Also wenn es nach mir geht (und in den meisten Fällen tut es das nicht), dann sollte Bethesda die Finger von Elder Scrolls lassen. Man kann nicht auf 95 Hochzeiten gleichzeitig tanzen und das ist hier offenbar der Fall. Zumal die Einfallslosigkeit irgendwann auch um sich greift: Kucke ich mir Fallout an und daneben Oblivion, dann erkenne ich klare Parallelen. Und da kann ich wenig Gutes dran finden. Es geht vom Kreativen in Richtung Retorte, was man bei Oblivion von der Landschaftsgestaltung bis hin zur Nicht-Nutzung von Tagesablauf-Spezifikationen sehen kann. Man sollte sich mit seinem Entwickler-Team auf EIN Projekt konzentrieren. Aber auch hier sieht man, dass es in der Entwickler-Branche auch nicht anders zugeht als im Baugewerbe - Subunternehmertum aller Orten und damit Termindruck, zweifelhafte Zielvereinbarungen und Leistungssteigerungen zu lasten von Qualität.
Easy würde ich Oblivion nicht nenne, eher vorhersehbar und schwach strukturiert, der Haupthandlungsstrang hat nur ca. 20 Stunden Unterhaltungswert - lächerlich, und die Art, wie Aufträge zu erledigen sind sind ebenfalls meist nach Schema F gestrickt.
Sollte der Teil 5 in Fahrt kommen, dann erhoffe ich mir mehr Einfallsreichtum, Originalität, Detailverliebtheit und das Verzichten auf einen "Du-musst-nach-dort-um-zu-rocken-Kompass".
Ergo: Hoffentlich zieht Fallout noch viel Zeit.
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"Bayern ist das fruchtbarste Land Deutschlands, und zugleich das geistloseste: ..."
(Friedrich I., König von Preußen 1701-1713)