USA PC-Spielemarkt in der Krise von Thomas Kandler
Was in unseren Breiten noch wager Unmut über unglaubliche Hardwareanforderungen und unfertige Spiele ist, stellt sich in den USA schon als Krise dar. Während der gesamte US-Videospielemarkt 2006 deutlich um 19% zulegte, blieb die PC-Spielebranche weit hinter den Erwartungen zurück. Nur ein magerer Prozentpunkt Zuwachs wirft viele Fragen auf. Hinzu kommt, dass die Topseller wie World of Warcraft und Die Sims 2 schon 1 bzw. 2 Jahre alt sind. Subtrahiert man also die 1,5 Millionen Kopien, die von den beiden Titeln zusammen abgesetzt wurden, bleibt nicht mehr viel übrig.
Die Hersteller sollten sich also die Frage stellen, warum kein 2006 erschienenes Spiel die Zocker wirklich begeistert hat. Sicherlich kann man da von der Konkurrenz lernen. Schließlich zeichnen sich WoW und Die Sims 2 vor allem durch Langzeitspielspaß, moderate Hardwareanforderungen, einzigartige Spielkonzepte und das Fehlen von haufenweisen Bugs aus. Hoffentlich bringt das Jahr 2007 wieder eine goldene Zukunft für den PC-Spielemarkt - genügend Chancen á la Spore und S.T.A.L.K.E.R. sind da.
Quelle: Gamesfire