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@ odindnje:

Bei welcher Drehzahl die Boote ihren besten Wirkungsgrad hatten, weiß ich nicht. Also übergehe ich diesen Punkt einfach mal.

Aber es geht nicht um den Motor alleine, sondern um das Gesamtsystem Motor-und-Schiff. Der Leistungsbedarf (Reibung) steigt bekanntlich mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, von 7 auf 10 Knoten verdoppelt er sich also. Selbst wenn im selben Bereich der Wirkungsgrad der Maschine um 15% besser wird, hast du am Ende trotzdem einen erheblichen Mehrverbrauch.

Geh' das im Geiste mal mit ein paar Werten durch... eine ideale Reichweite bei 15 Knoten scheint mir haarsträubend. Wenn du's trotzdem ändern willst, mit Einstellungen am Turbolader und neu definierten Fahrtstufen könnte es möglich sein. Details auf Anfrage. Möglicherweise sollten wir das aber ins Modding-Forum verschieben.

Meine persönliche Ansicht: im Spiel hat man mit etwa zehn Knoten eine völlig ausreichende Reichweite. Ich kann lange genug auf See bleiben um für jeden Torpedo ein Ziel zu finden, und dann komme ich meist noch mit einer viertel Tankfüllung nach Hause. Damit es nicht so lange dauert, gibt es die Zeitkompression. Unter <Spielverzeichnis>/data/Main.cfg kannst du den maximalen Faktor verändern, auf meiner 3GHz-Kiste geht bis zu 4096-fach.
 
Beiträge: 34 | Registriert: 05.02.2009Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
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Hallo Mittelwächter,

um halbdrei nachts habe ich auch schon Schwierigkeiten mit den grauen Zellen bekommen – aus vielerlei Anlaß Wink

Mit den .sim-Dateien habe ich mich weiter bisher auch nicht befasst, Deine Tips werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren, allerdings ist das bisher schon sehr mühsam, da neben Brötchenverdienen und Pflege sozialer Kontakte auch noch Zeit für einen bislang nicht zu lokalisierenden CTD in meiner Kampagne draufgeht – Pfuschers Schicksal eben. Immerhin lerne ich dabei den Missionseditor mal richtig kennen.

Laie: Ich weiß nicht, wie Du auf 15kn kommst, aber mein Ziel ist es, den Wirkungsgradbereich des Antriebs der Realität anzunähern. Bei welcher Geschwindigkeit dies erfolgt, ist zunächst nachrangig. Es geht um Last und nicht um Geschwindigkeit – also quasi die Gaspedalstellung.

Daß die Fahrwiderstände sich exponentiell mit der Fahrgeschwindigkeit erhöhen, ist mir bekannt, aber die spielen keine Rolle, da ich lediglich die Lieferseite betrachte, die Bedarfsseite ist unwichtig.

Auch im echten Leben werden die Maschinen im Betriebspunkt des höchsten Wirkungsgrades und damit niedrigsten spezifischen Treibstoffverbrauchs betrieben. Aus dem stationären Gleichgewicht mit den Fahrwiderständen ergibt sich dann unter Berücksichtigung der Wirkungsgradkette und des Schlupfs die Fahrt.

Daß also der Treibstoffverbrauch bei 10kn höher ist als bei 7kn – geschenkt. Aber es kommt eben darauf an, wieviel Strecke dabei herauskommt. Und genau das beschreibt der Wirkungsgrad. Dabei bringt es auch nichts, wenn ich in der .cfg bei gegebener Kennung bestimmte Betriebspunkte variiere – da die Kennung eben unrealistisch ist. Das ist doch mein Problem.

Dennoch nehme ich gerne Dein Angebot nach „Details“ an, würde aber vorschlagen, diesen Fred einfach hier fortzuführen – der Leserlichkeit halber. Vielleicht habe ich ja was übersehen – oder tatsächlich einen Denkfehler.

Übrigens ist auch die Eingabe einer Fahrgeschwindigkeit über den Fahrtanzeiger unrealistisch – einen Tempomaten gab es damals noch nicht. Wer also im Ironman-Modus spielt, lässt das außen vor und rangiert nur mit dem Telegraphen. Auch im Hafen! Big Grin

Nachtrag Mittelwächter: Hast Du btw neue Erkenntnisse über die Funkpeilung der Boote? Im "Boot"-Film kann ich mich an eine Szene erinnern, in der der Alte den Navigator nach der korrekten Position befragt und auf eine "Circa-"-Antwort rummosert. Der Navigator antwortet dann sinngemäß: "Seit 14 Tagen kein Besteck genommen". Das war `41 im Mittelatlantik. Authentizität vorausgesetzt konnten die offenbar keine Dreiecksbestimmung machen.

Dieser Beitrag wurde editiert. Zuletzt editiert von: odindnje,
 
Beiträge: 21 | Registriert: 27.08.2006Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
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Hallo odindnje,

so richtig neue Erkenntnisse habe ich nicht - ehrlich gesagt habe ich mich auch nicht darum bemüht.

Wir müssen zwischen zwei grundlegenden Zielen der Funkpeilung unterscheiden: Standortbestimmung der Sendequelle und eigene Standortbestimmung durch "Rückwärts Einpeilen" über bekannte Senderstandorte.
Vom zweiten Ziel habe ich mehr Ahnung, das hab ich als Artillerie-Beobachter selber gemacht.

Soweit ich weiß wurde die Bestimmung der eigenen Position draußen auf See mit dem Sextanten gemacht und war damit wetterabhängig. Wenn die U96 also mehrere Tage im SH3 Wetter bei schwerem Sturm und "ohne Himmel" mit wenig Fahrt über Grund kein Besteck (Sextant) nehmen konnte, dann kam es eben vor, dass sich zwei Boote fast über den Haufen fuhren. So entstanden riesige Lücken und der Engländer kurvte seelenruhig mit seinen Konvois hindurch. Big Grin

Aber die Beschwerden sind damals schon angekommen und man hat auf deutscher Seite im Kriegsverlauf ein Langstrecken-Funkfeuersystem eingerichtet (Elektra-Sonnen), das auch gut funktioniert hat. Die Boote konnten sogar nur über die Schnorchelantenne die eigene Position einpeilen.
Es gab zeitweise Anordnungen ausschließlich mit den Elektra-Sonnen zu navigieren, um die Vorgehensweise zu üben und die Boote kamen mit nur zwei/drei Kilometer Versatz nach mehreren Wochen Feindfahrt in die Häfen zurück.

Hier siehste die Standorte der einzelnen Sonnen:


Grüße!


_____________________________________



Silent Hunter V - Show me the money!
 
Beiträge: 799 | Registriert: 11.03.2005Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
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Also gut... nachdem du auch IT-technisch bewandert zu sein scheinst, mache ich's kurz. Wobei ich mir nicht mehr sicher bin, ob du damit das bekommst, was *du* willst. Ich glaub' ich hab dich vorher falsch vestanden.

Zum einen, in <Spielverzeichnis>/data/Submarines liegt für jede Bootsklasse ein Unterverzeichnis, in jedem davon ist eine .cfg-Datei. Die kannst du (wie alle .cfg-Dateien dieses Spiels) mit einem simplen Texteditor bearbeiten. Schau's dir mal an, es ist auf jeden Fall lehrreich, selbst wenn du nichts änderst.

Unter anderem steht da:
[EngineProperties]
AllStop=0.00
AheadSlow=0.40
AheadOneThird=0.57
AheadStandard=0.80
usw.

Das sind die voreingestellten Fahrtstufen. Genau genommen: wenn du "halbe Fahrt" bestellst, bekommst du 57% der Nennleistung. Wieviel Fahrt du damit machst, berechnet das Spiel abhängig von Wind und Wetter und der Leistung der Maschine.

So erklärt sich übrigens auch der "Tempomat": wenn du am Tacho auf (z.B.) 9kn klickst, bestellst du beim Maschinisten die Leistung, mit der das Boot auf spiegelglatter See 9kn fahren würde.

Zum anderen, <Spielverzeichnis>/data/cfg/Basic.cfg, hier stehen die Werte der Kompressoren (ziemlich weit hinten, suche nach "gebläse"). Für dich interessant ist v.a. der "Speedboost": sowohl die Nennleistung als auch der Verbrauch steigen um diesen Faktor. Du kannst damit die Kennlinie nicht wirklich verändern, nur entlang der X-Achse strecken und stauchen. Wenn du hier wirklich hohe Werte einträgst (Faktor drei oder vier anstatt der Standardmäßigen 1.10-1.15) sollte auch der Punkt des günstigsten Verbrauchs von sechs Knoten auf zehn oder zwölf steigen. Als Nebenwirkung steigt die Spitzengeschwindigkeit ebenfalls beträchtlich... aber das kannst du mit den Fahrtstufen beeinflussen.

Also erstens: Motorleistung mit einem modifizierten Kompressor in ungeahnte Höhen treiben,
zweitens: die Fahrtstufen so anpassen, daß wieder übliche Geschwindigkeiten rauskommen.

Ich weiß nicht, ob dir das hilft. Insbesondere könnte es auch sein, daß das Boot auf allen Fahrtstufen irrsinnig viel Sprit säuft... Versuch macht klug.

Übrigens empfehle ich, eine Sicherungkopie des gesamten cgf-Verzeichnisses zu machen, zip-Archiv genügt. Dann mußt du bei einem bösen Fehler nicht das ganze Spiel neu installieren. Es ist wie gesagt sehr lehrreich, sich den ganzen Krempel mal anzuschauen.
 
Beiträge: 34 | Registriert: 05.02.2009Mit Zitat antwortenBeitrag editieren oder löschen
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Hallo Mittelwächter,

erst mal nochmals herzlichen Dank für Deine ausführlichen und exzellenten Ausführungen. Komme leider erst jetzt wieder ein wenig dazu, mich mit dem Thema zu befassen...

Was ich mir bisher angelesen habe, ist, dass diese Funkpeilrahmen auf deutscher Seite offenbar nur zur Navigation verwendet wurden. Noch immer unbekannt ist mir, ab wann sie verbaut wurden, welche Geräte dranhingen und ob man sie auch zum „Einpeilen“ unbekannter Sendequellen verwenden konnte. Von daher weiß ich nicht, ob die Meldung Deines Funkers über das getroffene Schiff wirklich so realistisch ist. Du hattest nicht zufällig noch ein FUMO an Bord?

Zum Thema habe ich noch eine Seite mit wirklich erstklassigen historischen Quellen entdeckt:

http://www.cdvandt.org/

Auch den Ursprung Deiner obigen Skizze habe ich entdeckt: Wink2

http://www.ibiblio.org/hyperwa...a/SRH-025/index.html

Schließlich noch ein hochinteressanter Beitrag in einem Militaria-Forum
(http://militaria-fundforum.com/index.php) (genauen Link zum Beitrag kann ich nicht erstellen, daher: siehe:Fundforum/U-Boote/U-Boot-Funk), den ich Euch nicht vorenthalten will (#16):
 
„Hallo!

Sender Goliath:

In den Jahren 1941 bis 1943 wurde im Auftrag der Kriegsmarine in der Altmark nordöstlich der Stadt "Calbe 
an der Milde" ein Längstwellensender errichtet. Er wurde in 27 Monaten erichtet, hatte eine 
Hochfrequenzleistung von 1000 kW und war von 15 bis 60 kHz durchstimmbar (Wellenlänge 20 - 5 Kilometer!).
 Vorher gab es schon 6 wesentlich schwächere Sender zur U-Bootsführung. Der Sender und die Antennen kamen 
von der C.Lorenz AG aus Berlin-Tempelhof. Es wurde hauptsächlich Morsefunk zu getauchten U-Booten 
durchgeführt. Auch die Verwendung eines Hellschreibers (frühes Bildübertragungs/Fax System mit rotierender 
Bildtrommel) war 30 kHz möglich. Oberhalb von 45 kHz war Sprechfunk mit eingeschränkter Sprachqualität 
möglich.

Bei einer maximalen abgestrahlten Leistung des Senders von 900 kW war eine Antennkreisleistung von 1.000 
kW und ein ein Antennwirkungsgrad von 47 % bei 15 khz und 90 % bei 60 KHz möglich. 

Die Stromversorgung erfolgte durch zwei Hochspannungsleitungen aus dem öffentlich Netz. Es war ferner 
Dieselstromerzeuger mit 2120 PSe, 380 Volt und 1.800 kVA und drei Wochen Treibstoffvorrat vorhanden.

Das Sendergelände war ein gleichschenkeliges Dreieck von 2,4 Kilometer Länge. Das Gelände war mittels 
eines 3 Meter hohen Zaun und eines Wassergraben abgesichert. Die Antenne bestand aus drei Sechseckantennen 
die von 15 Stahlgittermasten von 171 Meter Höhe und drei Rohrmasten von 204,5 Metrer Höhe getragen wurde. 
Das Erdnetz bestand aus 470 Kilometer 20x2 mm bzw. 30x2 mm Bandstahl. Die Anlage hat insgesamt 15.000.000 
RM gekostet. In Praxis-Versuchen wurde folgende Tauchtiefen über der Peilantenne ermittelt in den die 
U-Boote den Sender empfangen konnten:

Nordsee: 15 - 25 Meter

Eismeer: 13 - 18 Meter

Nordatlantik: 15 - 26 Meter

Mittelmeer: 13 - 18 Meter

Mittelatlantik: 8 - 20 Meter

Südatlantik: 8 - 12 Meter

Indischer Ozean: 8 - 12 Meter

Empfangen wurde auch 400 Seemeile südlich von Kapstadt (9.800 Kilometer vom Sender, davon 8.200 Kilomweter 
über Land!) und in der Strasse von Malakka (7.400 Kilometer vom Sender).

Ab dem 11.4.1945 besetzten die Amerikaner das Gelände. Wegen des Zaunes und des Wassergrabens nutzten sie 
das Gelände als Kriegsgefangenenlager für 85.000 deutsche Gefangene. 
Später kamen die Sowjets. Die Firma C.Lorenz AG mußte den zerstörten Sender und Hein, Lehmann & Co die 
Antenne wieder reparien und noch einmal in Betrieb setzen. Dann wurde die Anlangen demontiert. 
Der Aufbau erfolgte dann in der UdSSR. Es werden in der Literatur zwei verschiedene Standtorte angeben:

a)= Nishni Nowgorod östlich von Moskau 56,2 N, 44 O

b)= Gegend um Charkow

Seine hohe Leistung und den hohen Wirkungsgrad soll der Sender nie mehr erreicht habe.

Literatur Tipp:
Gerd Klawitter: 100 Jahre Funktechnik in Deutschland Band 1 - Funksendestellen rund um Berlin, Dessau 
2004, Seite 169 – 190“
 


Ansonsten:
 
„dann kam es eben vor, dass sich zwei Boote fast über den Haufen fuhren. So entstanden riesige Lücken und 
der Engländer kurvte seelenruhig mit seinen Konvois hindurch.“
 


Gottverdammte Sauzucht! Wink2

Mit meiner Motorkennlinie bin ich noch nicht weitergekommen, Deinen Tip mit „Force“ muß ich mal ausprobieren, habe zudem noch „Power“ entdeckt. Das kann also noch dauern...

Laie: Auch Dir noch mal späten Dank für Deine Überlegungen. Allerdings kann ich ja auch schon in der .sim-Datei die Kennlinie strecken / stauchen über die Eingabe der Reichweite. Ich nehme an, dass mir ein „Boost“-Faktor in der Basic.cfg ja allenfalls was hilft, wenn ich denn auch tatsächlich ein Gebläse verbaut habe. Habe es allerdings noch nicht ausprobiert. Mal sehen.

Grüße und gute Jagd.

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