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Sie verlassen voller Vorfreude ihr Heim in Richtung Kirche...
 
Beiträge: 2022 | Registriert: 07.07.2007Beitrag editieren oder löschen
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Der Verwalter des Herrn Roman wirft eine Nachricht in den Kasten des Herrn Bürgermeisters:

Hochgeachteter, wertgeschätzter Herr Bürgermeister!

Es gibt nun Gerüchte in der Stadt Annoport, vor allem durch die Familie Karrenschieber verbreitet, dass die Stadt Annoport aufgegeben wird. Könnt Ihr mir dazu eine Auskunft geben, damit ich meinem Herrn, dem wohledlen Herrn Werber, sobald er auf der Rückkehr von seiner Orientreise ist, sobald wie möglich Auskunft geben kann?

Euer Diener

Nicodemus Kaltenhofen, Verwalter der Roman Werberschen Besitzungen, im Haus zum Goldenen Ziegel erreichbar
 
Beiträge: 1076 | Registriert: 17.07.2007Beitrag editieren oder löschen
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Nicodemus wirft eine Nachricht in den Kasten des Herrn Bürgermeisters:

Hochgeachteter Herr Bürgermeister,

in tiefer Not bitte ich Euch, die Wirrnis zu beenden, in die Frau Anno Thamia anscheinend ganz Annoport stürzen will.
Wenn Ihr die Leitung der Stadt niederlegen wollt, so bitte ich im Namen der Einwohner um eine offizielle Bekanntmachung. Frau Anno Thamia plant eine neue Währung sowie eine völlig neue Stadtstruktur. Sie hat also im Moment Eure Funktion? Ich kann mich an keine Bekanntmachung von Euch erinnern, die sie dazu ermächtigt.
Außerdem bitte ich darum, der Frau Anno Thamia noch einmal zu bestätigen, dass die Übertragung der Betriebe Fischerhütte und Schmiede rechtmäßig sind, da sie diese eigenmächtig aus der Handelsgesellschaft lösen will. Herr Roman ist noch auf Reisen und kann daher gar nicht reagieren, ich bitte für den Gildenmeister um den Schutz der Stadt.

Nicodemus Kaltenhofen, Verwalter der Besitzungen des Herrn Roman Werber

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Beiträge: 1076 | Registriert: 17.07.2007Beitrag editieren oder löschen
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*Er klopft,aber der Herr Bürgermeister ist nicht da,der Rasen ist nicht geschnitten,ist schon länger nicht da gewesen unser Herr Bürgermeister.

Setzt sich auf die Bank vor dem Haus und schaut nachdenklich auf den Umschlag in seiner Hand.*


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Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare. (Cicero weiß warum)
Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.
 
Beiträge: 5644 | Registriert: 21.10.2006Beitrag editieren oder löschen
Bild von lupos55
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*Hat dann den Brief eingeworfen und macht sich auf den Heimweg.
Der Herr Bürgermeister kommt sicher die nächsten Tage.*


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Irren ist menschlich, doch im Irrtum zu verharren ist ein Zeichen von Dummheit.
 
Beiträge: 5644 | Registriert: 21.10.2006Beitrag editieren oder löschen
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Der Herr Bürgermeister sieht furchtbar aus, er hat sich seit Tagen, wenn nicht sogar Wochen, nicht mehr gewaschen oder gar rasiert.

Er hinkt langsam aus seinem Haus, gestützt mit der rechten Seite auf einen einfachen Stock. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages blenden ihn genau ins Gesicht. Fast schon symbolisch ist der Himmel gänzlich in ein wunderschönes blasses Rot getaucht. Als würde der Himmel dieses Ereignis beweinen wollen.

Sein Vorgarten ist schon mehr ein Urwald als etwas von Menschenhand gezüchtetes. Einzelne Tränen rollen seine linke Wange hinunter. Er hinkt noch ein letztes mal auf der linken Seite um das Haus herum, den einzigen Weg in seinem Garten, der erkennbar ist. Man sieht in der hinteren Ecke einige größere Steine aufgebarrt zu einem kleinen Haufen. Als man näher kommt, erkennt man, dass die Steine von oben die Form eines Kreuzes bilden. Am oberen Ende ist eine kleine Holztafel angebracht, sehr einfach geschnitzt, darauf ist zu lesen "IN MEMORIAM MEAE UXORIS". Er kniet darnieder und betet ein letztes mal still vor sich hin. Er nimmt die Holztafel auf, gibt ihr einen Kuss und legt sie wieder nieder. Er pflückt eine einzelne Blume, die nebenan wächst und legt auch diese ein letztes mal auf das steinerne Kreuz nieder. Als er aufsteht, wirft er keinen Blick mehr zurück, Tränen rinnen ihm die Wangen hinunter. Wieder vorne am Haus angekommen, sperrt er ein letztes mal die Haustüre zu.

Die letzten Tage und Wochen waren sehr schwer für ihn. Seit seine über alles geliebte Ehefrau vor genau 4 Wochen verstarb war er kein einziges mal mehr außerhalb seines Grundstückes gesehen worden. Er verließ das Haus lediglich einmal täglich um sich um das Grab seine Frau zu kümmern. Seine gänzliche Welt ist über ihm zusammengebrochen. Sein Geist wurde immer labiler bis seine Gedanken schließlich darin gipfelten, seinem Leben ein Ende zu setzen, indem er sich einfach im Haus aufknüpfen sollte. Aber dies brachte er nicht übers Herz, er wolle seine Frau doch im Himmel wieder sehen. Den Gedanken, sie nie wieder sehen zu dürfen, würde er einfach nicht aushalten können. Nur deswegen war er noch am leben, auch wenn nicht mehr allzu sehr. Er ist sehr mager, ausgehungert von den vielen Tagen der selbstgewählten Isolation. Er wird die anstehende weite Seereise sehr wahrscheinlich nicht überstehen können. Aber so wird er von deinem irdischen Leiden erlöst werden und seine geliebte Ehefrau endlich wieder in seinem Armen halten können.

Was mit deinem irdischen Gütern geschehen solle, sei ihm egal, der Herr Pfarrer wird dem Brief auf dem Küchentisch, mit seinen letzten Instruktionen, die Stadt so gut, wie es ihm möglich sei, weiter zu führen, bis ein neuer Bürgermeister ernannt wird. Vielleicht keimt in der Demokratie eine neue Hoffnung für die Stadt, zu einstiger Blüte zurückzukehren. Er wünsche es der Stadt und alles Einwohnern von vollstem Herzen. Die Stadtkasse wird der Herr Pfarrer im Keller des Hauses finden können, sie sei fast größer als der Keller an sich. Es war der letzte Notgroschen der Stadt. Dies alles wird das Erbe des Herrn Pfarrers sein. Er wünsche ihm Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit und Güte, Gesundheit selbstredend eingeschlossen. Er können dies leider nicht persönlich dem Herrn Pfarrer mitteilen, er will dies sich und dem Herrn Pfarrer nicht zumuten. Sie kennen sich schließlich schon seit sehr vielen Jahren. Aber der Herr Pfarrer wird dies verstehen können, hofft er zumindest. Außerdem wünsche sich der Herr... wünsche er sich, dass das Grab seine Frau in Ehren gehalten werden möge. Eine Umsiedlung in den städtischen Friedhof sei wohl das sinnvollste. Während seiner Anwesendheit hätte er diese Weite allerdings nicht ertragen können. Auch diesbezüglich möge ihm der Herr Pfarrer verzeihen.

Er blickt sich nochmals um, ein letzter Blick in den Garten zum Grab seiner Frau mit tränengefüllten Augen. Leise sagt er noch [i]wir werden uns bald wiedersehen, geliebtes Weib[i], dreht sich um und hinkt langsam in Richtung Hafen, dort soll der Freie Händler heute anwesend sein, mit welchem er zur See stechen will. Bevor er den Hügel, hinunter zum Hafen überquert, bleibt er nochmals stehen, wagt es aber nicht, sich nochmals umzudrehen. Er schluchzt vor sich hin, die Tränen brechen nur so aus ihm heraus. Langsam hinkt er weiter, seinem Ziel, dem Hafen, entgegen.
 
Beiträge: 2022 | Registriert: 07.07.2007Beitrag editieren oder löschen
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Sie erreichen das Anwesen,ziehmlich verwildert sieht hier alles aus.Es ist ja auch kein Wunder,wo es dem armen Mann,in den letzten Wochen doch so schlecht ging.
So gleich beginnen die Gartenarbeiter mit der Aushebung der Pflanzlöcher und Rosenstrauch für Rosenstrauch werden dort eingesetzt.Nur ein kleiner Eingang bleibt frei.Er wird aber mit einem Rosenbogen überspannt,die Arbeiter setzen sogleich das Spalier dafür,woran die Rosen empor klettern können.Jeder hat hier seine Aufgabe zu erfüllen,alle arbeiten schweigend,keine Wort ist zu hören.Wissen doch alle um die traurige Arbeit,die sie hier heute verrichten müssen.
Thamia geht jetzt zum Hafen,denn sie muß nach Annoworld fahren um von dort eine schönen Marmorplatte zu holen,die dann zum Gedenken an den Bürgermeister ,vor dem Eingang angebracht werden soll.
 
Beiträge: 1468 | Registriert: 24.08.2007Beitrag editieren oder löschen
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Sie gelangen zu dem großen Anwesen und Thamia sieht,das die Gartenarbeiter schon viel geschafft haben.Morgenabend dürfte die Rosenhecke fertig gepflanzt sein.

Sie gibt den Gardisten die Anweisung,jeweils zu Zweit vor dem Eingang die Ehrenwache zu halten,in strammer Haltung natürlich,aber das versteht sich ja von selbst.
Zwei von ihnen nehmen gleich ihre Posten ein,die anderen Beiden haben noch Freiwache und gehen in das winzige Häuschen,welches gleich hinter dem Eingangsportal steht.
Thamia ist erstmal zufrieden.Sie wird Morgen wieder her kommen und dann wird sie auch die Gedenktafel anbringen lassen.

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Beiträge: 1468 | Registriert: 24.08.2007Beitrag editieren oder löschen
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Rund um das Anwesen wächst die Rosenhecke und wird immer dichter.Der große Rosenbogen ,über dem Eingangstor wurde auch gepflanzt,selbt das Grundstück haben die Gartenarbeiter wieder zum vollen Glanze gebracht.Das Grab von Lucky Lady schmücken gelbe Rosen.

Die Tafel wird abgeladen und Thamia schickt die Karrenschieber fort.
 
Beiträge: 1468 | Registriert: 24.08.2007Beitrag editieren oder löschen
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Die beiden Gardisten,die jetzt Freiwache haben,werde die Ehrentafel anbringen.Sie sind ganz vorsichtig,damit sie ja nicht beschädigt wird.

Als sie endlich angebracht ist,wird für einen kurzen Moment,das Samttuch runter gezogen und da erstrahlt die Ehrentafel in vollem Glanze.Sie ist aus roten Marmor gefertigt und in goldenen Buchstaben ist darauf zu lesen.

Dem Gründer der Stadt,Bürgermeister Freak soll diese Tafel geweiht werden. Ihm haben wir es zu verdanken, dass sie zur Blüte reifte. Er hat stets gerecht, selbstlos und mit milder Güte die Interessen Annoports vertreten und stand seinen Mitmenschen allzeit hilfsbereit zur Seite Er verlor seine Frau und zerbrach und hat uns verlassen. Frau Lucky.Lady hat hier ihre ewige Ruhe gefunden, unendlich betrauert von ihrem Gatten und von uns. Auch ihr wollen wir diese Tafel widmen und ihre Grabstätte und Andenken pflegen. Wir werden immer an ihn denken.
 
Beiträge: 1468 | Registriert: 24.08.2007Beitrag editieren oder löschen
Bild von Anno_Thamia
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Schnell wird das Samttuch wieder darüber gedeckt,denn erst am Sonntag wird es offiziel enthüllt und die Gardisten müssen sowieso schweigen.Thamia hält einen Moment Inne und denkt an den Bürgermeister,dann geht sie ihrer Arbeit nach.
 
Beiträge: 1468 | Registriert: 24.08.2007Beitrag editieren oder löschen
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