finden kann, dann kann man sie auch sehen, und wenn man sie erst einmal sehen kann, dann kann man sie auch versenken!", doziert Grandpa und haut sich mit der Faust in die flache Hand. Isabella guckt mich leicht beunruhigt an und ich kann ihrem Blick entnehmen, dass sie nicht sicher ist, dass die Aufregung um die Vorkommnisse der Vergangenheit dem alten Mann wirklich gut tut. "žMacArthur guckte Donovan also fest an und bat ihn doch endlich die Details der Operation Yabusame herauszurücken. Donovan hatte die Situation jetzt vollständig in der Hand. "šYamamoto weiß, dass wir eine Invasion von Midway nicht zulassen können und unsere Träger zum Abfangen entsenden werden. Diesen Umstand will er dazu nutzen, unsere Träger zu versenken und die Initiative im Pazifik weiter auszubauen.' Donovan begab sich an die Pazifikkarte, die am Stirnende des Besprechungsraums hing, zauberte zwei dicke Marker aus seiner Aktentasche und skizzierte die taktische Situation auf der Karte: "šSoweit wir wissen befinden sich Trägerkampfverband Kido Butai, nennen wir ihn TF1, von Vizeadmiral Nagumo mit vier Flugzeugträgern, dem Flaggschiff Akagi, der Kaga, der Hiryu und der Soryu, auf dem Wege nach Midway um den Stürzpunkt aus Nord-Westen angreifen zu können.', erklärt er. "šDie Yabusame-Gruppe, hier TF2, soll, so die Auskunft unseres Informanten, von Honshu aus über Wake eine Position zwischen Midway und Hawaii einnehmen.' Er drehte sich zu Nimitz um, grinste diesen süffisant an und fragt: "šNun Admiral, habe wir ein Problem oder nicht?' Als sich die Admiräle der prekären Situation, in der sich unsere Trägerflotte befand, klar wurden, entstand wieder allgemeine Unruhe. "šRUHE!', donnerte MacArthur dazwischen nachdem er sich, sichtlich gereizt, die Situation auf der Karte eine Weile angesehen hatte. "šChester, was gedenken wir dagegen zu tun?', wollte er von Admiral Nimitz wissen. Admiral Nimitz Verstand arbeitete sichtlich auf Hochtouren. Nach einigem überlegen ergriff er das Wort: "šSir, wenn Yamamoto seine Task-Forces in diese Positionen bringen kann haben wir ein schwerwiegendes Problem. Daraus würden sich folgende Szenarien ergeben: Szenario 1.: Der Gruppe Yabusame gelingt es unsere Trägerflotte Alpha auf dem Weg nach Midway abzufangen und in eine Schlacht zu verwickeln. Selbst wenn wir die beiden Super-Träger versenken können wird unsere Flotte so geschwächt sein, dass wir gegen die Kido Butai keine Chance mehr haben und Midway verloren ist. Szenario 2: Flotte Alpha gelingt es die Gruppe Yabusame nödlich zu umgehen und die Kido Butai bei Midway anzugreifen – daraus ergeben sich zwei Unterszenarien: A. Wir gewinnen die Schlacht gegen die 4 Träger von Yamamoto und werden von den 2 Super-Trägern auf dem Rückweg nach Pearl Harbor versenkt und diese nehmen sich dann Midway oder Pearl vor. B. Wir verlieren gegen TF1 und haben dann 2 japanische Trägerflotten gegen die wir nichts mehr ausrichten können.'. Fletcher und Spruance, die bis dahin immer noch recht großspurig geguckt hatten wurden sichtlich blass. "šVerdammt!', murmelte Fletcher höbar. "šWenn wir Midway und Pearl verlieren, dann ist unser nächster Stützpunkt San Diego – das gibt eine verdammt lange Anreise für unsere Truppen!'. General MacArthur schneidet ihm mit einer knappen Handbewegung das Wort ab und meint fordernd: "šAdmirals, ich will Lösungen – kein Gejammer! Die Japsen haben mich schon von den Philippinen gejagt, wenn ihnen das auch noch bei Midway und Pearl gelingt, dann kann ich dem Präsidenten meinen Kopf gleich auf dem Silbertablett servieren! Ich suspendiere diese Sitzung für eine Stunde, danach will ich Vorschläge höen!'. Maverick und ich verbrachten die Stunde mit Donovan im Offiziers-Club – die Admiräle hatten uns zu verstehen gegeben, dass sie es vorziehen würden, wenn sie von uns ungestöt arbeiten könnten. "šWenn Sie beide mal wieder in Washington sind, so kommen Sie mich mal besuchen!', forderte Donovan uns beide beim Verlassen des Casinos auf und wie ihr wisst habe ich diese Gelegenheit später auch genutzt!" Mein Großvater bittet Bill an dieser Stelle ihm auch einen Whiskey oder Scotch einzuschenken und fährt fort: "žAls wir wieder in den Besprechungsraum kamen schienen die Admiräle eine Lösung gefunden zu haben. MacArthur verspätete sich etwas und nachdem er seinen Platz wieder eingenommen hatte begann Admiral Nimitz den Plan zur Rettung Midway's und der hawaiianischen Inseln darzulegen." to be continued..... ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Hi Mav,
da hat jemand aber richtig seine Hausaufgaben gemacht!! Tolle, wunderbare Geschichte. Als ich den letzen Teil so las, kamen mir schon die Bilder eines Filmes inkl. den entsprechenden Schauspielern in den Kopf! Und selbst wenn SH4 überhaupt nicht mehr funktionieren sollte, Deine Geschichte allein sorgt für meinen ständigen Besuch des Forums! Es ist schon wirklich Schade, daß die anderen Captains keine Zeit / Lust mehr haben – aber RL geht nun mal vor. Bin sehr gespannt wie es weitergeht. By the way – Du solltest wirklich einmal an einen Verleger schreiben!! Wünsch Dir was. 401 S! Non potest athleta magnos spiritus ad certamen adferre, qui numquam sugglilatus est |
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Und wieder einmal werden wir auf die Folter gespann: wie wird es weiter gehen? Was wird unseren Helden noch geschehen?
Man, mach das nicht so spannend, ich halte das ja kaum aus Ich freue mich schon auf die Fortsetzung ! Bitte dranbleiben Schabe68 |
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Ich will kein großes Geheimnis daraus machen, dass ich nicht unbedingt der größte Fan dieser Geschichten bin!
Was mich irritiert ist dir Tatsache hier Namen zu lesen die ich bei der "Unterschrift" des offenen Briefes an Ubisoft vermisse. Ich gehe mal davon aus, dass alle die diese Geschichten mögen auch SH4 spielen und da seit ihr nicht an einem Patch 1.4 interessiert!!! |
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@cook1960: Danke für dein Feedback.
Der Author dieses AAR hat bereits den offenen Brief an Ubisoft unterschrieben und wünscht sich, dass alle, die diese Geschichte gerne lesen, sich auch dazu durchringen können. Den offenen Brief an Ubisoft findet ihr hier. Gute Jagd! Iconoclast aka MavMcL ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Grandpa klingelt an dieser Stelle und bittet Martha, die langjährige Hausangestellte meiner Großeltern, darum ein paar Stück Kuchen und Kaffe zu servieren. Als Martha die Tür wieder geschlossen hat erzählt er weiter: "ž'Sir!' begann Nimitz, "šWir können froh sein, wenn wir mit der Enterprise, der Hornet und hoffentlich der Yorktown die Kido Butai bei Midway aufhalten können. Wir können die Yorktown bei Ihrer Rückkehr nur notdürftig zusammenflicken und müssen eine gründliche Reparatur auf später verschieben. Eine Aufteilung der 3 Träger kommt also nicht in Frage!'. "šDennoch müssen wir die Yabusame-Gruppe aufhalten! Wir können nicht riskieren, dass unsere Träger in einer Zangenbewegung eingeschlossen werden!', sagte MacArthur eindringlich.
"šSir, die einzige Chance, die wir haben, sind die Uboote und auch da sieht es nicht gut aus.', fuhr Nimitz fort. "šDas einzige einsatzbereite Boot, das wir momentan zur Verfügung habe, ist die USS Drum – ein neues Boot der Gato-Klasse. Passender Weise haben wir den Kommandanten des Bootes schon bei uns – Lt.Cmd. Blanchard!'. Die Augen der Anwesenden richteten sich auf mich und mein Hals wurde eng. Bis vor einem Monat war ich noch XO und Lieutenant 1st Class auf der Triton gewesen und jetzt sollte es an mir liegen die halbe japanische Trägerflotte aufhalten? Und das bei meiner ersten Feindfahrt als Kommandant und mit einem Boot, das grade einmal die erste Test- und Probefahrt hinter sich hatte? "šDie anderen Uboote sind alle im Einsatz, auf der Werft oder auf dem Rückmarsch von ihren Einsatzgebieten.', erläuterte Nimitz. General MacArthur guckte mich lange und nachdenklich an bevor er das Wort ergriff: "šWir alle kommen an den Punkt, an dem wir die Aufgaben bewältigen müssen, die das Schicksal an uns heranträgt.', sagte er. "šWie sieht also der Plan aus, Admiral?', wollte er von Nimitz wissen. "šSir, wir positionieren die Drum ca. 950 Meilen westlich von Pearl und 300 Meilen süd-süd-östlich von Midway, also ungefähr hier!', führte er aus und zeichnete die Position auf der Karte ein.". "ž'Bei AK voraus, also 20kn, kann die Drum diese Position in ca. 48 Stunden erreichen. Des Weiteren befindet sich die USS Gar auf dem Rückweg von den Marshall Islands ca. 300 Meilen süd-östlich von Wake auf dem Wege nach Midway. Wir können Sie von dort aus östlich von Wake positionieren um Aufklärung zu betreiben. Leider hat sie alle ihre Torpedos bereits verschossen, so dass sie nur noch als Scout zu gebrauchen ist. Vielleicht haben wir Glück und sie sichtet die Yabusame-Gruppe.'. Wieder schaute mich der General lange an bevor er mich fragte: "šLt.Cmd. Blanchard, fühlen Sie sich dieser Aufgabe gewachsen?'. Es wäre mir an dieser Stelle ein leichtes gewesen darauf zu verweisen, dass ich noch keine komplette Feindfahrt als kommandierender Offizier absolviert hatte, die Besetzung der Drum zur hälfte aus Neulingen bestand und das Boot noch keinen einzigen Kampfeinsatz gesehen hatte, aber stattdessen antwortete ich mit fester Stimmer: "šSir, die USS Drum ist ein hervorragendes Boot! Und die Männer, die ich von der Triton mit auf die Drum nehmen durfte, gehöen zu den besten, die unsere Navy in Ihrer 167-jährigen Geschichte hervor gebracht hat! Ich weiß nicht, was das Schicksal für mich vorgesehen hat, aber ich werde mein Bestes geben, Sir!'. Der General wendete sich an Maverick und fragte: "šLt.Cmd. McLeod! Als ehemaliger kommandierender Offizier – glauben Sie das Lt.Cmd. Blanchard dieser Aufgabe gewachsen ist?' und dieser antwortete einfach nur mit einem festen "šJawohl, Sir!'. Ich weiß nicht, ob es der Mangel an Alternativen oder die zuversichtliche Aussage von Maverick war, jedoch nach kurzem Innehalten meinte MacArthur zu Admiral Nimitz er solle der USS Drum unverzüglich einem Einsatzbefehl in Richtung Marshall Islands ausstellen. Damit wäre der Kurs der Drum am unverdächtigsten und auch die Mannschaft würde keinen Verdacht schöpfen." Zu diesem Zeitpunkt klopft es an der Tür und nach der Aufforderung meines Großvaters kommt Martha mit Kaffee, Tee und Gebäck auf dem Tablett herein. Nachdem alle Anwesenden versorgt sind und Martha die Tür wieder dezent hinter sich geschlossen hat fährt Grandpa nach dem ersten Schluck aus seiner Tasse fort. "žIch bekam also innerhalb von 2 Stunden meinen neuen Einsatzbefehl, es war der 26. Mai ´42 und wir sollten in zwei Tage auslaufen. Ich bestand darauf ausschließlich die neuen Mark 14 Torpedos zu bekommen, was unsere Abfahrt um einige Stunden verzögerte, weil diese teilweise erst noch aus anderen Booten umgeladen werden mussten. Am Nachmittag des 27. Mai ging ich in einen kleinen Juwelierladen in Oakfield, kaufte zwei Ringe und machte eurer Großmutter einen Antrag, den sie zu meiner Erleichterung überglücklich annahm. Am 28. Mai, einen Tag vor meiner Abfahrt, standen wir also in einer kleinen Kapelle auf dem Stützpunkt mit dem Militärgeistlichen, einigen Offizierskollegen und Maverick als meinem Trauzeugen und versprachen uns ewige Treue bis zum Tod.". Großvater hält inne, guckt auf den Ring an seiner linken Hand und ein kurzes Zittern fährt durch seinen Köper. Ergriffen von der Situation schweigen wir restlichen Anwesenden, voller Respekt gegenüber dieser in schwierigen Zeiten geknüpften Verbindung, die über 65 Jahre halten sollte und erst vor wenigen Tagen durch den Tod von Grandma beendet wurde. Grandpa schnäuzt höbar in sein Taschentuch, atmet tief durch und fährt mit der Geschichte fort. "žAm Morgen des 29. Mai verabschiedete ich mich also von meiner frisch angetrauten Frau, bat Maverick gut auf sie acht zu geben und stach mit der USS Drum in See. Nachdem wir die Hafenausfahrt passiert hatten gab ich den Befehl Kurs auf 285˚ zu setzen und die Maschinen mit allem was sie zu geben hatten laufen zu lassen. Der XO war als Einziger teilweise in unsere wahren Befehle eingeweiht, jedoch wurde ihm gesagt, dass es um das Abfangen einer kleineren Einsatzgruppe aus mehreren Zerstöern und Kreuzern ginge, die die Marschroute unserer Uboote in den südlichen Pazifik stöen sollte. Um die Mannschaft nicht misstrauisch werden zu lassen hatten wir verlauten lassen, dass ein zurückkehrendes Uboot drei mittlere japanische Frachtschiffe und einen großen Tanker gesichtet hätte, die sich offensichtlich östlich von Wake verirrt hätten und die es jetzt abzufangen gelte, bevor sie wieder innerhalb der Reichweite der japanischen Flugzeuge auf Wake seien. Der Sonarmaat hatte die Anweisung erhalten ausschließlich Meldung an mich oder den XO zu machen und falls ihm etwas spanisch vorkäme dies nur unter 4 Augen zu tun. Es war der Morgen des 31. Mai als wir unser geheimes Einsatzgebiet erreichten. Das Wetter war denkbar schlecht und der Nebel erlaubt nur eine Sichtweite von etwa 2 – 3 Seemeilen. Unter diesen Bedingungen hätte die gesamte japanische Flotte an uns vorbei ziehen können, ohne dass wir es gemerkt hätten. Somit verbrachten wir die meiste Zeit bei langsamer Fahrt unter Wasser und horchten in die Runde. Nachts war es nur noch dem XO und mir gestattet sich zum Sternenehmen auf dem Turm aufzuhalten. Die Mannschaft war klug genug keine weiteren Fragen zu stellen und machte ihren Job hervorragend. Jetzt zahlte es sich aus, dass ich einige der besten Männer von der Triton dabei hatte, die die sonstigen Grünschnäbel anleiten konnten. Der 1. und der 2. Juni vergingen ohne eine einzige Meldung vom Sonar und ich befürchtete schon, dass wir den Trägerverband verpasst haben könnten. Vor unserer Abfahrt hatten Maverick und ich noch mit Donovan und den Admirälen diskutiert und wir waren zu dem gemeinsamen Schluss gekommen, dass die japanische Flotte wahrscheinlich in sehr engen Verband fahren würde um die Gefahr vorzeitig entdeckt zu werden zu minimieren. Kurz nach Mitternacht des 3. Juni, es muss so gegen 0:30 Uhr gewesen sein, kam eine Flash-Meldung von ComSubPac mit "žCaptain's Only"-Klassifizierung. Ich machte mich also an die Dechiffrierung und nach 5-6 Minuten hielt ich die erhoffte Nachricht in den Händen: Die USS Gar hatte die Schraubengeräusche eines sehr schnell fahrenden Verbands von Kriegsschiffen nord-westlich der eigenen Position mit Kurs Richtung Osten per Sonar geortet. Die angenommene Geschwindigkeit betrug 17kn und die Gar konnte, da ihre Dieselreserven durch die vorangegangene Patrouille schon sehr erschöpft waren, die Verfolgung nicht aufnehmen. Zum einen war ich über die Sichtung der Gar natürlich hoch erfreut und das Zusammentreffen von USS Gar und dem Superträgerverband ohne visuelle Identifizierung würde die Geheimhaltung für Donovan natürlich einfacher machen. Die fehlende Sichtmeldung bedeutete jedoch auch, dass wir nicht wusste, ob die Japaner wie vermutet in engem Verband und somit für eine einzelnes Uboot gut angreifbar oder lose organisiert fahren würden. Bei diesem hohen Tempo würde nur ein Angriff auf ein einzelnes Schiff möglich sein und eine Verfolgung, falls der Gegner die Geschwindigkeit erhöhte, unmöglich. Ich befahl dem XO aufzutauchen und unsere Position um 50 Meilen nach Süden zu verlegen. Noch war die Yabusame-Gruppe ca. 270 Meilen von uns entfernt und wir hatten genügend Zeit um uns in ideale Position zu bringen. Ich rechnete damit, dass die Träger-Gruppe einige Scout-Flugzeuge in der Luft haben würde und somit blieben wir nach Sonnenaufgang getaucht. Erst gegen 11:00 Uhr, als wir unsere neue Position erreicht hatten, gab ich den Befehl aufzutauchen um die Batterien zu laden. Als die Batterien gegen 12:00 Uhr fast vollständig geladen waren wäre die ganze Operation beinahe aufgeflogen als die Wache auf der Steuerbordseite lauthals "šFLIEGERALAM!!!' brüllte. Dies war die Gelegenheit meinen besten Mann, den ich schon direkt nach dem Auftauchen auf den Turm gerufen hatte, einzusetzen! "šCOLEMAN!', brüllte ich meinem Flak-Schützen zu. "šHolen Sie den verdammten Flieger vom Himmel und zwar schnell!!!'. Nur Sekunden später ertönte das charakteristische Stakkato der Flak und als der Japaner merkte, dass wir kein wehrloses Stück Treibgut auf dem Meer waren drehte er ab. "žCOLEMAN!!! Holen Sie den Flieger runter! Das Leben unzähliger Amerikaner hängt davon ab!", wenn es dem Flieger gelänge Meldung an die Yabusame-Gruppe zu machen wäre alles verloren! Verbissen feuerte "žTitus – The Gun" weiter auf das sich langsam entfernende Flugzeug. Ich fürchtete schon, dass es bereits außerhalb der Reichweite unserer Flak sei, als eine Explosion des linken Triebwerks die Maschine ins Trudeln brachte und Richtung Meeresoberfläche abschmieren ließ. "žWo kam der denn her?", wollte Coleman leicht verwirrt von mir wissen und ich murmelte nur etwas von "šMuss sich wohl verirrt haben!' und befahl alle Mann wieder unter Deck. Die Batterien waren vollständig geladen und den Rest des Tages würden wir in Periskoptiefe verbringen.". An dieser Stelle muss Grandpa verschnaufen und ich frage mich, ob es sich bei "žTitus – The Gun" um jenen legendären Geschäftsmann handelt, der Mitte der 60-iger Jahre den japanischen Zweig der Blanchard-Gruppe aufgebaut hat. Ihm war es als einem der ersten Ausländer gelungen, die Hürden des MIT, dem japanischen Ministry for Industries and Trade, dass darüber wacht, dass ausländische Unternehmen nur schwer auf dem japanischen Markt Fuß fassen können, zu überwinden. Doch um den alten Mann nicht von seiner Geschichte abzulenken beschließe ich später nachzufragen und bitte ihn fortzufahren. "žWir hatten also den Schreck vom Mittag einigermaßen überwunden und versuchten die verirrten "šFrachtschiffe' zu orten, als der Sonarmaat mich am späten Nachmittag mit verdattertem Gesichtsausdruck um eine Meldung unter vier Augen bat. Als wir die Tür meiner Kabine geschlossen hatten fragte ich ihn was los sei. "šSir.', erwiderte er. "šIch habe da mehrer Kontakte auf dem Sonar Richtung 70 – 80˚, noch ziemlich weit entfernt. Was komisch ist, sind die Schraubengeräusche!'. "šWieso? Was ist mit den Schraubengeräuschen?', frage ich ihn und er antwortete: "šNun ja, es ist eine Mischung aus großen, schweren Schrauben, die jedoch relativ schnell laufen und kleinen, hoch-frequenten Schrauben. Die großen gehöen vielleicht zu dem Tanker, aber die kleinen klingen fast wie die von Zerstöern. Und die Geschwindigkeit von den großen passt auch nicht zu einem Tanker, dafür sind sie einfach zu schnell!'. Der arme Kerl war sichtlich verwirrt, aber ich konnte und durfte die Geheimhaltung nicht gefährden. "šWir vermuten, dass die Japaner eine neue Art von schnellen Flotten-Tankern gebaut haben, die in der Lage sein sollen auch mit schnellen Einsatzgruppen mitzuhalten. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Uboot-Jagd-Gruppe, die von solchen Tankern begleitet wird!', stellte ich fest. "šMelden Sie die großen schweren also als Tanker und die anderen als Zerstöer, verstanden?', fragte ich ihn. "šVerstanden, Sir.', antwortete er, wenn auch er nicht gänzlich überzeugt schien. Als wir wieder auf der Brücke waren fragte ich den Sonarmaat erneut in welche Richtung die Kontakte unterwegs seien und er antwortete, dass Sie ziemlich genau auf Kurs Ost-Nord-Ost wären. Ich befahl dem Steuermann auf 120 Fuß Tiefe zu gehen und mit 5kn Richtung Süd-Süd-Ost zu fahren und hoffte den Kurs der Einsatzgruppe richtig zu antizipieren." Wieder hält Grandpa inne um einen Schluck aus seiner Kaffeetasse zu trinken. Nach Gebäck ist ihm momentan nicht zu Mute und auch ich bin viel zu gespannt, um mich auf etwas anderes als seine Geschichte zu konzentrieren. Gebannt hänge ich an seinen Lippen als er seine Erzählung wieder aufnimmt. "žEine halbe Stunde später waren wir am nödlichen Rand eines Verbands, der aus ca. 15 bis 20 Schiffen zu bestehen schien. Der Sonarmaat glaubte schon lange nicht mehr an meine Geschichte von einer mit Volldampf Richtung Hawaii laufenden Uboot-Jagd-Gruppe, war aber klug genug nicht erneut nachzufragen und meldete mehrere Tanker und Zerstöer. Der XO und ich hatten die anderen Offiziere, sofern nicht unabkömmlich, von der Brücke verbannt, was zu einigem Stirnrunzeln geführt hatte. Einige der kleinen, schnellen Kontakte, vermutlich Zerstöer und Mienensucher, waren bereits südlich von unserer Position vorbei gelaufen und ich hoffte, dass die Japaner Ihre Träger in enger Formation in der Mitte dieses Trägerkampfverbandes fahren ließen. Gegen 16:30 Uhr befahl ich dem Steuermann auf Periskoptiefe zu gehen, jedoch alles was ich sehen konnte war ein Langstreckenaufklärer, sah aus wie eine Betty, und einen Zerstöer auf 4 Uhr, der jedoch in ca. 4.500 Yard Entfernung Sicherung gen Norden fuhr und für uns keine Gefahr darstellte. Da sich momentan keiner der kleineren und somit für uns gefährlicheren Kontakte in unmittelbarer Nähe zu uns aufhielt gab ich den Befehl kurzzeitig auf 8kn zu gehen um noch tiefer in die feindliche Formation einzudringen. Wenn meine Vermutung richtig war, wären wir bereits innerhalb des ersten Sicherungsringes und somit unserem Ziel schon ein gutes Stück näher. Einzig der verdammte Nebel, der eine Sichtung jenseits von 4.500 – 4.800 Yard unmöglich machte, machte uns das Leben schwer. "šSir, schwerer Tanker auf 80˚ in mittlerer Entfernung, Geschwindigkeit zwischen 16 und 18kn!', meldete da der Sonarmaat, der mit den Meldungen kaum nachkam. Sollte dies einer der Super-Träger sein, nach denen wir auf der Suche waren?". Großvater machte eine effektvolle Pause und diesmal war es Allen, der ihn drängte weiter zu erzählen. "ž'XO, fahren Sie das Periskop aus!', gab ich Anweisung um mir persönlich einen überblick zu schaffen. Was ich dann im Periskop sah hätte mir unter anderen Umständen große Freude bereitet, aber so entglitt meinen Lippen nur ein "šVerdammt! Du bist nicht was ich suche!'. Aus dem Nebel schälten sich in knapp 4.000 Yard Entfernung die Umrisse eines Großkampfschiffes der Kongo-Klasse. "šMaschinen Stopp! Absolute Ruhe im Boot!', was sollte ich tun? Sollte ich das Schlachtschiff vorbei ziehen lassen in der Hoffung, dass dahinter die Träger kommen würden? Waren mir die Träger bereits nödlich oder weiter südlich durch die Lappen gegangen? Oder sollte ich die Kongo angreifen, auch auf die Gefahr hin, dass die Träger dann Reißaus nehmen würden? Gemäß der Devise "šLieber den Spatzen in der Hand als die Taube auf dem Dach!' gab ich die Anweisung die Torpedos 1 – 3 klar zu machen. "šStellen Sie die Aale auf schnelle Fahrt und auf eine Tiefe von 21 Fuß! Spread 2˚!', gab ich dem XO zu verstehen und er gab die Order umgehend weiter. Kurze Zeit später kam die Ansage aus dem vorderen Torpedoraum: "šTorpedos 1 – 3 klar!' – "šRohre 1 – 3 öffnen!', das Großkampfschiff war jetzt fast in idealer Position. Erneut nahm ich einen schnellen Rundum-Blick mit dem Periskop in der Hoffnung, doch noch einen der Super-Träger zu erspähen, jedoch ohne Erfolg. "šNun den! Unser Schicksal liegt in den Händen des Allmächtigen!', dachte ich bei mir als ich den Befehl gab: "šTORPEDOS 1 – 3 LOS! LOS! LOS!'!" to be continued..... ______________________________________________________________________________ Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. - Mark Twain - |
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Ich will kein großes Geheimnis daraus machen, dass ich nicht unbedingt der größte Fan dieser Geschichten bin!
Was mich irritiert ist dir Tatsache hier Namen zu lesen die ich bei der "Unterschrift" des offenen Briefes an Ubisoft vermisse. Ich gehe mal davon aus, dass alle die diese Geschichten mögen auch SH4 spielen und da seit ihr nicht an einem Patch 1.4 interessiert!!! Werde ich immer an deinem letzten "Feindbericht" setzen... |
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