Windows XP System Optimierung
Mehr Power für eure Games! Mit nur ein paar Änderungen in der Registry und kleinen selbstgeschriebenen Programmen für Windows XP Home und Professional Edition, saugt ihr auch noch den letzten Frame aus eurer Kiste heraus.
Agenda
Das Leistungsverbesserte Hardware Profil erstellen
Das Hardware Profil
Das Erstellen eines Hardware-Profils kann unter keinen Umständen zu Schäden an eurer Hardware oder dem Betriebssystem führen.
Es wird lediglich eine alternative Konfiguration des Systems geladen.
Durch das Erstellen eines weiteren Profiles, z.B. dem Maximale-Leistung-Profil, werdet ihr die Möglichkeit haben, beim Start des Betriebssystems zwischen eurem Standard-Windows-Profil und dem optimierten Profil zu wählen.
Das Offline-Spiele-Profil
Das Profil mit dem Maximum an Leistung (wir werden es “Offline-Spiele-Profil“ nennen) beinhaltet die Deaktivierung von sämtlichen Internetdiensten.
Daher wird das Internet unter diesem Profil nicht funktionieren und somit auch die Multiplayer-Funktionen des Spiels nicht. Jedoch schaufelt Ihr ein Maximum an Systemleistung frei, welche Ihr auf eure Spiel-Software fokussieren könnt.
Das Online-Spiele-Profil
Das leistungssteigernde Profil (wir werden es “Online-Spiele-Profil“ nennen) beinhaltet die Deaktivierung von Diensten, die Ihr für das Ausführen von Spielen, sowie für das herstellen einer Internetverbindung nicht benötigt werden. Das Ergebnis ist ein stark leistungsoptimiertes, onlinefähiges System speziell zum Zocken.
Das Erstellen eines Hardware Profils
1.Begebt euch in die Systemeigenschaften, über "Start" -> "Einstellungen" -> "Systemsteuerung" -> "Leitung und Wartung" -> "Systemeigenschaften"
Oder mit Tastenkombination:
2.Von dort kommt Ihr über den Reiter “Hardware“ und einen Klick auf den Button “Hardwareprofile“ in die Menüoberfläche zum Bearbeiten des Hardwareprofils.
3.Um ein neues Profil zu erstellen, müsst ihr eine Kopie des aktuellen Profils anlegen.
Wählt dazu die Schaltfläche “Kopieren“
4. Tragt in das Text-Feld ("In:") den Namen für euer gewünschtes Profil ein ( z.B.: “ Online-Spiele-Profil“ oder "Offline-Spiele-Profil" ) und bestätigt die Eingabe mit dem “OK-Button“.
Ihr könnt nun im nächsten Schritt die deaktivierten Dienste, dem neu erstelltem Profil zuordnen.
Die Dienste Zuordnung
1. Öffnet unter “Start“ das Windows Tool “Ausführen“ und gebt in die Zeile den Befehl “services.msc“ ein und bestätigt diesen über den "OK"-Button:
2. Nachdem Ihr die Verwaltung geöffnet habt, könnt Ihr den Menüpunkt “Dienste“ auswählen. Im erschienenen Fenster, habt Ihr die Möglichkeit, die einzelnen Dienste eurem ausgewählten Profil zuzuordnen:
3. Zuerst einmal markiert den jeweiligen Dienst, um dann mit einem Rechtsklick die “Eigenschaften“ aufzurufen.
4. Unter dem Reiter “Anmelden“ habt ihr die Möglichkeit den Dienst entweder aktiviert oder deaktiviert dem jeweiligen Profil zuzuordnen.
Markiert dazu einfach das neu erstellte Profil (je nach Wahl: Online/- oder das Offline-Spiele-Profil) mit einen Klick auf das jeweilige.
Um den Dienst zu de-/aktivieren müsst ihr den jeweiligen Button auswählen und eure Einstellungen über den “OK“-Button bestätigen.
Welche Dienste Ihr eurem Profil de-/aktiviert zuordnen sollt, könnt ihr anhand dieser Tabelle ablesen:
==>Dienstliste<==
Dienste die nicht aufgelistet sind, können für das Offline-Profil deaktiviert werden
Internetverwandte Dienste (Virenscanner, Firewalls, Treiber) müssen für das Online-Profil selbstverständlich aktiviert bleiben
Bei Fragen zu den internetverwandeten Diensten, könnt ihr am besten einen Fachmann im Bekanntenkreis oder DEN FACHMANN überhaupt: DR. Google befragen, einer von beiden hat sicherlich die Antwort
5. Nachdem alle Dienste eurem Profil de-/aktiviert zugeordnet wurden, könnt ihr die Dienste-Verwaltung schließen und startet den PC neu starten.
6.Vor dem Start des Betriebssystems habt ihr jetzt die Möglichkeit zwischen zwei bzw. drei Profilen zu wählen.
Falls Ihr keines auswählt, startet Windows nach 30 Sekunden automatisch euer Standard-Profil, mit den Grundeinstellungen von Windows XP.
Entfernen des Hardware Profils
Dies könnt ihr über das Hardware-Profil-Tool, über welches ihr auch die Profile erstellt zuvor erstellt habt, bequem durchführen. (Siehe Schritt 1-2 aus dem FAQ Teil “Das erstellen eines Hardware Profils“)
Des Weiteren müsst Ihr um ein Profil zu löschen, das gewünschte, über einen Klick auf dieses, markieren und den Button “Löschen“ oder die Taste “L“ auf eurer Tastatur betätigen.
Bestätigt die Einstellungen über den "OK"-Button und startet euren Rechner neu.
Wenn kein weiteres Profil mehr als das Windows-Standard-Profil “Profil 1“besteht, startet euer Rechner komplett durch ohne nach der Auswahl eines Hardware-Profils zu fragen.
Systemoptimierung
Änderung der Registry Einträge
Die Änderung der Registry Einträge kann unter keinen Umständen zu Schäden an eurer Hardware oder am Betriebssystem selbst führen, solange ihr den Anweisungen aufmerksam folgt und diese korrekt umsetzt.
Cache für Ein/Ausgabeoperationen optimieren
Ein/Ausgabeoperationen finden speziell bei der Benutzung von anspruchsvollen Anwendungen (Spielen) statt, doch hier setzt uns das Betriebssystem Grenzen. Diese Grenzen können die Performance der Spiele stark beeinträchtigen.
Windows XP richtet automatisch einen Bereich im Arbeitsspeicher ein, welcher speziell für alle Ein/Ausgabeoperationen benutzt wird und durch einen Wert in der Registry festgeschrieben ist. Wir werden diesen Wert und dadurch den Bereich im Arbeitsspeicher vergrößern, um dem Spiel und somit den benötigten Platz für Ein/Ausgabeoperationen zu verschaffen.
1. Wählt “Start“->“Ausführen“
2. Öffnet die Windows-Registrierung, indem ihr im Textfeld den Befehl “regedit“ eingebt und ihn über den “OK"-Button bestätigt.
3. Navigiert euch nacheinander zum Schlüssel
“HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management”
und sichert zunächst einmal die aktuellen Einstellungen über “Datei”->“Exportieren”
Um diese Optionen, falls nötig, später wieder herzustellen, müsst ihr anstelle von “Exportieren“ “Importieren“ auswählen, um die beim Exportieren zuvor erstellte *.reg Datei zu nutzen.
4. Anschließend über einen Doppelklick auf den Eintrag “IoPageLockLimit” zugreifen, um die Werte ändern zu können.
Falls der Eintrag “IoPageLockLimit“ nicht vorhanden ist, muss dieser erstellt werden!
Über einen Rechtsklick in das rechte Teilfenster “Neu“ => “DWORD-Wert“
Anschließend dem Wert den Namen “IoPageLockLimit“ zuweisen.
5. Verändert nun den Wert, indem ihr zunächst das Dezimal-System aktiviert und anschließend den zu eurem Arbeitsspeicher passenden Wert eintippt.
Zu entnehmen sind diese aus der folgenden Tabelle:
6. Bestätigt den Eintrag des Wertes über den "OK"-Button, beendet den Registrierungseditor und startet den PC neu.
Von nun an ist mit einer besseren Performance von Anwendungen mit hohen Ein/Ausgabeoperationen zu rechnen.
Die Anzahl der Page Table Einträge erhöhen
Das Betriebssystem Windows XP kann maximal 4 Gigabyte Arbeitsspeicher verwalten.
Hierbei gilt folgende Aufteilung für systeminterne Prozesse, die den Arbeitsspeicher nutzen:
- 50% werden für Programme benutzt
- weitere 50% werden unveränderlich von Kernel Operationen verwendet.
Den Kernel kann man sich als Herz des Systems vorstellen. Von dem aus gesteuert wird und Steuerbefehle an den Kernel selbst gesendet werden.
Die verschiedenen Bereiche im Arbeitsspeicher werden durch folgende Tabelle veranschaulicht.
Hier zu erkennen, in welchen Bereichen und mit welchem Effekt Ihr das System stabilisiert.
Unsere Vorgehensweise bezieht sich auf die Begrenzung des Page Table Entry (kurz PTE).
Wenn dieser Bereich des Speichers zu schnell voll ist, besteht ein Absturz-Risiko bzw. massive Performance-Einbußen beim Zocken.
Um diese Begrenzung aufzuheben, geht ihr wie folgt vor:
1.Wählt unter “Start“->“Ausführen“ aus
2. Öffnet die Windows-Registrierung, indem ihr im Textfeld den Befehl “regedit“ eingebt und über den “OK"-Button bestätigt.
3. Navigiert euch nacheinander zum Schlüssel:
“HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management”
Sichert hier zunächst einmal die aktuellen Einstellungen über “Datei” -> “Exportieren”.
Diese Optionen, kann falls nötig, später wieder rückgängig gemacht werden, indem ihr über die Schaltfläche “Importieren“ den gesicherten Eintrag wiederherstellt
4. Anschließend über einen Doppelklick auf den Eintrag “SystemPages” zugreifen, um die Werte zu ändern.
5. Tippt dort den Wert:“8xF (ffffffff)” unter dem Feld “Wert” ein.
Dadurch erteilt ihr Windows die Brechtigung die maximale PTE-Anzahl zu verwenden.
Nach einem Neustart ist die neue Speicherverwaltung aktiv.
Erstellung systemoptimierender Tools
Durch das Schreiben und Benutzen kleiner Programme können wir umständliche und komplizierte Prozesse zur Förderung der Systemleistung - die man normalerweise manuell ausführen muss - über einem simplen Doppelklick ausführen.
Programmierkenntnisse sind hierbei nicht nötig - "copy 'n paste" (kopieren und einfügen) heißt die Divise
Arbeitsspeicher defragmentieren (aufräumen)
Ein Arbeitsspeicher verhält sich beim öffnen und schließen von Anwendungen ähnlich wie eine Festplatte. Durch das öffnen, schließen, verändern oder löschen von Daten wird die Festplatte fragmentiert und dies sorgt für Performance-Verlust. Dieser äußert sich durch einen verlangsamtem Zugriff auf Dateien und Programme. Um dem entgegen zu wirken, können wir ein simples Script schreiben, über welches wir den Arbeitsspeicher durch einen Doppelklick defragmentieren können.
1. Klickt mit der rechten Maustaste in ein leeres Feld auf dem Desktop und wählt “Neu“->“Textdokument“ aus.
3. Fügt folgenden Textzeile in dieses Dokument ein.
- “Mystring = (16000000)“
4. Speichert nun euer Script über “Datei“, “Speichern unter“
und wählt bei Dateityp “Alle Dateien“ aus. (1)
Ändert anschließend den Dateinamen in “Ram defragmentieren.vbs“(2) und bestätigt über die Schaltfläche “Speichern“ (3)
5. Die auf dem Desktop befindliche Datei “Ram defragmentieren.vbs“ kann nun über einen Doppelklick ausgeführt werden.[]
Ergebnis: Der Arbeitsspeicher wird blizschnell defragmentiert und somit optimiert.
Arbeitsspeicher vom Datenmüll bereinigen Die Speicherverwaltung von Windows XP führt zwangsweise dazu, dass nach dem Beenden von so anspruchsvollen Anwendungen wie Spielen, die Größe des Arbeitsspeichers nicht der ursprünglichen entspricht, welche vor dem Start der Anwendung vorlag. Dem Arbeitsspeicher wird sozusagen Datenmüll hinterlassen, welcher logischerweise nur im Weg steht und deshalb von euch über ein simples Script entfernt werden sollte.
1. Klickt mit der rechten Maustaste in ein leeres Feld auf dem Desktop und wählt “Neu“ => “Textdokument“ aus.
2. Fügt wahlweise eine der folgenden Textzeilen in dieses Dokument ein:
- “FreeMem = Space(32000000)“ <= [entspricht 32 MB die frei geräumt werden)
- “FreeMem = Space(64000000)“ <= [entspricht 64 MB die frei geräumt werden)
- “FreeMem = Space(???000000)“ <= [maximal 50 % des Gesamtvolums des Arbeitsspeicher]
??? sollte niemals mehr als 50% des Gesamtvolumens vom Arbeitsspeichers entsprechen, andernfalls könnte es zu Fehlermeldungen oder Instabilitäten des Betriebssystem kommen
Beispiel:
3. Speichert nun euer Script über “Datei“ -> “Speichern unter“.
Wählt unter Dateityp “Alle Dateien“ aus. (1)
Anschließend ändert Ihr den Dateinamen in “Speicher freiräumen.vbs“[/B ](2) und klickt auf den [B]“Speichern“-Button. (3)
4. Die auf dem Desktop befindliche Datei “Speicher freiräumen.vbs“ kann jetzt über einen Doppelklick ausgeführt werden und befreit euren Arbeitsspeicher blitzschnell von Datenmüll.
CPU Prioritäten für Spiele festlegen
Unter Windows XP ist es möglich die Verteilung der Prozessor-Leistung für eine bestimmte Anwendung einzustellen, wodurch die ausgewählte Anwendung allein über den Großteil der CPU-Ressourcen verfügen kann. Jedoch ist diese Einstellung über den Windows Task-Manager nicht dauerhaft festlegbar und würde somit beim nächsten Start des Spieles nicht mehr aktiv sein. Abhilfe schafft hierbei Ubisofts hauseigener Prioritäten-Manager, mit dem ihr die jeweilige Spiel-EXE auswählen könnt und mit der gewünschten Priorität starten könnt.
Download: Ubisoft Prioritäten-Manager
1.Öffnet den Prioritäten-Manager über einen Doppelklick auf die Datei “Prioritäten manager.exe“ und wählt anschließend eure Spiel-EXE aus, indem Ihr den “Durchsuchen“-Button benutzt.
Alternativ könnt Ihr den Pfad zur Spiel-EXE auch manuell einfügen, dazu müsst ihr über einen Rechtsklick auf die Verknüpfung eures gewünschten Spiels, die “Eigenschaften“ öffnen und hieraus den Pfad zur eigentlichen Spiel-EXE herauskopieren.
Anschließend könnt ihr diesen Pfad in den Prioritäten-Manager einfügen.
2. Wählt nun anschließend die gewünschte Priorität über die Drop-Down Liste aus, mit der das Spiel vom System behandelt werden soll.
Zum Verständnis, was die einzelnen Prioritäten eigentlich bewirken:
- Hoch: Die meiste Leistung der CPU wird für das Programm verwendet.
- Normal: Das sollte klar sein, wobei dies hier ja keinen Sinn macht, da es die Standarteinstellung ist
- Niedrig: Die gewünschte Anwendung wird sehr langsam verarbeitet,die Anwenung steht ganz unten der Hierarchie
3.Startet das Spiel über den darunter liegenden “Programm starten“-Button.
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